Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) gibt heute den Startschuss für einen „ausführlichen Planungs- und Diskussionsprozess zur Nachnutzung des Flughafens Tegel“ und lädt zu einer ersten Standortkonferenz auf den Flughafen ein. Mit Fachleuten wie dem Flughafenarchitekten Meinhard von Gerkan und Erik Schweitzer, dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK), sollen Ideen für die Nachnutzung diskutiert werden. Denn nicht nur für den City-Airport Tempelhof, sondern auch für Tegel sind die Tage gezählt. Sechs Monate nach der am 1. November 2011 geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BBI in Schönefeld wird der Flughafen im Norden Berlins geschlossen. Um sich nicht wie im Fall von Tempelhof dem Vorwurf aussetzen zu müssen, die Nachnutzungsdebatte verschleppt zu haben, will Junge-Reyer jetzt rechtzeitig …
Ab Dezember fahren Expressbusse vom Bahnhof Südkreuz bis zum Flughafen Schönefeld. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln brauchen Reisende bislang knapp eine halbe Stunde bis zum Airport. Mit den neue Bussen soll das deutlich schneller gehen. Die Fahrzeit der Busse nämlich soll bei nur 15 bis 17 Minuten liegen, so Tobias Heinemann, Regionalleiter der Stadtverkehrssparte der Deutschen Bahn. Derzeit benötigen Reisende mindestens eine halbe Stunde, um mit S- oder U-Bahn sowie BVG-Linienbus aus der Innenstadt nach Schönefeld zu gelangen. Dort sind dann allerdings noch fünf Minuten Fußweg bis zum Terminal zusätzlich einzuplanen. Der Schönefeld-Airport-Express fährt dagegen ohne Zwischenstopp über die neue Autobahn A 113 bis direkt vor den Eingang des Terminals A. Gefahren werden soll im 20-Minuten-Takt in der Zeit von 5 Uhr (erste Abfahrt in Südkreuz) bis 23.20 Uhr (letzte Abfahrt in Schönefeld). Die Einzelfahrt kostet 6 Euro. Im Preis enthalten ist ein normaler Fahrschein des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) für die Tarifzonen …
Die aktuellen Planungen sehen für das neue Gewerbegebiet „Business Park Berlin“ im Ortsteil Bohnsdorf (laut Eigenwerbung der Berliner Flughafen GmbH das größte Gewerbegebiet Berlins) keinen ausreichenden Bahn- und Busanschluss vor. 6.000 Arbeitsplätze sollen hier entstehen. Alleine die Pkw-Fahrten in und aus dem Gewerbegebiet sollen nach jetziger Prognose etwa 14.000 pro Tag betragen. Wie hoch der Schwerlastverkehr sein kann, wurde dagegen trotz mehrfacher Nachfrage aus dem Publikum auf einer Bürgerversammlung in Bohnsdorf verschwiegen. Der Bahnkunden-Verband kritisert, dass eine gute Verkehrschließung des größten Gewerbegebietes in Berlin noch möglich wäre; stattdessen wird ohne Not auf die Berücksichtigung öffentlicher Verkehrsmittel verzichtet. Nach Auskunft des Planers auf der Veranstaltung rechtfertigen 6.000 Arbeitsplätze einen S-Bahn-Anschluss nicht. Vom Bezirksamtes wird darauf verwiesen, dass er für die Erschließung mit Bahn und Bus nicht zuständig wäre. Nach Meinung des Bahnkunden-Verbandes ist der Bezirk sehr wohl zuständig, denn er könnte eine solche Erschließung zumindest in seinen Planungen mit berücksichtigen und vom Senat einfordern. Der Bahnkunden-Verband hatte in seinem Verkehrskonzept vom 24. Juni 2008 zum Schienenanschluss des Flughafens BBI vorgeschlagen, die S-Bahn-Strecke sinnvollerweise durch das Gewerbegebiet zu führen und hier auch einen Halt vorzusehen. Die Weiterführung der S-Bahn zum Flughafen und ein Halt im Gewerbegebiet bringt für alle Vorteile: kurze Fahrzeiten zum Flughafen, geringere Kosten bei der Bestellung der Zugleistungen (nach unserer Schätzung 1,5 Mio. € statt 4 Mio. €), zusätzliche Erschließung des Gewerbegebietes, bessere Auslastung der Züge. Der Senat von Berlin beschliesst schöne Luftreinhaltepläne und verabschiedet strenge Umweltauflagen. Hier aber, wo die Möglichkeit besteht, nachhaltige Verkehrspolitik im Sinne einer umweltverträglichen Verkehrspolitik zu betreiben, werden diese heren Ziele plötzlich außer Acht gelassen. Das Konzept des Bahnkunden-Verbandes zur Verkehrserschließung ist abrufbar im Internet: www.bahnkunden.de, Rubrik Presseinformationen, Information vom 24. Juni 2008 (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 25.09.08).
