Jugendlicher in Neukölln lebensgefährlich verletzt / Polizei warnt davor, sich selbst zu gefährden
Von Jörn Hasselmann
In Hamburg starb ein 52-jähriger Mann, der sich couragiert randalierenden Jungendlichen in der S-Bahn entgegengestellt hatte; in Berlin schwebt ein junger Mann durch einen Messerstich in Lebensgefahr: Daniel P. und sein Bruder Patrick hatten am Montagabend im M 46 Bus in Neukölln eine Gruppe von Jugendlichen gebeten, die Musik leiser zu machen. Es gab einen Streit, die jugendlichen Randalierer flüchteten. Die Brüder, die zu dieser Zeit noch in Begleitung ihrer Eltern waren, stiegen später aus dem Bus aus. Wenig später trafen sie alleine vor einer Videothek am Britzer Damm in Neukölln mit der von der Polizei als türkisch-arabisch beschriebenen Gruppe zusammen. Nach Angaben der Opfer zog einer der Männer ein …
Deutliches Aufatmen in Potsdam, Wilhelmshorst und Michendorf war Ende September 2006 zu vernehmen, als bekannt wurde, dass die Pläne zur Streichung der Regionalbahn-Linie 33 von Wannsee nach Michendorf angeblich vom Tisch sei. Die Kommunen und betroffenen Fahrgäste sollten sich jedoch nicht zu früh freuen. Der Bahnkunden-Verband Potsdam-Mittelmark macht darauf aufmerksam, dass ab 10. Dezember 2006 ein Fahrplan gelte, der mit einer ungünstigen Fahrplanlage eine Abbestellung womöglich im nächsten Jahr wahrscheinlich mache. Dazu Karsten M|ller, Vorsitzender des Regionalverbandes: „Mit Befremden nehmen wir den ab 10. Dezember 2006 gültigen Fahrplan zur Kenntnis. Die Regionalbahn fährt 10 Minuten nach dem RE 7 in Wannsee los, trödelt hinter dem RE hinterher, lässt die wichtigen Halte Medienstadt Babelsberg, Potsdam-Rehbrücke und Wilhelmshorst aus und ist 8 Minuten nach dem RE 7 in Michendorf. Das riecht für uns nach einer ‚provozierten‘ Abbestellung.“ Die gravierenden Mängel sind nach Ansicht des DBV Potsdam-Mittelmark: 1. Die fehlende Vertaktung der Abfahrtszeiten. Von Betriebsbeginn bis mittags fahren die Regionalbahnen von Wannsee bis Michendorf ohne Halt in Medienstadt Babelsberg, Rehbrücke und Wilhelmshorst durch. Ab mittags ist es umgekehrt. Stadtauswdrts wird überall gehalten, dafür von Michendorf in Richtung Wannsee nicht mehr. 2.Die Wendezeit in Beelitz ist mit zwei Minuten extrem kurz. Verspätungen können dann nicht ausgeglichen werden. Somit gerät das ganze Angebot zwischen Wannsee und Michendorf zur Makulatur. Wenn beispielsweise der RE 7 nur drei oder vier Minuten Verspätung hat, fährt die Linie RB 33 den ganzen Tag über unpünktlich. 3. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten sind nicht merkbar. Die ausgelassenen Halte in Medienstadt, Rehbrücke und Wilhelmshorst vormittags von Wannsee nach Michendorf und nachmittags stadteinwärts widersprechen der leichten Merkbarkeit. Sie bringen im übrigen auch überhaupt keinen Fahrzeitgewinn. Nach Ansicht des DBV-Regionalverbandes Potsdam-Mittelmark wird durch den ab 10. Dezember 2006 gültigen Fahrplan die Abbestellung der Zugleistungen zwischen Wannsee und Beelitz nur um ein weiteres Jahr hinausgezögert. Karsten Müller: „Bleibt der Fahrplan so, sehen wir das Aus im Dezember 2007 mit der Begründung kommen, dass kaum jemand mit den Zügen fährt. Wir fordern daher die Landesregierung und den Verkehrsverbund auf, schnellstmöglich einen fahrgastfreundlichen Fahrplan zu erarbeiten.“ (Pressemeldung Bahnkunden-Verband Potsdam-Mittelmark, 25.10.06).
