Am 6. Juni gehört Berlin wieder den Radfahrern: Keine roten Ampeln, die Radler ausbremsen, keine abbiegenden Laster, die einen in Bedrängnis bringen können und zwei Autobahnstücke, die für alles, was motorisiert ist, gesperrt werden – das gibt’s nur einmal pro Jahr, bei der Fahrrad-Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Berlin (ADFC). Die findet am 6. Juni bereits zum 34. Mal statt. In diesem Jahr steht die weltgrößte Fahrraddemonstration unter dem Motto „Radfahren – aber sicher!“. Die Sternfahrt ist nämlich nach dem Versammlungsrecht als Demonstration angemeldet. Ihr Zweck ist, für die Anerkennung des Fahrrades als vollwertiges Verkehrsmittel zu demonstrieren. Sie soll dafür werben, in das umweltfreundliche und gesunde Fortbewegungsmittel Fahrrad zu investieren und eine sichere und komfortable …
Europaradweg R 1: Das Berliner Teilstück verläuft quer durch die Stadt – von der Glienicker Brücke bis kurz vor Erkner. An der Ost-West-Strecke liegen einige der schönsten Landschaften Berlins: der Volkspark Klein-Glienicke, der Wannsee, der Grunewald, der Treptower Park und das Ufer des Großen Müggelsees. Ausbau und Ausschilderung haben 3,6 Millionen Euro gekostet. Berlin-Kopenhagen: Dieser Fernradweg wird als nächster eröffnet. Die Brücke über den Aalemannkanal in Hakenfelde steht vor der Vollendung. Die gut ausgebaute Route bietet eine schnelle, fast autofreie Verbindung vom Schlossplatz in Mitte zum Wedding und nach Spandau – für Touristen, Ausflügler und Berufspendler gleichermaßen interessant. Berlin-Usedom: Auch diese Strecke ist nahezu komplett. Der Abschnitt über die Landesgrenze hinweg nach Röntgental, dessen Ausbau von einem …
Der Plänterwald rauscht leise im Frühlingswind, die Spree plätschert gemächlich gegen den Fähranleger Baumschulenstraße, Enten schnattern. Viel mehr ist nicht zu hören. Eine Idylle, die trotzdem an einer Hauptverkehrsroute liegt: Der Europaradweg R 1 führt mitten hindurch. Seit gestern ist der 68 Kilometer lange Berliner Abschnitt der Strecke, die Calais in Frankreich mit Sankt Petersburg in Russland verbindet, auf ganzer Länge fertig – also ausgebaut und beschildert. Die Ost-West-Trasse ist die längste Strecke im 660 Kilometer langen Berliner Fahrradroutennetz, das Stück für Stück vollendet wird. „2012 soll es fertig sein“, kündigte die Verkehrs-Staatssekretärin Maria Krautzberger (SPD) an. Es wächst und wächst und wächst – das Routennetz, das Radfahrern gut ausgebaute und ausgeschilderte Strecken durch Berlin bahnt. „Es entspricht schon zu mehr als drei Vierteln den Standards. Jetzt folgt der …
(22.4.2010) Fußgängern und Radfahrern fehlt in der Stadt häufig der ausreichende Platz, um sicher und bequem voranzukommen. Besonders auf gemeinsamen Geh- und Radwegen häufen sich die Konflikte: Fußgänger werden von Radfahrern bedrängt und gefährdet, Radfahrer kommen auf den engen Wegen nicht zügig voran und sind besonders an Ein- und Ausfahrten sowie durch rechts abbiegende und kreuzende Autos gefährdet. Die Verdrängung des Radverkehrs auf die Gehwege hat die Entwicklung der beiden nachhaltigsten Fortbewegungsarten massiv behindert: Mit den derzeitigen Bedingungen wird der für das Klima nötige Umstieg vom Auto auf die eigenen Füße und das Fahrrad nicht erreicht!
Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordern Bund, Länder und Kommunen auf, sichere Bedingungen für Radfahrer auf der Fahrbahn zu schaffen. Sinnvolle Maßnahmen sind zum Beispiel die Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auch auf Hauptverkehrsstraßen und die Markierung von Radfahr- und Schutzstreifen auf den Fahrbahnen. Bei innerörtlichen Radwegen auf Gehwegflächen sollte zumindest die Benutzungspflicht aufgehoben und bei Unterschreiten der in den Regelwerken geforderten Breiten müssen die Gehwege wieder den Fußgängern vorbehalten bleiben.
