Der dritte Streik der Lokführer innerhalb von zwei Wochen ist zu Ende gegangen. Der Regionalverkehr in Brandenburg und der S-Bahn-Verkehr in Berlin waren erheblich eingeschränkt. Die Situation wird sich erst am Nachmittag wieder komplett entspannen. BERLIN/POTSDAM – Von den bundesweiten Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) war auch die Region Berlin-Brandenburg betroffen. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, ging der neunstündige Ausstand um 11 Uhr wie vorgesehen zu Ende. Es werde aber voraussichtlich noch bis zum Nachmittag dauern, bis sich die Verkehrssituation wieder normalisiert habe, sagte ein Bahn-Sprecher. Im Fernverkehr habe es keine Einschränkungen gegeben. In Brandenburg und Berlin fielen dem Bahnsprecher zufolge im Regional- und S-Bahnverkehr rund zwei Drittel …
Eberswalde (dpa/bb) – Der seit Jahrzehnten zum Stadtbild von Eberswalde (Barnim) gehörende Oberleitungsbus – Obus – steht zur Debatte. Dabei gehe es um die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs und nicht die Abschaffung des Obusses, sagte Wirtschaftsdezernent Carsten Bockhardt, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Die technische Entwicklung geht weiter, der Klimawandel …
Die Berliner S-Bahn will trotz des angekündigten Streiks der Lokführer am Donnerstagmorgen einen 20- Minuten-Takt im Berufsverkehr aufrechterhalten. Auf dem Ring und im Nord-Süd-Tunnel sollen einmal mehr Mitarbeiter mit Fahrerlizenz aushelfen. „Wir wollen wie bisher versuchen, auf allen Strecken alle 20 Minuten zu fahren“, sagte S-Bahn-Sprecher Gisbert Gahler am Mittwoch. Auf dem stark frequentierten Ring und im Nord-Süd-Tunnel werde sogar ein 10- Minuten-Takt angepeilt. Wenn S-Bahn-Fahrer ausfielen, stünden Ersatzkräfte bereit. „Es wird auf keinen Fall alles still stehen“, betonte Gahler. „Es kommt aber am Streikmorgen immer auf die jeweiligen Dienstpläne an“, schränkte der Sprecher ein. Wenn am Donnerstag viele GDL-Mitglieder eingeteilt seien, werde es für das Unternehmen schwieriger, einen …
Berlin (dpa/bb) – Die U-Bahn-Linie 1 wird wegen Brückenbauarbeiten zwei Tage lang zwischen den Stationen Gleisdreieck und Wittenbergplatz gesperrt. Vom 20. Oktober, 18.30 Uhr, bis zum 22. Oktober, 03.30 Uhr, fahren auf diesem Streckenabschnitt keine Züge, teilte die BVG am Mittwoch mit. Der U-Bahnhof Nollendorfplatz lässt …
Immer mehr Menschen fahren mit der Berliner S-Bahn – und der Ring gehört zu den am stärksten frequentierten Strecken. Doch lange Züge werden dort bald nicht mehr verkehren können. Denn der Ring ist mit einer neuen Technik ausgestattet worden, die auf zwei Stationen nur für S-Bahnen mit bis zu sechs Wagen ausgelegt ist – diese Bahnhöfe sind für Züge mit der höchstmöglichen Zahl von acht Wagen künftig tabu. Die Technik ermöglicht es dem Fahrpersonal, sich selbst das Abfahrsignal zu geben. Die ZAT, also die Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer, wird Anfang November auf dem Ring „scharf geschaltet“, so der Geschäftsführer Betrieb, Ulrich Thon. Im ersten Halbjahr 2007 wurde die S-Bahn Berlin für 183,6 Millionen Fahrten genutzt – 1,1 Millionen mehr als im selben Zeitraum 2006. Die Auslastung der Züge stieg von 35,3 auf 38,6 Prozent. Jetzt bemängeln Kritiker, dass die S-Bahn trotz des Booms …
Kleine Anfrage der Abgeordneten Claudia Hämmerling (Bündnis 90/Die Grünen) vom 11. September 2007 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 12. September 2007) und Antwort
