Die vor fast genau vier Jahren eröffnete S-Bahn-Verlängerung nach Teltow bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Statt der damals erwarteten 5000 bis 10 000 Fahrgäste steigen täglich nur etwa 3500 Menschen am Bahnhof Teltow-Stadt ein oder aus. – Das bestätigte gestern S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz. Offiziell spricht man bei der S-Bahn von einer „nicht zufriedenstellenden“ Entwicklung. Intern sollen nach Informationen der Berliner Morgenpost schon härtere Worte gefallen sein. Von einem „niederschmetternden Ergebnis“ ist die Rede. Als die nur 3,2 Kilometer lange und 32,5 Millionen Euro teure Strecke zwischen Lichterfelde Süd und Teltow Stadt am 24. Februar 2005 in Betrieb genommen wurde, erhoffte sich Thomas Schmidt (SPD), damals wie heute …
200 Meter lange Hochleistungsmaschine verkürzt die Bauzeit / Neue Bahnsteige in Dannenwalde / Teilweise Busse als Ersatz für Züge
(Berlin, 5. März 2009) Am kommenden Sonntag, 8. März, beginnt die Deutsche Bahn AG intensiv mit der Ertüchtigung des Streckengleises zwischen Dannenwalde und Fürstenberg. Damit wird ein weiterer, fast 14 Kilometer langer Abschnitt zwischen Berlin und Rostock für Geschwindigkeiten bis zu 160 Km/h ausgebaut. Durch den Einsatz einer neuen Universalbaumaschine können die baubedingten Einschränkungen für die RE-Linie 5 verringert werden: Der Zugverkehr wird weitgehend aufrecht erhalten. Nur vom 8. März bis 5. April und vom 14. bis 30. April halten einige Züge nicht im Bahnhof Gransee. Als Ersatz fahren Busse.
Nach vorbereitenden Maßnahmen im Dezember des vergangenen Jahres wird im gesperrten Abschnitt der Fahrweg erneuert. Mit der 200 Meter langen Hochleistungsmaschine RPM-RS 900 ist die Gleisbettreinigung und der Einbau einer Planumsschutzschicht vorgesehen. Der Schotter wird ausgebaut, recycelt, wieder eingebaut, verdichtet und stabilisiert. Der Bahnhof Dannenwalde erhält neue Bahnsteige. Die alte Fußgängerüberführung wird abgerissen. Weitere Bauarbeiten betreffen die Bahnübergänge in Dannenwalde und Seilershof sowie die Signaltechnik, die zukünftig elektronisch gesteuert wird.
Im Anschluss an diese Arbeiten erfolgt ab dem 19. April der Einbau der Schwellen und Gleise mit der Umbaumaschine UM-S2001. Am 16. Juni beginnen die gleichartigen Arbeiten für das Gleis der Gegenrichtung und im August für den Abschnitt Neustrelitz–Kratzeburg.
Der größte Teil der Bauarbeiten wird im Jahr 2013 beendet sein. Damit sinkt die Reisezeit für die 198 Kilometer zwischen Berlin und Rostock auf unter zwei Stunden. Die Strecke ist dann auch für schwere Güterzüge geeignet. Die Bundesrepublik Deutschland, die Europäischen Union und die Deutschen Bahn investieren in dieses Vorhaben insgesamt rund 733 Millionen Euro.
