Die Berlinerinnen und Berliner haben am heutigen Montag die Möglichkeiten, die ihnen der Notfallplan für den stark reduzierten Einsatz von S-Bahn –Zügen bietet, genutzt. Damit sind die Unannehmlichkeiten für alle Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs keineswegs beseitigt, aber das oft vorausgesagte Verkehrschaos ist ausgeblieben. Für ihre Flexibilität und die Bereitschaft, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen, ist allen Berlinerinnen, Berlinern und den Gästen unserer Stadt zu danken. Der Dank gilt aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verkehrsunternehmen, die durch ihren Einsatz dies ermöglicht haben. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Mein Dank gilt allen, die durch ihren engagierten Einsatz dazu beitragen, diese schwierige Situation zu meistern. Ohne die flexible Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der S-Bahn und der BVG wären Schienenersatzverkehre, verdichtete Takte und verlängerte Züge nicht möglich. Die kooperative Zusammenarbeit der Verkehrsunternehmen, der engagierte Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ideenreichen Hilfestellungen aus den unterschiedlichsten Bereichen und natürlich auch die Informationsübermittlung und –weitergabe durch den Verkehrsverbund Berlin Brandenburg und durch die Medien haben es möglich gemacht, den Öffentlichen Verkehr in Berlin auch unter erschwerten Bedingungen aufrecht zu halten.“ Dort, wo nach Möglichkeiten für Hilfe gesucht wird und Verkehrsunternehmen und Medien gut zusammenarbeiten, gibt es auch kreative Ideen, den Berlinerinnen, Berlinern und den Gästen der Stadt Möglichkeiten anzubieten, sich alternativ in der Stadt fortzubewegen. Dafür stehen z.B. die organisierten Mitfahrgelegenheiten und auch das Angebot der Stern- und Kreisschifffahrt – unterstützt durch den rbb – Fahrgäste im Innenstadtbereich kostenlos auf einigen Touristenschiffen mitzunehmen (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 21.07.09).
Das befürchtete Chaos ist trotz des massiv eingeschränkten S-Bahnverkehrs glücklicherweise ausgeblieben. Fahrgäste der Berliner S-Bahn haben sich weitgehend alternative Fahrmöglichkeiten gesucht und sind auf die Ersatzangebote des Notfall-Fahrplans ausgewichen. Generell wurden auf den S-Bahnhöfen die Fahrgäste nicht ausreichen genug informiert. Bei der S-Bahn gab es am frühen Morgen Anlaufschwierigkeiten aufgrund betrieblicher Dispositionen. So fuhren auf der S1 nur 4-Wagen-Züge statt 6-Wagen-Zügen. Auf dem Ring fielen 3 von 12 Zügen aus und die S75 (Zoo – Olympiastadion) und die S5 (Verdichter ab Mahlsdorf) wurden verspätet eingesetzt. Die Ersatzverkehre im Regionalverkehr fahren planmäßig, auch der SEV (Schienenersatzverkehr) zwischen Nordbahnhof und Bahnhof Zoologischer Garten fährt wie geplant. Viele Fahrgäste stiegen auf die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse um, Kapazitätsprobleme bei der BVG gab es nicht. Relativ starke Auslastungen gab es im Bereich Lichtenberg (Zulauf aus Osten), S 1 Nord und auf der Stadtbahn, auf der der Regionalverkehr unterwegs ist. Auch die zusätzlichen Züge des Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) wurden sehr gut angenommen. Mäßig ausgelastet waren dagegen der westliche Ring und die S2 im südlichen Bereich. Auch die Ersatzverkehre im Nord-Süd-Fernbahntunnel fuhren mit relativ wenigen Fahrgästen. Grund dafür ist auch eine mangelnde Information der Fahrgäste im morgendlichen Berufsverkehr. Generell wird von der S-Bahn auf den Bahnhöfen zu wenig auf Ersatzmaßnahmen verwiesen. Teilweise wurden die Informationen auf den Bahnhöfen erst bis 8 Uhr aktualisiert. Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg: „Hier muss die S-Bahn dringend nachbessern und das Personal verstärken. Auch müssen die Durchsagen und Aushänge für die ausländischen Gäste zu verstehen sein, damit sie sich orientieren können. Als Bundeshauptstadt sollte Berlin sich international präsentieren und auch auf Englisch informieren. Deshalb erarbeitet der VBB zurzeit gemeinsam mit der S-Bahn an einer Lösung, um auch die Touristen ausreichend zu informieren.“ Franz bekräftigte seine Forderung an die Deutsche Bahn AG, Fernverkehrszüge wieder am Bahnhof Zoo halten zu lassen. „Es macht keinen Sinn, die Fahrgäste, die in die City-West wollen, im ICE bis zum Hauptbahnhof durchfahren zu lassen, um sie dann mit dem Regionalersatzverkehr wieder zurückfahren zu lassen.“ Weiter sollte die Deutsche Bahn in der jetzigen Situation den Fernverkehr in Berlin für den VBB-Tarif öffnen. „Das wäre mal ein positives Signal der Bahn an die Berliner Fahrgäste“, so Franz
Der erste Tag mit dem weitergehenden Ausfall des S-Bahn-Verkehrs ist fast vorbei. Extrem lange Fahrzeiten, ungewisse Anschlüsse und vielfaches Umsteigen sind nicht gerade eine Werbung für ein gutes Nahverkehrssystem. Der DBV-Landesverband bedauert, dass es offenbar immer noch ein Dogma bei der DB AG ist, Fernzüge wieder am Bahnhof Zoologischen Garten halten zu lassen. Auch was die Fahrgastinformation angeht, zeigt sich, dass das System Eisenbahn nicht mehr auf Störungsfälle angemessen reagieren kann. Es reicht nicht, auf den Bahnsteigen die Informationskästen mit zahllosen Fahrplaninformationen zu behängen und von den Kunden zu erwarten, dass sie mindestens einmal den kompletten Bahnsteig auf und ab gehen und Ausschau nach solchen Informationen halten. Hier gehört nach Ansicht des DBV auskunftsfähiges und geschultes Personal hin. Der Hinweis darauf, dass solches nicht mehr vorhanden ist, ist keine zielführende Lösung, sondern die Beschreibung des Mißstandes! Wie fahrgastunfreundlich das System Eisenbahn in den letzten Jahren geworden ist, lässt sich in solchen Ausnahmesituationen deutlich erleben. Weil auf kaum einem Bahnsteig noch Personal zu finden ist, dass angemessen und richtig informieren kann, sind die Kunden auf Mundpropaganda und das eigene Handy angewiesen. Ob die zusätzlichen Tarifkosten fürs Telefon auch ersetzt werden? Bekanntlich sind die DB AG und damit auch ihre hundertprozentigen Töchter S-Bahn Berlin GmbH, die DB Station & Service sowie die DB Netze AG Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Bedauerlich ist, dass sich insbesondere das Bundesverkehrsministerium als zuständiges Bundesministerium in der Vergangenheit nicht für die DB AG zuständig gefühlt hat. Mit Hinweis auf eine angebliche unternehmerische Eigenständigkeit und die eigene Unzuständigkeit wurde dem Konzern freie Hand gelassen, noch fahrfähige Lokomotiven und Wagen zu verschrotten, Gleise und Weichen zurückzubauen und den Informationsstandard auf ein Niveau zurückzufahren, was den heutigen Ansprüchen überhaupt nicht mehr genügt. Der DBV Berlin-Brandenburg wiederholt deshalb seine Forderung, wonach 1. Es auf allen Bahnsteigen eine nutzbare Möglichkeit geben muss, Fahrgäste aktuell und richtig mittels Lautsprecher und Anzeigen zu informieren. Darüber hinaus sind auf allen stark frequentierten und Umsteigebahnhöfen Personale zur Fahrgastinformation und Auskunftserteilung einzusetzen. 2. Die Fernzüge auf der Berliner Stadtbahn wieder am Bahnhof Zoologischer Garten halten müssen 3. Die teilungsbedingten Lücken im Bahnnetz endlich geschlossen werden müssen, damit es ein auch im Störungsfall leistungsfähiges Nahverkehrssystem gibt. Das betrifft sowohl die S-Bahn als auch den Regionalverkehr (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 21.07.09).
