Im vergangenen Jahr waren die Leistungen im Nahverkehr im Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg insgesamt wieder auf einem hohen Qualitätsniveau. Die
Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet erzielten in den Kriterien
Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit gute bis sehr gute
Ergebnisse. Die S-Bahn Berlin GmbH blieb allerdings auch im Jahr 2010 von
diesen Qualitätsstandards weit entfernt. Erneut erbrachte das
Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG nicht die verkehrsvertraglich
vereinbarte Leistung. Im Regionalverkehr hat sich die Pünktlichkeit
verschlechtert.
Auch 2010 hat sich die Krise bei der S-Bahn Berlin GmbH fortgesetzt.
Bereits im Januar kam es durch unzureichende Wintervorbereitung erneut zu
einem Einbruch bei den einsatzfähigen Fahrzeugen. Im Laufe des Jahres wurde
zwar die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge erhöht, die Zahl sank jedoch bis
Jahresende sogar wieder unter das Niveau zu Jahresbeginn. Entsprechend
niedrig ist auch die erreichte Zuverlässigkeit von 81,78 Prozent. Der
erreichte Pünktlichkeitswert beträgt 76,90 Prozent und hat sich damit
gegenüber 2009 um mehr als drei Prozent verschlechtert.
Der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Hans-Werner
Franz, zieht eine ernüchternde Bilanz: „Trotz aller Versprechen gelang es
dem Unternehmen letztes Jahr nicht, dauerhaft mehr als 77 Prozent der
vertraglich vereinbarten Fahrzeuge in den Betrieb zu nehmen. Und bis heute
sind die Kernprobleme bei den Achsen, Bremsen und Fahrmotoren nicht
vollständig gelöst, so dass nicht absehbar ist, wann wieder der bestellte
Fahrplan gefahren wird. Ein Ende der S-Bahn-Krise ist weiterhin nicht in
Sicht.“ Laut Verkehrsvertrag muss die S-Bahn Berlin GmbH dauerhaft 562
Viertelzüge einsetzen.
Im Regionalverkehr liegt die Zuverlässigkeitsquote mit 97 Prozent weiterhin
auf hohem Niveau, allerdings hat die Pünktlichkeit 2010 nachgelassen. Nur
88 Prozent aller Züge kamen zur geplanten Zeit. Gründe für die schlechten
Werte waren unter anderem umfangreiche Baumaßnahmen (Streckenerneuerung
zwischen Königs Wusterhausen und Lübbenau und Bauarbeiten zwischen
Berlin-Charlottenburg und Berlin-Wannsee) sowie dichte Trassenbelegungen.
Besonders das Kriterium Pünktlichkeit bemängelten deshalb folgerichtig die
Kunden in den regelmäßig vom VBB durchgeführten Befragungen. Beim Kriterium
„Zufriedenheit“ insgesamt bekamen die Verkehrsunternehmen im
Regionalverkehr wiederum gute Noten (1,95). Die privaten Anbieter belegten
im Vergleich erneut die ersten Plätze.
Bei der BVG wirkten sich 2010 die Ausfälle bei der S-Bahn auf die
Angebotsqualität aus. Viele Fahrgäste stiegen auf U-Bahn, Straßenbahn und
Bus um. Die Folge waren teilweise längere Ein- und Ausstiegszeiten und
dadurch längere Wartezeiten und Verspätungen. Dennoch konnten die Vorgaben
zur Pünktlichkeit bei der U- und Straßenbahn eingehalten werden, nur beim
Bus wurden die Sollwerte knapp verfehlt. Auf Wartungsmängel bei der
Busflotte reagierte die BVG mit einem neuen Werkstattkonzept und der
Einstellung weiterer Mitarbeiter. In der VBB-Qualitätsbilanz 2010 sind die
Qualitätsdaten des S- und Regionalverkehrs, der BVG und erstmalig auch die
Leistungsdaten aller Verkehrsunternehmen der Brandenburger kommunalen
Aufgabenträger im Verbund detailliert aufgeschlüsselt. Die Bilanz erscheint
bereits zum sechsten Mal und macht die Leistungen und Qualität der
Verkehrsunternehmen transparent und vergleichbar. Zudem sind in dieser
Ausgabe die gewährten Ausgleichzahlungen der Aufgabenträger gemäß den
Berichtspflichten nach der Verordnung (EG) 1370/2007 enthalten und ergänzen
die bisherige Bilanz des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg
(Pressemeldung VBB, Fotos Bodo Schulz, www.album-berliner-verkehr.de,
22.07.11).
