Bahnindustrie + Bahnverkehr: Der Schunkelzug von Bombardier wird zum Millionengrab, aus Die Welt

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Die #DoSto-Züge werden für #Bombardier zum Reinfall. #Schadenersatz für verspätete Lieferung hat der Hersteller jetzt akzeptiert. Aber die Bahn will mehr. Denn den Fahrgästen wird in den Waggons übel.

Die Bestellung neuer Züge durch die Deutsche Bahn (DB) kann für den Hersteller ein Milliardengeschäft sein – oder ein #Milliardendesaster. Bombardier, bis vor Kurzem der größte Schienentechnikkonzern der Welt, steuert derzeit mit seinen Doppeldeckern für den Einsatz auf Fernstrecken eher auf ein finanzielles Desaster zu. Nach Informationen der „Welt“ zahlt Bombardier der Bahn einen höheren zweistellige Millionenbetrag als Kompensation, weil Doppelstockwagen vom Typ DoSto 2010 zum Teil Jahre zu spät geliefert wurden.

„Die Deutsche Bahn und Bombardier Transportation haben sich im Streit um die verzögerte Lieferung von Doppelstockzügen auf einen außergerichtlichen Vergleich verständigt“, bestätigte ein Sprecher auf Nachfrage. Über die genaue Höhe der gezahlten Summe wurde Stillschweigen vereinbart. Bombardier wollte sich nicht zu den Vorgängen äußern.

Das war es aber noch nicht: Die Dostos werdenBombardier noch teurer kommen. Denn es gibt zahlreiche technische Probleme bei den Doppeldeckern im Fernverkehr. Auch dafür verlangt die Bahn Schadenersatz. „Wir haben hier noch einige offene Themen mit Bombardier“, sagte ein Bahn-Manager. Man erwarte, dass der Hersteller für die Kosten der Ausfälle und Störungen aufkomme.

Die Züge mussten zur Nachbehandlung in die Werkstatt

Die Bahn hatte im Jahr 2010 im Zuge eines Rahmenvertrags bei Bombardier 569 Doppelstockwagen sowie 132 Lokomotiven bestellt. Die Züge wurden ab Dezember 2015 ausgeliefert. Das war zum Teil mehr als zwei Jahre später als …

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