Am 10. August ist alles vorbei, verspricht die S-Bahn Berlin. Dann sollen alle Streckenabschnitte und alle Stationen wieder von regulären S-Bahn-Zügen bedient werden. Doch S-Bahner sind sich nicht so sicher, dass der von heute an geltende Notfahrplan dann schon wieder aufgehoben werden kann. „Das wird deutlich länger dauern. Der Betrieb ist mit den vielen zusätzlichen Anordnungen überfordert“, hieß es in der Belegschaft. Unterdessen warb das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) bei den Fahrgästen erneut um Verständnis dafür, dass die Sicherheitsvorkehrungen zusätzlich verschärft werden mussten. Es sei „jetzt noch nicht einschätzbar, ob wir am 10. August wieder in der Lage sein werden, zumindest den bisherigen …
Der Berliner Fahrgastverband IGEB erwartet für den Montag (20. Juli) große Probleme im gesamten Berliner Nahverkehr. Damit aus einem „schwarzen Montag“ nicht schwarze Wochen werden, muss bei den Notfahrplänen schnellstmöglich nachgebessert und die Fahrgastinformation ergänzt werden. Der S-Bahn Berlin GmbH stehen ab Montag nur noch 330 ihrer 1260 Wagen (630 Viertelzüge) zur Verfügung, also nur noch ein Viertel (!) des Fahrzeugparks. In so einer Notlage gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Auf vielen Linien fahren mit geringer Leistungsfähigkeit (große Taktabstände, kurze Züge). Für dieses Konzept hat sich die S-Bahn GmbH ab Montag entschieden. 2. Auf weniger Linien relativ leistungsfähig fahren, vor allem mit langen Zügen. Dieses Konzept hatte der Berliner Fahrgastverband IGEB am 16.7. vorgestellt und vorgeschlagen. Der Fahrgastverband IGEB fürchtet, dass das S-Bahn-Konzept sich als in großen Teilen nicht praxistauglich erweist. Den Fahrgästen wird suggeriert „meine Linie fährt“, aber die kurzen Züge im 20-Minuten-Takt werden zumindest im Berufsverkehr einen erheblichen Teil der Fahrgäste nicht mitnehmen können. Zugleich wird der Fahrplan durch den Andrang zusammenbrechen, weil die fahrplanmäßigen Fahrzeiten nicht eingehalten werden können. Besonders schnell droht das im Nord-Süd-Tunnel über Friedrichstraße (S 1 und S 2). Deshalb ist es äußerst wichtig, alle Fahrgäste zu bitten: Wenn Sie Ausweichmöglichkeiten haben, dann meiden Sie ab Montag die S-Bahn. Auch bei einer Umwegfahrt werden Sie am Ende schneller am Ziel sein, weil viele S-Bahn-Züge überfüllt und verspätet sein werden. Eine weitere Bitte geht an alle Fahrradfahrer: Verzichten Sie ab Montag vorübergehend auf die Fahrradmitnahme, nicht nur in der S-Bahn, sondern auch in den Regionalzügen sowie bei U-Bahn und Straßenbahn. Dramatisch könnte die Situation für Menschen im Rollstuhl werden. Deshalb muss es für Sie ein Ausweichangebot mit Rufbus und Taxi auf Kosten der S-Bahn GmbH geben. Das Angebot von sieben Regionalzügen auf der Stadtbahn als S-Bahn-Ersatz zwischen Zoo und Ostbahnhof wird nicht reichen und zum Zusammenbruch des Regionalverkehrs führen mit Auswirkungen in das gesamte Land Brandenburg und auf den Fernverkehr. Deshalb muss die Kapazität dieses Ersatzverkehrs dringend durch folgende Maßnahmen ausgebaut werden: 1. Die stündlich zwei zwischen Potsdam und Berlin Ostbahnhof verkehrenden Ergänzungszüge müssen von bisher vier auf sieben Wagen verlängert werden. Noch besser wäre ein Ersatz der Doppelstockzüge durch S-Bahn-Züge (z.B. aus München oder Stuttgart, wie sie ab Montag als S 21 im Fernbahntunnel fahren). Denn diese sind durch mehr Türen für den Massenverkehr besser geeignet. Bei den anderen Regionalzügen sind längere Züge wegen der außerhalb Berlins zu kurzen Bahnsteige leider nicht möglich. 2. Das Angebot der Ergänzungszüge zwischen Potsdam und Ostbahnhof muss täglich während der gesamten Betriebszeit gefahren werden, also auch abends und am Wochenende. 