Nach der Inbetriebnahme des neuen Ringbahnsteiges ging es in den vergangenen Wochen mit dem Rückbau des alten S-Bahnringbahnsteigs Schlag auf Schlag voran. Die letzten Brückenteile wurden ausgebaut, nun steht der Abbruch der Unterbauten an. Der Abbruch der zwischen den Gleisen befindlichen Wandscheiben sollte ursprünglich in den Nächten vom 19. bis 22. Oktober erfolgen. Trotz der zwischenzeitlich errichteten Lärmschutzwand, die die Baulärmsituation am Ostkreuz nachweislich verbessert, hat die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz diese Arbeiten in der Nachtzeit nicht genehmigt. Um insbesondere den Zeitplan für die Inbetriebnahme der direkten Treppenverbindungen vom Ringbahnsteig zu den beiden Stadtbahn-steigen einhalten zu können, muss nunmehr leider ab Donnerstag, 22.10.2009, 11 Uhr bis zum Sonnabend, 24.10.2009, 7 Uhr Pendelbetrieb auf der …
Mit dem Geld aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung werden derzeit an den Bahnhöfen Alexanderplatz und Friedrichstraße bis April 2010 die Fahrtreppen der S- und Regional-Bahnsteige ausgetauscht. Beide Bahnhöfe bekommen auch neue …
Im Bauablauf waren nach Angaben eines Bahnsprechers solche Einschränkungen des Betriebs nicht vorgesehen. Um im Zeitplan bleiben zu können, müssten die für die Nacht nicht erlaubten Arbeiten jetzt am Tag erfolgen. Dabei habe die Bahn von der Stadtentwicklungsverwaltung, die den Verkehr bei der S-Bahn bestellt, vorher noch die Vorgabe erhalten, möglichst ohne Betriebseinschränkungen zu bauen. Auch die Aufstellung einer Lärmschutzwand habe die Senatsumweltverwaltung nicht umgestimmt. Anwohner hätten auf Kosten der Bahn in Hotels ausweichen können. Fahrgäste müssen nun entweder länger auf eine Bahn warten, umsteigen oder als Ersatz mit Bussen fahren. Dafür bietet die S-Bahn heute und am Sonntag zu den Fußballspielen von Hertha BSC im Olympiastadion zusätzliche Fahrten an. Bei der BVG wird die U-Bahn-Linie U 3 von …
Was Kritiker vorausgesagt haben, belegt jetzt eine Studie: Das 2006 mit einem Milliardenaufwand verwirklichte neue Bahnkonzept, dessen Herz der Hauptbahnhof mit dem Nord-Süd-Tunnel bildet, hat dazu geführt, dass mehr als 65 Prozent der Berliner mehr Zeit benötigen, um einen Fernzug zu erreichen. Nur 35 Prozent profitieren vom neuen Konzept und sind seit der Eröffnung des Hauptbahnhofs und der Stationen Gesundbrunnen und Südkreuz schneller am Zug. Nachteilig ausgewirkt hat sich hier, dass die Bahn seit der Inbetriebnahme des Hauptbahnhofs keine Fernzüge mehr im Bahnhof Zoo halten lässt. Der Stadtökonom Gabriel M. Ahlfeldt von der renommierten London School of Economics and Political Science hat in einem unabhängigen Forschungsprojekt für das gesamte Berliner Stadtgebiet die durchschnittliche Fahrzeit zu den Zügen des Fernverkehrs berechnet. Vor allem die Bewohner aus dem Südwesten der Stadt müssen demnach …
(Berlin, 2. Oktober 2009) In einem feierlichen Rahmen wurden heute die neuen Bahnsteige in Seelow-Gusow offiziell eingeweiht. Ulrich Schultheiß, Leiter des Regionalnetzes Ostbrandenburg der DB Netz AG, machte deutlich: „Für diesen zweiten Bauabschnitt haben wir über 12 Millionen Euro investiert, davon allein 3,6 Millionen Euro in den Bahnhofsumbau hier in Gusow. Die Modernisierung der Ostbahn ist ein gutes Beispiel für das Engagement der Bahn in der Region.“
Dirk Gellrich, Leiter Bahnhofsmanagement Frankfurt (Oder) der DB Station und Service AG ergänzte: „Die beiden Bahnsteige sind nach dem Brandenburger Modell angeordnet. Reisende brauchen jetzt keine Gleise mehr zu überqueren, um zum Zug zu kommen. Das ist sicher und bequem.“
Dafür mußte in Gusow eine neue Überleitweiche zwischen den Bahnsteigen eingebaut werden. Diese, wie auch die übrige Leit- und Signaltechnik auf den Bahnhöfen Gusow, Werbig und Seelow (Mark), wird nun vom elektronischen Zentralstellwerk in Küstrin-Kietz gesteuert.
