http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12301028/61299/ City-Sprinter-der-Personennahverkehrsgesellschaft-haelt-kuenftig-auch-an.html KYRITZ – Vielfach hatten Fahrgäste der Kyritzer Stadtlinie 701 den Wunsch geäußert, dass der Bus auch an den drei Einkaufsmärkten an der Pritzwalker Straße halten soll. Nun kommt die Ostprig-nitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft dem Wunsch nach und bietet dort ab dem 10. April einen zusätzlichen Halt an. Der „City-Sprinter“ hält dann auf dem Parkplatz des Hagebaumarktes. Außer dem Baumarkt befinden sich auf dem Gelände noch Einkaufsmärkte von Aldi und Edeka. Die Erweiterung der Stadtlinie geht zeitlich einher mit geplanten Bauarbeiten in der Kyritzer Graf-von-der-Schulenburg-Straße, die eine geänderte Linienführung nach sich ziehen. Ab dem 10. April fährt deshalb der Bus stadteinwärts nur noch …
Kategorie: Bus
Bus: Start in die Echtzeit Digitale Anzeigetafeln zeigen nach Ostern reale Abfahrtszeiten von Bus und Bahn, aus MAZ
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12295035/61299/Digitale-Anzeigetafeln-zeigen-nach-Ostern-reale-Abfahrtszeiten-von.html NEURUPPIN – Für die Busfahrer der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) läuft bereits alles nach Plan. Während der Fahrt wird ihnen exakt angezeigt, ob sie dem Fahrplan voraus sind oder Verspätung haben. Seit dem vergangenen Herbst sind die Busse mit moderner Technik ausgestattet, die die Fahrzeuge auf den Punkt genau ortet – eine wesentliche Arbeitserleichterung für die Fahrer. Bald sollen davon auch die Fahrgäste profitieren: Vor wenigen Monaten wurden an den Bahnhöfen in Neuruppin, Kyritz und Wittstock digitale Anzeigetafeln aufgestellt. Auf diesen soll künftig abzulesen sein, in wie vielen Minuten genau der nächste Bus oder die nächste Regionalbahn fahren. „Das System läuft schon im Hintergrund, aber noch nicht …
Fernbus + Bus: Berliner Senat will Debatte über Bus-Maut, Der Zentrale Omnibusbahnhof ZOB in Berlin-Charlottenburg ist alles andere als ein Glanzstück. Stadtentwicklungssenator Müller will das Areal am Funkturm jetzt erweitern und modernisieren. Die Finanzierung könnte mit einer Maut für Reisebusse gestemmt werden., aus Berliner Morgenpost
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1927002/Berliner-Senat-will-Debatte-ueber-Bus-Maut.html Meike Haase wundert sich. Die 41-Jährige ist gerade mit Mann und Sohn am Zentralen Berliner Omnibusbahnhof (ZOB) am Messedamm in Charlottenburg aus dem Bus gestiegen. „Für eine Hauptstadt wie Berlin ist der Bahnhof ganz schön kümmerlich“, findet sie. „Unübersichtlich, grau und unmodern“ sei die Anlage im Vergleich zu dem Busbahnhof in Hamburg, an dem sie vor dreieinhalb Stunden ihre Reise angetreten habe. Die Mängel des Busbahnhofs sind unbestritten. Die Betreibergesellschaft und das Land Berlin suchen schon seit Jahren nach einem tragfähigen Sanierungskonzept. Um den längst überfälligen Umbau des ZOB zu finanzieren, könnten die Busreiseveranstalter nun in Form einer Jahres- oder Monatsvignette eine Maut für die Nutzung der öffentlichen Straßen in Berlin zahlen. Das schlägt der Betreiber des Omnibusbahnhofs, die IOB GmbH (eine Tochtergesellschaft der landeseigenen Berliner Verkehrsbetriebe), vor. Die Idee hat es immerhin in eine Vorlage der …
Bus + Flughäfen: Am 3. Juni eröffnet der neue Hauptstadtflughafen in Schönefeld. Mit dem damit verbundene Aus für den Flughafen Tegel in Berlin wird auch die Schnellbuslinie TXL eingestellt., aus Berliner Zeitung
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/buslinie-txl-der-sprinter-gibt-auf,10809148,11872676.html
Anna Haag vertreibt sich das Warten an der Bushaltestelle am Berliner Alexanderplatz mit einer Zigarette. Die Frau aus Wien stützt sich auf ihren Koffer und blickt den eintreffenden Linienbussen entgegen. „Wie praktisch: Ich fahre mit dem Bus bis zum Flughafen Tegel, und in Wien geht es vom Flughafen mit dem Bus direkt vor meine Haustür“, erzählt die 63-Jährige. Für Fahrgäste wie Anna Haag war der TXL-Bus gedacht: für Flugreisende mit Anbindung zur Stadt oder zum Terminal.