Fertiggestellte Abschnitte – Lalendorf/Ost–Kavelstorf–Rostock (28. Mai 2007) – Löwenberg–Gransee (31. Oktober 2007)
Baudurchführung ab 2009 – Dannenwalde–Fürstenberg (15. Dezember 2008 – 16. November 2009) – Neustrelitz–Kratzeburg (1. August 2009 – 30. November 2010)
Baudurchführung ab 2010 ff – Nassenheide–Löwenberg – Fürstenberg–Neustrelitz – Kratzeburg–Waren
Die Frist für die Ausschreibung von 60 Prozent der Regionalbahnstrecken in Berlin und Brandenburg ist bis zum 6. April verlängert worden. Ursprünglich sollten alle Bieter ihre Bewerbungen bis zum 13. März beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg einreichen. Der Verkehrsverbund VBB hat die Frist für seine umstrittene Ausschreibung von 60 Prozent der Regionalbahnstrecken in Berlin und Brandenburg verlängert. Ursprünglich sollten alle Bieter ihre Bewerbungen bis zum 13. März einreichen. Nun haben sie Zeit bis zum 6. April. Zu den Hintergründen für die Fristverlängerung will sich der Verkehrsverbund nicht äußern. Nach Informationen von Morgenpost Online soll ein Grund für den Aufschub die schwierige Fahrzeugbeschaffung sein. Laut Ausschreibung könnten auf den Strecken der Region künftig …
Ins Taxi zu steigen, wird in Potsdam noch mehr als bisher zum Luxusgut. Am Montag wurde eine neue Tarifverordnung vorgestellt. Sie sieht vor, dass die Grundgebühr von 2,50 auf 3,50 Euro und der Kilometerpreis von 1,25 auf 1,60 Euro steigen. Und das, obwohl Benzin derzeit sensationell billig ist. Die Taxitarife in Potsdam sollen deutlich steigen. Gestern präsentierten ein Vertreter des Taxiverbandes Berlin Brandenburg e.V. (TVB) und die Verkehrsbehörde der Landeshauptstadt den Entwurf einer neuen Tarifverordnung. Sie sieht vor, dass die Grundgebühr („Einschaltgebühr“) sowie der Kilometerpreis insgesamt um 21 Prozent steigen sollen. Konkret bedeutet dies, dass der Grundpreis von derzeit 2,50 auf 3,50 Euro steigt. Der Kilometerpreis klettert von 1,25 auf …
Auf vielen Linien könnten die Busse der BVG deutlich schneller und damit attraktiver sein – wenn sie nicht regelmäßig durch rote Ampeln gestoppt würden. Für 319 Anlagen wollte der Senat deshalb im vergangenen Jahr eine grüne Welle schalten lassen. Doch es blieb bei der Absicht. Rote Ampeln bremsen Berliner BVG-Busse aus. Um das zu ändern hat die Senatsverkehrsverwaltung bereits vor Jahren in ihrem Nahverkehrsplan festgelegt, dass von 2006 bis 2009 insgesamt 700 Berliner Ampelanlagen mit Vorrangschaltungen für Busse ausgestattet werden sollen. Der Löwenanteil von 319 Ampelanlagen sollte – so der Plan – im vergangenen Jahr umgerüstet werden. Passiert ist aber vergleichsweise wenig, wie der Fahrgastverband Igeb kritisiert. „Tatsächlich ist das gesamte Programm weitgehend zum Erliegen gekommen“, sagt Igeb-Vorsitzender Christfried Tschepe. BVG-Sprecher Klaus Wazlak bestätigt, dass 2008 tatsächlich nur …
Straßenbahn Bereits 1998 hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein Programm zur Beschleunigung der Straßenbahn aufgelegt. Für knapp 40 Millionen Euro wurden 284 der insgesamt 299 Ampelanlagen auf Tram-Linien mit Vorrangschaltungen ausgestattet. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit stieg um zwei Stundenkilometer. Nach eigenen Angaben konnte die BVG dadurch bis 2007 mehrere Millionen Euro einsparen. In den vergangenen Jahren wurden viele Vorrangschaltungen außer Betrieb gesetzt, zum Teil wegen Baustellen und Umleitungen, zum Teil auch wegen der Fußball-WM. Busse 2008 sollten auf bis zu …
Fahrkarten, Reisebedarf und Snacks ab 3. März aus einer Hand
(Berlin, 3. März 2009) Im Anhalter Bahnhof wurde heute der zehnte ServiceStore DB im Land Berlin eröffnet. Auf rund 50 Quadratmetern finden Bahnkunden alles aus einer Hand. Angeboten werden Tickets für den Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) und Reisebedarf.
Franchisenehmer Torsten Hübner und zwei Mitarbeiter sorgen für den Service am Kunden. Der neue ServiceStore DB ist von Montag bis Freitag von 5 Uhr bis 21 Uhr und am Wochenende sowie an Feiertagen von 6 Uhr bis 21 Uhr geöffnet.
