Vom 8. November an müssen Berliner Autofahrer mit einem neuen Nadelöhr fertig werden. Der Autobahntunnel am Flughafen Tegel wird dann wegen Sanierungsarbeiten für 18 Monate vollständig gesperrt, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gestern mit. Die Umleitungsstrecke führt in dieser Zeit über den Kurt-Schumacher-Damm auf die Autobahn 111, die sogenannte Geisterautobahn. Zwei Behelfsbrücken sollen helfen, ein Verkehrschaos zu vermeiden. Zum einen wird eine Fußgängerbrücke über die Autobahn nördlich des …
Fußgänger müssen sich entlang der Bauzäune zu den U- und S-Bahnhöfen durchschlagen Von Steffen Pletl
Mitte Der Alexanderplatz – für Fußgänger gleicht er wegen der zahlreichen Baustellen in diesen Tagen einem Labyrinth. Beinahe täglich werden die Bauzäune neu gestellt, müssen Berliner und ihre Gäste zu den S- und U-Bahn-Eingängen immer neue Wege gehen. An der Karl-Liebknecht-Straße sowie im Bereich zwischen Bahnhofshalle und Galeria Kaufhof verlegen derzeit Bauarbeiter die Gleise für eine neue Tramlinie. Der Weg zum Alexanderplatz führt dort über provisorisch auf die Gleise gelegte Holzbohlen – eine rutschige Angelegenheit, gerade bei feuchtem Wetter. Indes wurde eine andere Gefahrenquelle für Fußgänger bereits behoben. Für mehrere Tage war an der Ecke Memhardstraße eine …
Die PSI Transportation GmbH hat im Rahmen ihrer offenen Schnittstellenstrategie als eines der ersten Unternehmen in Deutschland die VDV-Schnittstelle Anschlusssicherung im Dauerbetrieb zwischen vier regionalen Busunternehmen in Brandenburg Nordost und der Deutschen Bahn AG realisiert. Der Schnittstellendienst Anschlusssicherung wurde durch die Verknüpfung des modernen Betriebsleitsystems RIS (Reisenden-Informationssystem) der Deutschen Bahn mit dem Verbundleitsystem PSItraffic/RBL der Verkehrsbetriebe in den Brandenburger Landkreisen Oberhavel, Barnim und Uckermark ermöglicht. Die Daten über die Zubringerzüge an den Bahnhöfen der Region werden über Internet nach dem Standard „VDV 453 Dienst ANS“ vom RIS der Deutschen Bahn übergeben. In der von PSI gelieferten Betriebsleitzentrale Brandenburg Nordost werden diese Zugdaten aufbereitet und aktuelle Anschlussbusse ermittelt, die mit den Zügen in Verbindung gebracht werden. Bei erkennbarer Anschlussgefährdung werden die Disponenten in der Betriebsleitzentrale sowie die Fahrer der Fahrzeuge vollautomatisch über die Anschlusssituation informiert und damit die Anschlüsse gesichert. Die erstmalige Inbetriebnahme der Anschlusssicherung Bahn zu Bus und die damit verbundene verkehrsträgerübergreifende Zusammenarbeit stellt in Brandenburg einen wichtigen innovativen Meilenstein zur Erhöhung der Attraktivität und Zuverlässigkeit des ÖPNV-Angebotes dar. Das von der PSI an die vier Verkehrsbetriebe Barnimer Busgesellschaft mbH (BBG), Personenverkehrsgesellschaft mbH Schwedt/Angermünde (PVG), Uckermärkische Verkehrsgesellschaft mbH (UVG) und Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH (OVG) gelieferte rechnergestützte Betriebsleitsystem (RBL) wurde bereits im Januar 2005 offiziell in Betrieb genommen (Pressemeldung PSI, 01.11.06).
Nur vier Abschnitte entstehen neu – das reicht, sagt die BVG
GRÜNAU. Die Bürgerinitiative Uferbahn traut dem Frieden nicht. Zwar haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wie versprochen damit begonnen, die Straßenbahnstrecke zwischen dem S-Bahnhof Grünau und Alt-Schmöckwitz zu erneuern. Doch Mitglieder der Initiative berichten, dass dies offensichtlich nicht für alle sanierungsbedürftigen Teilstücke gilt. Nun befürchten sie, dass dieser Abschnitt der Linie 68 nach der Wiedereröffnung am 13. November nur kurze Zeit in Betrieb bleiben kann – „und dann von der Technischen Aufsichtsbehörde des Senats stillgelegt werden muss“, sagt Peer Hauschild, Sprecher der Initiative. Damit hätte sich die BVG, die diese Straßenbahnstrecke wegen zu geringer Fahrgastzahlen durch eine Buslinie ersetzen will, endlich durchgesetzt. „Der Gleisbogen Nummer 10 in der Nähe des Strandbads Grünau soll nicht …
Die Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof (Icat) wird Anfang Dezember ein Volksbegehren mit dem Ziel eines Volksentscheids zum Erhalt des Flughafen Tempelhofs starten. Das teilte Icat- Präsident Bernhard Liscutin gestern mit. Das Volksbegehren werde unabhängig von der bereits für den 19. Dezember festgesetzten Gerichtsverhandlung zur Klage gegen den Schließungsbescheid und des erwarteten Urteils angeschoben. „Unser Ziel ist es, mit einem Volksbegehren den Berliner Senat zu bewegen, den Schließungsbescheid zurückzuziehen“, so Liscutin. Der Bescheid sieht die Schließung des City-Airports zum 31. Oktober 2007 vor. Um das Volksbegehren zu beantragen, müssen zunächst 20 000 Unterschriften innerhalb von vier Monaten gesammelt werden. Im Volksbegehren selbst müssen dann sieben Prozent aller …
Rabiate Schwarzfahrer sind am Montagabend in zwei Fällen gegenüber BVG-Mitarbeitern gewalttätig geworden. Die Opfer kamen mit dem Schrecken davon.
