In den Bezirken und bei Verbänden sorgt derzeit der Entwurf einer sogenannten Stellplatzobergrenzenverordnung für Aufregung. Der Senat will damit, wie der sperrige Name schon sagt, bei künftigen Bauvorhaben die Zahl der Parkplätze begrenzen. Supermärkte sollen pro 75 Quadratmeter Verkaufsfläche nur noch einen Stellplatz erhalten. Weil die meisten Discounter rund 750 Quadratmeter groß sind, dürften sie künftig nur noch zehn Parkplätze vorhalten. Vor Restaurants soll nur noch einer von 16 Gästen parken können, bei Hotels darf auf acht Betten, vor Kliniken auf sechs Betten ein Stellplatz kommen.
Im Frühjahr will der Senat mit dem Ausbau der Invalidenstraße und der Verlängerung der Straßenbahnstrecke zum Hauptbahnhof beginnen. Zuvor gibt es jedoch erst einmal Kahlschlag: 61 Straßenbäume werden ab morgen zwischen Gartenstraße und Friedrich-List-Ufer gefällt, sagt Mathias Gille, Sprecher der Stadtentwicklungsverwaltung. Zugleich werden bis Anfang März weitere Bäume ausgelichtet, unter anderem auch entlang der künftigen Umleitungsstrecke, die für die Zeit der Bauarbeiten eingerichtet und über Zinnowitzer-, Habersaath- und Scharnhorststraße führen wird. Der Senat will die Invalidenstraße als Teil des …
Der Bezirk Mitte hat fünf Straßen, die nördlich des Alexanderplatzes zwischen Alexanderstraße und Mollstraße im Zusammenhang mit neuen Bauprojekten entstehen werden, Namen gegeben. Benannt wurde dabei eine Straße nach der Kinderbuchautorin Alex Wedding (1905-1966), die mit bürgerlichem Namen Grete Weiskopf hieß. Unter ihrem Pseudonym hatte sie 1931 ihr erstes Kinderbuch „Ede und Unku“ veröffentlicht. Eine weitere Straße wird den Namen von …
Die SPD ist des Streits über den Weiterbau der Autobahn A100 von Neukölln nach Treptow offenbar überdrüssig. Überraschend wurden bei der Vorstandssitzung über das Wahlprogramm am Sonnabend keine Einwände gegen die Trasse mehr laut. Auch der als besonders kritisch geltende Kreisvorsitzende aus Friedrichshain-Kreuzberg, Jan Stöß, hielt sich in der Sitzung zurück. Damit zieht die SPD mit einem klaren Bekenntnis zum Neubau des Autobahnabschnitts in den Wahlkampf. Allerdings scheint das eine Art …
Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger kritisiert die angekündigten zeitgleichen Baumaßnahmen an der nördlichen AVUS und am Fernbahnabschnitt zwischen Charlottenburg und Wannsee. Vogelsänger: „Zwar gibt es zu den Sanierungen keine Alternative. Es kann aber nicht sein, dass die Brandenburgerinnen und Brandenburger nun noch zusätzlich belastet werden. Kilometerlange Staus sind vorprogrammiert. Eine zeitgleiche Vollsperrung der Fernbahn und die gravierenden Einschränkungen auf der AVUS sind vor allem in den Wintermonaten nicht zu verantworten“, so der Verkehrsminister weiter: „Denn das bislang für die Zeit der Doppelbaustelle vorgelegte Bahnkonzept steht und fällt mit der S-Bahn.“ Die S 7 soll nach Vogelsängers Worten zwar im Zehn-Minuten-Takt von und nach Potsdam fahren, „nach den Erfahrungen des Winters in diesem und im vergangenen Jahr hat selbst die S-Bahn-Geschäftsführung Zweifel an der Zuverlässigkeit ihrer Züge bei Schnee und Eis.“ „Auch wir haben seit Jahren Verbesserungen an diesen Streckenabschnitten eingefordert. Die Brandenburger fragen sich allerdings, warum dies praktisch zur gleichen Zeit passieren muss. Da bei der Bahn aus Sicherheitsgründen viel dafür spricht, endlich die acht Brücken und die Trasse zu sanieren, habe ich viel Verständnis für die Forderung der IHK Brandenburg, die halbseitige AVUS-Sperrung um ein Jahr zu schieben. Andernfalls müssten wir fordern, dass es erst nach Abschluss der dreispurigen AVUS-Sanierung zur Unterbrechung der Fernbahn kommt.“ „Aufgrund des immer noch erheblichen Klärungsbedarfs werde ich mich kurzfristig erneut an die Bahn und Berlin wenden, um diese Probleme zu besprechen“, kündigte Vogelsänger an: „Wir wollen auch wissen, ob es noch möglich ist, die Zeitpläne für die Baustellen zu optimieren.“ Wegen der gravierenden Auswirkungen wird Vogelsänger kurzfristig überdies den zuständigen Landtags-ausschuss informieren und auf Brandenburger Seite betroffene Vertreter aus Städten, Gemeinden und Kreisen einladen (Pressemeldung VRS, 11.02.11).