Der Bahnhof Gusow ist vollständig behindertengerecht. Die Wege zu den Bahnsteigen sind nun gepflastert, ein Wegeleitsystem wurde eingerichtet. Die Bahnsteige erhielten neue Lampen. Für Güterzüge auf der Ostbahn steht in Gusow ein drittes, 600 Meter langes Gleis zum Überholen und Begegnen zur Verfügung. Auf den Bahnhöfen Seelow und Werbig wurden Schienen und Weichen teilweise ausgewechselt. Im Bahnhof Seelow können die Regionalzüge in Richtung Werbig dadurch schneller ein- und ausfahren.
Mit dem zweiten Bauabschnitt wurde – nach Abschluss der Planungen im Sommer 2008 – noch im Herbst desselben Jahres begonnen. Spektakulär war das Setzen der Signalmaste mit einem Hubschrauber im Juni dieses Jahres. Die Bahnhöfe Küstrin-Kietz und Gorgast wurden bereits im ersten Bauabschnitt ausgerüstet. Im dritten Bauabschnitt verbleibt noch die Gleislageänderung im Bahnhof Rehfelde und die Ausrüstung der Bahnhöfe Rehfelde, Müncheberg und Trebnitz mit elektronischen Stellwerken einschließlich moderner Bahnübergangstechnik.
Das gesamte Bauvorhaben auf der Ostbahn sieht die Erneuerung der Eisenbahninfrastruktur zwischen Berlin und Küstrin-Kietz einschließlich der Bahnhofsumgestaltungen für über 40 Millionen Euro vor.
Beide Kanten des künftigen Regionalbahnsteigs auf dem Ring dienen jetzt dem S-Bahnverkehr. Denn der bisherige Ringbahnsteig F wird abgerissen. Dadurch sind die Umsteigebeziehungen zwischen der Ringbahn und den Zügen in Richtung Innenstadt, Lichtenberg oder Erkner länger geworden. Die Fahrgäste laufen außen um den Bahnhof durch den überdachten Gang und nehmen die provisorische Fußgängerbrücke. Rund acht Minuten sind für den sicheren Umweg einzuplanen. Etwa zwei Monate dauert diese Bauphase an, ab November werden die Umsteigewege kürzer, da dann ein direkter …
Schicke Schuhe, ein funkelndes Kristall-Armband oder neue Hosen – wie jeden Sonntag kauften auch gestern viele Berliner und Touristen in den Geschäften des Hauptbahnhofs ein. Verbotenerweise, muss man wohl sagen. Denn viele Geschäftsleute, die hier jeden Sonntag von acht bis 22 Uhr ihre Ware anbieten, verstoßen gegen das Ladenöffnungsgesetz. Diese Auffassung teilen jedenfalls die Senatsverwaltung für Gesundheit, das Lagetsi (Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit), die Gewerkschaft Verdi und der Handelsverband Berlin-Brandenburg. Da viele Läden keine Waren des klassischen Reisebedarfs führen, könnten sie sich nicht auf eine Ausnahmeregel berufen. Für sie gelte dasselbe wie für alle anderen Geschäfte in der Stadt: An zehn Sonntagen im Jahr dürfen sie ihre Ware verkaufen. An allen anderen Sonntagen …
S-Bahn-Chaos in Berlin: Worte der Entschuldigung reichen nicht mehr aus, es müssen endlich Taten folgen
Es ist kein Ende des S-Bahn-Chaos absehbar. Deshalb wiederholt der DBV-Landesverband mit Nachdruck seine Forderung, dass an allen Stellen, wo eine Entlastung durch zusätzliche Halte geschaffen werden kann, diese auch kurzfristig eingelegt werden müssen. Dies betrifft insbesondere die vom DBV geforderten Halte der Fernzüge auf der Berliner Stadtbahn am Bahnhof Zoologischer Garten und der ICE-Züge, die alle zwei Stunden am Bahnhof Spandau ohne Halt durchfahren.
