Bahnverkehr: Vogtlandbahn: Vogtland-Express mit neuer Linienführung über Zwickau und Chemnitz

http://www.lok-report.de/news/
news_verkehr.html

Zum Fahrplanwechsel der Bahn am 10.Dezember 2006 erhalten Zwickau, Glauchau und Hohenstein-Ernstthal erstmals wieder seit mehreren Jahren eine umsteigefreie Bahnverbindung nach Berlin. Der Vogtland-Express der privaten Vogtlandbahn-GmbH wird täglich Westsachsen mit der Hauptstadt verbinden.
Damit ist auch die umsteigefreie Anbindung von Chemnitz, Mittweida, Döbeln und Riesa gesichert. Während die Deutsche Bahn ihren letzten Direktzug einstellt, bietet die Vogtlandbahn die neue Leistung in attraktiver Tagesrandlage an: Morgens in die Hauptstadt, am frühen Abend wieder zurück.
Seit dem 12.06.2005 fährt die Vogtlandbahn-GmbH mit ihrem Vogtland-Express täglich, umsteigefrei und direkt von Plauen nach Berlin – morgens hin und abends wieder zurück. Der Vogtland-Express ist aus dem Wunsch des Vogtlandes entstanden, wieder umsteigefrei an die Hauptstadt angebunden zu werden. Im Jahr 2001 stellte die Deutsche Bahn die letzte Direktverbindung zwischen dem Vogtland und Berlin ein. Damals ein herber Schlag für die Region, existierte doch diese klassische Verbindung nahezu ununterbrochen seit dem 19. Jahrhundert. Unter privater Betreiberschaft feierte diese traditionsreiche Verbindung im Sommer 2005 ihre Wiederauferstehung. Im Dezember 2005 wurde der Vogtland-Express ab bzw. bis Hof verlängert. Bis Mai 2006 war Berlin-Lichtenberg der Zielbahnhof. Seit 28.Mai 2006 fährt der Vogtland-Express direkt über die Stadtbahntrasse bis in die Berliner City. Attraktiver Zielbahnhof ist nach Zwischenhalten in Ostbahnhof, Alexanderplatz und Friedrichstraße der Bahnhof Berlin Zoologischer Garten.
Bislang verkehrt der Vogtland-Express über Werdau, Altenburg und Leipzig nach Berlin. Mehrere geplante längerfristige Baumaßnahmen seitens des Infrastrukturbetreibers DB Netz AG während des Jahres 2007 im Raum Leipzig gestatten jedoch keine kundenfreundliche Fahrlage vom Vogtland über Leipzig nach Berlin, der Leipziger Hauptbahnhof hätte sogar zeitweise überhaupt nicht angefahren werden können.
Somit hat sich die Vogtlandbahn-GmbH entschieden, nach Alternativen für die Linienführung des Vogtland-Express zu suchen: Ab 10.12.2006 verkehrt nun der Vogtland-Express über Zwickau, Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Chemnitz, Mittweida, Döbeln und Riesa nach Berlin. Damit bietet die Vogtlandbahn auch für die Menschen aus diesen Städten wieder eine umsteigefreie Direktverbindung in die Hauptstadt an, denn auch der letzte direkte Zug der Deutschen Bahn von Chemnitz nach Berlin fährt letztmalig am 09.12.2006.
Zum Einsatz im Vogtland-Express kommen moderne Triebwagen vom Typ DESIRO. Jeder Triebwagen verfügt über 120 Sitzplätze, ist vollklimatisiert und mit einem behindertengerechten WC ausgestattet. Bei Bedarf können bis zu drei Triebwagen gekuppelt werden. In jedem Wagen kümmert sich je ein Service-Mitarbeiter um das Wohl der Fahrgäste, verkauft die Tickets und serviert Imbiss am Platz.
Im Vogtland-Express gilt ein besonderer Tarif, dessen Fahrpreise liegen etwa 30% unter den DB-Nahverkehrspreisen. Darüber hinaus gibt es Ermäßigungen für Kinder ab 6 Jahre und junge Leute bis 26 Jahre sowie für Vielfahrer. Kinder von 6 bis 14 Jahre fahren in Begleitung der Eltern bzw. Großeltern frei, sofern diese mit Normalpreis-Tickets fahren.
So kostet z.B. eine Fahrt von Zwickau nach Berlin 25,00 EUR, für Kinder und junge Leute
( 6 bis 26 Jahre) nur 17,50 EUR. Für die Relation Chemnitz – Berlin kostet das Normalpreis-Ticket 22,00 EUR, das ermäßigte Ticket 15,40 EUR. Tickets sind grundsätzlich nur im Zug beim Fahrgastbetreuer erhältlich, Fahrscheine anderer Bahnen bzw. Tarife sowie Verbundfahrscheine gelten im Vogtland-Express nicht (Pressemeldung Vogtlandbahn-GmbH, 20.11.06).

