SPNV: Keine Express-S-Bahn fuer den Stadt-Umland-Raum vorgesehen
Ereignis
Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Berliner Hauptbahnhofs und des Nord-Süd-Fernbahntunnels wurde die Einführung einer sogenannten Express-S-Bahn für das Berliner Umland diskutiert. Der Senat lehnte dies ab und verwies auf das bereits bestehende Angebot aus Regionalexpress, Regionalbahn und S-Bahn. Statt eines neuen Verkehrssystems sollten zusätzliche Regionalbahnhalte und die bessere Vernetzung durch den Nord-Süd-Tunnel die Attraktivität des SPNV steigern. 【1-ad204e】
Details
Quelle: Drucksache 15/13387. 【1-ad204e】
Kleine Anfrage des Abgeordneten Klaus-Peter von Lüdeke (FDP) vom 28. März 2006
Eine Express-S-Bahn für den Stadt-Umland-Raum? 【1-ad204e】
Frage 1
Inwieweit erfordern Siedlungs- und Bevölkerungsentwicklung eine Überprüfung des bestehenden SPNV-Angebots? 【1-ad204e】
Antwort zu 1:
„Der Senat überprüft in Abstimmung mit dem Land Brandenburg und mit Unterstützung durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) ständig das SPNV-Angebot und passt die Bestellungen der SPNV-Verkehrsleistungen entsprechend an.“
Zum Fahrplanwechsel am 28.05.2006 wurden zusätzliche Haltepunkte eingerichtet:
Berlin:
- Gesundbrunnen
- Hauptbahnhof
- Jungfernheide
- Lichterfelde Ost
- Potsdamer Platz
- Südkreuz
Brandenburg:
- Birkengrund Süd
- Teltow
- Großbeeren
Der Senat sah deshalb keinen Anlass für eine grundlegende Neuordnung des SPNV-Angebots. 【1-ad204e】
Frage 2
Ist der neue Hauptbahnhof in Nord-Süd-Richtung unzureichend angebunden? 【1-ad204e】
Antwort zu 2:
Der Senat hielt die bestehende Anbindung zunächst für ausreichend.
Zusätzlich wurde die Planung der S-Bahn-Verbindung S21 vorangetrieben. Nach Angaben der Deutschen Bahn sollte:
- Baubeginn 2007 erfolgen,
- Inbetriebnahme 2011/2012 erfolgen.
Die S21 soll den Hauptbahnhof direkt mit dem Nordring verbinden. 【1-ad204e】
Frage 3
Ist ein wechselstrombetriebener S-Bahnverkehr auf Fernbahngleisen sinnvoll? 【1-ad204e】
Antwort zu 3:
„Es ist nicht sinnvoll, ein zusätzliches, in Berlin bislang nicht vorhandenes SPNV-Produkt in Form einer wechselstrombetriebenen S-Bahn einzuführen.“
Der Senat begründete dies mit:
- Verlust an Übersichtlichkeit,
- geringerer Wirtschaftlichkeit,
- bereits vorhandenen Regionalverkehrsangeboten auf den genannten Relationen.
Die Strecken nach:
- Nauen,
- Eberswalde,
- Jüterbog,
- Wünsdorf
würden bereits mit Regionalexpress- und Regionalbahnangeboten bedient. 【1-ad204e】
Frage 4
Wurden entsprechende Überlegungen geprüft? 【1-ad204e】
Antwort zu 4:
Der Senat verwies auf die vorherigen Antworten und sah keine Grundlage für die Einführung eines neuen SPNV-Produktes. 【1-ad204e】
Berlin, den 19. April 2006
In Vertretung
Krautzberger
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 【1-ad204e】
Hinweis
Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.