Gueterverkehr: Verlagerung des Hamburg und Lehrter Gueterbahnhofs nach Grossbeeren und Wustermark

Drohendes Verkehrschaos im Berliner Süden – wohin mit dem Güterverkehr vom Hamburg und Lehrter Güterbahnhof?

Ereignis

Der CDU-Abgeordnete Alexander Kaczmarek fragte nach den Folgen der geplanten Verlagerung des Umschlagbahnhofs Hamburg und Lehrter Güterbahnhof. Der Senat hielt die Verlagerung nach Großbeeren und Wustermark nur teilweise für sinnvoll und sprach sich dafür aus, Güter mit Ziel in der Berliner Innenstadt weiterhin stadtnah umzuschlagen. Gleichzeitig bekräftigte er die Unterstützung für den Ausbau des Westhafens als Güterverkehrssubzentrum. 【2-c18da8】

Details

Quelle: Drucksache 15/10796, Kleine Anfrage des Abgeordneten Alexander Kaczmarek (CDU). 【2-c18da8】

Drohendes Verkehrschaos im Berliner Süden – wohin mit dem Güterverkehr vom Hamburg und Lehrter Güterbahnhof? 【2-c18da8】

Ich frage den Senat:

  1. Wie viele Züge mit wie vielen Güterwagen werden heute täglich im Hamburg und Lehrter Güterbahnhof an der Heidestraße abgefertigt?

  2. Wie vielen LKW-Fahrten entspricht diese Belastung?

  3. Hält der Senat die Entscheidung der Deutschen Bahn, den Güterverkehr zeitnah vom Hamburg und Lehrter Güterbahnhof nach Wustermark und Großbeeren zu verlegen, für verkehrspolitisch sinnvoll?

  4. Welchen Mehrverkehr durch dann notwendige Verteilerfahrten per LKW erwartet der Senat auf den Einfallstraßen B 5, B 96 und B 101 bei der Realisierung des Bahnkonzepts?

  5. Wie begründet der Senat vor diesem Hintergrund den beabsichtigten Verzicht auf eine leistungsfähige und stadtschonende neue Trasse der B 101 im Flächennutzungsplan?

  6. Hält der Senat trotz der gegenteiligen Planungen der Deutschen Bahn daran fest, den Güterverkehr des Hamburg und Lehrter Güterbahnhofs in ein Güterverkehrszentrum am Westhafen zu verlagern?

  7. Welches Konzept hat der Senat für die Finanzierung des Güterverkehrszentrums am Westhafen? 【2-c18da8】

Antwort

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: 【2-c18da8】

Zu 1.:

Nach Auskunft von DB Cargo werden im Umschlagbahnhof Hamburg und Lehrter Güterbahnhof von Montag bis Freitag jeweils vier Züge im Ein- und Ausgang abgefertigt. Die durchschnittliche Zahl der Güterwagen beträgt 15 Wagen je Zug. 【2-c18da8】

Zu 2.:

Je Güterwagen werden zwei Container beziehungsweise Wechselbrücken transportiert. Bei Einsatz von Lkw mit Anhänger entspricht dies rund 15 Lkw-Fahrten je Zug. Einschließlich An- und Abfahrten ergeben sich insgesamt etwa 240 Lkw-Fahrten pro Tag. 【2-c18da8】

Zu 3. und 6.:

Der Senat hält die Verlagerung der Umschlagleistungen nach Großbeeren und Wustermark nur für jene Transporte für sinnvoll, deren Quelle und Ziel nicht in der Berliner Innenstadt liegen. Güter für die City sollten weiterhin stadtnah umgeschlagen werden, um zusätzliche Belastungen durch Schwerlastverkehr zu vermeiden.

Daher hält der Senat an der Zielstellung fest, den Westhafen als Güterverkehrssubzentrum auszubauen und die BEHALA bei der Errichtung eines schienengestützten Containerterminals zu unterstützen. 【2-c18da8】

Zu 4.:

Die zusätzlichen Lkw-Verkehre werden sich insbesondere auf die B 5 und die B 101 konzentrieren. Nach den vorliegenden Untersuchungen können die etwa 240 zusätzlichen Fahrten pro Tag mit den vorhandenen Straßenkapazitäten bewältigt werden. 【2-c18da8】

Zu 5.:

Untersuchungen im Rahmen des Stadtentwicklungsplans Verkehr ergaben, dass die Entlastungswirkung einer neuen B-101-Trasse zwar lokal spürbar, insgesamt jedoch gering wäre. Gleichzeitig würden neue Belastungen entstehen, sodass insgesamt keine Verbesserung für die betroffenen Einwohner erwartet wird. 【2-c18da8】

Zu 7.:

Der Westhafen wird als logistische Schnittstelle von besonderer Bedeutung angesehen. Investitionen erfolgen durch den Eigentümer unter Nutzung von Fördermitteln des Bundes und der Europäischen Union. Die Vertiefung der Hafenbecken I und II wird über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ zu 90 Prozent aus Mitteln von Land, Bund und EU gefördert. 【2-c18da8】

Berlin, den 06. August 2003

In Vertretung

Dr. Stimmann

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 【2-c18da8】

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.