Güterverkehr: Güterumschlagzentren Schiene-Straße als Teil einer stadtweiten City-Logistik, aus Senat

Frage 1: Welcher Zeitplan ist für die Erarbeitung der „#Standortkonzeption für Knoten“ (#Umschlagplätze für verschiedene Wirtschaftsverkehrsträger), wie im Integrierten #Wirtschaftsverkehrskonzept Berlin 2021 (IWVK) beschrieben, vorgesehen?

Frage 2: Welcher Zeitplan ist weiterhin für die Erarbeitung und Umsetzung der „Teilkonzeption #Feinverteilung“ vorgesehen?

Frage 3: Welche #Zwischenergebnisse sind im Rahmen dieser Konzeptionen vorgesehen? Wann sollen diese vorliegen?

Frage 4: Wann und in welchen Schritten ist mit der Umsetzung der genannten Konzepte zu rechnen?

Antwort zu 1 – 4: Auf Grund des Sachzusammenhangs werden die Fragen gemeinsam beantwortet. Das Integrierte Wirtschaftsverkehrskonzept Berlin (#IWVK) stellt im Maßnahmenbündel „Quellen, Senken und Knoten des Wirtschaftsverkehrs erfassen und planerisch sichern; zukunftsfähige Konzepte unterstützen (M2)“ diverse Handlungsansätze dar, u.a. eine „Standortkonzeption für Knoten“ und eine „Teilkonzeption Feinverteilung“. Inhaltliche Arbeiten in diesem Kontext laufen (vgl. Drucksache 19/0302 vom 12.04.2022 „Konzept zur Erarbeitung eines Leitfadens für Mikro-Depots in Berlin“), die Zeit- und Umsetzungsplanung ist dargestellt. Parallel laufen Prozesse zur Identifikation von potenziellen Umschlagflächen (bimodale Umschlagknoten Schiene-Straße; vgl. Schriftliche Anfrage „Flächenfreihaltung für lokale Güterumschlagplätze an Eisenbahnstrecken“, Drucksache 19/10335 vom 07.12.2021 sowie nachfolgende Antworten 5 und 6). Für eine zusammenfassende Erarbeitung der jeweiligen Konzeptionen besteht derzeit noch kein dezidierter Projektplan.

Frage 5: Inwieweit wurden bereits #Eisenbahnflächen an den Standorten Moabit, Tempelhof, Wilhelmsruh, Berlin Nord Ost, Lichtenberg, Wuhlheide, Rummelsburg, Grünau, Treptow Güterbahnhof, Neukölln, Teltowkanal, Marienfelde, Lichterfelde West, Grunewald, Spandau Johannesstift, Ruhleben, Tegel sowie Reinickendorf hinsichtlich ihrer Eignung als Standort für den #Güterumschlag geprüft? Welche weiteren Standorte wurden in diesem Zusammenhang untersucht?

Frage 6: Welche Ergebnisse liegen für die jeweils geprüften Standorte vor?

