Kein Autoboom: Seit mehr als 15 Jahren pendelt die Zahl der Kraftfahrzeuge, die in Berlin zugelassen sind, um die 1,3-Millionen-Marke. 2009 waren 1 304 175 Kraftfahrzeuge zugelassen, geht aus der Broschüre „Mobilität der Stadt“ hervor, die es für 20 Euro bei der Senatsverwaltung gibt (Tel. 9025-1245). Auflage: 500.
Geringe Motorisierung: Die Zahl der Pkw pro tausend Einwohner bewegt sich seit 1993 zwischen 316 und …
Der Senat will in diesem Jahr den Radfahrern noch mehr Platz bahnen. An einigen Stellen reichen bestehende Wege nicht mehr aus
Peter Neumann
Vom Eise befreit sind die Straßen schon seit längerer Zeit, jetzt kommt der Frühling in Sicht. In Berlin hat die Fahrradsaison begonnen, immer mehr Radler sind unterwegs. Damit es noch mehr werden, baut die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das Streckennetz weiter aus. „In diesem Jahr wollen wir bis zu zehn Kilometer Radwege neu anlegen und bis zu 20 Kilometer Radfahrstreifen auf den Straßen neu markieren“, sagte der Referatsleiter Heribert Guggenthaler. Inzwischen steht er vor einem ungewohnten Problem: Mancherorts reichen die Anlagen für den Andrang nicht mehr aus. Guggenthaler: „Der Erfolg überrollt uns.“
Der Chefplaner fährt selbst Rad, fast täglich von Charlottenburg ins Büro in Mitte und zurück. Pro Weg ist der gebürtige Bayer, der schon lange in Berlin lebt, rund …
13 Prozent aller Wege in Berlin werden mit Pedalkraft bewältigt, 2006 waren es elf. Für 2025 sagen Prognosen 16 oder gar 20 Prozent voraus.
Nach offiziellen Zähldaten ist die Zahl der Radler 2010 aber gesunken, zum Beispiel auf der Karl-Liebknecht-Straße in Mitte und der Langen Brücke in Köpenick um je 23 Prozent.
Wenn die Autobahn A100 vom Dreieck Neukölln zum Treptower Park verlängert wird, wird dies zu Wartezeiten führen. Stau wird es laut einem Gutachten – das Franz Schulz (Grüne), Bürgermeister in Friedrichshain-Kreuzberg, in Auftrag gegeben hat – für Autos geben, die von der Elsenstraße in die Straße Am Treptower Park zur A100 abbiegen wollen. Laut Expertise wird der Stau …
Für die Berliner Grünen ist der jahrelange Streit über den Umbau der Kastanienallee in Prenzlauer Berg jetzt beendet. „Es gibt einen Zeitpunkt, da ist eine Bürgerbeteiligung abgeschlossen“, sagte gestern der Fraktionschef der Grünen im Abgeordnetenhaus, Volker Ratzmann, in dessen Wahlkreis 8 die Kastanienallee liegt.
Vergangenen Mittwoch hatten die Pankower Bezirksverordneten Anträge von Bürgern abgelehnt, die eine …
POTSDAM – Die nachgebesserten Planungen für die Sanierung der Berliner Avus und der parallelen Fernbahnstrecke nach Potsdam sind nach Angaben von Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) eine akzeptable Lösung. Die Belastungen für Fahrgäste und Autofahrer seien erträglicher gestaltet worden, sagte der Minister gestern nach einem Treffen mit Vertretern der Kommunen, des Verkehrsverbundes VBB sowie der Bahn und des Berliner Senats.
Henrik Turzer wohnt an der Kiefholzstraße in Treptow. Vor zehn Jahren hat er dort eine Eigentumswohnung gekauft. Damals wurde ihm versichert, dass der neue Autobahnabschnitt der A 100 zwischen dem Autobahndreieck Neukölln und dem Treptower Park in einem Tunnel gebaut werde. Doch der Senat hat die Planung geändert. „Wir werden hier ein Lärm-Inferno erleiden. Wir könnten die Fenster nicht mehr aufmachen und wären kaserniert“, sagt Turzer. Nur 70 Meter von seinem Balkon entfernt soll die sechsspurige Autobahn verlaufen. „Mit Lärmschutzfenstern lasse ich mich aber nicht abspeisen“, sagt er.
90 Jahren durch den Grunewald in den Südwesten der Stadt führt.
Die Abkürzung Avus steht für „Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße“. So hieß auch die GmbH, die 1909 mit deren Planung begann.
Die vielen tödlichen Unfälle waren ein Anlass dafür, eine Straße zu planen, die erstmals auf der Welt ausschließlich Kraftfahrzeugen vorbehalten bleiben sollte.
Allein 1906 hatte es in Berlin 145 Verkehrstote gegeben, vor allem Nichtmotorisierte. Zum Vergleich: 2010 starben 44 Menschen im Berliner Straßenverkehr.
Ende September 1921 wurde die Avus mit einem Autorennen eröffnet. Sieger war Fritz von Opel, der Tempo 150 erreichte. Bis 1998 diente die Autobahn oft dem …
Berlins älteste Autobahn wird zur größten Straßenbaustelle in dieser Stadt – und das mehr als zweieinhalb Jahre lang. Die Avus wird auf 8,6 Kilometer Länge saniert. „Im April beginnen wir mit den Vorbereitungen“, kündigte die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) gestern an. Vom Juni dieses Jahres bis November 2013 wird dann gebaut – was sich auf den Autoverkehr gravierend auswirkt. Fahrstreifen fallen weg, die restlichen Spuren werden schmaler. Doch es hätte viel schlimmer kommen können. Denn anfangs war geplant, dass es rund anderthalb Jahre lang stadteinwärts nur eine Fahrspur geben soll. Junge-Reyer: „Diese Zeit konnten wir erheblich verkürzen.“ Etwas anderes bleibt den Pendlern zwischen Berlin und Potsdam dagegen nicht erspart: Die Bahnstrecke wird ein Jahr lang gesperrt.
Seit September 1921 gibt es die Avus schon. Doch von Grund auf erneuert wurde …
BORKHEIDE – Wieder einmal rufen Pläne der Deutschen Bahn AG heftige Kritik in Politik und Gesellschaft hervor. Der Konzern erwägt, von Dezember 2011 bis Dezember 2012 die Regionalverkehrstrecken zwischen Potsdam und Berlin zu sperren (siehe Infoblock). Sie will Sanierungsarbeiten an der Trasse vornehmen. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der die Autobahn 115 (Avus) großräumig ausgebessert werden soll. Betroffen wären die Regionalexpresszüge 1 und 7 – und damit mehrere Tausend Pendler aus Potsdam und Umgebung.
Für jene aus dem Fläming kommt erschwerend hinzu, dass voraussichtlich ab Dezember 2011 die RB 22 …