Weitere ServiceStores DB gibt es in den Berliner Bahnhöfen in Schöneberg, Ostbahnhof, Olympiastadion, Messe Nord, Marzahn, Mahlsdorf, Jungfernheide, Gesundbrunnen und Charlottenburg. Zusätzlich zum Angebot der ServiceStores DB kann man Tickets für den VBB außerdem in zehn S-Bahn Kundenzentren und an 48 Fahrkartenausgaben im Netz der S-Bahn Berlin erwerben.
In den ServiceStore DB erhalten Reisende weiterhin Zeitungen und Tabakwaren. Darüber hinaus gibt es frisch zubereitete kalte und warme Snacks zum sofortigen Verzehr oder auch zum Mitnehmen.
Für weitere Standorte sucht die DB AG noch Franchisenehmer.
Interessenten können sich melden: DB Station&Service AG Systemführung ServiceStore DB Koppenstraße 3 10243 Berlin. Tel. 030 297-36281, Fax 030 297-36292. E-Mail: servicestoredb.briefkasten@bahn.de
Weitere Informationen über ServiceStore DB gibt es im Internet unter: www.servicestoredb.de.
Soll durch die Steglitzer Schloßstraße wieder eine Straßenbahn zuckeln? Dies schlugen jetzt Studenten der Technischen Universität vor – und sogten damit für Streit im Rathaus Steglitz. Die Grünen befürworten die Straßenbahn; die CDU ist dagegen. Die erste elektrische Straßenbahn der Welt fuhr 1881 durch Lichterfelde. Knapp 50 Jahre später begann der Einbau der Gleise vor dem Bornmarkt an der Steglitzer Schloßstraße, wo die Tram bis 1963 verkehrte. Jetzt soll die Straßenbahn wieder in den Bezirk ihrer Jungfernfahrt zurückkehren: Studenten der Technischen Universität haben in dem Projekt „Eine Straßenbahn für den Südwesten Berlins“ die Inbetriebnahme untersucht – eine Studie, die jetzt im Bezirk für eine kontroverse Debatte sorgt. Die Studie stellt die schwarz-grüne Zählgemeinschaft in Steglitz-Zehlendorf …
Nach den ersten beständig frostfreien Tagen des Jahres beginnt die Senatsverwaltung gleich mehrere Bauprojekte, die zu Behinderungen im Autoverkehr führen. Die im Dezember wegen des Wintereinbruchs verschobenen Bauarbeiten an der Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg sollen am Montag beginnen, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bestätigt. Voraussichtlich für vier Wochen wird die Straße deshalb ab der Schwedter Straße in Fahrtrichtung Schönhauser Allee komplett gesperrt. Autofahrer sollen die Baustelle über Schwedter Straße und Choriner Straße umfahren. Einschränkungen gibt es auch für den Straßenbahnverkehr. Die Haltestellen auf der Südseite der Eberswalder Straße werden verlegt. Mit der Fertigstellung der südlichen Fahrbahn und der Gehwege an der Eberswalder Straße wird der erste Bauabschnitt am zentralen Verkehrsknoten in …
18 Jahre, dunkle Haare, blaue Augen: Souverän sitzt Bianca Radetzki hinter dem Lenkrad des Linienbusses, wenn sie das schwere Gefährt durch Eberswalde steuert. Die junge Frau ist die landesweit jüngste Busfahrerin. Das hat ihr Arbeitgeber, die Barnimer Busgesellschaft mbH Eberswalde (Barnim), recherchiert; auch deutschlandweit dürfte sie damit eine der jüngsten sein. Ende 2008 bestand Bianca die Prüfung und fährt nun mit dem Linienbus auf Strecken im Barnim nordöstlich von Berlin. „Es ist mein Traumberuf.“ Das sagt die junge Frau, der auf ihren Fahrten zunächst noch ein Begleiter zur Seite steht. Auch auf eine Uniform muss sie noch verzichten: Bei 1,64 Meter Körpergröße wird diese erst noch maßgeschneidert. Das sagt Firmensprecherin Mandy Kutzner. Von Technik war Bianca Radetzki schon als Kind fasziniert. Sie mag Autos und …