Die Tage des Gelenkbusses sind allerdings gezählt. Mit der Schließung des Flughafens Tegel und der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld am 3. Juni wird die Linie eingestellt und streckenweise durch eine neue ersetzt. Nach 13 Jahren verschwindet der TXL vom Linienplan. Damit geht eine Ära zu Ende, nicht zuletzt deshalb, weil der TXL-Bus als …
Bus + Flughäfen: Am 3. Juni eröffnet der neue Hauptstadtflughafen in Schönefeld. Mit dem damit verbundene Aus für den Flughafen Tegel in Berlin wird auch die Schnellbuslinie TXL eingestellt., aus Berliner Zeitung
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/buslinie-txl-der-sprinter-gibt-auf,10809148,11872676.html Anna Haag vertreibt sich das Warten an der Bushaltestelle am Berliner Alexanderplatz mit einer Zigarette. Die Frau aus Wien stützt sich auf ihren Koffer und blickt den eintreffenden Linienbussen entgegen. „Wie praktisch: Ich fahre mit dem Bus bis zum Flughafen Tegel, und in Wien geht es vom Flughafen mit dem Bus direkt vor meine Haustür“, erzählt die 63-Jährige. Für Fahrgäste wie Anna Haag war der TXL-Bus gedacht: für Flugreisende mit Anbindung zur Stadt oder zum Terminal. Die Tage des Gelenkbusses sind allerdings gezählt. Mit der Schließung des Flughafens Tegel und der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld am 3. Juni wird die Linie eingestellt und streckenweise durch eine neue ersetzt. Nach 13 Jahren verschwindet der TXL vom Linienplan. Damit geht eine Ära zu Ende, nicht zuletzt deshalb, weil der TXL-Bus als …
Flughäfen + Bus: Für 24 Cent nach Berlin, Busunternehmen aus Posen bietet BER-Fahrten an. Polnische Regierung investiert in Regionalairports, aus PNN
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/628826/ Kaum wird der neue Flughafen Berlin-Brandenburg am 3. Juni eröffnet sein, nimmt der Warschauer Flughafen Modlin zur Fußball-EM Euro 2012 den Betrieb auf. Charter und Billigflieger sollen das Flugfeld im Norden der polnischen Hauptstadt benutzen, denn der Flughafen Warzawa-Okecie unweit des Stadtzentrums ist zu klein geworden. Die Konkurrenz aus Berlin-Brandenburg fürchtet man in Modlin nicht. „Für uns bedeutet der BER keine Gefahr“, sagt der Vizepräsident des neuen Flughafens, Marcin Danil. „Der BER schafft vielmehr neue Möglichkeiten“, sagt Danil, der von Verbindungen Warschau-Modlin über Berlin nach Fernost träumt. Auch im Warschauer Transportministerium gibt man sich unbeeindruckt. Soeben hat das Ministerium seine neue Liste der bis 2015 geplanten Investitionen in die …
Bus: Die Buslinie 100 verbindet die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt und ist deshalb längst selbst eine Touristenattraktion. Doch nicht allein die Route macht den Hunderter spannend. Es sind auch seine Passagiere, aus Die Welt
http://www.welt.de/print/wams/reise/article13901965/Berlin-durchs-Fenster.html „Vor Gott“, hat Theodor Fontane einmal geschrieben, „sind eigentlich alle Menschen Berliner.“ Im Linienbus 100 zwischen Alex und Zoo kommt es einem vor, als seien eigentlich alle Menschen Touristen. Lea zum Beispiel. Sie sitzt im Oberdeck ganz vorn und hält einen dampfenden Kaffeebecher in der linken Hand. Der kleine Finger ist abgespreizt. Mit der rechten drückt sie ihre Kamera an die Scheibe und fotografiert runter auf die Straße. Alexanderplatz/Memhardstraße. „Das da, das isch der Fernsehturm“, flüstert ihr Corinna zu. Corinna war schon oft in Berlin. Sie kennt sich hier aus. Beide kommen aus Stuttgart und sind für das Wochenende in der Stadt. Ihr Vater habe ihr vor Jahren mal verraten, dass man für nur 2,30 Euro mit dem Hunderter eine passable …