Die aktuellen Planungen sehen für das neue Gewerbegebiet „Business Park Berlin“ im Ortsteil Bohnsdorf (laut Eigenwerbung der Berliner Flughafen GmbH das größte Gewerbegebiet Berlins) keinen ausreichenden Bahn- und Busanschluss vor. 6.000 Arbeitsplätze sollen hier entstehen. Alleine die Pkw-Fahrten in und aus dem Gewerbegebiet sollen nach jetziger Prognose etwa 14.000 pro Tag betragen. Wie hoch der Schwerlastverkehr sein kann, wurde dagegen trotz mehrfacher Nachfrage aus dem Publikum auf einer Bürgerversammlung in Bohnsdorf verschwiegen. Der Bahnkunden-Verband kritisert, dass eine gute Verkehrschließung des größten Gewerbegebietes in Berlin noch möglich wäre; stattdessen wird ohne Not auf die Berücksichtigung öffentlicher Verkehrsmittel verzichtet. Nach Auskunft des Planers auf der Veranstaltung rechtfertigen 6.000 Arbeitsplätze einen S-Bahn-Anschluss nicht. Vom Bezirksamtes wird darauf verwiesen, dass er für die Erschließung mit Bahn und Bus nicht zuständig wäre. Nach Meinung des Bahnkunden-Verbandes ist der Bezirk sehr wohl zuständig, denn er könnte eine solche Erschließung zumindest in seinen Planungen mit berücksichtigen und vom Senat einfordern. Der Bahnkunden-Verband hatte in seinem Verkehrskonzept vom 24. Juni 2008 zum Schienenanschluss des Flughafens BBI vorgeschlagen, die S-Bahn-Strecke sinnvollerweise durch das Gewerbegebiet zu führen und hier auch einen Halt vorzusehen. Die Weiterführung der S-Bahn zum Flughafen und ein Halt im Gewerbegebiet bringt für alle Vorteile: kurze Fahrzeiten zum Flughafen, geringere Kosten bei der Bestellung der Zugleistungen (nach unserer Schätzung 1,5 Mio. € statt 4 Mio. €), zusätzliche Erschließung des Gewerbegebietes, bessere Auslastung der Züge. Der Senat von Berlin beschliesst schöne Luftreinhaltepläne und verabschiedet strenge Umweltauflagen. Hier aber, wo die Möglichkeit besteht, nachhaltige Verkehrspolitik im Sinne einer umweltverträglichen Verkehrspolitik zu betreiben, werden diese heren Ziele plötzlich außer Acht gelassen. Das Konzept des Bahnkunden-Verbandes zur Verkehrserschließung ist abrufbar im Internet: www.bahnkunden.de, Rubrik Presseinformationen, Information vom 24. Juni 2008 (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 25.09.08).
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) hat den Ausbau eines Terminals auf dem Flughafen Tegel verteidigt. Die dafür geplanten acht Millionen Euro seien gut eingesetztes Geld, antwortete der Politiker auf eine parlamentarische Anfrage. Bis zu der im Herbst 2011 geplanten Eröffnung des Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) müsse der Airport Tegel gegebenenfalls bedarfsgerecht ausgebaut werden. Dann erst werde er den Vereinbarungen …
Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass die geplante östliche Bahnanbindung des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) rechtzeitig zum Start des BBI am 1. November 2011 fertiggestellt wird. Ende Juli hatte Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) dagegen verkündet, dass sich die Ostanbindung, also die Verbindung mit der Görlitzer Bahn, verzögern wird. Grund: Die für den Bau erforderliche Baugenehmigung wird erst für nächstes statt wie geplant für dieses Jahr erwartet. Zudem sei mit Klagen von Naturschützern und Anwohner gegen die Trasse, die durch einen Wald führen soll, zu rechnen. Probleme gibt es für die Bahn aber auch mit der noch wichtigeren Westanbindung. Bereits seit Monaten steht fest, der geplante Wiederaufbau der Dresdner Bahn ist bis zur BBI-Eröffnung nicht zu schaffen. Die Folge: Die von allen Beteiligten geforderte Schnellbahnverbindung von …
Heute vor 50 Jahren wurde die DDR-Fluglinie als GmbH gegründet. Eine kleine Erinnerung.