Bus beschädigt: Verletzter Täter festgenommen

http://www.morgenpost.de/content/
2006/11/20/berlin/866868.html

Die Polizei hat einen rabiaten Fahrgast festgenommen, der am Sonntag früh nach einem Streit in einem BVG-Bus eine Tür des Fahrzeugs beschädigt hat. Gegen 0.30 Uhr war es in dem Bus der Linie 122 in Reinickendorf zu Auseinandersetzungen unter mehreren Jugendlichen gekommen. Einer der Beteiligten stieg an der Haltestelle Calauerstraße Ecke Senftenberger Ring im Märkischen Viertel aus. Dann trat er gegen die Scheiben der vorderen Automatiktür. Das Sicherheitsglas und die …

Flughäfen: Der Macher von Schönefeld, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/content/
2006/11/19/politik/866639.html

Berliner Spaziergang: Die Sonntagsserie in der Berliner Morgenpost. Chefkorrespondent Jochim Stoltenberg trifft Berliner, die in der Stadt etwas bewegen. Treffpunkt ist ihre Lieblingsecke. Heute: ein Spaziergang mit Rainer Schwarz, Chef der Berliner Flughäfen
Von Jochim Stoltenberg
Unser Chef-Korrespondent Jochim Stoltenberg im Gespräch mit Rainer Schwarz

Ein weites Feld – 2000 Fußballfelder groß. Auf ihm wird Berlins Zukunft gebaut. Noch ist nicht viel zu sehen; ein paar Bürocontainer für die Bauleitung, frisch angelegte Baustraßen durchziehen die „abgesiedelte“ Brache, ein Betonwerk ist schon errichtet, auch ein kilometerlanger Zaun mit nur einer zentral kontrollierten Ein- und Ausfahrt, um Schwarzarbeit vorzubeugen. Nach 16 Jahren Pleiten, Pech und Pannen kann der Bau des neuen Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld endlich beginnen. Dort draußen im Süden Berlins habe ich mich mit Rainer Schwarz, dem neuen Chef von noch drei Berliner Flughäfen, zum Spaziergang verabredet. Weil das Gelände groß und die Wegstrecke entsprechend lang ist, benutzten wir abwechselnd seinen schwarzen Dienst-Audi und unsere natürlichen Gehwerkzeuge.
Schon in den ersten Minuten unserer Begegnung wird spürbar, welche Begeisterung, welchen Optimismus Rainer Schwarz mit Berlins neuem Jahrhundertbauwerk verbindet. Kaum habe ich die Worte Pleiten, Pech und Pannen in Erinnerung an missglückte Planungen, Privatisierungsversuche und schlampige Antragsverfahren erwähnt, widerspricht …

allg.: Pfadfinder im Verkehrschaos, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/content/
2006/11/19/wirtschaft/866621.html

Verkehrsforscher Reinhart Kühne über den Berliner Stau
Von Manfred Ronzheimer

Berliner Morgenpost: Professor Kühne, der Flughafentunnel in Tegel ist gesperrt. Die befürchteten Staus sind ausgeblieben. Warum?

Reinhart Kühne: Das Berliner Verkehrssystem ist leistungsfähig genug, um solche Sonderbelastungen aufzunehmen. Wir haben in Berlin von der Geografie her keine Beschränkungen wie etwa die breite Elbe in Hamburg. Durch die Möglichkeit, Verkehr flächiger zu verteilen, stecken im Berliner Straßennetz noch einige Reserven. Außerdem sind von rund 1,7 Mio. Autos in Berlin maximal zehn Prozent gleichzeitig unterwegs.

Trotzdem musste 40 Minuten mehr einplanen, wer in Tegel unterwegs war.

Offenbar konnten hier nicht alle Ampeln …

Bahnhöfe: Wo ist hier die Heide?, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/content/
2006/11/19/biz/866567.html

Berliner Merkwürdigkeiten: Ein Neuköllner Bahnhof heißt wie ein Treptower Wäldchen
Von Uta Keseling

Nächster Halt: Köllnische Heide“, säuselt die S-Bahn-Automatenstimme. Ebenso automatisch richtet sich der Fahrgastblick ins Unendliche. Heide. Nebel. Feuchte Ferne. Fast erwartet man, dass einen etwas berührt. Etwas Unerhörtes. „Brauende Nebel geisten umher; schwarz ist das Kraut und der Himmel so leer“, so hat Theodor Storm einst über die Heide gesungen. Über die Heide als solche. Und die Köllnische Heide? Sieht man nicht.
Eben, am S-Bahnhof Neukölln, krallten sich Ladekräne am Britzer Hafens in den blauen Himmel, der rechts plötzlich spitze, weiße Zähne bekam: Hochhäuser an der Sonnenallee. Im S-Bahnhof Köllnische Heide laufen Menschenscharen an einem vorbei, Kinder an Händen, Alte mit Beuteln, Junge mit Handys, Zigaretten, Rucksäcken, alles strömt und eilt. Volks-Aufbruch in die Heide am …

Bahnverkehr: 400 Fahrgäste evakuiert, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/content/
2006/11/19/berlin/866662.html

Der aus Köln kommende ICE 845 stand gestern Mittag wegen einer Rauchentwicklung im hinteren Zugteil 40 Minuten im Spandauer Bahnhof. Die Fahrgäste stiegen laut Bahnsprecher in …