Kosten-Nutzen-Analyse für die S21 Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: Die Fragen 1 bis 6 der Kleine Anfrage betrifft Sachverhalte, die der Senat nicht in eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er hat daher die Deutsche Bahn AG um Stellungnahme gebeten, die dort in eigener Verantwortung erstellt und dem Senat übermittelt wurde. Sie ist nachfolgend dem Inhalt nach wiedergegeben. Frage 1: Wann beauftragte die Deutsche Bahn die im August 2006 öffentlich ausgeschriebene Aktualisierung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung S 21-Nordringanbindung bis Berlin Hauptbahnhof, und was waren die Anlässe bzw. Gründe für die Aktualisierung? Antwort zu 1.: Die Deutsche Bahn AG beauftragte die Aktualisierung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung im September 2006. Inhalt der Beauftragung war die Anpassung der Planung an die veränderten Randbedingungen gegenüber der Entwurfsplanung vom September 2004. Diese resultieren auch auf ausdrücklichem Wunsch des Landes Berlin aus dem Anspruch, den Hauptbahnhof bereits im Mai 2006 zur Fußball-WM in Betrieb zu nehmen. Somit war die Planung den geänderten Gegebenheiten anzupassen. Frage 2: In welcher Weise war das Land Berlin in die Auftragsbearbeitung eingebunden? Antwort zu 2.: Der Senat wurde durch die Deutsche Bahn AG über die notwendige Überarbeitung der Planung im Rahmen von regelmäßigen Besprechungen informiert. Frage 3: Wann wurden von den Auftragnehmern welche Ergebnisse vorgelegt? Antwort zu 3.: Die bestätigte Entwurfsplanung lag Mitte Mai 2007 vor. Frage 4: Wann wurde das Änderungsverfahren für die Planfeststellung zur S 21-Nord eingeleitet mit welchen Zielen und Inhalten? Antwort zu 4.: Das Änderungsverfahren wurde am 08.03.2006 sowie weitere Änderungen am 21.05.2007 eingereicht. Ziel der Änderungen ist die Optimierung der S 21 in betrieblicher und wirtschaftlicher Hinsicht. Frage 5: Wer wurde wann im Änderungsverfahren beteiligt? Antwort zu 5.: Im Rahmen des derzeit laufenden Verfahrens werden die Träger Öffentlicher Belange sowie die Betroffenen beteiligt. Frage 6: Für wann ist der Abschluss des Änderungsverfahrens beabsichtigt, und wann soll mit dem Bau der S 21-Nord begonnen werden? Antwort zu 6.: Das Verfahren soll Anfang 2008 beendet sein. Mit dem Bau kann aus Sicht der Deutschen Bahn AG begonnen werden, wenn die Finanzierungsvereinbarung zwischen der Deutschen Bahn AG und dem Senat unterzeichnet ist. Voraussetzung hierfür ist die Bestätigung der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geforderten neuen NutzenKosten-Untersuchung sowie die definitive Bestellung des Mehrverkehrs bei der Deutschen Bahn AG. Frage 7: Welcher Nutzen-Kosten-Faktor seinerzeit für die S 21-Nord ermittelt? wurde
Antwort zu 7.: Der Nutzen-Kosten-Quotient der Standardisierten Bewertung aus dem Jahre 2003 betrug 1,11. Frage 8: Wird, wenn die Änderungen bei der S 21Nord zu höheren Kosten führen, die Nutzen-KostenUntersuchung fortgeschrieben?
Antwort zu 8.: Die Änderungen bei der Projektierung der S 21 hatten u.a. zum Ziel, Kosten zu sparen. Daher ist eine Erhöhung der Kosten infolge dieser Änderungen aus diesem Grund nicht zu erwarten. Gleichwohl ist eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung in Arbeit, die aktualisierte Rahmenbedingungen berücksichtigt (vgl. Antwort zu 6.) Frage 9: Was sind Anlass und Ziel der Überlegungen, die S 21 zeitnah über den Hauptbahnhof hinaus bis zum Potsdamer Platz zu bauen? Antwort zu 9.: Große Vorteile der S 21 kommen erst bei der mittel- bis längerfristig vorgesehenen Durchbindung der S 21 vom Hauptbahnhof zum Potsdamer Platz voll zur Geltung. Dazu gehören das hohe Verkehrsaufkommen durch die direkte Schnellbahnanbindung des Hauptbahnhofs aus den nördlichen und den südlichen Stadtgebieten, der daraus resultierende große volkswirtschaftliche Nutzen, die günstige Kostensituation aufgrund der Vorleistungen von 1939.
Nach der Inbetriebnahme des verkehrswirtschaftlich bedeutenden zweiten Bauabschnittes der S 21 vom Hauptbahnhof zum Potsdamer Platz erfährt deren erster Bauabschnitt eine starke verkehrliche und wirtschaftliche Aufwertung. Deshalb ist das Land Berlin bemüht, die Anbindung des Hauptbahnhofs über Potsdamer Platz auch an die südlichen Vorortbahnen zeitnah zu verwirklichen.