Obus + Straßenbahn: Brandenburg: Planungssicherheit für Straßenbahnen und O-Busse
http://www.lok-report.de/news/news_woche_freitag.html Verkehrsminister Jörg Vogelsänger will mit der Novellierung des ÖPNV-Gesetzes eine gesonderte jährliche Pauschalzuweisung ab 2014 in Höhe von fünf Millionen Euro an die Aufgabenträger für Straßenbahnen und O-Busse ausweisen. Weiterhin soll auch der neue Landesnahverkehrsplan 2013 – 2017 verabschiedet werden. Vogelsänger äußerte sich anlässlich der Tagung „Umwelt und Elektromobilität am Beispiel der Stadt Cottbus“, zu der der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) heute in die Lausitzstadt geladen hat. Für die Förderung der Straßenbahnen hat das Brandenburger Verkehrsministe-rium in den Jahren 2006 bis 2010 im Schnitt 4,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das bisherige System der beim Land zu beantragenden Einzelförderungen wird durch eine aufwands- und erfolgsbasierte Pauschalzuweisung an die zuständigen Aufgabenträger abgelöst. Mit rund fünf Millionen Euro jährlich soll die Unterstützung trotz knapper Kassen nach Vogelsängers Worten über das neue ÖPNV-Gesetz des Landes verstetigt werden. Vogelsänger: „Wir wollen ein bedarfsgerechtes ÖPNV-Angebot in unserem Land sicherstellen. Mit Blick auf die Zapfsäulen überlegt sich mancher neu, auf die öffentlichen Nahverkehrsangebote umzusteigen. Busse und Straßenbahnen sind darüber hinaus Verkehrsmittel mit guter Umweltbilanz – auch deshalb müssen wir alles dafür tun, damit diese Angebote angenommen werden. Wir müssen uns allerdings darauf einstellen, dass die Mittel für den Nahverkehr in den kommenden Jahren nicht steigen. Mit den pauschalen Finanzzuweisungen für den ÖPNV, die jetzt durch die Zuweisungen für Straßenbahnen und O-Busse ergänzt wird, versetzen wir die Landkreise und kreisfreien Städte besser in die Lage, ihren Bus- und Straßenbahnverkehr mit allen verfügbaren öffentlichen Mitteln effizienter zu planen und umzusetzen.“ Verkehrsfachleute aus Wissenschaft, Verbänden, Kommunen und Ländern dis-kutieren in Cottbus über Elektromobilität als Instrument der Stadtentwicklung. So wird der Frage nachgegangen, welche Rolle Straßenbahnen im Rahmen von Elektromobilitätskonzepten spielen können. Straßenbahnen fahren im Land in Brandenburg an der Havel, Cottbus, Frankfurt (Oder), Potsdam. Die Strausberger Eisenbahn verkehrt im Landkreis Märkisch-Oderland, die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn ist ebenfalls in Märkisch-Oderland sowie im Landkreis Oder-Spree unterwegs. Die Woltersdorfer Straßenbahn hat ihr Netz in Oder-Spree. O-Busse rollen durch die Barnimer Kreisstadt Eberswald. • Förderung Straßenbahnen (Aufgabenträger 2006 – 2010) Brandenburg a.d. H. 0,03 Mio. Euro Cottbus 0,42 Mio. Euro Frankfurt (Oder) 0,60 Mio. Euro Potsdam 2,90 Mio. Euro MOL (Strausberger Eisenbahn) 0,08 Mio. Euro LOS/MOL (Schöneiche/Rüdersdorf) 0,48 Mio. Euro LOS (Woltersdorfer Straßenbahn) 0,09 Mio. Euro Gesamt 4,60 Mio. Euro • Verteilungsmodell Infrastruktur (Verteilungsschlüssel ohne Berücksichtigung O-Bus Infrastruktur und Leistung; Fahrgäste nur zu 50 Prozent; Gleislänge 30 Prozent; Leistung 30 Prozent; Fahrgäste 40 Prozent) Brandenburg 628.948 Cottbus 880.510 Frankfurt (O.) 872.877 Potsdam 1.955.570 Barnim 91.170 Märkisch-Oderland 287.718 Oder-Spree 283.207 Summe 5.000.000 Endgültige Zahlen für 2014 erst nach Vorlage Daten 2012 möglich (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 02.03.12).