Das Rathaus Köpenick ist ein schönes Haus, der Raum 159 erinnert allerdings eher an eine Abstellkammer. Damit der kleine Raum aufgeschlossen wird, muss man sich erst im Zimmer nebenan melden, heißt es auf einem Klebezettel an der Tür. In dem Raum selbst steht an der Wand ein länglicher Tisch mit fünf Holzstühlen. An der Stellwand dahinter hängt ein großer Plan, über den sich eine dicke rote Linie schlängelt. Die Linie soll eine Autobahn darstellen, und der Plan zeigt die Trasse für den neuen Abschnitt der A100, der am Autobahndreieck Neukölln beginnt und 3,2 Kilometer später am Treptower Park enden soll. „Den Plan haben wir noch einmal aufgehängt. Und das ist der Planfeststellungsbeschluss“, sagt die Mitarbeiterin und zeigt auf eine ein Zentimeter dicke blaue …
Alle stundenlangen Debatten über Radstreifen, Breite von Gehwegen und neue Parkbuchten für Autos waren vergebens: Eine Einigung zum Umbau der Kastanienallee in Prenzlauer Berg ist am Donnerstagabend gescheitert. Anwohner und Gewerbetreibende konnten sich nicht mit Vertretern der Grünen einigen, die ihren Stadtrat bei der geplanten Umgestaltung unterstützen. „Es gibt keinen Kompromiss“, sagt Heiner Funken, der als Schlichter die Gesprächsrunden moderierte. Größter Streitpunkt unter den Beteiligten ist nach wie vor die Frage, wo der Fahrradweg auf der viel befahrenen Straße verlaufen soll. Die Grünen fordern, dass der Angebotsstreifen für Radfahrer zwischen den neu angelegten Parkbuchten am Gehwegrand und der Straße entlangführt. Mit dieser Variante soll der Radfahrverkehr sicherer werden. Anwohner und Gewerbetreibende hingegen wollen, dass der …
Die Arbeitsgruppe Kreativkastanie hat sich am Donnerstagabend getroffen und überlegt, wie man die Straße kunstvoll gestalten könnte. Eine Freiluftgalerie, das wäre doch toll, und Blumenbeete am Gehwegrand, internationale Künstler könnten Bilder auf den Asphalt malen, Streetart. Man könnte auch Kreativinseln einrichten, Bewohner und Ladenbesitzer gestalten diese zehn Quadratmeter großen Flächen. „Es geht darum, dass die Kastanienallee das bleibt, was sie war und heute ist, eine besondere und kreative Straße“, sagt Sebastian Mücke, Anwohner und Modeladenbesitzer in der Straße. So wie er lehnen etliche Bewohner den geplanten Umbau der Straße ab. Acht Kastanienalleen gibt es in Berlin, sie liegen zum Beispiel in Blankenburg, Friedrichshagen, Hellersdorf und Rosenthal. Es sind unauffällige Straßen. Nur über eine Kastanienallee wird zurzeit überall geredet, es ist die in …
Von den Brandenburger Autobahnen sind – mit wenigen Ausnahmen – bislang nur wenige Frostschäden gemeldet worden. „Die Situation ist insgesamt nicht dramatisch“, sagt Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen in Hoppegarten. Auf der Stadtautobahn in Berlin führten nach Angaben von Betroffenen Schlaglöcher vereinzelt zu langen Staus, weil Fahrspuren gesperrt werden mussten – so wie am Dienstag auf der A114 in Pankow. Auf dem nördlichen Berliner Ring gibt es zwar auch eine Sperrung, die Baustelle hat aber nach Angaben von Mitschka nichts mit Winderschäden zu tun. Über Löcher in Bundes- und Landesstraßen in Brandenburg ist der Behörde nur wenig bekannt. Die meisten Schlaglöcher finden sich derzeit im Südosten Brandenburgs, auf der …
Einer der wichtigsten Streckenabschnitte der Stadtautobahn kann heute und morgen über mehrere Stunden nicht befahren werden. Die A100 muss wegen der Reparatur von Frostschäden zwischen dem Dreieck Charlottenburg und der Anschlussstelle Jakob-Kaiser-Platz in Richtung Seestraße jeweils von 9 bis zirka 18 Uhr voll gesperrt werden, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gestern mit. Ab 18 Uhr steht zumindest ein Fahrstreifen wieder zur Verfügung. „Es ist eine Notfallmaßnahme“, sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Mathias Gille. Auf der A100 seien in Richtung Seestraße Schäden aufgetreten, die sofort beseitigt werden müssten. Dies sei zum einen aus Gründen der Sicherheit nötig, zum anderen solle verhindert werden, dass die Schäden noch größer werden. Zwar ist die Autobahn zum Flughafen Tegel von der Sperrung nicht betroffen, doch ist auf der Stadtautobahn mit langen Staus bis nach …