Potsdam – Die Deutsche Bahn hat sich Investitionen in das brandenburgische Schienennetz gespart. Das hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) registriert. „Seit drei Jahren, seitdem die Bahn das Thema Börsengang ernsthaft vorbereitet, werden Infrastruktur und Service in der Region schlechter“, sagte VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz dem Tagesspiegel. Regionalstrecken seien vernachlässigt, Personal an den Bahnhöfen sei eingespart worden, wirft Franz der Bahn vor. Teilweise gebe es noch nicht einmal mehr Lautsprecher, um die Kunden zum Beispiel über Verspätungen zu informieren. Einen Börsengang der Bahn inklusive des Schienennetzes und der Personenbahnhöfe lehnt der VBB-Chef deshalb ab. „Netz und Betrieb müssen getrennt werden“, sagte Franz. Konkret kritisierte der VBB-Geschäftsführer, dass sich der Ausbau der Schienenstrecken nach …
Berlin / Schönefeld Die ganz große Buddelei für den neuen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld beginnt erst im nächsten Jahr. Doch bereitsjetzt schon werden riesige Erdmassen auf dem künftigen Flughafengelände bewegt. Für die westliche Tunneleinfahrt in den geplanten unterirdischen Bahnhof für Fern- und Regionalverkehr sowie die S-Bahn wurde bereits die Grube ausgehoben. Das riesige Bauloch ist elf Meter tief, 90 Meter lang und 23 Meter breit. Der Bau des Bahnhofs und die Schienenanbindung kosten 636 Millionen Euro. Je 30 Millionen Euro tragen die Länder Berlin und Brandenburg, den Rest der Bund. Per Zug soll der neue Zentralflughafen vom Berliner Hauptbahnhof aus in 20 Minuten erreichbar sein. An Vorbereitungs- und Bauarbeiten stehen für dieser Jahr außerdem …
LA VIE EN ROSE / Ein musikalisches Chanson- & Jazz-Programm
(Berlin, 24. Oktober 2006) Zum sechsten Mal lädt die S-Bahn Berlin GmbH am 27. Oktober zur Jazzwerkstatt nach Schöneweide ein. Die ungewöhnliche Spielstätte zwischen Zügen, Transportkränen und Radsätzen ist inzwischen zu einer festen Institution geworden und nirgendwo sonst können die Gäste mit einem historischen Zug fast bis an die Bühne vorfahren.
Nachdem im letzten Jahr André Hermlin und das Swing Dance Orchestra sein Publikum begeisterte, überrascht diesmal Marianne Rosenberg mit einem musikalischen Seitensprung. Sie präsentiert ein Programm zwischen Jazz und Chanson, das den Titel eines der berühmtesten und beliebtesten Titel von Edith Piaf trägt „LA VIE EN ROSE“. Jazzfreunde und Bahnfans werden mit diesem Konzert gleichermaßen angesprochen und auch die Konzerthalle ist mit ihren 800 Plätzen eine Rarität.
Unter den deutschsprachigen Sängerinnen der siebziger Jahre war Marianne Rosenberg die Erfolgreichste. Mit 15 Jahren wurde die gebürtige Berlinerin bei einem Nachwuchswettbewerb entdeckt und landete gleich mit ihrer ersten Single „Mr. Paul McCartney“ einen Hit. 1971 folgen das erste Album „Fremder Mann“ und regelmäßige TV-Auftritte. Mitte der 70er Jahre wurden die großen Hits „Er gehört zu mir“, „Ich bin wie Du“ und „Marleen“ veröffentlicht. Allein zwischen 1971 und 1980 veröffentlicht Marianne Rosenberg 17 Alben.
Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr). Die Karten kosten 26 Euro und sind an allen S-Bahn-Verkaufsstellen erhältlich. Im Vorprogramm tritt die Band „Monily und die Papierflieger“ (Songs in der Schwebe) auf. Die S-Bahn-Hauptwerkstatt befindet sich am Adlergestell in der Nähe des S-Bahnhof Betriebsbahnhof Schöneweide. Es sind keine Parkplätze vorhanden.