Es ist unverständlich, warum die Fernzüge am Bahnhof Zoo und am Bahnhof Spandau nach wie vor nicht halten. Beide Bahnhöfe sind wichtige Knotenpunkte im Berliner Nahverkehrsnetz und würden eine wichtige Entlastung für die Fernverkehrskunden bieten, die dann die ohnehin schon überlasteten Ersatzverkehre nicht benutzen müssten.
Derzeit herrscht in Berlin ein verkehrlicher Ausnahmezustand, wie ihn die Stadt noch nie gesehen hat. Die DB AG hält stoisch an ihrer Weigerung fest, durch die zusätzlichen Halte eine Entlastung zumindest für viele Fernverkehrskunden herbeizuführen. Durch die Halte am Bahnhof Zoo und in Spandau würde vielen Kunden die Möglichkeit gegeben werden, bereits hier alternative Fahrtmöglichkeiten zu nutzen – mit der U-Bahn oder den einer der zahlreichen Buslinien.
Eine sachliche Begründung hat die DB AG für ihre Weigerung bisher nicht geliefert. Hat der Konzern die Tragweite des Destasters noch nicht erkannt?
Das schwarze Telefon hat einiges hinter sich: die DDR, die Wende, die Wiedervereinigung. Wählscheiben wurden entwickelt, dann kamen Tasten und später die Handys. Egal – im Aufsichtsgebäude auf dem Bahnsteig F des Ostkreuzes wird wie seit eh und je telefoniert: erst eine von fünf altweißen Tasten drücken, dann an der Seite die Kurbel drehen und den schweren Hörer in die Hand nehmen. „So nehmen wir mit dem Fahrdienstleiter Kontakt auf. Funktioniert tadellos“, sagt S-Bahner Jens Uhlig. Doch heute wird der altertümliche Apparat, der in Filmen über Spionage im Kalten Krieg nicht auffallen würde, nach mehreren Jahrzehnten seinen letzten Einsatztag erleben. Denn gegen 22 Uhr soll an dem 1903 eröffneten Ringbahnsteig zum letzten Mal eine S-Bahn halten. Im November wird er abgerissen. Ein weiteres Stück des alten Ostkreuzes verschwindet. Wer weiß, vielleicht findet das Telefon ja in irgendeiner S-Bahner-Wohnung einen …
(Berlin, 4. September 2009) Am Sonntag, 6. September, veranstaltet die Deutsche Bahn AG, ihre Pächter und Partner im Bahnhof Frankfurt (Oder) ein Bahnhofsfest.
Von 10 bis 18 Uhr warten rund um und im Bahnhof vielfältige Aktionen auf die Besucher. Neben einem bunten Kinderprogramm, Pendelfahrten zur Oderbrücke und zum Containerterminal, einer Fahrzeugausstellung und Draisinenfahrten steht auch die Besichtigung einer Wärmebildkamera der Bundespolizei auf dem Programm. Um 16 Uhr startet die große Multimedia Weltreise-Buch-Show mit kanadischer live Musik.
Eisenbahnfans können das Eisenbahnmuseum besuchen und sich historische Stellwerkstechnik vorführen lassen. Eine Hüpfburg, ein Zugsimulator und Bobbytrain und musikalische Umrahmung runden das Fest ab. Zum Ende der Veranstaltung findet um 17.30 Uhr eine Fahrradversteigerung statt.
Außerdem fährt ein historischer Dampfsonderzug des Vereins Traditionszug Berlin e.V. von Berlin nach Frankfurt (Oder) und zurück. Der Zug startet um 10.01 Uhr ab Berlin Ostbahnhof, hält in Erkner (10.28 Uhr) und Fürstenwalde (10.51 Uhr) bevor er um 11.22 Uhr in Frankfurt (Oder) ankommt. Zurück geht es ab Frankfurt (Oder) um 16.40 Uhr. Fahrkarten gibt es in den Bahnhofsbuchhandlungen in den Bahnhöfen Berlin Alexanderplatz, Berlin Friedrichstraße, Berlin-Schöneweide, Berlin Südkreuz und Frankfurt (Oder) beziehungsweise im Zug. Sie sind für 10 Euro pro Person erhältlich.