S-Bahn: Brandenburg: Will das Land keine S-Bahn nach Falkensee?

http://www.lok-report.de/news/
news_verkehr.html

Seit einem dreiviertel Jahr gibt es ein fertiges Gutachten zur Wirtschaftlichkeit des Wiederaufbaus der S-Bahn-Verbindung von Spandau nach Falkensee und später auch weiter nach Nauen. Bekannt wurde nur, dass das Gutachten sich eindeutig für einen Wiederaufbau ausspricht. Nun hat der Landtagsabgeordnete Heiko Müller (SPD) in der Drucksache 4/3683 nachgefragt, wie der aktuelle Stand ist. Statt Konkretes zu benennen, spricht die Landesregierung nur von „negativen Auswirkungen in bestimmten Teilbereichen“, die die Veröffentlichung bisher verhindert hätten. Hat die Landesregierung etwas zu verbergen? Dass sie an einem Wiederaufbau der S-Bahn ins Havelland kein Interesse hat, wird immer offensichtlicher.
Seit 18 Jahren wurde Bevölkerung und Wirtschaft immer wieder hingehalten und vertröstet. Und noch immer weigert sich die Landesregierung ein Zieldatum zu nennen. Das Zögern, Zaudern und Vertrösten ist nach Ansicht des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes ein weiterer Beleg dafür, dass die jetzige Landesregierung kein wirkliches Interesse an einer Stärkung des Havellandes hat. Bei anderen Projekten steht die Landesregierung dahinter und verfolgt die Realisierung mit großem Engagement. So standen fast alle geplanten Inbetriebnahmetermine zum Ausbau des Flughafens Schönefeld bereits zum Spatenstich fest. Und der Flughafen soll 2011 vollständig in Betrieb gehen.
„Deshalb gibt es keine Alternative zum schnellstmöglichen Wiederaufbau der S-Bahn.“ Dieser eindeutige Satz stammt vom ehemaligen Brandenburger Verkehrsminister Meyer – gesprochen im September 2001 (Drs. 3/3292). Der Berlin-Brandenburgische Bahnkunden-Verband sieht keinen Grund, dass seit Ende Februar 2006 fertige Gutachten zu veröffentlichen, endlich die jahrzehntelangen Planungen abzuschliessen und mit dem Bau zu beginnen.* (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband, 18.11.06).

Bahnverkehr: Mehr als 500 Reisende in ICE stundenlang gefangen, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/604971.html

Ein Unfall hat am Freitag den Bahnverkehr in Berlin durcheinander gebracht. Um 13.04 Uhr erfasste der ICE 548 nach Köln in Höhe des Bahnhofs Messe Süd einen Menschen auf dem Gleis. Der Zug mit rund 500 Fahrgästen an Bord musste ohne Strom so lange warten, bis die …

U-Bahn: Schönheit für Millionen, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/feuilleton/604496.html

Das Deutsche Technik-Museum zeigt Leben und Werk des U-Bahnarchitekten Alfred Grenander

Nikolaus Bernau

Es dürfte keinen Berliner geben und keinen Berlin-Besucher, der seine Werke nicht benutzt, oft auch genossen hat. Und doch ist Alfred Grenander, dem wir so brillant entworfene U-Bahnhöfe wie Hermannplatz, Alexanderplatz und Wittenbergplatz, die Hochbahntrasse in Prenzlauer Berg oder das klassische, in den Grundformen bis heute gültige Design der U-Bahnwagons und der BVG-Busse verdanken, einer der großen Unbekannten der Architekturgeschichte geblieben. Zwar wurden seine Verkehrsbauten seit den späten achtziger Jahren zunehmend als Kunstwerke von Weltrang entdeckt – damals, als die BVG mit dem großen Massaker an Grananders Bahnhöfen begann. Doch wer kennt seine Entwürfe für leider längst zerstörte Zeitungskioske, exquisite Möbel, Villen und Landhäuser?
Die neue Ausstellung des Deutschen Technik-Museums will diese Lücke schließen. Erstmals werden hier die Arbeiten des Privatarchitekten und Designers …

S-Bahn: S-Bahn putzt Züge nun auch unterwegs, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/604442.html

Allerdings freut sich nicht jeder Fahrgast darüber

Bitte die Füße hochnehmen, es wird gefegt! Mit dieser Aufforderung werden die Fahrgäste auf fünf S-Bahn-Linien neuerdings konfrontiert. Dort werden die Züge während der Fahrt gereinigt, teilte das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) gestern mit. „Das ist auf den Linien S 25, S 3, S 47, S 8 und auf der Ringbahn der Fall“, sagte Reinigungsmeister Norbert Gottschlag. Allerdings freut sich nicht jeder Fahrgast darüber, dass Abfall sowie Schmutz entfernt werden. Es gibt „anspruchsvolle Konfliktsituationen“, so die S-Bahn. Gottschlag: „Manche Mitbürger fühlen sich durch unser Personal gestört. Dann gilt: weitergehen und später fegen.“
Das neue Reinigungskonzept der S-Bahn hat mehrere Gründe. Um die Züge besser auszulasten, bleiben sie …