Foto : Ein bemalter Zug der S-Bahn zeigt, wie gravierend das Problem ist. Der Vandalismus in öffentlichen Verkehrsmitteln ist nach Einschätzung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in Berlin am schlimmsten. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der S-Bahn gebe es mit Graffiti und zerkratzten Scheiben die „größten Probleme“, sagte der VDV-Experte Hartmut Reinberg-Schüller. Beide Verkehrsunternehmen mussten im vergangenen Jahr fast 14,5 Millionen Euro zur Beseitigung von Sachbeschädigungen ausgeben. Damit seien diese Ausgaben 2007 um mehr als 13 Prozent gestiegen. Allein die BVG musste …
Damit mehr Menschen bequem ans Meer reisen können, ist der private Fernverkehrszug Interconnex zwischen dem 3. und dem 30. August mit acht statt mit sechs Wagen unterwegs. Damit stehen auf der Strecke von Leipzig über Berlin nach Warnemünde pro Fahrt 500 statt 400 Sitzplätze zur Verfügung. Die Deutsche Bahn (DB) hat ihr Angebot von Berlin in Richtung Ostsee bereits aufgestockt. Sie bietet während der Saison zusätzlich zu ihrem regulären Angebot den Usedom-Express und einen zusätzlichen Zug nach Stralsund an, der dort Anschluss auf die Insel Rügen hat. „Am Wochenende liegt die Auslastung beim Interconnex stabil bei mehr als 80 Prozent“, sagte Andreas Winter, Produktmanager bei Veolia Verkehr. „Im August rechnen wir wegen der Ferien und Veranstaltungen wie der Hanse Sail vom 7. bis zum 10. August mit Auslastungsspitzen. Darum hängen wir zeitweise zwei zusätzliche Wagen an.“ Im Internet können jetzt auch Sitzplätze reserviert werden. Dort gibt es auch kontingentierte „Super-Spartickets“, mit denen man von Berlin nach Warnemünde oder Leipzig reisen kann. An die Ostsee fährt der Interconnex täglich um 10.58 Uhr vom Berliner Hauptbahnhof. Ankunft in Warnemünde ist …
Fahrgäste müssen damit rechnen, dass ihr Zug in Rahnsdorf durchfährt Peter Neumann Kein Halt – wegen Personalmangels fährt der Zug durch. Damit müssen S-Bahn-Fahrgäste rechnen, die auf der Linie S 3 unterwegs sind und in Rahnsdorf aussteigen wollen. Wenn auf diesem S-Bahnhof die Aufsicht nicht besetzt werden kann, weil es dafür nicht mehr genug Mitarbeiter gibt, müssen dort Acht-Wagen-Züge in Richtung Erkner ohne anzuhalten weiterfahren. Nach Informationen der Berliner Zeitung ist dies bereits der Fall gewesen. Die Reisenden durften erst eine Station später, also in Wilhelmshagen, aussteigen und mussten von dort zurückfahren. Eine überraschende Umwegfahrt durch den Südosten von Berlin, die Zeit kostet und viel Ärger verursacht. „Ein unglaublicher Vorgang“, sagte Christfried Tschepe, der Vorsitzende des …
Beim Umbau des Bahnhofs Ostkreuz darf weiterhin auch während der Nächte Krach gemacht werden. Das ergibt sich aus einem Beschluss, den das Verwaltungsgericht Berlin erlassen hat. Die 10. Kammer des Gerichts wies den Eilantrag des Ostkreuz-Anwohners Jürgen Freymann zurück, der angesichts des Baustellenlärms um seine Gesundheit fürchtet. Lediglich an diesem Sonntag zwischen sechs und 22 Uhr darf der Krach das zulässige Maß nicht übersteigen. Das wiederum ärgert die Bahn. Der Terminplan gerate in Gefahr, hieß es. Zwar bezieht sich der Beschluss nur auf den Zeitraum bis zum 30. Juli. Doch Freymann befürchtet, dass sich die Senatsumweltverwaltung dadurch ermutigt fühlt, weiterhin für laute Nachtarbeiten Ausnahmezulassungen zu erteilen. „Es kann nicht sein, dass uns Lärm über Jahre den Schlaf rauben darf“, sagte er. Sein Anwalt Philipp Heinz sieht den Beschluss aber auch als Sieg. „Er ist ein deutlicher Hinweis an den Senat, dass nicht mehr alles zugelassen …
Noch mehr Stationen sollen Personal verlieren Peter Neumann Bei der S-Bahn könnte es noch mehr „Geisterbahnhöfe“ geben als bisher angekündigt, fürchtet der Fahrgastverband IGEB. Das Unternehmen will mit Hilfe moderner Technik die Zugabfertiger auf den Bahnsteigen einsparen. Bislang war geplant, dass zumindest auf 21 der 166 S-Bahnhöfe „Stammaufsichten“ fest stationiert werden sollen. Doch jetzt ist davon die Rede, dass es deutlich weniger sein könnten. Es gibt Überlegungen, die Zahl dieser S-Bahnhöfe „perspektivisch zu verringern“, heißt es in einem Schreiben der Geschäftsführung an die Mitarbeiter. „Damit verschärft sich die Fehlentwicklung, die wir bei der S-Bahn sehen“, sagt IGEB-Vize Jens Wieseke. Auf noch mehr Stationen würden sich Reisende subjektiv unsicher fühlen. „Zurückbleiben, bitte!“ Noch kommt diese Ansage auf vielen Bahnhöfen von der Aufsicht, die danach das Signal zum …