Fernbus: Bundestag: Anhörung zur Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs
http://www.lok-report.de/news/news_woche_donnerstag.html Die geplante Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs findet weitgehende Zustimmung. Dies wurde am Mittwoch deutlich bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, in dem es vor allem um einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur „Änderung personenbeförderungsrechtlicher Vorschriften“ (17/8233) ging. Danach sollen die bisherigen Beschränkungen im Fernbuslinienverkehr weitgehend aufgehoben werden. Weder gegenüber den Eisenbahn noch gegenüber anderen Fernbuslinienverkehren soll es einen Konkurrenzschutz geben. Allerdings soll die Beförderung von Personen zwischen zwei Haltestellen mit einem Abstand von weniger als 50 Kilometern unzulässig sein. Damit soll der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) geschützt werden. Mit dem Gesetzentwurf will die Regierung zudem auch den Marktzugang für den ÖPNV neu regeln. Grundlage der Anhörung war auch ein gemeinsamer Gesetzentwurf der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen (17/7046), der ebenfalls eine Öffnung des Omnibusfernlinienverkehrs vorsieht, sowie ein Antrag (17/7487) der Linksfraktion mit der Forderung, die Pläne für eine vollständige Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs aufzugeben. Patrick Thiele, Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), unterstützt eine Öffnung des Marktes für Buslinienfernverkehr. Die derzeitigen Beschränkungen würden das letzte Relikt der Verkehrsmarktregulierung aus den 1930er Jahren darstellen. Busunternehmen sollten nach seiner Meinung die gleichen Rechte wie Fluggesellschaften haben. Auch im Flugverkehr würden Verbindungen nicht wegen möglicher Auswirkungen auf den Schienenverkehr geändert. Da Fernbusse zur Erreichung akzeptabler Reisezeiten nur wenige Haltestellen unterwegs haben würden, dürften sich die befürchteten Verlagerungen von Schienenpersonenverkehr auf den Bussen in engen Grenzen halten, betonte er. Um den Wettbewerb langfristig zu sichern, sei eine Betriebsvielfalt anzustreben. Mittelständische Unternehmen müssten reelle Chancen für ein Markteintritt erhalten. Die Reform sollte deshalb nicht darauf hinauslaufen, dass der Fernbusmarkt unter wenigen Großanbietern aufgeteilt werde, heißt es in seiner Stellungnahme. Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Landkreistag bewerteten in einer gemeinsamen schriftlichen Stellungnahme die Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs als „im Grundsatz akzeptabel“. Dies gelte jedoch nur, wenn sich keine Konkurrenz zu den mit kommunalen Haushaltsmitteln finanzierten Nahverkehrsangebot auf der Straße und der Schiene ergebe. Für Christiane Leonard vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen schafft der Regierungsentwurf „verlässliche Bedingungen“. Fernbusse seien in der Regel mindestens um ein Drittel günstiger als die Bahn. Damit sei der Fernbus das Verkehrsmittel für preissensible Bevölkerungsgruppen. Die Nachfrage nach einem Niedrigpreisangebot im Fernverkehr in Deutschland existiere, wie auch zahlreiche Mitfahrzentralen zeigen würden. Hierdurch würden gerade einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen eine gute Mobililitätsalternative erhalten. Untersuchungen zeigten, dass der Buslinienfernverkehr seine Fahrgäste vor allem vom Pkw-Verkehr und von den Mitfahrzentralen sowie von den so genannten Grauverkehren (ungenehmigte Linienverkehre mit Kleinbussen, insbesondere durch osteuropäische „Unternehmen“), gewinnen würde. Deshalb