Die DDR lebt. Zumindest auf der Regionallinie 3 (RE 3) Berlin-Prenzlau-Stralsund der Bahn. Hier fährt noch die ehemals volkseigene Technik. Doch das soll sich bald ändern, wie Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), gestern auf der Regionalkonferenz im Rathaussaal Angermünde ankündigte. Das sogenannte Nord-Süd-Netz mit den Linien RE 3 und RE 5 (Berlin-Neustrelitz-Stralsund) wird neu ausgeschrieben. Und ab Dezember 2014 fordert der VBB dann vom künftigen Betreiber deutlich mehr Qualität: Neue Fahrzeuge, ausgestattet mit Klimaanlagen, Videoüberwachung, mehr Steckdosen, mehr Kapazität, mehr Platz für Fahrräder. Noch steht die Deutsche Bahn Regio AG unter Vertrag, der VBB prüft gemeinsam mit der Deutschen Bahn, ob einzelne Qualitätsverbesserungen bereits zum Fahrplanwechsel 2012 umgesetzt werden können. Doch das ist unwahrscheinlich. Kaum ein gutes Haar wurde gestern am Staatsunternehmen gelassen. „Es ist grob fahrlässig, wie sich die …
Auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Kerstin Kircheis (SPD) nach der Auslastung der Brandenburger und Berliner RE-Linien hat die Brandenburger Landesregierung aktuelle Zahlen vorgelegt (Nr. 5/3101). Demnach sind im Vergleich 2007/2009 die Fahrgastzahlen um zwei Millionen von 30,8 Mio. (2007) auf 32,8 Mio. (2009) gestiegen. Nach Beobachtungen vieler DBV-Mitglieder hat die Fahrgast-Nachfrage sowohl an Wochentagen als auch an Wochenenden deutlich spürbar zugenommen. Leider ist inzwischen die Kapazität häufig komplett ausgelastet; viele Züge sind „überbesetzt“. Ein Sitzplatz auf den Treppenstufen oder ein Stehplatz im Gang ist dann der Normalfall. Dieser Normalfall darf nicht zur Dauer über Jahre werden! Der DBV Berlin/Brandenburg sieht in dem erfreulichen Zuwachs auch die Aufgabe an die Verkehrspolitik in Brandenburg und Berlin, mit einer Ausweitung des Angebotes und Verbesserungen im Komfort zu reagieren. Dazu gehört nicht nur der immer noch fehlende Aufbau von Strecken oder zweiten Gleisen (z. B. Hennigsdorf – Gesundbrunnen oder Basdorf – Gesundbrunnen). Auch eine Taktverdichtung ist an vielen Stellen unumgänglich (z. B. Stundentakt nach Schwerin). Die aus der Fahrradmitnahme am Wochenende entstehenden Probleme (siehe unserer Pressedienst vom 9. Mai 2011) drängen ebenso. Aber auch eine sinnvolle Arbeitsteilung zwischen S-Bahn und Regionalverkehr mahnt der DBV an. Es ist nicht Aufgabe des Regionalverkehrs, im Minutenabstand im „Berliner Speckgürtel“ zu halten (z. B. Potsdam Hbf – Potsdam-Charlottenhof oder Albrechtshof – Seegefeld, Blankenfelde – Dahlewitz, Hennigsdorf – Velten), weil Brandenburg gegen S-Bahn-Verlängerungen ins Umland ist und dafür stattdessen lieber Millionenbeträge für zusätzlichen Parallelverkehr durch Regionalzüge ausgibt. Der DBV Berlin/Brandenburg sieht die Notwendigkeit, für die Hauptstadtregion einen gemeinsamen – länderübergreifenden – Nahverkehrsplan zu erarbeiten (Pressemeldung DBV, 12.05.11).