Bei einer Fahrausweiskontrolle in einem Zug der Linie U 8 holte ein 49 Jahre alter Wohnungsloser gegen 18.30 Uhr statt seines Fahrscheins ein Küchenmesser hervor und forderte den Kontrolleur zum Weitergehen auf. Der Bedrohte (22) rief weiteres Sicherheitspersonal zu Hilfe. Als der 49-Jährige an der Station Kottbusser Tor die U-Bahn verließ, wurde er festgehalten und der Polizei übergeben. In einem Bus der Linie M 106 zeigte ein Unbekannter gegen 20.30 Uhr an der Bülowstraße in Schöneberg einen abgelaufenen …
Wer sich Ärger am Flughafen ersparen will, muss neue Vorschriften fürs Handgepäck beachten
Petra Wache
BERLIN. Für alle Passagiere, die von einem Flughafen in der Europäischen Union, der Schweiz, Norwegen oder Island abfliegen, gelten ab 6. November verschärfte Regelungen beim Handgepäck. Anlass sind die verhinderten Anschläge mit flüssigem Sprengstoff auf Fluggesellschaften in London. Wer sich Ärger und Aufregung beim Einchecken ersparen will, sollte künftig einiges beachten.
—-Ist die Mitnahme von Handgepäck künftig grundsätzlich verboten, muss alles als Fluggepäck aufgegeben werden?
Im Frühjahr 2009 soll in Oranienburg die Landesgartenschau Brandenburg eröffnet werden. Durch die Nähe zu Berlin werden die Besucherzahlen sicherlich die bisherige Höchstmarke von über 600.000, die 2002 Eberswalde erreicht hatte, ohne Probleme um ein Vielfaches übersteigen – vielleicht werden es eine Million, vielleicht auch mehr. Aus Sicht des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes besteht damit die dringende Notwendigkeit, die S-Bahn-Strecke von Frohnau nach Oranienburg bis zum Frühjahr 2009 so auszubauen, dass hier auch ein 10-Minuten-Takt gefahren werden kann. Auf Grund des langen eingleisigen Abschnittes zwischen Frohnau und Hohen Neuendorf können die Züge maximal alle 20 Minuten in jede Richtung fahren. Durch den Ausbau gäbe es auch eine umweltverträgliche und leistungsfähige Schienenanbindung von und nach Berlin, die eine bequeme An- und Abreise der Besucher gewährleistet. Zumal zu befürchten ist, dass das Straßennetz und auch die möglicherweise vorhandenen Parkplätze nicht ausreichen werden; Oranienburg würde von der Blechlawine überrollt. Niemand müsste mit dem eigenen Auto anreisen; es stünde eine leistungsfähige und attraktive Schienenanbindung zur Verfügung. Sven Jagdhuhn, Vorsitzender des Verbandes: „Die Möglichkeit, mit dem Regionalexpress über Gesundbrunnen nach Oranienburg zu fahren, wird nicht ausreichen. Die Züge fahren nur alle Stunde, sind unpünktlich und insbesondere an den Wochenenden mit Tagesausflüglern bereits voll belegt. Zudem ist diese Verbindung insbesondere für Nordberliner recht unattraktiv, da sie erst in die Stadt fahren müssten.“ Nach Ansicht des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes kann nur der Einbau einer Begegnungsmöglichkeit für die Züge in Höhe der Stadtgrenze eine leistungsfähige und zuverlässige Alternative zur Auto-Nutzung sein. Der Einbau einer solchen Kreuzungsmöglichkeit ist ohne große Probleme möglich; Platz ist vorhanden. Die Länge des zweigleisigen Abschnittes sollte so bemessen werden, dass die Züge nicht anhalten müssen und sich während der Fahrt begegnen können. Auch die Möglichkeit, im Berufsverkehr die heute schon sehr vollen Züge durch weitere Verstärkungszüge zu entlasten, bedeutet eine echte Verbesserung für die Fahrgäste auch nach dem Ende der Landesgartenschau. Die Nachhaltigkeit dieser Investition wäre also auch gegeben. Kein Besucher wäre gezwungen, mit dem Pkw nach Oranienburg zu fahren! Damit Oranienburg zur Landesgartenschau attraktiv mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist , müssen jetzt die notwendigen Schritte eingeleitet werden. Die Landesregierung würde damit auch ein Zeichen setzen, dass es ihr nach wie vor Ernst mit der Förderung der umweltfreundlichen Verkehrsmittel ist.
NEUKÖLLN. Die S-Bahn-Brücke am S-Bahnhof Neukölln ist keine Schönheit. „Wenn man hindurchgeht, bekommt man ein bisschen Angst, weil es dort so dunkel ist. Viele Passanten meiden diesen Ort oder wollen ihn, wenn es nicht anders geht, ganz schnell wieder verlassen“, sagt Mathias Friedrich. Der Lichtarchitekt aus Karlsruhe ist Sieger eines Wettbewerbs des Bezirks Neukölln. Vier Lichtplanungsbüros hatten sich beteiligt und Vorschläge gemacht, wie die S-Bahn-Brücke über die Karl-Marx-Straße attraktiver werden kann. Friedrichs Konzept überzeugte das Neuköllner Bezirksamt. Schließlich verbinde das Brückenwerk als „Neuköllner Tor“ den …