07.03.2025
Frage 1:
Welche Ergebnisse haben die Prüfungen der Vorplanungsunterlagen zum (Teil-) #Rückbau des Fußgängertunnels am Bahnhof #Schöneweide ergeben?
Antwort zu 1:
Die Prüfung der Vorplanungsunterlage ist abgeschlossen.
Die Vorzugsvariante zum (Teil-)Rückbau wurde gewählt und wird bei den mittlerweile begonnenen weiteren Planungen berücksichtigt.
Der #Fußgängertunnel wird nach jetzigem Planungsstand im Bereich der Fahrbahnen der #Michael-Brückner-Straße / #B96a vollständig #verfüllt.
In den Platzbereichen der #Schnellerstraße sowie des #Bahnhofsvorplatzes wird der Tunnel bis ca. 1,50 m unter Oberkante Gelände zurückgebaut und danach verfüllt.
Frage 2:
Welche Stellungnahmen wurden von den berührten Behörden und Dritten, insbesondere vom Bezirk Treptow- Köpenick, abgegeben, und wie beeinflussen diese die weiteren Planungen?
Antwort zu 2:
Die Vorplanungsunterlagen wurden durch die hausinternen Fachabteilungen der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verkehr und Klimaschutz geprüft.
Es erfolgte weiterhin die Einbindung der zuständigen Behörden des Bezirkes Treptow-Köpenick. Es wurden Stellungnahmen vom Stadtplanungsamt, Straßen- und Grünflächenamt sowie Umwelt- und Naturschutzamt eingeholt.
Die Inhalte der Stellungnahmen werden im weiteren Planungsprozess bewertet und entsprechend berücksichtigt, u.a. Ausbau und Sicherung der Mosaike, Abbruchtiefe in den Platzbereichen, natur- und umweltschutzrechtliche Randbedingungen.
Gleichzeitig erfolgten auf Basis der Planungsergebnisse Abstimmungen mit den Berliner Verkehrsbetrieben und der Deutschen Bahn AG.
Frage 3:
Welche Ingenieurbüros wurden für die Objekt- und Tragwerksplanungen sowie für den Rückbau der technischen Anlagen beauftragt?
Antwort zu 3:
Es erfolgte die bisherige #Beauftragung eines Ingenieurbüros für die Objekt- und Tragwerksplanung (#Zachriat Ingenieur-Dienstleistungen GmbH) sowie für Bestandsvermessungsleistungen (#ÖBVI M. Roth).
Frage 4:
Welche weiteren Vergabeverfahren sind für den Rückbau des Tunnels geplant oder wurden bereits durchgeführt, insbesondere für die Entsorgung der Ausbaustoffe?
Antwort zu 4:
Für den Rückbau der technischen Anlagen im Fußgängertunnel Schöneweide wurde der Bauvertrag geschlossen und es erfolgen aktuell die Rückbauleistungen.
Für den Ausbau und der Sicherung der vier Wandmosaike erfolgt aktuell das Vergabeverfahren zur Bindung eines fachkundigen Auftragnehmers.
Für den konstruktiven Rückbau des Fußgängertunnels Schöneweide ist ein weiteres Vergabeverfahren geplant.
Die fachgerechte Entsorgung von gefährlichen Stoffen erfolgt in enger Abstimmung und unter
Einhaltung der Auflagen der Sonderabfallgesellschaft Berlin Brandenburg.
Frage 5:
Welche konkreten monatlichen Kosten entstehen derzeit für die Absperrung und die wiederkehrenden Bauwerksprüfungen des Fußgängertunnels?
Frage 6:
Wie hoch sind die bisher angefallenen #Gesamtkosten seit der Schließung des Tunnels im Dezember 2016?
Antwort zu 5 und 6:
Die Fragen 5 und 6 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.
Fortlaufende monatliche Kosten entstehen nicht, da die Sicherung der Zugänge mit einmaligen Kosten verbunden war.
Kosten resultieren aus besonderem Anlass, zum Beispiel für die Wiederherstellung der Absicherung, der Reinigung oder den regelmäßig stattfindenden Bauwerksprüfungen nach DIN 1076.
Frage 7:
Wie gliedern sich die geplanten Bauphasen für den Rückbau des Fußgängertunnels im Detail?
Antwort zu 7:
Die Leistungen zum (Teil-)Rückbau des Fußgängertunnels Schöneweide gliedert sich in mehrere Bauphasen. Aktuell erfolgt die Entkernung der technischen Anlagen.