Autor: Ralf Reineke
S-Bahn: Runderneuerte S-Bahn-Züge stehen ungenutzt herum, Ungewohnte Technik macht Experten schwer zu schaffen, aus Berliner Zeitung
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0721/berlin/0075/index.html
Gute alte Ostware kommt groß raus: Nach diesem Motto hat die S-Bahn 40
Wagen eines Zugtyps, der noch zu DDR-Zeiten entwickelt worden ist, vom
Abstellgleis geholt. Zwar waren inzwischen alle Fahrzeuge in der Werkstatt,
doch bis auf zwei Wagen können sie noch nicht eingesetzt werden. „Es sind
noch sehr viele Nacharbeiten erforderlich“, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner
gestern. Das Projekt liege „hinter Plan“. Trotzdem ist Buchner
zuversichtlich, dass die S-Bahn ihr Ziel schafft: „Wir sind optimistisch,
dass wir ab Ende 2011 wieder mit tausend Wagen fahren.“ Das wären rund 100
mehr als jetzt.
Von der einst knallrot lackierten Baureihe 485 hatte die S-Bahn mehr als
130 Wagen verschrottet und viele andere ausrangiert, um Kosten zu sparen.
Als in der jüngsten Krise der Fahrzeugmangel zu groß wurde, entschied sie,
20 Zwei-Wagen-Einheiten zu reaktivieren. Doch die Techniker in den …
S-Bahn: Halbzeit im Großen Radsatztausch der S-Bahn Berlin, Umrüstung der Gesamtflotte Baureihe 481 auf eigener Montagestraße im Werk Schöneweide • Weitere Umbauprojekte gestartet
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/
presse/presseinformationen/bbmv/
bbmv20110720a.html
(Berlin, 20. Juli 2011) Die S-Bahn Berlin hat ein wichtiges Etappenziel zur
Stabilisierung ihres Fahrzeugparks erreicht. Das Programm „Großer
Radsatztausch“ für alle Züge der Baureihe 481 ist zur Hälfte abgeschlossen.
Seit Dezember 2010 wurden im Werk Schöneweide auf einer eigens geschaffenen
Montagestraße 2.000 Radsätze gewechselt. Noch einmal die gleiche Zahl wird
bis zum Jahresende montiert. Die 500 Viertelzüge (1.000 Wagen) der Baureihe
481 bilden das Herzstück der Flotte. Die S-Bahn Berlin lässt sich den
größten technologischen Kraftakt in ihrer Geschichte rund 50 Millionen Euro
kosten.
Jeder der neuen Radsätze wiegt rund eine Tonne. Für die Achswellen muss aus
Gewichts- und Platzgründen der hochfeste Chrom-Nickel-Stahl verwendet
werden, der enge Ultraschallfristen erfordert. Die insgesamt 8.000 neuen
Räder zeichnen sich durch eine Verstärkung des Stegs (ähnlich einer
Radfelge) von bisher 13 auf 18 Millimeter aus und sind damit wesentlich
stabiler. Die alten Radsätze werden verschrottet.