CMAR präsentiert auf der vom 23. bis 26. September stattfindenden Fachmesse Innotrans die Zweiwege-Kehrmaschine MFH 5000 auf Unimog-Basis Seit über 30 Jahren entwickelt und produziert das Unternehmen Zweiwegefahrzeuge für Straßenbahn- und Eisenbahnnetzbetreiber. CMAR ist auf Zugmaschinen und Gleisinstandhaltungsfahrzeuge mit Universalmotoren spezialisiert. Die zur Reinigung von Straßenbahngleisen vorgesehene Maschine MFH 5000 ist ein vollständig ausgerüstetes Fahrzeug zum Kehren von Verkehrswegen und Gleisen, zur Hochdruckreinigung von Schienen, zum Auskratzen der Rillensohle und zum Abbürsten der Schienenlauffläche von Straßenbahngleisen. Der 150 PS Turbodieselmotor bietet ein maximales Drehmoment von 490 Nm bei 1.200 Umdrehungen pro Minute. Die hydraulische Kraftübertragung erfolgt auf die Hinterachse, wobei sich alle vier Räder antreiben lassen. Die mit zwei Plätzen ausgestattete Fahrerkabine verfügt über eine Panorama- Windschutzscheibe und ein ergonomisches Steuerpult, das in die Instrumententafel integriert ist. Über das patentierte Saug- und Blassystem Koanda kann der Kraftstoffverbrauch um fast 30 Prozent und der Ausstoß von Lungen schädigendem Feinstaub um 95 Prozent reduziert werden. Das mit einer Luft-Recycling-Funktion ausgestattete System verringert gleichzeitig den Sprengwasserverbrauch sowie die Abgas- und Lärmemissionen, da der Motor mit einer Drehzahl leicht oberhalb des Leerlaufs arbeitet. Somit werden die Betriebskosten gesenkt und die Lebensdauer der Kehrmaschine erhöht. CMAR präsentiert die Maschine in Halle 3.2, Stand 250 1C. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite www.cmar.fr (Pressemeldung CMAR, FIZIT – Französisches Informationszentrum für Industrie und Technik, 25.07.08).
(Berlin, 25. Juli 2008) Der Aufsichtsrat hat den für die S-Bahn Berlin GmbH verantwortlichen Leiter des Geschäftsfeldes DB Bahn Stadtverkehr der DB Mobility Logistics AG, Hermann Graf von der Schulenburg, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Den Vorsitz hatte bislang Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Personenverkehr der DB Mobility Logistics AG, inne.
Noch in diesem Jahr soll der 150 000. Fahrgast in der Panorama-Bahn begrüßt werden. „Ich rechne damit, dass es im November oder Dezember der Fall sein wird. Der Fahrgast wird natürlich gebührend empfangen und darf mit einer Überraschung rechnen“, erklärt Mirko Willbrandt, Marketing- Mitarbeiter bei der S-Bahn Berlin. Bis es soweit ist, dürfen sich Abo-Kunden der S-Bahn Berlin im August auf eine Vergünstigung freuen. Wer im Ferienmonat eine Stadtrundfahrt im gläsernen Zug unternimmt, bekommt gegen Vorlage einer gültigen Wertmarke zwei Getränke gratis. Wie gewohnt stehen vier Themenfahrten mit der Panorama-Bahn zur Auswahl: durch das neue oder historische Berlin, die Ringbahn- Fahrt oder die Tour zu jüdischen Spuren entlang der S-Bahn-Linien. Eine kompetente Moderation, auch in Englisch und …
Senatsdaten zeigen: Weniger Verkehr auf Stadtstraßen Peter Neumann Sie ist erst seit zwei Monaten in Betrieb, zeigt aber schon Wirkungen. Die neue Autobahn A 113 von Adlershof über Schönefeld zum Waltersdorfer Dreieck entlastet die benachbarten Straßen, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Ihre Statistiker haben ermittelt, wie sich der Verkehr im Südosten von Berlin während der vier Wochen nach der Autobahneröffnung am 23. Mai entwickelt hat. „Die Belastung des Adlergestells nahm um 20 Prozent ab“, sagte die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) der Berliner Zeitung. Dort waren Ende Juni werktags noch 52 000 Kraftfahrzeuge unterwegs – ein spürbarer Rückgang im Vergleich zu früher. Auf der Straße Am Seegraben, die zum Flughafen Schönefeld führt, ist die Belastung sogar um 35 Prozent auf 22 000 Fahrzeuge pro Tag gesunken. Die neue Autobahn wurde Ende Juni kurz vor der Berliner Stadtgrenze von rund …
Brücke auf Wanderschaft Oder-Havel-Kanal wird für größere Schiffe ausgebaut Jens Blankennagel FINOWFURT. „Ich könnte mich über die ganze Sache hier ärgern“, sagt Kurt Weise. Der 56-Jährige aus Berlin steht am Nordufer des Oder-Havel-Kanals bei Finowfurt (Barnim). Es ist Mittwochnachmittag, nur ein paar Wolken ziehen am blauen Himmel. „Eigentlich wollten wir eine Radtour durch die Schorfheide machen, sind extra mit der Bahn nach Eberswalde gekommen, und dann so was“, sagt er und lacht. „So was Tolles habe ich noch nie gesehen. Ist doch egal, dass die Radtour schon nach zehn Kilometern vorbei war.“ Weise und seine Freundin Isolde schauen seit zwei Stunden wie gebannt auf eine Stelle, an der nichts passiert, aber bald etwas geschehen soll. Sie schauen auf die Mitte des Kanals: Dort liegt das Ende einer Brücke auf einem Schiff. Eigentlich gehört dieses Brückenende auf den Betonsockel am anderen Kanalufer. Dort soll sie Stunden später auch ankommen. Doch noch ist die Brücke auf …