Brück/Berlin (dpa/bb) – Nach einem Blitzeinschlag gibt es noch bis Montag Behinderungen auf der Bahnstrecke zwischen der Region Berlin-Brandenburg nach Dessau in Sachsen-Anhalt. Im Streckenabschnitt zwischen Brück und Dessau werden die Regionalzüge der Linie 7 durch Busse ersetzt, wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte. In den Stellwerks- und Bahnübergangsanlagen bei Brück (Potsdam-Mittelmark) war ein …
Besonders die Ausfälle bei der S-Bahn, aber auch Einschränkungen bei den Bus- und Straßenbahn-verkehren haben in den letzten Jahren das Bild vom zuverlässigen Berliner öffentlichen Personennah-verkehr beschädigt. Die Qualitäts- und Leistungskennziffern der S-Bahn werden regelmäßig durch den VBB bekannt gegeben. Wie es um die Qualität des gesamten anderen ÖPNV im Land Berlin bestellt ist, kann jeder Interessierte ab sofort detailliert nachlesen. Unter dem Motto „Mehr Transparenz im ÖPNV“ veröffentlicht die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung künftig regelmäßig Daten zur Qualität bei U-Bahn, Straßenbahn, Bus und Fähre. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Jedes Jahr nutzen über 900 Millionen Menschen die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse der BVG. Die BVG leistet so einen zentralen Beitrag für die Mobilität in Berlin. Während der S-Bahn-Krise hat sie sogar noch mehr Fahrgäste transportiert und ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll demonstriert. Da die BVG ein Landesunternehmen ist und aus Landesmitteln finanziert wird, sollen die Berlinerinnen und Berliner erfahren, wofür das Land Berlin sein Geld ausgibt, und was sie als Kunden dafür bekommen. Es geht uns nicht alleine um die Darstellung von Erfolgen; wir wollen objektiv Bericht erstatten und auch aufzeigen, wo Land und Unternehmen noch besser werden können.“ Der Verkehrsvertrag zwischen dem Land Berlin und der BVG beinhaltet Vorgaben zu Leistung und Qualität bei Straßenbahn, U-Bahn und Bus. Um die Einhaltung der Vorgaben zu belegen, werden regelmäßig die erforderlichen Daten erhoben und ausgewertet. Zukünftig sollen diese Daten auch dazu genutzt werden, der Öffentlichkeit ein objektives Bild zum Stand und den Entwicklungen im Berliner ÖPNV zu vermitteln. Bei der Umsetzung des Verkehrsvertrags wird das Land Berlin durch das Center Nahverkehr Berlin unterstützt. Dort werden die von der BVG gelieferten Daten regelmäßig geprüft und ausgewertet. Die daraus entstehenden Qualitätsberichte dienen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung als wichtige Arbeitsgrundlage. Die Jahresberichte des Qualitätscontrollings finden Sie auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung oder auch auf der Homepage des CNB unter www.cnb-online.de. Es ist das Ziel des Senats, den ÖPNV noch attraktiver und noch leistungsfähiger zu machen. Ab dem zum 1. Mai 2011 anstehenden Fahrplanwechsel hat das Land mehr Leistung bei der U-Bahn am Wochenende bestellt. Damit werden nun fast alle U-Bahnlinien sonntags zwischen 12 und 19 Uhr nicht mehr im 10-, sondern im 5-Minutentakt befahren. Senatorin Junge-Reyer: „Gesellschaftlicher Wandel verändert die Mobilitätsansprüche der Berlinerinnen und Berliner. Auf diese Entwicklungen muss auch der ÖPNV reagieren. Bereits in der Vergangenheit haben wir festgestellt, dass sich die Nachfrage im ÖPNV aufgrund veränderter Arbeits- und Ladenöffnungszeiten insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende erhöht hat. Daher hat das Land schon im Jahr 2009 mit zusätzlichen Bestellungen Taktverdichtungen in den Abendstunden und am Samstag ermöglicht. Die