Geld für die geplante Nord-Süd-Strecke S 21 ist da Ein Termin steht nicht fest – Senat und Bahn streiten
Von Klaus Kurpjuweit
Sie ist notwendig – die S-Bahn-Strecke in Nord-Süd-Richtung zum Hauptbahnhof. Darin sind sich die Bahn und der Senat einig. Doch ob mit dem Bau der S 21, der vielen Fahrgästen den Weg zum Hauptbahnhof einfacher machen würde, wie geplant im nächsten Jahr begonnen wird, ist weiter ungewiss. Erneut schieben sich die Bahn und der Senat die Verantwortung dafür gegenseitig zu. Dabei ist der größte Brocken bereits aus dem Weg geräumt: Die Finanzierung …
Fahrgäste klagen über zu wenig Platz zwischen Königs Wusterhausen und Westend / Fehlende Waggons in Berlin eingesetzt
GERALD DIETZ
POTSDAM Für Gerd Senftleben ist es schlicht „ein Fall aus dem Tollhaus“. Seit zwölf Jahren fährt der Schulzendorfer fast täglich von Eichwalde (Dahme-Spreewald) mit der S-Bahn nach Berlin-Hermannstraße und zurück. Seit dem Fahrplanwechsel Ende Mai ist er manchmal froh, überhaupt noch einen Platz in der von Königs Wusterhausen nach Berlin-Westend führenden S-Bahnlinie 46 ergattern zu können. Der Grund für die Überlastung, die vor allem Reisende mit Fahrrad verzweifeln lässt: Ab dem Vormittag bis etwa 14.30 Uhr und dann wieder ab 18 Uhr zuckelt die S-Bahn inzwischen nur noch mit …
Köpenick Die Brücken am S-Bahnhof Köpenick müssen erneuert werden. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, halten die Bauwerke den betrieblichen Anforderungen nicht mehr stand. Deshalb läßt das Unternehmen im Oktober Hilfsbrücken errichten. Die Vorbereitungen dafür beginnen an diesem Wochenende. Sie bringen Einschränkungen für Passanten und S-Bahn-Nutzer mit sich. Der Geh- und Radweg auf der östlichen Bahnhofsseite wird bis Ende …
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: 1. Wie ist der Stand der Tunnelerstellung bei den derzeit in Bau befindlichen S- und U-Bahnlinien oder von Baumaßnahmen betroffenen Linienteilstücken? a) Wie weit ist der Stand dieser Bauarbeiten bzw. wann ist mit einer Fertigstellung zu rechnen? b) Welche Kosten entstehen gegenwärtig dem Land Berlin durch die Inanspruch-nahme von alternativen Verkehrsmitteln, z.B. Busse, etc., während der Bauzeit? c) Bei ruhenden Arbeiten (insbes. U-55): Wann ist mit einer Fortsetzung der Bau-arbeiten zu rechnen? Antwort zu 1.: a) S-Bahn: Im Bereich des Hauptbahnhofes und am Nordring sind für dessen künftige Nord-Süd-Anbindung durch die S-Bahn, die künftige S 21, Vorleistungen durchgeführt worden. Die vorgezogenen Maßnahmen sind abgeschlossen. U-Bahn: Der Tunnelbau der späteren U 5 zwischen Hauptbahnhof und Pariser Platz ist fertiggestellt. Gegenwärtig erfolgt der Aus-bau der technischen Anlagen im Hinblick auf die 1. Ausbaustufe als Shuttle-Betrieb. Der U-Bahnhof Brandenburger Tor der U 5 ist derzeit im Bau. Die endgültige Fertig-stellung ist nach Aussage der BVG für das 2. Halbjahr 2007 vorgesehen. Der Shuttle-Betrieb soll – unter Nutzung eines Teils des im Bau befindlichen U-Bahnhofs Branden-burger Tor – voraussichtlich Ende 2006 auf-genommen werden. b) Da weder für die S-Bahn- noch für die U-Bahnbauvorhaben während der Bauzeit zu-sätzliche Buslinien eingerichtet werden, ent- stehen keine Kosten aus alternativen Ver- kehrsmitteln. c) Die Bauarbeiten zum Bau des U-Bahnhofes Brandenburger Tor ruhen nicht. Sie werden kontinuierlich weitergeführt. Lediglich die Baugrube am Pariser Platz wurde für die Dauer der Fußballweltmeisterschaft abge-deckt. 