Unterstellung historischer Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots Belziger Straße in Schöneberg, aus Senat

27.02.2026

  1. Trifft es zu, dass auf dem Gelände des ehemaligen #Straßenbahndepots #Belziger Straße in #Schöneberg in jüngster Zeit mutmaßlich #historische #Polizei- und #Feuerwehrfahrzeuge untergestellt wurden, wenn ja, welche und aus welchen Gründen? Wie lange ist die Unterstellungsdauer vorgesehen?

Zu 1.:

Im ehemaligen Straßenbahndepot werden derzeit Fahrzeuge der historischen #Sammlung des Feuerwehrmuseums der Berliner Feuerwehr untergestellt. Die Unterbringung unterliegt derzeit keiner Frist.

Bitte erläutern, in welchem Umfang dort – jenseits der regulären #Sicherstellung von Fahrzeugen durch die #Polizei in Halle 3 – bereits (historische) Fahrzeuge dorthin verbracht worden sind und welche noch folgen sollen.

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Zu 2.:

Es wurden insgesamt 30 Fahrzeuge, 15 #Kutschen und 9 Anhänger der historischen Sammlung der Berliner Feuerwehr im Depot untergebracht. Der Umzug ist abgeschlossen.

  • Sollen auch weitere (historische) Gegenstände aus der #polizeihistorischen Sammlung oder dem Berliner Feuerwehrmuseum dort angeliefert und untergebracht werden?

Zu 3.:

Es wurden neben den Fahrzeugen auch historische Gegenstände des Fundus der historischen Sammlung des Museums der Berliner Feuerwehr im Depot untergebracht. Auch hier ist der Umzug abgeschlossen.

  • Ist die Unterbringung von (historischen) Fahrzeugen dauerhaft geplant oder handelt es sich um eine temporäre Maßnahme?

Zu 4.:

Es wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.

  • Wie viele Quadratmeter auf welchen Liegenschaften auf dem Gelände sind insgesamt vorhanden? Wie viele werden aktuell für die Unterstellung von Fahrzeugen genutzt? Sind damit die beiden aktuell leerstehenden Hallen voll belegt?

Zu 5.:

Die Liegenschaft umfasst eine Fläche von rd. 15.000 m2 und eine Gebäudefläche von rd.

12.050 m2 (BGF1), davon entfallen auf das Straßenbahndepot ca. 11.135 m2, auf das Verwaltungsgebäude ca. 815 m2 und auf die Tankstelle ca. 100 m2. Die Polizei Berlin nutzt zwei Hallenschiffe des ehemaligen Straßenbahndepots und die Berliner Feuerwehr nutzt ein Hallenschiff.

  • Wer hat die Unterbringung der mutmaßlich historischen Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge veranlasst? Wie hoch sind die dafür anfallenden Kosten?

Zu 6.:

Die Senatsverwaltung für Finanzen hat vorgeschlagen, den akuten Anmietungsbedarf für die historischen Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr durch die freistehenden Flächen in der

1 Bruttogeschossfläche

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Belziger Str. 52-58 zu decken. Dies wurde durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport veranlasst. Die Mittel für die Liegenschaft Belziger Straße sind im Einzelplan 05 in den Miet-

, Betriebs- und Nebenkosten bei der Polizei Berlin in Kapitel 0556, Titel 51715, 51820, 51925 und bei der Berliner Feuerwehr in Kapitel 0565, Titel 51715, 51820, 51925 veranschlagt.

  • Wie hoch sind die jährlichen Kosten sowie die Kosten pro Quadratmeter für die Unterbringung von Fahrzeugen auf dem Gelände für die Jahre 2025-2027?

Zu 7.:

Es wird auf die Antwort zu Frage 6 verwiesen.

  • Sind für die Unterbringung der Fahrzeuge bauliche Maßnahmen, Sanierungsmaßnahmen oder sonstige Maßnahmen notwendig? Falls ja, bitte erläutern und Kosten angeben.

Zu 8.:

Für die Unterbringung von sichergestellten Fahrzeugen der Polizei Berlin und historischer Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr sind keine Maßnahmen im Sinne der Fragestellung erforderlich.

  • Dem Hauptausschuss wurde mit der Roten Nummer 1387 F berichtet, dass der Senat noch keine Entscheidung getroffen habe, ob das Konzept der Kulturverwaltung oder das Konzept der Innenverwaltung für die Nachnutzung des ehemaligen Straßenbahndepots Belziger Straße weiterverfolgt wird. Inwiefern hat die Unterbringung von historischen Polizei- und Feuerwehrfahrzeugen direkte oder indirekte Auswirkungen auf eine Entscheidung für das Konzept der Innenverwaltung („ Blaulichtmuseum“ ) gegenüber dem Konzept der Kulturverwaltung und des Bezirks Tempelhof-Schöneberg?