„Unsere intensive Vorbereitung des Projekts hat sich gelohnt“, sagt Peter
Buchner, Geschäftsführer der S-Bahn Berlin: „Die Entwicklung einer
technischen Lösung und deren Zulassung war sehr zeitaufwändig. Hinzu kam
der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur und eine funktionierende
Logistikkette. Das alles läuft hervorragend. Wir sehen endlich Licht am
Ende des Tunnels.“
Die S-Bahn Berlin hatte sich beim Projekt „Großer Radsatztausch“ für die
Baureihe 481 zum Aufbau einer eigenen Montagestraße im Werk Schöneweide
entschlossen. Dies ermöglicht den Tausch von aktuell 96 Radsätzen an 12
Viertelzügen (24 Wagen) pro Woche. Rund 300.000 Euro investierte das
Unternehmen in eine neue Hebebockanlage und den Ausbau des
Spezialarbeitsstands. In enger Kooperation mit dem Hersteller der Radsätze
konnte eine zuverlässige Logistikkette aufgebaut werden, die während der
Laufzeit des Projekts eine zeitgenaue Anlieferung der Bauteile
gewährleistet. Die bereits gewonnenen Erfahrungen fließen in die Planung
und Durchführung der weiteren Umbauprojekte für Fahrmotoren und die
Besandungsanlagen der S-Bahn-Züge ein.
Hennig Oelze, Leiter des Projekts „Großer Radsatztausch“ zeigt sich
zufrieden: „Neue Achsen und Räder unter unseren Zügen erhöhen die
Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit für unsere Fahrgäste. Parallel wird die
Qualität der Radsätze durch einen zusätzlichen Korrosionsschutz verbessert.
Damit wird auch ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit der
Baureihe 481 eingeschlagen.“ Die Fahrgäste der S-Bahn profitieren von der
technischen Stabilisierung, da die Untersuchungsintervalle der Radscheiben
deutlich verlängert werden können. Weniger Standzeiten führen sukzessive zu
einer höheren Fahrzeugverfügbarkeit.
Die erfolgreiche Umsetzung des Achstauschprogramms bringt den
Restrukturierungsprozess der S-Bahn Berlin ein weiteres Stück voran. Die
Neuorganisation der Fahrzeuginstandhaltung und der Aufbau eines
zuverlässigen Qualitätssicherungssystems waren die Grundlage dafür. Dazu
gehörten auch der Ausbau von Werkstattkapazitäten, die Wiedereröffnung des
Standorts Friedrichsfelde und eine Aufstockung des Wartungspersonals.
Auch für weitere konstruktionsbedingte Mängel an den Fahrzeugen der
Baureihe 481 konnten mittlerweile Lösungen erarbeitet werden: Zusammen mit
der Industrie wurde eine zuverlässige Beheizung und eine automatische
Funktionskontrolle für die Besandungsanlagen zur Erhöhung der Bremswirkung
entwickelt. Der Auftrag zur Produktion dieser Nachrüstsätze ist bereits
vergeben. Ab August beginnt die Lieferung und der zügige Einbau. Außerdem
rüstet die S-Bahn Berlin alle Fahrzeuge der Baureihe 481 mit einer
elektronischen Füllstandskontrolle der Besandungsanlagen aus.
Daneben müssen die Fahrzeuge für die Umrüstung auf den achsselektiven
Gleitschutz zur Erhöhung der Bremsleistung vorbereitet werden. Parallel
läuft bereits seit letztem Jahr die Ausrüstung der Fahrzeuge für das neue
elektronische Zugsicherungssystem (ZBS), das in den nächsten Jahren die
mechanischen Fahrsperren ablösen wird.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Bahnverkehr + Flughäfen: Schienenanbindung des Flughafens Berlin Brandenburg: DB übergibt Technik an Feuerwehren, Tunnelsicherheit hat für DB Priorität • Landkreis Dahme-Spreewald für ersten Eisenbahntunnel Brandenburgs gerüstet
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/presse/presseinformationen/bbmv/bbmv20110720.html
(Luckau, 20. Juli 2011) Zwei Feuerwehr-Spezialfahrzeuge übergab die
Deutsche Bahn heute an den Landkreis Dahme-Spreewald. Diese Fahrzeuge sind
mit insgesamt 66 Langzeit-Atemgeräten sowie zwei Wärmebildkameras
ausgerüstet. Damit verfügen die Wehren des Landkreises Dahme-Spreewald
nunmehr über die notwendige Technik, um die Aufgaben des Brand- und
Katastrophenschutzes in Brandenburgs ersten großen Bahntunnel unter dem
neuen Flughafen Berlin Brandenburg übernehmen zu können.
