Planungen fuer eine S-Bahn-Hauptwerkstatt

über S-Bahn-Hauptwerkstatt

Ereignis

Die Kleine Anfrage befasst sich mit der für Anfang 1990 angekündigten Grundsatzentscheidung über den Bau einer eigenen S-Bahn-Hauptwerkstatt im Westteil der Stadt. Der Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe, Horst Wagner, stellt klar, dass diese Planungen durch die historischen Ereignisse des Mauerfalls vom 9. November 1989 hinfällig geworden sind. Er verweist auf eine am 27. Februar 1990 geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen der BVG und dem Ost-Berliner VEB-Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe (BVB), welche auch die S-Bahn der Deutschen Reichsbahn einschließt. Diese neue politische Situation schafft gesamtberliner Entscheidungsalternativen, die in den kommenden Monaten eingehend geprüft werden müssen, anstatt isolierte Infrastrukturbauten in Berlin (West) zu forcieren.

Details & Originaltext

Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 11. Wahlperiode, Drucksache 11/697

Nr. 1010
des Abgeordneten Ekkehard Kittner (CDU)
über S-Bahn-Hauptwerkstatt

Ich frage den Senat:
Wann wird die Entscheidung über den Bau einer S-Bahn-Hauptwerkstatt im Westteil der Stadt, die für Anfang 1990 angekündigt war, fallen, und welche Entscheidung wird die BVG treffen dürfen?

Berlin, den 20. Februar 1990
Eingegangen am 22. Februar 1990

Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 1010
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Eine Entscheidung über den Bau einer S-Bahn-Hauptwerkstatt in Berlin (West) konnte auf Grund der seit dem 9. November 1989 geänderten politischen Situation in Berlin noch nicht getroffen werden. Die sich aus der Kooperationsvereinbarung der BVG mit dem VEB-Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe (BVB) vom 27. Februar 1990 – diese Vereinbarung schließt die S-Bahn der Reichsbahn ein – ergebenden neuen Gesichtspunkte müssen als eine realistische Entscheidungsalternative zu den bisherigen, allein auf Berlin (West) bezogenen Planungen angesehen und berücksichtigt werden; dafür sind Beratungs- und Klärungsaktivitäten erforderlich, die einige Monate Zeit in Anspruch nehmen werden.

Berlin, den 6. März 1990
Wagner
Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe
Eingegangen am 13. März 1990