U-Bahn: Reise in die Unterwelt Was liegt unter Berlin? Der Untergrund birgt viele Geheimnisse, aus Der Tagesspiegel

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Der #Untergrund birgt viele Geheimnisse: Kanäle, Bunker, Testanlagen. Bald könnte er noch wichtiger werden. Denn die Zukunft der Metropolen liegt in der Tiefe.
Der Herr über die Unterwelt wartet im #Kellergewölbe einer längst nicht mehr brauenden Brauerei und trägt ein blaues Hemd, bedruckt mit großen Tropenblumen. Seine Füße stehen in einer Matschpfütze, in einem an der Wand hinter ihm angebrachten Glaskästchen steht eine Statue der heiligen #Barbara, der Schutzpatronin der Tunnelgräber und Bergleute. Ein paar Meter weiter sind zwei Arbeiter gerade damit beschäftigt, Beton anzurühren. Stützelement Nummer 88 soll an diesem Tag noch befestigt werden. Der Herr der Unterwelt und seine Leute tun, was sie immer tun: Sie machen ihr Reich anderen zugänglich.
Dietmar Arnold ist der Vorsitzende des Berliner Unterwelten e. V., eines Zusammenschlusses von Historikern und Hobbyhistorikern, seit den 90er Jahren erforschen sie den Untergrund Berlins: Industrieanlagen, Luftschutzbunker, stillgelegte U-Bahnhöfe. Interessierten bieten sie Führungen an, manchmal sind es mehr als 40 Touren am Tag in sieben Sprachen. 330.000 Oberweltler nahmen im vergangenen Jahr an solchen Führungen teil.

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Hier im Keller der einstigen Oswald-Berliner-Brauerei, die vor eineinhalb Jahrhunderten das Weizenbier in die Stadt brachte, geht es dem Unterweltenverein und seinem Chef seit einem Jahr darum, einen Fluchttunnel aus Mauerzeiten zu erschließen. Um den zu erreichen, lassen sie – unterm Grenzland von Mitte und Gesundbrunnen, irgendwo dort über Tage trifft die Brunnen- auf die Bernauer Straße – einen Besuchertunnel graben.

Den Schutt und Dreck bringen die Vereinsmitglieder an den Wochenenden selbst an die Oberfläche. Ausgehend vom Brauereikeller entsteht ein 25 Meter langer Gang, in einer Tiefe von sieben Metern soll er den Fluchtweg von 1971 …

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Schiffsverkehr: Reinigungsschiff „Kathi“ befreit Berlins Gewässer vom Müll aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/reinigungsschiff–kathi–befreit-berlins-gewaesser-vom-muell-23800548?dmcid=nl_20160330_23800548

Als #Gewässerreiniger weiß man genau, welche Events gerade in der Stadt stattgefunden haben. Nach einer Wahl entdeckt man viele Plakate mit den Konterfeis der Kandidaten im Wasser, nach dem Christopher-Street-Day schwimmen Kondome herum. Nach dem Valentinstag sind es gelbe Quietsche-Entchen, Oregami-Basteleien und rote, herzförmige Luftballons, die auf Flüssen, Seen und Kanälen treiben.

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Bald werden die Berliner wieder die #Ufer besiedeln, und mit ihnen kommt bergeweise der #Müll. So gesehen kann die Besatzung der „#Kati“ derzeit noch ein wenig durchatmen. Das #Gewässerreinigungsschiff, ein acht Meter langer und knapp vier Meter breiter #Stahlponton mit geringem Tiefgang, ist im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt unterwegs, abwechselnd mit dem zweiten Gewässerreinigungsschiff „#Barbara“, vor allem im Osten der Stadt, auf dem Müggelsee, auf dem Seddiner und Zeuthener See, im Gosener Kanal.

Auf Müllfang mit dem Wrobel’schen Spezialkescher

Montags reinigen Uwe Gralapp, der Baumaschinist mit Sportbootführerschein, und Ingo Christange, der Baufacharbeiter mit Schifferdienstbuch, immer den innerstädtischen Abschnitt der Spree zwischen Rummelsburger Stichkanal in Neukölln und Spittelmarkt in Mitte. Das ist die Tour mit dem meisten Müll.

Seit neun Jahren arbeiten die beiden 60-Jährigen zusammen für die Firma #Wrobel. „Wie verheiratet“ seien sie miteinander, sagt Gralapp. Sie sammeln ein, was so im Wasser schwimmt und dort nicht hingehört. Ein Blatt Papier kann das sein. Oder ein Rettungsring, den jemand von der Elsenbrücke warf. Er treibt nun an einer Leine in der Fahrrinne. „Die Leine könnte sich in einer Schiffsschraube verfangen, ein Fall für die Polizei“, sagt Gralapp. „Rettungsring hängt im Fahrwasser“, meldet er der Leitstelle.

Die Tätigkeit der zweiköpfigen „Kati“-Besatzung dient der Sicherheit der Schifffahrt und einem schöneren …

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