3. Zusätzlich zu den Regionalzügen müssen weitere S-Bahn-Züge aus anderen Städten auf der Stadtbahn eingesetzt werden. Dafür muss dann allerdings der Fernverkehr mit Ausnahme des internationalen Verkehrs zumindest teilweise von der Stadtbahn in den Tiergartentunnel geführt werden. Die Züge erreichen trotzdem den Hauptbahnhof, enden aber Südkreuz statt Ostbahnhof. Das ist für die Fernverkehrsreisenden natürlich eine Belastung und erfordert umfangreiche Information, ermöglicht wahrscheinlich aber einen stabileren Fernverkehr als auf der Stadtbahn. 4. Maximale Fahrgastinformation ist erforderlich. Ein Beispiel: In den letzten Tagen wurden die Fahrgäste in Potsdam und am Ostbahnhof völlig unzureichend informiert, dass es Ergänzungszüge zum RE 1 gibt und auf welchem Gleis diese abfahren. 5. Sollte der Verkehr auf der Stadtbahn so chaotisch verlaufen, wie von uns befürchtet, ist zu prüfen, ob die am Ostbahnhof endenden S-Bahn-Züge nicht wenigstens bis Alexanderplatz verlängert werden können, weil dort ein leistungsfähiges U-Bahn- und Straßenbahnangebot zur Verfügung steht. Die dafür erforderlichen Züge müssen ggf. auf anderen Linien abgezogen werden, z.B. zwischen Olympiastadion und Zoo, wo ein zumutbares paralleles U-Bahn- und Busangebot der BVG zur Verfügung steht (Pressemeldung Berliner Fahrgastverband IGEB e.V., 20.07.09).
Erneut hat es bei einem Rad der S-Bahn-Baureihe 481 einen gefährlichen Schaden gegeben. Nach Informationen der Berliner Zeitung wurde während einer der zusätzlichen Inspektionen, die mit dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) vereinbart worden waren, ein rund fünf Zentimeter langer Radriss entdeckt. Diese Feststellung sei im Juni in einer Werkstatt der S-Bahn Berlin gemacht worden, hieß es. EBA-Sprecher Ralph Fischer bestätigte am Freitag auf Anfrage, dass in der Tat ein „Riss von Format“ entdeckt worden sei, der potenziell überaus gefährlich war. „Das betreffende Rad war bei der Inspektion in erheblichem Ausmaß auffällig geworden“, teilte er mit. Ein Experte sprach davon, dass bei einem solchen Schaden das Unfallrisiko enorm steigt. So hätte sich ein Unglück ereignen können, wenn das S-Bahn-Rad in voller Fahrt plötzlich mit einem …
Die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, hat am 17.07.09 die Vorstandsvorsitzenden bzw. Geschäftsführer von DB Personenverkehr, Ulrich Homburg, der BVG, Andreas Sturmowski, der S-Bahn, Peter Buchner, sowie Arnd Schäfer vom VBB, zu einem Spitzengespräch empfangen. Das heutige Gespräch bildet den Auftakt für regelmäßige Jour Fixe bei der Senatorin, in denen nach Lösungsmöglich-keiten für die aktuelle S-Bahn-Krise gesucht werden soll. Die S-Bahn Berlin GmbH hatte am Donnerstag, den 16.07., einen weiteren Bescheid des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) erhalten, der zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen an den Fahrzeugen der Baureihe 481 vorsieht. Damit steht ab kommendem Montag, den 20.07., nur noch ein Drittel der Fahrzeugflotte des Unternehmens für den Betriebseinsatz zur Verfügung. Dies führt zu einer weiteren erheblichen Reduzierung des S-Bahnverkehrs. So musste die S-Bahn u. a. mitteilen, dass für mehr als zwei Wochen keine S-Bahnen zwischen Zoologischem Garten und Ostbahnhof mehr verkehren werden. Senatorin Junge-Reyer: „Diese weiteren Einschränkungen des S-Bahnverkehrs treffen die Stadt ins Mark. Berlin gilt weltweit als eine der Metropolen mit dem besten ÖPNV-System. Deshalb verlassen sich – in normalen Situationen – so viele Menschen darauf, ohne eigenes Auto jederzeit mobil zu sein. Wegen dieser hohen Akzeptanz von S-, U-Bahnen, Trams und Bussen, trifft es die Berlinerinnen und Berliner jetzt ganz besonders, wenn die