Erfolge dieser Anpassungen an die Kundenwünsche sind offensichtlich. Immer weniger Bürgerinnen und Bürger nutzen das Auto, um in die Innenstadt zu kommen. Die Berlinerinnen und Berliner nehmen unser Angebot im Nahverkehr an und steigen um. Mit der nun anstehenden Taktverdichtung am Sonntag gehen wir gezielt auf die Bedürfnisse der Fahrgäste ein, die auch am Sonntag schnell und bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mobil sein wollen. Wir passen die Mobilitätsstruktur der Stadt immer mehr an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger an. Der abnehmende Individualverkehr erhöht die Lebensqualität für diejenigen, die in der Stadt leben und ohne Auto in die Stadt zu kommen wird immer einfacher. Für beide Seiten ist das ein echter Gewinn.“ Von der Taktverdichtung profitieren zudem nicht nur die Fahrgäste, die direkt am U-Bahnnetz wohnen. Da für die meisten Wege die öffentlichen Verkehrsmittel kombiniert genutzt werden, heißt ein dichterer Takt auch kürzere Umsteigezeiten und insgesamt kürzere Reisezeiten. Dies trägt zu einer flächendeckenden Erhöhung der Attraktivität des ÖPNV bei, auch und vor allem im Vergleich mit dem Pkw. Finanziert werden die Taktverdichtungen über Umbestellungen und Verlagerung von wenig oder gar nicht nachgefragten Angeboten, z.B. im Frühverkehr, sowie aus Rückflüssen aus dem BVG-Vertrag. Folgende Linien werden taktverdichtet: U 1; U 2 von Pankow bis Theodor-Heuss-Platz; U 5 von Alexanderplatz bis Kaulsdorf Nord; U 6; U 7; U 8 von Hermannstraße bis Osloer Straße. Die U 9 fährt heute bereits im 5 Minuten-Takt und wird zeitlich angepasst (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 29.04.11).
(Berlin, 19. April 2011) Auch in diesem Jahr ist die Baumblüte in Werder (Havel) ein besonderer Anziehungspunkt für Ausflügler. Der bequemste Weg um das 132. Baumblütenfest vom 30. April bis 8. Mai zu genießen: Das Auto stehen lassen und die Züge des Nahverkehrs in Richtung Werder(Havel) nutzen.
An beiden Wochenenden setzt die DB Regio AG Nordost zusätzliche Züge auf der Strecke zwischen Berlin Ostbahnhof und Werder (Havel) (RE 1) ein. Die zusätzlich eingesetzten Züge verkehren mit Halt in Berlin Alexanderplatz, Berlin Friedrichstraße, Berlin Hauptbahnhof, Berlin Zoologischer Garten und Berlin-Charlottenburg. Die Züge verkehren nicht über Potsdam.
Die Züge der RB 21 Wustermark-Griebnitzsee fahren ab cirka 10 Uhr von Golm direkt nach Werder (Havel) und zurück. Die Verkehrshalte in Potsdam Park Sanssouci, Potsdam Charlottenhof und Potsdam Hbf entfallen.
Die Züge der RB 22 Berlin-Schönefeld Flughafen-Potsdam fahren ab cirka 10 Uhr von Potsdam Pirschheide mit Halt in Potsdam Park Sanssouci nach Werder (Havel) und zurück.
Ticket-Tipp: Werder (Havel) liegt im VBB-Tarifbereich Berlin C beziehungsweise Potsdam C. Es gelten VBB-Fahrscheine der Tarifbereiche Berlin BC und .ABC. Bei VBB-Fahrscheinen Berlin AB wird zusätzlich je ein Anschlussfahrschein für die Hin- und Rückfahrt benötigt.
Reisenden wird empfohlen, die Tickets für die Hin- und Rückfahrt zusammen zu kaufen. Zwar gibt es am Bahnhof Werder (Havel) zusätzliche Kaufmöglichkeiten, doch erfahrungsgemäß erwerben kurz vor der Zugabfahrt viele Reisende noch einen Rückfahrschein.
Auch das günstige Brandenburg-Berlin-Ticket kann montags bis freitags ab 9 Uhr, an den Wochenenden und Feiertagen ohne Zeitbegrenzung für die An- und Abreise genutzt werden.
Mehr Informationen zu den Reisemöglichkeiten und Tarifen sind telefonisch beim Kundendialog DB Regio Nordost unter 0331 235 6881 oder -6882 beziehungsweise online unter www.bahn.de erhältlich.