Denn es gibt gute Erfahrungen mit dem Radverkehr auf der Straße. ADFC- Bundesvorsitzender Karsten Hübener sagt: „Hier ist der Radfahrer im Blickfeld der Autofahrer und weniger gefährdet, als wenn er versteckt hinter parkenden Autos oder Büschen unterwegs ist.“ Und für die Fußgänger bleibt der Gehweg, wo besonders Kinder und alte Menschen sich geschützt bewegen können.
ADFC und FUSS e.V. appellieren an Radfahrer und Fußgänger, das eigene Verkehrsverhalten kritisch zu überdenken. Arndt Schwab, der Vorsitzende von FUSS e. V, macht darauf aufmerksam, dass „Radfahrer bereits jetzt in den meisten Straßen für sie sicherer und komfortabler die Fahrbahn anstatt des Gehweges nutzen können. Fußgänger sollten dagegen beim Queren von Radwegen auf den Radverkehr achten.“
Die Verbände sind sich darin einig, dass der Radverkehr nicht auf die Gehwege, sondern weitestgehend auf die Fahrbahnen gehört, um Verkehrssicherheit und Komfort für beide Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
********
Weitere Informationen: FUSS e.V.: „Empfehlungen: Innerörtliche Gehwege und Fahrradnutzung“ http://www.fuss-ev.de/Fussgaenger-und-Radverkehr/Empfehlungen- Inneroertliche-Gehwege-und-Fahrradnutzung.html www.adfc.de/verkehr
Der Text steht unter http://www.fuss-ev.de/download/Fuss-und-Rad-auf-Gehwegen.zip zum Download bereit (Textdatei ohne feste Zeilenumbrüche).
Arvid Krenz ist neuer Fahrradbeauftragter von Berlin
Arvid Krenz ist seit März neuer Radverkehrsbeauftragter Berlins. Der 33-jährige Diplom-Ingenieur für Verkehrsplanung, der an der Technischen Universität Berlin lehrt und forscht, ist Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Berlin. Seit 2000 existiert die ehrenamtliche Stelle des Fahrradbeauftragten bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Zu den Aufgaben von Arvid Krenz gehört es unter anderem, die Planung und Umsetzung der Radverkehrspolitik zu begleiten und als Ansprechpartner für die Radfahrer zu fungieren. Als einen Schwerpunkt sieht er seinen Einsatz für ein durchgängiges Netz von …
Mit dem Fahrrad in die Bahn – es gibt nicht viele Hauptstädte, in denen das so problemlos möglich ist wie in Berlin. Doch je wärmer es nun wird, desto häufiger kommen U- und S-Bahn wieder an den Rand ihrer Kapazität. Reisende beschweren sich, dass sich Radler in ohnehin schon volle Wagen drängen. Darum versuchen die Verkehrsunternehmen und die Verwaltung jetzt, Radfahrern Alternativen schmackhaft zu machen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verzehnfachen die Zahl ihrer Fahrradstellplätze – und mehrere Partner erproben im Zentrum ein neues, sehr einfaches Mietsystem. „Radfahren ist in Mode“, sagt der neue Fahrradbeauftragte Arvid Krenz. „Wir freuen uns, dass die Zuwächse im Radverkehr, die wir seit Jahren verzeichnen, andauern“, erklärt Burkhard Horn, Chefplaner in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Seit 1998 habe die Fahrradnutzung um 50 Prozent zugenommen. Die Möglichkeit, …
Die einen wollen im allmorgendlichen Berufsverkehr endlich die frische Radwegluft gegen das stickige S-Bahn-Abteil tauschen, andere bei einem Wochenendausflug um den Müggelsee die ersten Knospen bestaunen. Wie dem auch sei: Jetzt wird das Fahrrad aus dem Winterschlaf geküsst. Die wichtigsten Tipps zum sicheren Saisonstart. Durch die lange Standzeit im Keller oder in der Garage hat sich in der Regel viel Schmutz und Staub angesammelt. Daher steht erst einmal eine Grundreinigung des Fahrrades an: Hierzu benötigt man etwas Seifenlauge, einen Eimer Wasser sowie einen Schwamm. Zuerst sind Rahmen, Sattel und Lenker zu säubern. Auch die Reflektoren sollten beim Reinigen nicht vergessen werden, nur sauber erfüllen sie ihren Zweck und machen das Rad in der Dunkelheit auch von der …
(Berlin, 16. März 2010) Sie gehören inzwischen schon zum Stadtbild, die rund 6.000 rot-silbernen Mietfahrräder der Deutschen Bahn. Pünktlich zum Frühlingsanfang werden sie ab dem 22. März rund um die Uhr und generalüberholt den Radlern wieder an allen größeren Kreuzungen und Plätzen in den Call a Bike-Städten Berlin, Frankfurt/Main, Stuttgart, München, Karlsruhe und Köln zur Verfügung stehen. An über 50 ICE-Bahnhöfen können die Mieträder der Bahn ebenfalls ausgeliehen werden.