2. Welche Kosten fallen durch derzeit nicht oder noch nicht nutzbare Tunnel im Land Berlin an? a) Wie viele begonnene, aber derzeit nicht nutzbare Tunnel im S- und U-Bahn Sys-tem gibt es in der Stadt? b) Welche jährlichen Wartungs-/Unterhal-tungskosten fallen an und wie hoch sind die Beträge für den Landeshaushalt? Antwort zu 2.: Nach Auskunft der S-Bahn GmbH gibt es keinen stillgelegten ungenutzten Tunnel in der Stadt Berlin. Für den U-Bahnbereich wurden in der Drucksache 14/1992 vom November 2001 die nicht genutzten U-Bahntunnel dargestellt. Die Unterhaltung der Tunnelbau-werke erfolgt aus dem allgemeinen Instandhaltungsbudget der BVG für U-Bahnbauwerke nach Bedarf. Eine Tren-nung zwischen betriebenen und nicht betriebenen Bau-werksstellen erfolgt nicht. 3. Gibt es im Senat Überlegungen nicht genutzte bzw. stillgelegte Tunnel einer alternativen Nutzung / Zwischen-lösungen zuzuführen, bzw. gibt es schon alternative Nut-zungen und wie hoch sind die jährlichen Erlöse für das Land Berlin? Antwort zu 3.: Die Tunnelanlagen der U-Bahn be-finden sich im Eigentum der BVG. Eine alternative Nutzung ist somit Aufgabe der BVG. Nach deren An-gaben sind bis auf den Bahnhofsrohbau der U 3 am Potsdamer Platz keine alternativen Nutzungen in stillge- legten Tunnelrohbauten vorgesehen. Zu den Erlösen für die alternative Nutzung des U-Bahnhofsrohbau der U 3 hat die BVG keine Angaben gemacht.
Berlin, den 19. Juli 2006 In Vertretung D r. S t i m m a n n ………………………….. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 25. Juni 2006)
Alte Idee neu belebt: S- und Regionalbahn auf einem Gleis / Viel Skepsis
STEFAN KUSCHEL
FALKENSEE Der in Falkensee erbittert geführte Meinungsaustausch zur Zukunft des Bahnverkehrs hat eine weitere, wenn auch nicht neue Facette erhalten. Interessant dürfte sie für Beteiligte sein, die es für möglich halten, dass die S-Bahn aus Spandau heraus nach Falkensee oder darüber hinaus verlängert wird und das Regionalbahnangebot trotzdem attraktiv bleibt. Das Besondere: Für die S-Bahn, die mit 750 Volt Gleichstrom fährt, müsste kein Gleis gelegt werden; sie könnte …
Umbau der Stationen Baumschulenweg, Schöneweide, Adlershof Von Sabine Flatau Treptow-Köpenick Ein lange geplantes Vorhaben hat gestern begonnen: Der alte S-Bahnhof Adlershof wird abgerissen und durch einen modernen ersetzt: mit Rolltreppen, Fahrstuhl und einem zweiten Abgang auf der Nordseite der Rudower Chaussee. Die derzeit 14 Meter breite Durchfahrt …
Bahnhof Adlershof und Brücken über die Rudower Chaussee werden für 33 Millionen Euro umgebaut
(Berlin, 12. Juli 2006) In Berlin beginnt die Deutsche Bahn AG mit der Grundsanierung der S-Bahnstrecke zwischen der Station Baumschulenweg und dem Grünauer Kreuz. Bis 2010 werden die Strecke, die Stationen Baumschulenweg und Adlershof sowie sieben Eisenbahnbrücken erneuert bzw. neu gebaut. Den 1. Spatenstich für das Vorhaben setzten heute Ingeborg Junge-Reyer, Senatorin für Stadtentwicklung des Landes Berlin, Dr. Klaus Ulbricht, Bezirksbürgermeister Treptow-Köpenick und Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin.
„Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Hauptbahnhofes modernisieren wir einen weiteren wichtigen Abschnitt der Berliner Bahninfrastruktur“, sagte Ingulf Leuschel. Rund 33 Millionen Euro werden allein in den Umbau des Bahnhofs Adlershof mit den Brücken über der Rudower Chaussee investiert. Noch im Juli werden die Bauarbeiten zur Erneuerung an diesen Brücken sowie an den Brücken über die Rixdorfer Straße in Schöneweide beginnen. Ende des Jahres beginnen die Arbeiten am S-Bahnhof Baumschulenweg.