Die Deutsche Bahn hat die zusätzliche Technik für die Feuerwehren auf Grund
der besonderen örtlichen Lage des Bahntunnels unmittelbar unter dem
Flugfeld und dem Terminal beschafft. Bereits im August 2009 hatte die DB
erste Teile der Ausrüstung übergeben, damit die Ausbildung frühzeitig
beginnen konnte.
Zudem wurde in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Fachleuten für
Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises das Sicherheits- und
Rettungskonzept für den rund drei Kilometer langen Bahntunnel unter dem
Flughafen entwickelt.
Die – zumeist freiwilligen – Feuerwehren im Umfeld des Flughafens konnten
sich bei Vorort-Begehungen bereits einen Überblick über die Anlagen des
Tunnels und des Bahnhofs unter dem Terminal verschaffen. Anfang September
werden die Bahn und die Feuerwehren das Zusammenwirken in einer
Brandschutz- und Rettungsübung erproben, damit die Schienenanbindung des
Flughafens Ende Oktober planmäßig in Betrieb gehen kann.
Die drei Kilometer lange Tunnelstrecke ist entsprechend der europäischen
und deutschen Vorschriften mit modernster Sicherheitstechnik ausgerüstet.
Dazu gehören die Tunnelsicherheitsbeleuchtung, Rettungswege mit
Notausstiegen in einem Abstand von höchstens 500 m, eine durchgehende
Feuerlöschleitung mit Schlauchanschlüssen alle 125 Meter und die Ausrüstung
für den neuen digitalen Polizeifunk.
Das Thema Tunnelsicherheit hat für die Bahn Priorität. Für alle
Tunnelanlagen der DB AG gilt ein vierstufiges Sicherheitskonzept, das durch
besondere bauliche und organisatorische Maßnahmen unterstützt wird.
Das Sicherheitskonzept setzt den Schwerpunkt auf die Vermeidung bzw. die
Reduzierung von Ereignissen und besteht aus Präventivmaßnahmen, Ereignis
mindernden Maßnahmen, Maßnahmen zur Selbstrettung sowie Maßnahmen der
Fremdrettung.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Regionalverkehr: DBV zur drohenden Entwidmung Rathenow Nord – Neustadt (Dosse)
2015 findet die erste länderübergreifende Bundesgartenschau in Brandenburg
und Sachsen-Anhalt gemeinsam statt. Die Veranstalter haben sich für die
Havel als „Teil des 'Blauen Paradieses'“ sportliche und sehr ehrgeizige
Ziele gesetzt. Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Rhinow und
Havelberg fungieren gemeinsam als Ausrichter. Bundesgartenschauen sind
immer ein überregionaler Magnet in der Wahrnehmung und so werden auch 2015
über eine Million Besucher erwartet.
Woran es jedoch krankt, ist die Verkehrsanbindung der Standorte
untereinander. Schön und gut, wenn der Wassertourismus eine hervorgehobene
Rolle spielen soll. Nur: Havelberg als nördlichster Veranstaltungsort liegt
über 72 km von Brandenburg an der Havel an der Südspitze entfernt. Da
bedarf es eines ausgefeilten und leistungsfähigen Shuttleangebotes.
Bedauerlicherweise ist das jedoch nicht in Sicht. Als einzige
leistungsfähige Verbindung steht – theoretisch! – die Eisenbahnstrecke von
Brandenburg nach Rathenow zur Verfügung. Dank erfolgter Rückbauten ist
jedoch auch nur ein 1-Stunden-Takt mit kurzen Triebwagen möglich.
Alle anderen Verbindung sind nur auf der Straße erreichbar. So droht ein
Verkehrskollaps, auf den der DBV-Landesverband bereits bei der Bekanntgabe
des Standortes 2015 aufmerksam gemacht hat. Es scheint fast so, als ob die
Veranstalter sich ihre gute gedachte Bundesgartenschau durch eine Invasion
von vielleicht zusätzlich 200.000 Pkws täglich über die zweispurigen
Straßen kaputt machen lassen müssen. Da wird das Motto der
Bundesgartenschau vielleicht im obigen Sinne umgedeutet werden müssen?