Antwort zu 5 und 6: Im Rahmen der aktuellen Prozesse (vgl. Schriftliche Anfrage „#Flächenfreihaltung für lokale #Güterumschlagplätze an Eisenbahnstrecken“, Drucksache 19/10335 vom 07.12.2021) erfolgen Prüfungen für folgende #Potenzialflächen als Umschlagflächen für den stadtbezogenen #Schienengüterverkehr:  Ehemaliger Güterbahnhof Tempelhof  Ehemaliger Güterbahnhof Treptow  Ehemaliger Rangierbahnhof Frankfurter Allee  Ehemaliger Güterbahnhof Grunewald  Marzahn Nordost / Industriebahnhof Berlin Nordost  Nebenanschlussbahn „Lindenhof I“, Anschlussbahnhof Schönerlinde. 3 Betrachtet werden damit logistisch sinnvoll nutzbare Umschlagknoten, die neue schienenbasierte städtische Logistikkonzepte mit kurzen Vor- oder Nachläufen im Straßenraum ermöglichen. Der Fokus liegt auf der Betrachtung von vorhandenen / ehemaligen Güterverkehrsanlagen, für die (vorzugsweise) noch keine Freistellungen von Bahnbetriebszwecken gemäß § 23 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) erfolgte. Die entsprechenden fachlichen Prüfungen und Abstimmungen der Eignung erfolgen in einem breiten Abstimmungsprozess unterschiedlicher Agierender und sind noch nicht abgeschlossen. Eine formale Stellungnahme zu den in Frage 5 genannten Standorten ist mit der vorliegenden räumlichen Präzisierung nicht möglich. Allerdings sind viele „historisch verfügbare Anlagen und Infrastrukturen“ heute nicht mehr real nutzbar. Exemplarisch wird für die genannten Standorte #nichtbundeseigener Eisenbahnen (#NE-Bahnen), welche in der Zuständigkeit des Landes Berlin liegen, dargestellt, welche Entwidmungen nach dem Eisenbahnrecht bzw. Freistellungen von Bahnbetriebszwecken gemäß § 23 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) durchgeführt wurden, wobei für die Standorte Moabit, Wuhlheide, Grünau und Grunewald keine Unterlagen vorliegen. Tempelhof: Freistellung der ehem. „Tempelhofer Industriegleis GmbH (TIG)“, Bescheid SenStadt VII E 324 vom 20.12.2007 Wilhelmsruh: Entwidmung von Teilflächen des ehem. Bahnhof Berlin-Wilhelmsruh der „Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB AG)“, zwei Bescheide: SenVuB II C 12 vom 16.02.1995, SenBauWohnV IX C12 vom 06.07.1998 Berlin Nord-Ost: Anschlussbahn „INTECH Verwaltungsgesellschaft mbH“, Teilflächen derzeit im Freistellungsverfahren Ehem. Anschlussbahn „Institut Prüffeld für elektrische Hochleistungstechnik GmbH (IPH)“, derzeit im Freistellungsverfahren Lichtenberg: Entwidmung von Teilflächen des ehem. „Industrie- und Umschlagbahnhof Lichtenberg (IUB Lichtenberg)“, Bescheid SenBauWohnV IX C 12 vom 13.03.1998, Entwidmung von Teilflächen des ehem. „Industrie- und Umschlagbahnhof Lichtenberg (IUB Lichtenberg)“, Bescheid SenStadt VII F 312 vom 23.04.2001, Freistellung des ehem. „Industrie- und Umschlagbahnhof Lichtenberg (IUB Lichtenberg)“, Bescheid SenStadtUm VII E 324 vom 22.03.2013 Rummelsburg: Freistellung der ehem. „Industriebahn Oberschöneweide“, drei Bescheide: SenStadtUm VII E 324 vom 21.12.2011 4 SenStadtUm VII E 324 vom 15.12.2014 SenUVK IV E 324 vom 19.05.2017 Treptow Güterbahnhof: Freistellung von Teilflächen der Anschlussbahn „Klösters“, zwei Bescheide: SenStadt VII E 324 vom 05.03.2010, SenStadt VII E 324 vom 30.06.2010 Neukölln Entwidmung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Neukölln (Lahnstraße), Bescheid SenVuB II C 1 vom 30.03.1994 Entwidmung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Neukölln (Lahnstraße), Bescheid SenBauWohnV IX C 12 vom 04.08.1997 Entwidmung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Neukölln (Lahnstraße), Bescheid SenStadt VII F 312 vom 27.06.2002 Entwidmung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Neukölln (Lahnstraße), Bescheid SenStadt VII F 312 vom 11.12.2003 Freistellung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Neukölln (Lahnstraße), Bescheid SenStadtUm VII E 324 vom 31.07.2014 Freistellung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Neukölln (Lahnstraße), Bescheid SenUVK IV E 324 vom 10.10.2017 Freistellung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Neukölln (Lahnstraße), Bescheid SenUVK IV E 324 vom 17.10.2017 mit Berichtigung vom 20.10.2017 Teltowkanal: Entwidmung von Teilflächen der „Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft AG (NME)“, Bereich ehem. Gbf. Berlin-Rudow, Bescheid SenArbVuB II C 11 -/85- vom 29.06.1989 Entwidmung von Teilflächen der „Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft AG (NME)“, Bereich ehem. Gbf. Berlin-Britz, Bescheid SenStadt VII C 112 vom 02.02.2001 Freistellung von Teilflächen der „Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft AG (NME)“, Abzweig Kanalstraße, Bescheid SenStadtUm VII E 324 vom 29.07.2014 Freistellung von Teilflächen der „Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft AG (NME)“, Streckengleis zw. Gbf. Berlin-Teltowkanal und ehem. Gbf Berlin-Britz, Bescheid SenStadtUm VII E 324 vom 30.07.2014 5 Freistellung von Teilflächen der „Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft AG (NME)“, Bereich ehem. Gbf. Berlin-Britz, Bescheid SenUVK IV E 17 vom 02.03.2020 Freistellung von Teilflächen der „Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft AG (NME)“, Bereich ehem. Gbf. Berlin-Rudow bis Stadtgrenze, Bescheid SenUVK IV E 1 2021-0026_FS vom 14.10.2021 Tegel: Freistellung von Teilflächen der ehem. Werkbahn „Thyssen Bandstahl Berlin GmbH“, Bescheid SenUVK F 1902_IV E 1 vom 05.02.2020 Marienfelde: Entwidmung der ehem. „Industriebahn Tempelhof (Marienfelde)“, Bescheid SenBauWohnV IX C 12 vom 05.11.1997 Lichterfelde West: Entwidmung von Teilflächen der „Zehlendorfer Eisenbahn und Hafen GmbH (ZEUHAG)“, Bescheid SenStadt VII F 312 vom 08.10.2002, Entwidmung von Teilflächen der „Zehlendorfer Eisenbahn und Hafen GmbH (ZEUHAG)“, Bescheid SenStadt VII F 312 vom 22.06.2004 Spandau Johannesstift: Entwidmung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Spandau (Hakenfelde), Bescheid SenVuB II C 1 vom 19.07.1995 Entwidmung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Spandau (Hakenfelde), Bescheid SenBauWohnV IX C 12 vom 07.06.1996 mit Ergänzung vom 10.12.1996 Entwidmung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Spandau (Hakenfelde), Bescheid SenBauWohnV IX C 12 vom 20.08.1998 Freistellung von Teilflächen der „IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH“, Standort Berlin-Spandau (Hakenfelde), Bescheid SenStadt VII E 324 vom 16.12.2010 Ruhleben: Entwidmung von Teilflächen der „Siemens Güterbahn“, Bescheid SenStadt VII F 316 vom 21.05.2002, Freistellung von Teilflächen der „Siemens Güterbahn“, Bescheid SenStadt VII E 324 vom 13.12.2007, Freistellung von Teilflächen der „Siemens Güterbahn“, Bescheid SenStadt VII E 324 vom 11.09.2009 Reinickendorf: Entwidmung von Teilflächen der ehem. „Reinickendorfer Industriebahn-Gesellschaft mbH (RIB)“, Bescheid SenBauWohnV IX C 12 vom 06.03.1998 Entwidmung der ehem. „BahnbetriebsGesellschaft Borsigwalde (BBG)“, Be scheid SenStadt VII F 312 vom 08.05.2002 Freistellung von Teilflächen der „IGB Industriebahn Standort BerlinReinickendorf,Gesellschaft Berlin mbH“, derzeit zwei Anträge für Teilflächen im Freistellungsverfahren.

Berlin, den 15.06.2022 In Vertretung Dr. Meike Niedbal Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucherund Klimaschutz 6

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