Damit der S-Bahnbetrieb während der Bauzeit weitgehend aufrechterhalten werden kann, wird eines der beiden Fernbahngleise, die neben der S- Bahntrasse liegen, für den S-Bahnverkehr genutzt. Die Bauarbeiten an den Brücken über die wichtigen Ost-West-Straßenverbindungen werden mit dem Berliner Senat so koordiniert, dass der Autoverkehr trotz der Baumaßnahmen fließen kann.
Um die Sperrungen von Straße und Schiene möglichst kurz zu halten, sind zeitweilige Nacht- und Wochenendarbeiten unvermeidlich. Das bedeutet mitunter unruhige Nächte für die Anwohner. Die Deutsche Bahn bittet hierfür schon jetzt um Verständnis.
Ingesamt werden in den nächsten Jahren rund 335 Millionen Euro in die Grunderneuerung der S-Bahnstrecken zwischen Treptower Park und den Stationen Spindlersfeld, Schönefeld und Königs Wusterhausen investiert.
Die Baumaßnahmen umfassen die Erneuerung von sieben Brücken: darunter über die Baumschulenstraße mit vier Überbauten, den Britzer Verbindungskanal, die Rixdorfer Straße, den Straßenbahntunnel Schöneweide, den Sterndamm mit sechs Überbauten (vier S-Bahn, zwei Fernbahn) sowie die Teltowkanalbrücke.
Umgebaut und modernisiert werden die Stationen Baumschulenweg, Adlershof und Wildau. In den Abschnitten Baumschulenweg–Schöneweide – Schöneweide – Grüner Kreuz / Grünauer Kreuz–Schönefeld wird der Oberbau erneuert und Elektronische Stellwerkstechnik errichtet.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Kommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin Verantwortlich für den Inhalt: Oliver Schumacher
S-Bahn Berlin nimmt neue dynamische Zugzielanzeiger in Betrieb
(Berlin, 12. Juli 2006) Ab dem heutigen Tag wird in einem ersten Schritt die Fahrgastinformation auf dem Südring verbessert. Beginnend mit dem Bahnhof Tempelhof werden neue dynamische Zugzielanzeiger montiert. Die nächsten Bahnhöfe in Folge sind Neukölln, Hermannstraße und Schöneberg.
Ab dem 27. Juli sollen die als Pilotprojekt errichteten Zugzielanzeiger in der Praxis getestet werden. Dann können mehr Informationen, unter anderem z. B. die dynamische Anzeige der Minuten bis zum nächsten Zug, auf den Anzeigen dargestellt werden. Nach erfolgreicher Pilotierung ist geplant, weitere Bahnhöfe auszurüsten und die nächsten Teilprojekte des betrieblichen Informationssystems umzusetzen.
Während der Montage der LCD-Anzeiger, Bahnhofsuhren und Sensoren wird in einer Übergangsphase bis zum 26. Juli eine eingeschränkte Fahrgastinformation durch Schilder manuell sichergestellt. Auch darüber hinaus werden die Aufsichten auf den genannten Bahnhöfen mit der Abfertigung der Züge und anderen Aufgaben betraut bleiben.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Kommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin Verantwortlich für den Inhalt: Oliver Schumacher
Ab dem heutigen Tag wird in einem ersten Schritt die Fahrgastinformation auf dem Südring verbessert. Beginnend mit dem Bahnhof Tempelhof werden neue dynamische Zugzielanzeiger montiert. Die nächsten Bahnhöfe in Folge sind Neukölln, Hermannstraße und Schöneberg.
Ab dem 27. Juli sollen die als Pilotprojekt errichteten Zugzielanzeiger in der Praxis getestet werden. Dann können mehr Informationen, unter anderem z. B. die dynamische Anzeige der Minuten bis zum nächsten Zug, auf den Anzeigen dargestellt werden. Nach erfolgreicher Pilotierung ist geplant, weitere Bahnhöfe auszurüsten und die nächsten Teilprojekte des betrieblichen Informationssystems umzusetzen.
Während der Montage der LCD-Anzeiger, Bahnhofsuhren und Sensoren wird in einer Übergangsphase bis zum 26. Juli eine eingeschränkte Fahrgastinformation durch Schilder manuell sichergestellt. Auch darüber hinaus werden die Aufsichten auf den genannten Bahnhöfen mit der Abfertigung der Züge und anderen Aufgaben betraut bleiben.
Da während der Sommerschulferien die Nachfrage auf den starkbelasteten S-Bahn- Linien erfahrungsgemäß etwas nachlässt, fahren die zusätzlichen, den 10-Minutentakt weiter verdichtenden Züge vom 10. Juli bis 18. August 2006 nicht. Im einzelnen betrifft das auf der …