Die Strecke von Rathenow Nord nach Neustadt (Dosse), die als Zubringer ins
Amt Rhinow und nach Havelberg fungieren könnte, befindet sich derzeit im
Entwidmungsverfahren. Der jetzige Eigentümer hat bereits großflächig die
Gleise demontiert (ohne dafür eine notwendige Genehmigung zu haben) und
fühlt sich nicht mehr an seine damalige Zusage, hier wenigstens einen
Draisinenverkehr während der Bundesgartenschau anzubieten gebunden. Der
Presse ist zu entnehmen, dass die Lokalpolitiker scheinbar jede Hoffnung
auf den Erhalt der Strecke und die eigentlich versprochene Nutzung
aufgegeben haben.
Um in letzter Sekunde noch das Verschwinden der Eisenbahnstrecke zu
verhindern, hat der DBV-Landesverband heute Verkehrsminister Vogelsänger
eindringlich gebeten, durch politische Einflussnahme die Entwidmung zu
verhindern. Sollte es wirklich 2015 nur möglich sein, alle Standorte mit
dem Pkw oder dem Bus auf der Straße zu erreichen, erwartet der DBV eher
negative Schlagzeilen über die Bundesgartenschau. Die Bundesgartenschau
2015 braucht eine leistungsfähige und verlässliche Schienenanbindung als
Grundangebot (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband
Berlin-Brandenburg e. V., 21.07.11).
Straßenbahn + Frankfurt/Oder: Eine moderne Straßenbahn fährt von Deutschland nach Polen, von Frankfurt über die Oder nach Slubice. In hohem Tempo rauscht sie über die Stadtbrücke ins Ausland. Diese Vision stellten Gutachter jetzt in Aussicht. Vorerst soll aber ein Bus das Ganze praktisch testen., aus sz-online.de
http://www.sz-online.de/nachrichten/
artikel.asp?id=2815925
Frankfurt (Oder). Die Geschichte ist an sich gut zehn Jahre alt – doch
dämmert jetzt Licht am Ende des Tunnels. Seit etwa 2000 wird in Frankfurt
(Oder) und der polnischen Partnerstadt Slubice über einen gemeinsamen
Öffentlichen Personennahverkehr diskutiert. Am Montagabend erhielt die
Debatte einen neuen Schub: Abgeordneten beider Städte wurde eine Studie
vorgestellt, die eine Straßenbahn von Deutschland nach Polen für machbar
hält. Die Gutachter raten, das Projekt als europäisches Fördervorhaben
anzulegen. Vergleichbare Vorhaben gibt es zwischen Basel (Schweiz) und Weil
am Rhein sowie zwischen Strasbourg (Frankreich) und Kehl.
Dresdner Büro erstellt Studie
Die Frankfurter Straßenbahn braucht mehr Fahrgäste. Die Gutachter
vergleichen eine Ausweitung des Netzes innerhalb der Stadt mit einem
Schlenker über die Brücke nach Slubice. Nach Prüfung verschiedener Faktoren
kommen sie zu dem Schluss, dass es nicht nur …
Flughäfen: Der Trick mit dem Knick, Neue Flugrouten-Idee zur Entlastung des Müggelsees. Ob sie realisierbar ist, muss noch geprüft werden , aus Der Tagesspiegel
http://www.tagesspiegel.de/berlin/
der-trick-mit-dem-knick/4411490.html
Berlin – Die Deutsche Flugsicherung (DFS) kann die neuen Routenvorschläge
bei Abflügen Richtung Osten für den künftigen Flughafen Berlin Brandenburg
„Willy Brandt“ in Schönefeld noch nicht bewerten. Die Experten sind in
Urlaub. So bleibt zunächst offen, wie realistisch der Vorschlag der CDU aus
Treptow-Köpenick ist, für den sich auch die örtliche SPD ausspricht.
