Bahnhöfe: Bahnhof Potsdamer Platz: Station des Stillstands, aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/bahnhof-potsdamer-platz-station-des-stillstands/259160.html

Was für Bahnhöfe! Wie beim #Lehrter Bahnhof wird auch am #Potsdamer Bahnhof seit Jahren gebaut, ohne dass es richtig voran geht. Dabei gibt es am Potsdamer Platz gleich zwei Stationen: den #Neubau für den #Regionalverkehr und den #Altbau der #S-Bahn. Bewegt hat sich vor allem der S-Bahnhof – um sieben bis zwölf Zentimeter, bedingt durch die gewaltigen Baugruben in der Nachbarschaft. Die Folge sind Risse in den neu angebrachten Platten auf den S-Bahnsteigen und #Undichtigkeiten in den Wänden, durch die nun Wasser eindringt und die weißen #Glasplatten verdreckt. Der Schuldige wird hier noch gesucht. Ein riesiges #Kompetenzgerangel verschleppt zudem die weiteren Arbeiten, deren Ende nicht abzusehen ist. Begonnen hatten sie 1992.

Der S-Bahnhof mit seinen zwei Bahnsteigen und vier Gleisen ist bereits weitgehend optisch in den #Originalzustand der 30er Jahre versetzt worden. Die kahlen Betonwände, die es 1992 bei der #Wiedereröffnung der 1961 stillgelegten Station noch gegeben hatte, sind inzwischen mit so genannten Opoxid-Platten aus Tschechien verkleidet, die den Originalen nachempfunden sind. Nackt zeigen sich nur noch die Wände, Stützen und die Decke am südlichen Ende der Halle, wo nachträglich ein #Bahnsteig „auf #Vorrat“ für eine künftige #U-Bahn-Linie #U3, die einmal den #Adenauerplatz in Charlottenburg mit #Weißensee verbinden soll, betoniert worden ist.

Für den #U-Bahn-Bau war die #Senatsverkehrsverwaltung zuständig. Sie muss dafür auch die Kosten im Bereich des S-Bahnhofs …

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