Weitere Informationen:
* www.s-bahn-berlin.de und * am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 297 43333
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Kommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin Verantwortlich für den Inhalt: Oliver Schumacher
Tiergarten- und Flughafentunnel Tegel werden in den kommenden Nächten von 21 bis 5 Uhr gesperrt. Der erst vor sieben Monaten eröffnete Tiergartentunnel wird gereinigt, Unfallschäden werden repariert und die Technik kontrolliert. „Besonderen Verschleiß gibt es nicht“, heißt es. Ähnliche Arbeiten würden zugleich in Tegel erledigt – obwohl der Autobahntunnel wegen einer Generalsanierung ab November ohnehin für 18 Monate gesperrt werden soll. Während der genaue Termin dafür noch nicht feststeht, sollen die aktuellen Arbeiten bis …
Senatszuschuss sinkt / Planer bereiten neue Fahrplanstreichungen vor
Peter Neumann
Noch hat Berlin eines der besten Nahverkehrsnetze der Welt. Doch dieser Ruf könnte in absehbarer Zeit leiden. 2008 soll der jährliche Zuschuss, den der Senat den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) überweist, auf 250 Millionen Euro sinken. Damit muss das Landesunternehmen pro Jahr auf rund 60 Millionen Euro verzichten. „Dann wird es sehr schwierig, das jetzige Verkehrsangebot aufrechtzuerhalten“, sagte Andreas Sturmowski, Vorstandsvorsitzender der BVG, der Berliner Zeitung. Dem Vernehmen nach gibt es in der BVG bereits erste Planspiele, wo das Angebot für die Fahrgäste beschränkt werden könnte. Zwei Ideen: reduzierte Fahrpläne sowie die Streichung von Linien. Mit dem Karlsruher Urteil zur Haushaltsnotlage Berlins hat die Zuschusskürzung nichts zu tun. Sie ist schon seit langem vorgesehen – als Teil der …
Historie Eröffnet 1882 als Stralau-Rummelsburg war der 1933 in Ostkreuz umbenannte Bahnhof stets ein stark frequentierter Umsteigepunkt. Bis 1903 wurden sechs Bahnsteige gebaut, 1923/24 kam eine Fußgängerbrücke hinzu. 1928 begann auch in Ostkreuz der elektrifizierte S-Bahn-Verkehr.
Modernisierung des Umsteige-Bahnhofs soll im Frühjahr 2007 beginnen und zehn Jahre dauern Von Andrea Puppe und Thomas Fülling
Die Tage des maroden Bahnhofs Ostkreuz scheinen – mal wieder – gezählt. Wie das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) gestern bestätigte, steht die mehrfach verschobene Genehmigung der Pläne für den Umbau des in die Jahre gekommenen S-Bahn-Drehkreuzes unmittelbar bevor. „Es ist beabsichtigt, den Planfeststellungsbeschluss für das Ostkreuz in der nächsten Woche zu veröffentlichen“, so EBA-Sprecherin Bettina Baader. Nach Ablauf einer einmonatigen Offenlegungsphase könnten dann durch die Deutsche Bahn AG (DB) die notwendigen Ausschreibungen für das Projekt erfolgen. Die Bahn will 411 Millionen Euro in die Modernisierung von Bahnhof und Gleisanlagen investieren. Das Ostkreuz gehört seit jeher zu den am stärksten frequentierten Bahnhöfen im S-Bahn-Netz von Berlin. Bis zu 140 000 Menschen steigen dort täglich in die Züge ein oder aus. Für viele Fahrgäste eine beschwerliche Angelegenheit: Die Treppen sind steil und …
Verkehrsbetrieb Vip prüft Straßenbahnverbindung von Potsdam nach Schönefeld / Mehrere Varianten
PEER STRAUBE
“ Stellen Sie sich doch mal vor, Sie steigen am Platz der Einheit ein und in Schönefeld wieder aus.“ Was Martin Weis, Chef des Potsdamer Verkehrsbetriebs (Vip), da schwärmerisch als Vision in den Raum stellt, könnte in fünf Jahren bereits Wirklichkeit sein – eine Regional-Straßenbahn, die als Hochgeschwindigkeitsbahn Reisende binnen einer Stunde von der Potsdamer Innenstadt zum Flughafen bringt. Als einer der Schwerpunkte sei die Anbindung Potsdams an den künftigen Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Insek) bereits formuliert, sagte Weis. Flugs nahm der Vip-Chef den Ball auf und ließ sich jetzt vom Aufsichtsrat des Verkehrsbetriebs grünes Licht für …