sei eine Abwanderung der Fahrgäste von der Schiene auf den Bus nicht im nennenswerten Umfang zu befürchten, betonte sie in ihrer Stellungnahme. Die vom Gesetzentwurf der SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Erwägung gezogene Busmaut lehnte der Verband „entschieden“. Damit würde der gesamte Reisebusmarkt in eine Schieflage geraten, die nahezu alle rund 4.500 privaten Busunternehmen in Deutschland in ihrer Existenz bedrohe, sagte Leonard. Auch Holger Krawinkel, Verbraucherzentrale Bundesverband, begrüßte die Liberalisierung des Fernbusverkehrs. Die Sorge, dass das Angebot im Eisenbahnverkehr dadurch nachhaltig Schaden nehmen würde, teilte der Verband nicht. Die Potenziale dieses Marktes sollten im Interesse der Verbraucher erschlossen werden. Das so entstehende Konkurrenzverhältnis von Bahn und Fernbus sei für beide Seiten produktiv. Bahn und Bus hätten unterschiedliche Stärken und wendeten sich daher an unterschiedliche Kundengruppen: Die Bahn biete mehr Komfort und gute Arbeitsmöglichkeiten während der Fahrt und sie sei meist schneller – aber sie habe ihren Preis. Der Fernbus hingegen sei durch das Staurisiko in Pünktlichkeit und Reisegeschwindigkeit eingeschränkt, er sei aber deutlich preiswerter. Dieter Gauf vom Internationalen Bustouristik Verband hielt die vorgesehene Erleichterung des Genehmigungsverfahrens für den Fernlinienverkehr aus sozialen, umweltpolitischen und wirtschaftlichen Gründen für sinnvoll und notwendig. Diese Öffnung dürfe jedoch keinesfalls mit einer Maut verknüpft werden. Auch Jan Werner vom Verkehrsclub Deutschland begrüßte die vorgesehene Deregulierung des Fernbusverkehrs, da dadurch insbesondere aus dem Bereich des motorisierten Individualverkehrs neue Kundengruppen erschlossen würden. Er kritisierte in seiner Stellungnahme jedoch, dass im Regierungsentwurf „regulierende Vorgaben“ fehlten. So sei es zum Beispiel möglich, dass der Bahnverkehr in maßvoller Weise geschützt werde. Für Alexander Kirchner von Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft darf die beabsichtigte Liberalisierung des Linienfernbusverkehrs keine negativen Auswirkungen auf den Eisenbahnpersonenverkehr haben. Im Sinne der dringend gebotenen ökologischen Verkehrswende müsse sichergestellt werden, dass das flächendeckende Eisenbahnverkehrsangebot durch Zubringerleistungen im Fernbusbereich geschützt und nicht durch konkurrierende Leistungen gefährdet werde (Pressemeldung Bundestag, 01.03.12).
Fernbus: Zu viele Plätze leer im Bus Weil das Geld für Marketing fehlt, muss ein Busanbieter im Fernverkehr aufgeben. Ein Verbraucherverband hat Vorschläge, wie das Angebot attraktiver werden kann., aus taz
http://www.taz.de/Bahnkonkurrent-macht-Pleite/!88594/
BERLIN taz | Das Potsdamer Fernbusunternehmen Autobahnexpress ist pleite. Ab März bleiben alle Busse stehen. Das Unternehmen bietet einen Linienbetrieb mit Fernbussen an und verkehrt vor allem zwischen Potsdam, Leipzig, Dresden und Göttingen.
Dem Unternehmen fiel es schwer, sich am Markt zu etablieren: Es saßen oft nur vier oder fünf Passagiere in den Bussen, obwohl das Unternehmen deutlich günstiger als die Bahn ist. Möglicher Grund: Das Unternehmen ist einfach vielen möglichen Kunden unbekannt geblieben.
Für eine Marketingkampagne habe letztlich das Geld gefehlt, sagte Autobahnexpress-Geschäftsführer Philip Cramer der taz. Auch gesetzliche Regelungen, die den Fernbusverkehr benachteiligten, sowie die geringe Bereitschaft der Bahn, mit Fernbusbetreibern zusammenzuarbeiten, hätten zum Fehlschlag geführt.
Schattendasein in Deutschland
Autobahnexpress war seit Herbst …