Ein einmaliger Anruf bei der Service-Nr. 07000 5225522* oder die Anmeldung im Internet unter www.callabike.de reicht für die Registrierung. Die Freischaltung erfolgt sofort und die Fahrt ins Büro, zu einem Termin, zur Einkaufstour oder zu einem Ausflug kann starten.
Für die Zeit zwischen Ausleihe und Rückgabe wird ein Mietpreis von 8 Cent pro Minute berechnet, BahnCard-Kunden zahlen nur 6 Cent pro Minute. In beiden Fällen sind als Tageshöchstsatz für 24 Stunden 9 Euro zu zahlen, bei einer wochenweisen Ausleihe beträgt der Mietpreis 36 Euro. Die Abrechnung erfolgt 14-tägig per Kreditkarte oder im Lastschriftverfahren.
Registrierte Call a Bike-Kunden können die Mietfahrräder an jedem Call a Bike-Standort in Deutschland in Anspruch nehmen. Dies gilt auch für das StadtRAD in Hamburg, das seit dem Start im Sommer 2009 bereits von mehr als 33.000 StadtRAD-Kunden genutzt wird.
„Seit wir im Jahr 2001 in München mit unserem Mietrad-Angebot gestartet sind, erhöhen sich unsere Kundenzahlen jährlich im zweistelligen Bereich. Dies ist für uns ein Zeichen, dass sich unser umweltfreundliches, unkompliziertes und preisgünstiges Angebot für die Anschlussmobilität nach wie vor einer ständig wachsenden Beliebtheit erfreut“, so Rolf Lübke, Geschäftsführer der für Call a Bike verantwortlichen Bahntochter DB Rent GmbH.
Weitere Informationen zu Call a Bike, dem Mietradsystem der Bahn, sowie die vollständige Liste der ICE-Bahnhöfe mit Call a Bike-Stationen gibt es im Internet unter www.callabike.de oder beim Kundenservice unter der oben genannten Service-Nummer.
(*Preise aus dem dt. Festnetz Mo – Fr 9-18 Uhr 12,6 ct/Minute, Nebenzeit 6,3 ct/Minute; inkl. Mwst., Tarif bei Mobilfunk ggf. abweichend)
Das neue Radtourenprogramm des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Berlin ist da. Auf 112 Seiten werden fast 650 Tages- und 23 Mehrtagestouren angeboten. Für jede Kondition ist etwas dabei. Neu sind kurze Kieztouren. Die Broschüre gibt es kostenlos in den …
Der Fahrradverkehr in Berlin hat im vergangenen Jahr weiter zugenommen – aber nicht überall. In Mitte ist die Zahl der Radler deutlich gestiegen. Dagegen ging sie in Charlottenburg und in Außenbezirken zurück. Das geht aus dem Jahresbericht über die Fahrradverkehrs-Pegelzählungen hervor, den die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gestern veröffentlicht hat. Die Gesamteinschätzung für 2009 „bestätigt den Trend der vergangenen Jahre“, teilte die Verkehrs-Staatssekretärin Maria Krautzberger (SPD) mit. „Wir gehen davon aus, dass der Fahrradverkehr in Berlin weiterhin zunehmen wird“, berichtete Wolfgang Grafenhorst von der Verkehrslenkung Berlin (VLB). Acht Zählstellen für den Fahrradverkehr gibt es in Berlin. Dort wird mit Strichlisten erfasst, wie viele Radfahrer montags bis freitags jeweils von 7 und 19 Uhr unterwegs sind. Der Pegelpunkt Mitte, an der Ecke Karl-Liebknecht- und …