Geldverschwendung am Bahnhof Papestraße?!
Ereignis
Der Abgeordnete Michael Cramer fragte nach den Kosten und der Sinnhaftigkeit temporärer Bahnsteige und Fußgängerbrücken während des Umbaus des Bahnhofs Papestraße zum späteren Südkreuz. Der Senat verwies auf Auskünfte der Deutschen Bahn, wonach die Zwischenzustände Bestandteil des Gesamtprojekts seien und gegenüber ursprünglich geplanten Bauzuständen sogar geringere Kosten verursachten. Konkrete Einzelkosten wurden nicht genannt. 【3-2bb3a6】
Details
Quelle: Drucksache 15/11347, Kleine Anfrage des Abgeordneten Michael Cramer (Bündnis 90/Die Grünen). 【3-2bb3a6】
Geldverschwendung am Bahnhof Papestraße?! 【3-2bb3a6】
Ich frage den Senat:
- Wie teuer war die Errichtung der Behelfsbahnsteige an den Ringbahn-Ferngleisen einschließlich Infrastruktur?
-
Wie weit waren die Umsteigewege zwischen Ringbahn und Vorortbahn?
-
Wie teuer war die temporäre Fußgängerbrücke und ihre spätere Beseitigung?
-
Wie verändern sich die Umsteigewege durch die Fußgängerbrücke?
-
Welche Kosten wären bei einem alternativen Bauablauf entstanden?
-
Warum wurde kein regulärer Halt an den Ferngleisen eingerichtet? 【3-2bb3a6】
Antwort
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Der Senat verwies darauf, dass Anfang der 1990er Jahre das sogenannte Pilzkonzept für das Berliner Eisenbahnnetz beschlossen wurde. Danach ist auf den Ferngleisen des südlichen Innenrings kein Regionalverkehr vorgesehen. Aus diesem Grund war ein Haltepunkt an den Ferngleisen der Ringbahn nicht Bestandteil der Planung. 【3-2bb3a6】
Nach Angaben der Deutschen Bahn stellen die Behelfsbahnsteige und die Fußgängerbrücke notwendige Zwischenzustände beim Bauen unter laufendem Betrieb dar. Die gewählte Lösung verursache geringere Aufwendungen als die ursprünglich vorgesehene Südumfahrung des gesamten Baufeldes. Einzelne Kosten würden nicht separat ausgewiesen, sondern seien Bestandteil der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Gesamtprojekts. 【3-2bb3a6】
Die Umsteigewege zwischen Ringbahn und Vorortbahn betrugen während der Bauphase etwa 150 bis 200 Meter und sollten auch unter Nutzung der neuen Fußgängerbrücke in dieser Größenordnung bleiben. 【3-2bb3a6】
Zur Frage der späteren Endzustände der Wegebeziehungen lagen nach Angaben des Senats keine ausreichenden Unterlagen vor. Die Deutsche Bahn betonte darüber hinaus, dass ohne die Behelfsbahnsteige keine sichere Führung der Fahrgäste möglich gewesen wäre, da sonst Wege durch das aktive Baufeld hätten geführt werden müssen. 【3-2bb3a6】
Berlin, den 26. April 2004
In Vertretung
Maria Krautzberger
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 【3-2bb3a6】
Hinweis
Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.