Ob Warnas Goldstrand, Budapests Brücken oder Warschaus Kulturpalast – wer Visum und Flugschein in der Tasche hatte, den brachte Interflug hin. Vor genau 50 Jahren wurde das Unternehmen gegründet. Es wurde knapp 33 Jahre alt. Wer Pilot sein wollte, musste nicht nur gut ausgebildet sein, sondern auch „mit beiden Beinen fest auf sozialistischem Boden stehen“. Erster Chef der Fluggesellschaft war denn auch Arthur Pieck, Sohn des ersten Präsidenten der DDR. Letzter Präsident der Interflug war dagegen Andreas Kramer, heute Airbus-Chefverkäufer für die ehemaligen GUS-Staaten. Offiziell gegründet wurde das Unternehmen als Bedarfs-Fluggesellschaft. Am 1. September 1963 übernahm diese alle Rechte und Pflichten der Deutschen Lufthansa der DDR. Es war eine Zwangslösung, denn die Deutsche Lufthansa West hatte vor Gerichten durchgesetzt, dass …
Trogbauwerke für Westanbindung entstehen / Baufreiheit auch für die Verlängerung der S-Bahn zwischen Schönefeld und dem BBI-Bahnhof
(Berlin, 10. September 2008) Die ersten 217 Meter des Betontroges, in dem künftig der Flughafen-Express zum neuen BBI-Bahnhof fahren wird, ist bei Mahlow zwischen der B 96a und dem Eisenbahn-Außenring bereits erkennbar. Eine stählerne Spundwand rahmt die Baugrube, der Bodenaushub hat begonnen. Insgesamt 2,5 Kilometer Trogbauwerke, drei Eisenbahn- sowie vier Straßenbrücken entstehen für die westliche Anbindung der Fern- und S-Bahngleise an den BBI-Bahnhof zwischen dem Berliner Eisenbahn-Außenring und dem Flughafentunnel.
„Wir liegen mit unseren Arbeiten gut im Plan“, sagt Matthias Hudaff, Leiter des Großprojektes der DB-ProjektBau GmbH. Im November letzten Jahres wurden die Bauaufträge für die westliche Schienenanbindung vergeben. Zunächst musste im Bereich des Eisenbahn-Außenringes, aus dem die Fernbahngleise sowie die S-Bahnstrecke ausfädeln, Baufreiheit geschaffen werden. Auf zwei Kilometern Länge wurden Gleise für die Umfahrung der Baustelle neu gebaut. Zwischen Waßmannsdorf und dem Bahnhof Schönefeld wurden zudem zwei Gleise der ehemals vier Gleise abgebaut, um Platz für die künftige S-Bahntrasse zu schaffen. Jetzt entstehen die Betontröge für die Gleise Richtung Flughafentunnel. Dazu muss unter anderem der Verkehr auf der B 96a zwischen Waßmannsdorf und Mahlow im Bereich der Baustelle für einige Monate auf einer Umfahrung um die entstehenden Baugruben herumgeführt werden.
Auch im Bereich des Flughafens kommen die Arbeiten voran. Bereits im April 2007 wurde das erste Teilstück des Bahntunnels unter dem Flughafen bei Selchow fertig gestellt, ein weiterer, 408 Meter langen Teil im Bereich des Flughafenbahnhofs ist seit Ende Juli im Rohbau fertig. Alle weiteren Tunnelabschnitte unter dem künftigen Flugfeld sind im Bau.
„Die Infrastruktur zur Anbindung des BBI-Bahnhofs wird am 30. Oktober 2011 stehen“, sagt Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der DBAG für Berlin. „Bei der Ostanbindung ist das wegen des noch nicht abgeschlossenen Planfeststellungsverfahrens eine echte Herausforderung, aber wenn alle Beteiligten mitziehen, ist auch hier die rechtzeitige Anbindung des neuen Flughafens zu schaffen.“
Die Schienenanbindung und der Flughafenbahnhof sind zentrale Bestandteile des neuen Flughafens Berlin Brandenburg International. Es entstehen 15 Kilometer neue Strecke für den Fern- und Regionalverkehr sowie eine acht Kilometer lange neue S-Bahnstrecke. Die Kosten betragen 636 Millionen Euro.
Nach zehn Jahren Unterbrechung gibt es wieder eine Nonstopp-Flugverbindung zwischen den Partnerstädten Peking und Berlin. Heute soll kurz nach 18 Uhr erstmals eine Maschine der Hainan Airlines in Tegel landen. Der Botschafter der Volksrepublik China, Ma Canrong, und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wollen die Passagiere des Erstflugs HU 489 feierlich begrüßen. Um 20.20 Uhr soll der Airbus A 330-200 erstmals von …
Wenn 2012 der Großflughafen BBI öffnet, soll der Flugbetrieb in Tegel eingestellt werden. Die Nachnutzung ist noch völlig offen. Am 1. Oktober sollen Fachleute darüber beraten, wofür sich das Gebäude eignet. Und der Architekt des markanten, sechseckigen Bauwerks hat dabei ein Mitspracherecht. Soll 2012 geschlossen werden: der Flughafen Tegel Mit der Eröffnung des Großflughafens BBI soll 2012 auch der Flughafen Tegel geschlossen werden. Was dann aus dem – gemessen an den Passagierzahlen von 13,3 Millionen im Jahr 2007 – viertgrößten deutschen Flughafen werden soll, ist bislang noch völlig offen. Zumindest für die Nachnutzung des Flughafengebäudes kündigt Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) gegenüber Morgenpost Online nun eine Standortkonferenz für den 1. Oktober an. „Wir wollen mit Fachleuten darüber beraten, wofür sich das Gebäude sonst noch eigenen könnte“, so die Senatorin. Bei der weiteren Nutzung des Gebäudes wird Architekt Meinhard von Gerkan ein gewichtiges Wort mitreden können, da das Urheberrecht besagt, dass bauliche Veränderungen mit ihm abgestimmt werden müssen.