VERKEHRSMINISTER „Die Wurst hat von beiden Seiten gerochen“ Peter Neumann
Den Streit um die Flugrouten hätten sich Politiker und Flughafenplaner größtenteils ersparen können, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gestern. „Die nun erfolgten Reparaturmaßnahmen wären nicht erforderlich geworden, wenn man im Planfeststellungsverfahren alle Karten auf den Tisch gelegt hätte“, so der CSU-Politiker. Stattdessen seien den Bürgern bis zum vergangenen Herbst geradlinige Abflugrouten suggeriert worden – obwohl seit 1998 bekannt sei, dass die Vorschriften ein Abknicken fordern. „Die Wurst hat von beiden Seiten gerochen“, sagte Ramsauer. Zum einen hätten die Flughafenplaner den Bürgern die Konsequenzen ihres Projekts stärker vor Augen führen müssen. Das betrifft auch einen Politiker aus den eigenen Reihen: Als 1999 das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau in Schönefeld begann, war der damalige Regierende Bürgermeister …
Auf manchen Berliner Busspuren sind Busse inzwischen in der Minderheit, ärgern sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). „Mittlerweile tummelt sich dort alles, was Räder hat“, heißt es bei dem Landesunternehmen. Nicht nur die Zahl der Fahrräder sei vielerorts stark gestiegen. Auch immer mehr Kutschen, Velotaxis, zweirädrige Elektroroller (Segways) und Bierbikes, langsame Pedalfahrzeuge mit Bierzapfanlage, verstopfen die Sonderfahrstreifen. Das will die BVG nicht länger hinnehmen. Sie sammelt jetzt Material gegen die unliebsamen Konkurrenten um den knappen Platz, um den Senat zu einer Gesetzesänderung zu bewegen. Verkehrsmeister, Busspurbetreuer und Fahrer sollen das Getümmel dokumentieren – zum Beispiel mit Handyfotos, so das Mitarbeiterblatt Profil. Die BVG bezieht auch offen gegen Ideen Stellung, Busspuren für Elektroautos freizugeben. Für den Senat, der sich die Förderung des Nahverkehrs auf die Fahnen geschrieben hat, ist die bisherige Bilanz der Busbeschleunigung …
Berlin – Auch am Wochenende bietet die seit Monaten von Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) gebeutelte Ostdeutsche Eisenbahn GmbH in Berlin und Brandenburg nur ein eingeschränktes Verkehrsangebot an. Deshalb kommt es nach Odeg-Angaben generell zu einem Zwei-Stunden-Takt, etwa von Berlin-Schöneweide nach Beeskow und von Berlin-Lichtenberg nach Frankfurt (Oder). Auf mehreren Strecken fahren Busse, darunter Beeskow – Frankfurt (Oder). Zwischen Eberswalde, Angermünde und Prenzlau fallen die Züge weiter aus. Die Odeg empfiehlt ihren Fahrgästen, sich unter dem …
Versprochen ist versprochen. Wie angekündigt setzen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mehr private Sicherheitskräfte ein – vor allem in der U-Bahn. Seit Freitag sind pro Schicht 170 Uniformierte der Firmen GSE Protect und Securitas unterwegs. „Nachts sind es 40 mehr. Wir rüsten personell auf“, sagte die BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta. Bislang waren 120 private Sicherheitsleute im Einsatz. Die BVG hat auch die eigenen Reihen verstärkt – um 120 Sicherheitskräfte, 80 werden noch rekrutiert. Auf zwei andere Maßnahmen will sie aber verzichten. Von einem generellen Alkoholverbot, das Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und die CDU verlangen, hält Nikutta nichts. „Schon jetzt dürfen wir jeden, der sich nicht angemessen verhält, verweisen.“ Auch für Sperren in den U-Bahnhöfen, wie von der FDP gefordert, gebe es „keine konkreten Pläne“, sagte sie. Ein Informationsbesuch in London, wo es bereits ein geschlossenes System gibt, konnte Nikutta nicht umstimmen. Auch ihre Reisebegleiter, Finanzsenator Ulrich Nußbaum und Finanzvorstand Henrik Falk, nicht. Dass Sperren für mehr Sicherheit sorgen, sei …
(Berlin, 1. Juli 2011) Zum 1. Juli wird Christian Pieper in der Geschäftsführung der BOS und BMO Nachfolger von Siegfried Havemann, der zum selben Termin in den Ruhestand tritt.
Pieper, ausgebildeter Diplom-Geograf, arbeitet seit dem 1. Januar 2011 im DB-Konzern und ist schon seit einiger Zeit in Vorbereitung der Geschäftsführertätigkeit bei beiden Busgesellschaften tätig.
Neben Pieper ist Toralf Müller in der Geschäftsführung beider Gesellschaften tätig.
Die BMO führt den öffentlichen Busverkehr im Landkreis Märkisch-Oderland durch und gehört zu 49 Prozent dem Landkreis Märkisch-Oderland und 51 Prozent der DB Regio AG. Firmensitz ist Strausberg. Die Fahrzeugflotte umfasst 64 eigene und 13 angemietete Busse. 2010 wurden damit insgesamt 3,2 Millionen Personen befördert.
Die BOS gehört zu 49 Prozent dem Landkreis Oder-Spree und zu 51 Prozent der DB Regio AG. Sie ist für den öffentlichen Busverkehr im Landkreis Oder-Spree zuständig. Firmensitz ist Fürstenwalde. Die Fahrzeugflotte umfasst 91 eigene und 13 angemietete Busse. 2010 wurden damit insgesamt 6,5 Millionen Personen befördert.
Mit circa 732 Millionen Fahrgästen im Jahr 2010 und 150.000 Busverbindungen täglich ist die Deutsche Bahn der größte Anbieter im deutschen Busverkehr. Der Busbereich gehört zum Ressort Personenverkehr, in dem er dem Geschäftsfeld DB Regio zugeordnet ist. 22 Busgesellschaften in ganz Deutschland sowie weitere 70 Beteiligungen an Verkehrsunternehmen gehören dazu. Die Deutsche Bahn stellt damit verkehrsträgerübergreifende Mobilität in den Regionen sicher.