Zu 9.:

Mit dem Haushalt 2024/ 2025 wurden vom Abgeordnetenhaus Mittel für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für ein Polizei- und Feuerwehrmuseum zur Verfügung gestellt. Im weiteren Prozess wäre das Vorhaben für die Investitionsplanung und den Haushalt anzumelden, die durch das Abgeordnetenhaus beschlossen werden.

Das ehemalige Straßenbahndepot Schöneberg wird derzeit von der Polizei Berlin zur Verwahrung von sichergestellten Fahrzeugen genutzt. Diese Flächen sind bis zur Schaffung weiterer Kapazitäten auf dem zentralen Sicherstellungsgelände in der Cecilienstraße 92 erforderlich. Außerdem wird eine Halle des Depots durch die Berliner Feuerwehr zur Unterbringung historischer Fahrzeuge genutzt, da die bisher genutzte Liegenschaft in der Julius-Leber-Kaserne wegen Eigenbedarfs der Bundeswehr aufgegeben werden musste.

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  1. Wurde die Kulturverwaltung über die aktuelle Nutzungsveränderung informiert bzw. gab es Abstimmungen mit ihr, wenn ja welche, wenn nein, warum nicht?

Zu 10.:

Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt wurde im Rahmen der Erstellung des Hauptausschussberichts vom 10.07.2024 (Rote Nummer: 1387 B) über die geplanten Nutzungsänderungen am Standort in der Belziger Straße informiert.

  1. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat 2019 gemeinsam mit der BIM eine Einpassplanung inkl. einer Projektskizze erstellen lassen. Im Anschluss wurde eine Machbarkeitsstudie (Stand: 11/ 2022) und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erstellt. Wurden die Machbarkeitsstudie und die Wirtschaftlichkeitsplanung veröffentlicht und/ oder dem Abgeordnetenhaus zur Verfügung gestellt? Falls ja, bitte Hinweis auf Drucksachen-Vorgang. Falls nicht wird erbeten, die beiden Vorlagen der Schriftlichen Anfrage beizufügen.

Zu 11.:

Die Machbarkeitsstudie (Anlage 1) des Planungsbüros ZHN vom 06.09.2022 sowie das Testat über die frühe Kostensicherheit (Anlage 2) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen vom 24.01.2023 sind als Anlagen beigefügt.

  1. Welche Gesamtkosten für das Konzept „ Probebühnen“ wurden damals für Sanierung/ Umbau veranschlagt?

Zu 12.:

Für das Konzept der Probebühnen wurden Kosten in Höhe von 63.420.000 € kalkuliert.

  1. Inwiefern unterscheiden sich die Sanierungs-/ Umbaumaßnahmen für beide Konzepte?

Zu 13.:

Konzept der Probebühnen

  • geschlossene Raumgliederung des Depots in Abhängigkeit der Anforderungen/ Bedarfe
    • unterschiedliche    Gestaltung    der

Außennanlagen durch die individuellen Bedarfe

Konzept des Museums

  • offene Raumgliederung des Depots in            Abhängigkeit   der Anforderungen/ Bedarfe
  • unterschiedliche  Gestaltung  der

Außenanlagen durch                      die individuellen Bedarfe

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  • der Boden wird nicht abgesenkt, dies ist allerdings auf    Grund  der Schadstoffsanierung in beiden Konzepten erforderlich
  • detaillierte Umbau von 2 Hallenschiffen
  • der Boden der Hallen wird teilweise abgesenkt, um die Raumhöhen zu vergrößern,           durch                                 die Schadstoffsanierung ist allerdings die Absenkung des Bodens in beiden Konzepten erforderlich
  • detaillierter   Umbau   von   3

Hallenschiffen

  1. Wann plant der Senat eine Entscheidung über die zukünftige Nutzung des Geländes zu treffen? Welche konkreten Schritte sind hierfür im Jahr 2026 geplant?

Zu 14.:

Eine Aufnahme in die Investitionsplanung ist bisher nicht erfolgt. Eine finale Entscheidung zur Konzeptauswahl liegt noch nicht vor.

Berlin, den 24. Februar 2026

In Vertretung

Christian Hochgrebe

Senatsverwaltung für Inneres und Sport

www.berlin.de