Senat beschließt Masterplan Brücken 2025 bis 2040, aus Senat

24.03.2026

https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung.1655594.php

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage von Ute Bonde, Senatorin für #Mobilität, #Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, den #Masterplan #Brücken 2025 bis 2040 beschlossen.
Senatorin Ute Bonde: „Berlin ist eine Stadt der Brücken. Sie verbinden nicht nur Straßen, Flüsse und Schienen, sondern auch Menschen, Stadtteile und Lebensräume. Brücken sind unverzichtbar für Mobilität, Wirtschaft und Tourismus – und prägen das Stadtbild durch Ingenieurbaukunst und Identität. Ziel des Masterplans Brücken ist es, die #Brückeninfrastruktur der Hauptstadt langfristig zu sichern, zu modernisieren und #zukunftsfähig aufzustellen.“
Berlin ist auf ein leistungsfähiges #Infrastrukturnetz und insbesondere auf sichere Brücken angewiesen. In der Zuständigkeit des Landes Berlin befinden sich aktuell 1.047 #Brückenbauwerke. Diese bilden das Rückgrat der #Verkehrsinfrastruktur und gewährleisten Mobilität für alle Verkehrsarten: vom Auto- und Schwerlastverkehr über den Rad- und Fußverkehr bis hin zum öffentlichen Nahverkehr.

Ein erheblicher Teil dieser Infrastruktur ist in die Jahre gekommen. Viele Brücken sind über 100 Jahre alt, zahlreiche Bauwerke sind den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Die aktuellen Zustandsbewertungen zeigen deutlich den Handlungsbedarf: Nur 19 Prozent der Brücken befinden sich in einem guten oder sehr guten Zustand. Der übrige Teil bedarf turnusmäßiger Erhaltungsmaßnahmen oder eines Ersatzneubaus. Die Folgen sind bereits heute spürbar: durch Lastbeschränkungen, Sperrungen und Verkehrseinschränkungen.

Die Sicherheit der Brückenbauwerke kann nur durch eine kontinuierliche und systematische Bauwerkskontrolle verbunden mit konsequenten und priorisierten Maßnahmen der Bauwerksunterhaltung gewährleistet werden. Gleichzeitig dauern Planungs- und Genehmigungsverfahren im Infrastrukturbereich derzeit im Durchschnitt mindestens zehn Jahre. Die Bauzeit einzelner Projekte erstreckt sich über mehrere Jahre und untergliedert sich in Teilprojekte mit verschiedenen Zuständigkeiten. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Vor diesem Hintergrund hat der Berliner Senat den Masterplan Brücken 2025 bis 2040 beschlossen. Dieser markiert einen grundlegenden Strategiewechsel in der Brückenbaupolitik und setzt auf Priorisierung durch systematischen und nachhaltigen Abbau des Instandsetzungsrückstaus, #Beschleunigung durch #Verkürzung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, #Digitalisierung durch Nutzung digitaler Instrumente im #Bauwerksmanagement sowie Nachhaltigkeit durch Sicherstellung von Sicherheit, Dauerhaftigkeit und Funktionsfähigkeit der Infrastruktur. Ziel ist es, die Berliner Brückeninfrastruktur zukunftsfähig aufzustellen und damit Mobilität, Wirtschaftskraft und Lebensqualität in der Stadt zu sichern.

Grundlage des Masterplans ist eine umfassende #Bestandsanalyse der Berliner Brückenbauwerke mit Stand 06/2025. Daraus wird die Notwendigkeit von rund 175 #Ersatzneubauten und 125 größeren #Instandsetzungsmaßnahmen in den kommenden 15 Jahren abgeleitet. Die Investitionskosten für Ersatzneubauten und Erhaltungsmaßnahmen werden auf insgesamt rund 1,84 Milliarden Euro geschätzt. Bereits mit dem Doppelhaushalt 2026/2027 wurde das Investitionsvolumen für den Brückenbau angepasst. Mit der laufenden Fortschreibung der Investitionsplanung bis 2030 sollen die erforderlichen Mittel für die notwendigen Brückenbaumaßnahmen bereitgestellt werden. Hierbei sollen die bestehenden Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Fördermitteln der EU und des Bundes genutzt, ausgebaut und durch öffentlich-private Partnerschaftsmodelle ergänzt werden.

Weitere Informationen zum Masterplan Brücken unter folgendem Link.