Danach erfolgt der Ausbau und die Sicherung der vier Wandmosaike.
Nach erfolgreichem Planungs- und Genehmigungsprozess erfolgt die Vergabe der konstruktiven (Teil-)Rückbauleistungen. Die detaillierte Aufgliederung dieses Vergabepakets erfolgt erst in den aktuellen Planungen. Dabei wird die Minimierung der verkehrlichen Eingriffe in den ÖPNV, den Fuß- und Radverkehr sowie den Kfz-Verkehr der B96a berücksichtigt.
Frage 8:
Welche konkreten Abhängigkeiten bestehen zu den Arbeiten der DB Netz AG und der BVG, und wie beeinflussen diese den Zeitplan für den Rückbau?
Antwort zu 8:
Infolge der weitestgehend abgeschlossenen Straßenbahnmaßnahme der BVG haben sich die zeitlichen sowie konstruktiven Abhängigkeiten entspannt.
Hinsichtlich der parallel laufenden Bauleistungen der Deutschen Bahn AG erfolgen regelmäßige Abstimmungen, so dass sich die gegenseitige Beeinflussung der Baumaßnahmen möglichst gering auswirkt.
Frage 9:
Ist der geplante Rückbau des Fußgängertunnels mit den Planungen für die Neugestaltung des gesamten Bahnhofsvorplatzes abgestimmt, und wenn ja, wie?
Antwort zu 9:
Ja, diesbezüglich finden regelmäßige Abstimmungen mit den Bezirksamt Treptow-Köpenick statt. Es ist weiterhin geplant, dass der (Teil-)Rückbau des Tunnels vor dem Umbau des Bahnhofsvorplatzes erfolgt und abgeschlossen ist.
Frage 10:
Gibt es Verzögerungen beim Rückbau des Fußgängertunnels aufgrund noch ausstehender Entscheidungen zur Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes?
Antwort zu 10: Nein.
Frage 11:
Welche Schritte wurden unternommen, um die vier Mosaike im Tunnel zu sichern und für eine Nachnutzung vorzubereiten?
Frage 12:
Gibt es bereits konkrete Pläne oder Standorte für die Wiederaufstellung der Mosaike im öffentlichen Raum des Bezirks Treptow-Köpenick?
Antwort zu 11 und 12:
Die Fragen 11 und 12 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.
Der Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin hat sich bereits mit dem Beschluss der
Bezirksverordnetenversammlung 1177/53/11 zur Sicherung von Kunstwerken am Bau und im öffentlichen Raum vom 25.08.2011 für den Erhalt von vorhandener Kunst im öffentlichen Raum, ausgesprochen.
Entsprechend hat die bezirkliche Kommission für Kunst im öffentlichen Raum auf ihrer Beratung am 24.06.2022 eine Sicherung der Wandbildmosaike (1973) des Berliner Künstlers Klaus Roenspieß empfohlen. Dafür hat der Bezirk, Fachbereiche Stadtplanung und Kultur, den Kontakt zur zuständigen Senatsverwaltung aufgenommen und es fand eine gemeinsame Begehung und Inaugenscheinnahme der Wandbildmosaike statt. Es wurde die Möglichkeit einer Herausnahme und Sicherung der Mosaikwandbilder festgestellt.
Neue Standorte für die vier Mosaikwandbilder sind noch nicht festgelegt. Möglichkeiten einer Weiterverwendung und auch möglichen Zwischenlagerung befinden sich noch in der Konzeption und Prüfung.
Frage 13:
Welche Sicherungsmaßnahmen wurden in 2024 unternommen, nachdem es im Fahrstuhlschacht auf der Seite des Bahnhofes Schöneweide gebrannt hat?
Antwort zu 13:
In 2024 wurde die durch Vandalismus beschädigte Sicherung der Zugänge zum Tunnel instandgesetzt.
Frage 14:
Wie wird verhindert, dass der ausgebrannte Fahrstuhlschacht zur Müllkippe wird?
Antwort zu 14:
Seit dem Brandereignis ist der Tunnel durch Absperreinrichtungen gesichert. Die Sicherung der Zugänge soll verhindern, dass der Tunnel für Müllablagerungen genutzt wird.
Auf eine vollständige dichte Einhausung wurde aus wirtschaftlichen Gründen verzichtet.
Berlin, den 05.03.2025 In Vertretung
Johannes Wieczorek Senatsverwaltung für
Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
www.berlin.de
https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-21696.pdf