S-Bahn in einem solchen Ausmaß ausfällt. Trotz dieser deprimierenden Ausgangssituation konnte ich heute bei einem S-Bahngipfel mit den Verantwortlichen Schritte zur Lösung der Probleme vereinbaren. Die wichtigste Rolle dabei wird die BVG einnehmen. Auf meine Bitte hin wird die BVG weitgehend darauf verzichten, nach Ferienfahrplan zu fahren. Die BVG reagiert außerordentlich flexibel, kundenorientiert und der S-Bahn gegenüber kollegial. Sie wird alle verfügbaren Busse aus den Depots holen und damit die X- und M-Linien verstärken, die durch die S-Bahnausfälle nun besonders gefragt sind. Bei den U-Bahnen wird die BVG das derzeitige Optimum sowohl hinsichtlich der Takte als auch der Zuglängen anbieten. Und selbstverständlich werden auch die jeweiligen Tramlinien verstärkt. Ich möchte hiermit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Unternehmen BVG ausdrücklich für diesen Sondereinsatz zur Urlaubszeit danken. Die S-Bahn GmbH wird die zusätzlichen Verkehrsleistungen direkt bei der BVG und anderen Verkehrsunternehmen bestellen. Dabei wird sie koordinierend unterstützt vom VBB. Die DB AG hat mir versichert, dass die Konzerntochter DB-Regio sowohl mit Zügen, als auch mit Bussen der S-Bahn aushelfen wird. Außerdem werden die Prignitzer Eisenbahn und die Niederbarnimer Eisenbahn der S-Bahn zur Hilfe kommen. Ich gehe davon aus, dass dieses verstärkte Engagement der DB AG dazu führen wird, die Situation zu verbessern. Ein Konzern der weltweit im Geschäft mit der Mobilität führend sein will, sollte in der Lage sein, diese Mobilität in der deutschen Hauptstadt zu gewährleisten.“ Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird von nun an täglich von den Verantwortlichen der Verkehrsunternehmen über die Lage im Berliner ÖPNV informiert. Darüber hinaus wird ab sofort ein Krisenstab aus Vertretern des Verkehrsverbundes und der Verkehrsunternehmen täglich das Angebot überprüfen und anpassen. Nach einer Woche verschärften Notbetriebs, d.h. am 27.7., werden die Verkehrsunternehmen gegenüber der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Bericht erstatten. Nach diesem Resümee wird über das weitere Vorgehen entschieden. Die Positionen Berlins gegenüber der S-Bahn wurden vorab und werden auch zukünftig kontinuierlich mit dem Infrastrukturministerium in Brandenburg abgestimmt. Die Kosten für die Bestellung dieser weiteren Verkehre werden mit den einbehaltenen Geldern aus dem S-Bahnvertrag verrechnet. Eine umfassende Information der Kundinnen und Kunden erfolgt über die Verkehrsunternehmen und den VBB direkt. Die S-Bahn hat versichert, auch unter den verschärften Bedingungen auf dem Ring im 10-Minuten-Takt zu verkehren. Darüber hinaus hat sie garantiert, nahezu vollständig die Strecken ins Umland in einem 20-Minuten-Takt zu bedienen. Der gestern von der S-Bahn vorgestellte Notfahrplan soll in dieser Form bis 10. August 2009 gelten. Danach versicherte die S-Bahn Senatorin Junge-Reyer die sukzessive Aufstockung der Fahrleistung. Die Senatorin für Stadtentwicklung hat sich bei einem Besuch auf Einladung des Betriebsrates im Betriebswerk Schöneweide selber ein Bild von den Arbeitsabläufen bei der S-Bahn gemacht. Junge-Reyer: „ Es hat mich beeindruckt zu sehen, wie ernsthaft und konzentriert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Werkstätten an der Lösung der technischen Herausforderungen arbeiten. Im 3-Schicht-Betrieb wird rund um die Uhr daran gearbeitet, die Bahnen so schnell wie möglich wieder flott zu kriegen. Ich habe den Eindruck, es gibt das sehr ernsthafte Bemühen, die alten Fehler, die das Untenehmen in diese beispiellose Krise gestürzt haben, wieder wett zu machen.“ (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 18.07.09).