Demnach könnte das Überfliegen des Erholungsgebietes um den Müggelsee
vermieden werden. Ein ähnlicher Vorschlag war allerdings bereits bei den
Beratungen in der Fluglärmkommission von der Flugsicherung nicht akzeptiert
worden. Sie hatte Sicherheitsbedenken geltend gemacht.
Bei dem Alternativvorschlag würden die Piloten nach dem Abheben von der
Nordbahn nicht geradeaus fliegen, sondern nach Süden abbiegen, um Bohnsdorf
nicht direkt überqueren zu müssen. Dann soll Gosen durch einen größeren …
Straßenverkehr + Flughäfen: FLUGHAFEN: Neue Abfahrt sorgt für Irritationen, Ausschilderung führt Fluggäste direkt auf der Baustelle / MAZ weist Behörden auf Fehler hin, aus MAZ
SCHÖNEFELD – Ortskundige können auf dem Weg zum Flughafen in Schönefeld
über den Vorwegweiser für die erst am Freitag eröffnete neue
Anschlussstelle auf der A 113 „Berlin Brandenburg Flughafen“ nur
schmunzeln. „Ein bisschen früh“, denken sie und fahren bis zur
Anschlussstelle Schönefeld Süd geruhsam weiter. Sie wissen schließlich,
dass man bei der neuen Abfahrt derzeit „nur“ auf der Großbaustelle mit dem
Info-Tower landet. Bis von hier die Maschinen abheben, müssen die Fluggäste
noch bis Juni 2012 warten.
Ortsfremde allerdings haben das Nachsehen. So erboste sich am Sonntagabend
in der Abflughalle ein Herr in tiefstem Sächsisch: „Mit diesem Flughafen
kriegen die Preußen aber auch gar nichts in Griff. Nicht mal auf der
Autobahn können sie ihn …
Flughäfen: Umweltbundesamt für Nachtflugverbot in Schönefeld, aus Die Welt
Berlin (dpa/bb) – Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth,
hat sich für ein Nachtflugverbot von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr am neuen
Berliner Hauptstadtflughafen in Schönefeld ausgesprochen. «Ich fände es
wirklich schwer verständlich, wenn es bei der geplanten Nachtflugregelung
am künftigen Flughafen BER bliebe – mit Flugverkehr auch in der Zeit von
22.00 Uhr bis 24.00 Uhr und 05.00 bis 06.00», sagte Flasbarth der «Berliner
Morgenpost» (Dienstag). Sein Amt empfehle ein Nachtflugverbot für alle
städtischen und stadtnahen Flughäfen.
Flasbarth kündigte an, dass das Umweltbundesamt die von der Deutschen
Flugsicherung (DFS) geplanten Flugrouten …
S-Bahn nach Teltow Des einen Freud, des anderen Leid, aus PNN
Die Fahrgäste begrüßen den Zehn-Minuten-Takt auf der Linie 25 von Teltow
nach Berlin. Pendler freuen sich über die gewonnene Zeit. Einige Anwohner
wollen klagen.
Teltow – Fast jeder, der an diesem Montagmorgen mit der S 25 nach Berlin
fährt, ist begeistert: Alle zehn statt wie bisher alle 20 Minuten fahren
die Züge nun in Teltow ab, zumindest in der Zeit von 6 bis 20.30 Uhr. „Das
ist einfach super, vor allem im Winter wird das eine große Erleichterung
sein“, sagt Viktoria Scherzberg. Die Stahnsdorferin pendelt regelmäßig nach
Berlin, seit sie 2002 raus ins Grüne zog. Die Pendler freuen sich über die
gewonnene Zeit, einige nehmen sich deshalb sogar die Zeit für einen Kaffee,
den die Deutsche Bahn drei Wochen lang zu Werbezwecken kostenlos
ausschenkt.
Werbung sei für die Linie S 25 auch nötig, sagt der Berliner
S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz. Seit der Eröffnung des Streckenabschnitts
2005 sind die Fahrgastzahlen nicht gestiegen: Statt der von der S-Bahn
anvisierten 10 000 Kunden täglich blieb die Zahl mehr oder weniger konstant
bei gut …