Frage 10: Aus welchen Mitteln in welcher Höhe soll die S 21-Nord finanziert werden, und aus welchen Mitteln soll eine Durchbindung der S 21 zum Potsdamer Platz finanziert werden, und mit welchen Kosten wird jeweils gerechnet? Antwort zu 10.: Im Standardisierten Bewertungsverfahren wurden für die S 21-Nordanbindung Kosten in Höhe von 197,7 Mio. zugrunde gelegt. Davon trägt der Bund 60 %. Der Komplementäranteil von 40 % wird vom Land Berlin übernommen. Die Durchbindung der S 21 zum Potsdamer Platz soll auf vergleichbare Weise finanziert werden. Die geschätzten Kosten dafür werden ca. 110 Mio. betragen. Berlin, den 09. Oktober 2007 In Vertretung Krautzberger ………………………….. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 16. Oktober 2007)
Pannenserie legte gestern den Verkehr gleich auf mehreren Linien lahm
Eva Dorothée Schmid
Wer gestern Morgen vom Südosten mit der S-Bahn in die Stadt fahren wollte, konnte glauben, dass die Züge schon wieder bestreikt werden. Doch dieses Mal war es kein Streik, sondern gleich mehrere technische Defekte, die bis in die Mittagstunden zu einem S-Bahn-Chaos führten. Dabei kam ein Vorfall zum nächsten. Ab 7.40 Uhr gab es kurz vor dem Bahnhof Baumschulenweg eine defekte Stromschiene auf dem stadteinwärts führenden Gleis. Eine S-Bahn der Linie S 46 und ein Zug der Linie S 47 wurden beschädigt, als sie die 800 Volt führende Stelle durchfuhren. Hunderte Fahrgäste mussten am Bahnhof Baumschulenweg aussteigen. Als es in einer Durchsage hieß, frühestens in einer halben Stunde verkehre der nächste Zug in Richtung Innenstadt, versuchten sie mit Bussen der Linien 166 und 265 weiterzukommen. „Die allerdings waren bereits total überfüllt, weil in Schöneweide auch keine Züge mehr abfuhren“, sagte ein junger Mann aus Treptow. Die Busfahrer mussten viele Fahrgäste …
Der Einsatz von Videokameras hat die Kriminalitätsrate in Bahnhöfen und Zügen der Berliner Verkehrsbetriebe nicht gesenkt. Zu diesem Ergebnis kommt ein geheimer Bericht des Berliner Büros für angewandte Statistik, dessen Offenlegung die Humanistische Union nun erstritten hat. Von Tanja Laninger
Der Einsatz von Videokameras und die Aufzeichnung der Daten haben die Kriminalitätsrate in Bahnhöfen und Zügen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nicht gesenkt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Zwischenbericht des Berliner Büros für angewandte Statistik von 2006, dessen Offenlegung die Humanistische Union nun bei der BVG erstritten hat. Die Autoren Leon Hempel und Christian Alisch haben zur Einführung der 24-Stunden-Videoaufzeichnung auf den Linien U2, U6 und U8 Daten vom 3. März 2006 bis zum 16. Oktober 2006 ausgewertet. In dem Zeitraum wurden 261 Vorfälle erfasst – die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasste im Vorjahreszeitraum mehr als 8000 Fälle. In 78 Fällen war Bildmaterial vorhanden, aber nur bei knapp einem Drittel reichte die Qualität, um Verdächtige zu identifizieren. Zur Aufklärung von Graffiti und Vandalismus spielten …
Am Montag beginnt das Volksbegehren gegen die Stilllegung des Flughafens Tempelhof. Freunde und Gegner des Airports haben gewichtige Argumente. Eine Zusammenschau. VON ULRICH SCHULTE
JA
Der Flughafen Tempelhof muss offen bleiben. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Es wäre eine „historische Sünde“, den City-Airport still zu legen, sagt CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger. „Wir brauchen kein neues Wiesenmeer, sondern neue Investitionslandschaften.“ Mit dieser Sicht steht Pflüger nicht allein. Eine große Koalition aus CDU, FDP, einzelnen Bundespolitikern und wirtschaftsnahen Verbänden kämpft vehement gegen den Plan des rot-roten Senats, den innerstädtischen Flughafen ab Herbst 2008 einzumotten. Dass Tempelhof ein Ort mit Historie ist, auf dem etwa die Rosinenbomber der Alliierten einschwebten, um West-Berlin während der sowjetischen Blockade 1948/49 zu versorgen, ist in dieser Debatte ein wichtiges Argument. Wichtiger aber ist den Tempelhof-Befürwortern der …
Kunden der Berliner Verkehrsbetriebe müssen in diesen Tagen bisweilen länger als gewohnt auf ihren Bus warten. Der Grund ist ein Fahrermangel. Auf nahezu allen Linien fallen einzelne Fahrten aus. Nach BVG-Angaben soll sich die personelle Situation mittelfristig aber wieder deutlich verbessern. Kunden der BVG müssen in diesen Tagen bisweilen länger als gewohnt auf ihren Bus warten. Der Grund ist ein Fahrermangel bei den Verkehrsbetrieben. Die Folge: Weil 25 im Fahrplan einkalkulierte Busfahrer-Dienste nicht besetzt werden können, fallen auf nahezu allen Linien einzelne Fahrten aus, wie BVG-Sprecher Klaus Wazlak bestätigt. Was auf den Metrolinien mit ihren dichten Takten in der Innenstadt kaum ins Gewicht fällt, weil die Busse ohnehin alle fünf Minuten fahren, trifft Kunden im Randbereich härter. Wartezeiten von 20 Minuten und mehr verärgern dort die Fahrgäste. Beschwerden von Kunden habe es aber noch nicht gegeben, betont die BVG. Für den Berliner Fahrgastverband Igeb ist das …