Fahrgastinformation: Vom 20.07. bis 21.08.2009 morgens und abends zusätzliche Verbindungen der Heidekrautbahn (NE27) von und nach Gesundbrunnen
17.07.2009
Sehr geehrte Fahrgäste,
zur Entlastung der S-Bahn zwischen Berlin-Karow und dem Bahnhof Gesundbrunnen weitet die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) ihr Verkehrsangebot von und nach Berlin-Gesundbrunnen aus. Vom 20. Juli bis 21. August 2009 fahren morgens und abends von Montag bis Freitag jeweils drei zusätzliche Züge der Heidekrautbahn (NE27) von und nach Berlin-Gesundbrunnen.
Folgende Zusatzverbindungen bietet die NEB ihren Fahrgästen von und nach Berlin-Gesundbrunnen an:
– Abfahrt 6.07 Uhr von Klosterfelde bzw. 6.20 Uhr, 7.27 Uhr und 8.28 Uhr von Basdorf mit Ankunft 6.39 Uhr, 7.47 Uhr und 8.50 Uhr in Gesundbrunnen – Abfahrt 6.45 Uhr, 8.04 Uhr und 8.59 Uhr von Berlin-Gesundbrunnen mit Ankunft 7.04 Uhr, 8.25 Uhr und 9.26 Uhr in Basdorf – Abfahrt 15.27 Uhr, 16.29 Uhr und 17.29 Uhr von Basdorf mit Ankunft 15.47 Uhr, 16.49 Uhr und 17.59 Uhr in Berlin-Gesundbrunnen – Abfahrt 15.58 Uhr, 17.04 Uhr und 18.34 Uhr von Berlin-Gesundbrunnen mit Ankunft 16.26 Uhr, 17.26 Uhr und 18.57 Uhr in Basdorf bzw. 19.08 Uhr in Klosterfelde
Den detaillierten Fahrplan erhalten Sie hier (pdf, 329 KB).
Bitte beachten Sie, dass die Sonderzüge ohne Halt in Berlin-Karow zum Bahnhof Gesundbrunnen verkehren. Neben dem zusätzlichen Verkehrsangebot fährt die Heidekrautbahn (NE27) ohne Einschränkungen zwischen Berlin-Karow – Wensickendorf/ Schmachtenhagen bzw. Klosterfelde/Groß Schönebeck.
Weitere Informationen erhalten Sie an unserem Kundentelefon unter der Rufnummer 030 / 39 60 11-344.
Flughafen Schönefeld, Spandau, Hackescher Markt, Alexanderplatz, Wartenberg: Das sind nur fünf von 19 Bahnhöfen, auf denen der reguläre S-Bahn-Verkehr von Montag an eingestellt wird – voraussichtlich für zweieinhalb Wochen. Auf sieben Abschnitten werden keine S-Bahn-Züge mehr fahren, weil das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) wie vermutet die Sicherheitsauflagen für die Zug-Baureihe 481 verschärft hat. Fahrgäste müssen sich nach Alternativen umschauen. „Wir wollen ihnen so gut es geht helfen“, kündigte Petra Reetz von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) an. Auch die Deutsche Bahn (DB) ist dabei, Ersatzangebote zu organisieren. Doch klar ist: Alle Lücken lassen sich nicht schließen, so der Fahrgastverband IGEB. Und die Reisenden müssen auch im Chaos mit Ticketkontrollen rechnen. „Die Reisenden fangen an, Alternativen zu suchen – und kommen dann zu uns“, sagte Reetz. „Ab Montag werden wir alles, was greifbar ist, zusätzlich …
BERLIN. Die Fahrgäste der S-Bahn Berlin müssen sich von Montag an auf Einschränkungen in einem bislang nicht gekannten Ausmaß gefasst machen. Weil noch mehr Wagen als bisher in die Werkstatt müssen, stellt die S-Bahn den Zugverkehr auf sieben Abschnitten für mindestens zweieinhalb Wochen ein. So lange können unter anderem der Flughafen Schönefeld, der Hauptbahnhof, der Alexanderplatz, Wartenberg und Spandau nicht mehr per S-Bahn erreicht werden. Grund ist, dass das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) die Sicherheitsauflagen für die Bahnen der Baureihe 481 gestern erneut verschärft hat. Nachdem an einem Zug dieses Typs am 1. Mai ein Rad gebrochen war, hat die Aufsichtsbehörde die Prüfintervalle verkürzt. Sie ordnete außerdem an, dass auch die mittleren Achsen der Zwei-Wagen-Einheiten nach einer bestimmten Kilometerzahl aus Sicherheitsgründen auszutauschen sind. Bislang galt dies nur für die ersten …