BVG: Angebotskuerzungen von nur 1,5 Prozent und Verluste beim Berliner Fenster

BVG: Angebotskuerzungen von nur 1,5 Prozent und Verluste beim Berliner Fenster

Ereignis

Im Zusammenhang mit dem Metrolinienkonzept wurden der BVG erhebliche Kürzungen des Verkehrsangebots vorgeworfen. Der Senat und die BVG wiesen dies zurück und bezifferten die tatsächliche Leistungsreduzierung auf lediglich 1,5 Prozent. Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Fahrgastinformations- und Werbesystem „Berliner Fenster“ zwischen 2000 und 2004 Verluste von 12,6 Millionen Euro verursacht hatte. 【3-bae006】

Details

Quelle: ka15-12734.pdf. 【3-bae006】

Kleine Anfrage der Abgeordneten Claudia Hämmerling (Bündnis 90/Die Grünen) vom 17. August 2005

Zuwendungskürzungen bei der BVG wegen Kürzungen der Verkehrsleistung und Verlusten durch Berliner Fenster? 【3-bae006】

Fragen 1 und 2

Treffen Informationen zu, dass die BVG Verkehrsleistungen im Umfang von mehr als 10 Prozent gestrichen hat? 【3-bae006】

Antwort zu 1 und 2:

Die BVG erklärte:

  • Betriebsleistung 2004: 243,5 Mio. Nutzwagenkilometer
  • Erwartete Betriebsleistung 2005: 239,9 Mio. Nutzwagenkilometer

Daraus ergebe sich eine Reduzierung von rund 3,6 Mio. Nutzwagenkilometern beziehungsweise lediglich 1,5 Prozent der Gesamtleistung. 【3-bae006】

Frage 3

Welche Abweichungen ergeben sich zum Unternehmensvertrag? 【3-bae006】

Antwort zu 3:

Eine abschließende Beurteilung könne erst nach Vorliegen des Jahresabschlusses 2005 erfolgen, da die Vorgaben des Unternehmensvertrages auf Jahreswerte bezogen seien. 【3-bae006】

Frage 4

Werden die Landeszuschüsse entsprechend gekürzt? 【3-bae006】

Antwort zu 4:

Der Senat sah zunächst keinen unmittelbaren Anpassungsbedarf. Erst nach Auswertung der tatsächlichen Leistungserfüllung sollten gegebenenfalls Anpassungen des Unternehmensvertrags entschieden werden. 【3-bae006】

Frage 5

Sind durch das Berliner Fenster Verluste entstanden? 【3-bae006】

Antwort zu 5:

„Durch den Betrieb des Berliner Fensters sind für den Zeitraum 2000–2004 12,6 Mio. Euro Verluste angefallen.“ 【3-bae006】

Frage 6

Wie erklärt die BVG diese Verluste? 【3-bae006】

Antwort zu 6:

Die BVG verwies darauf, dass ursprünglich höhere Werbeerträge erwartet worden waren.

Als Ursachen wurden genannt:

  • Ausbleiben einer bundesweiten Verbreitung vergleichbarer Systeme,
  • Wegfall geplanter nationaler Werbekampagnen,
  • schlechte allgemeine Wirtschaftslage,
  • schwierige Marktbedingungen für neue Werbeformen. 【3-bae006】

Frage 7

Musste die BVG beim Verkauf des Berliner Fensters zusätzliche Zahlungen leisten? 【3-bae006】

Antwort zu 7:

Der Kaufvertrag setzte sich aus einem Geldbetrag und der Verpflichtung der BVG zusammen, bis 2011 Sendeleistungen zu erwerben.

Die BVG betonte jedoch, dass diese Leistungen ohnehin für Kundeninformation und Marketing benötigt würden und zu günstigen Konditionen vereinbart worden seien. 【3-bae006】

Frage 8

Wie bewertet der Senat elektronisches Ticketing? 【3-bae006】

Antwort zu 8:

Der Senat unterstützte die Einführung elektronischer Fahrscheine ausdrücklich.

Das elektronische Ticket werde weltweit erfolgreich eingesetzt und ermögliche mehr Komfort für Fahrgäste sowie niedrigere Vertriebskosten. Die Einführung sollte zunächst für Stammkundinnen und Stammkunden erfolgen. 【3-bae006】

Fragen 9 und 10

Wie wurden die Verluste ausgeglichen und wer trägt die Verantwortung? 【3-bae006】

Antwort zu 9 und 10:

Nach Angaben der BVG wurden die Verluste weder durch Fahrpreiserhöhungen noch durch zusätzliche Landeszuschüsse kompensiert.

Die BVG sah keine individuelle Verantwortung, da die Ursachen überwiegend außerhalb ihres Einflussbereichs gelegen hätten. Als Konsequenz wurde das Berliner Fenster in eine eigenständige GmbH überführt, um wirtschaftliche Risiken besser zu begrenzen. 【3-bae006】

Berlin, den 05. Dezember 2005

In Vertretung

Volkmar Strauch

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen 【3-bae006】

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

BVG: Berliner Fenster sollte ab 2004 Gewinne erwirtschaften

BVG auf Sanierungskurs (3) – U-Bahn-Fernsehen

Ereignis

Die Abgeordnete Jutta Matuschek fragte nach Wirtschaftlichkeit und Organisation des Berliner U-Bahn-Fernsehens. Die BVG stellte klar, dass das „Berliner Fenster“ nicht von der BVG selbst, sondern von ihrer Tochtergesellschaft PAB GmbH betrieben wird. Nach vorliegenden Businessplänen sollte das Projekt ab 2004 die Gewinnschwelle erreichen und einen Überschuss von rund einer Million Euro erwirtschaften. 【3-310cf0】

Details

Quelle: Drucksache 15/11497, Kleine Anfrage der Abgeordneten Jutta Matuschek (PDS). 【3-310cf0】

BVG auf Sanierungskurs (3) – U-Bahn-Fernsehen 【3-310cf0】

Antwort

Die BVG bzw. ihre Tochtergesellschaft machten folgende Angaben: 【3-310cf0】

Zu 1.:

Das Berliner Fenster ist kein Produkt der BVG, sondern der PAB GmbH, später Berliner Fenster GmbH. Der BVG entstanden keine direkten Projektkosten; projektbegleitende Ingenieurleistungen verursachten der PAB zwischen 2000 und 2003 Aufwendungen von 51.000 Euro. 【3-310cf0】

Zu 2.:

Die technische Ausstattung wurde nicht gekauft, sondern langfristig angemietet. Einzelheiten des Vertrages unterliegen Geheimhaltungsklauseln. 【3-310cf0】

Zu 3.:

Für Technik und Software wurden weder GVFG-Mittel noch Mittel aus dem Unternehmensvertrag oder andere öffentliche Fördermittel eingesetzt. 【3-310cf0】

Zu 4.:

Im Jahr 2004 beschäftigte die Berliner Fenster GmbH 13 Mitarbeiter. Personal der BVG wird für den Betrieb nicht benötigt. 【3-310cf0】

Zu 5.:

Angaben zu Werbeeinnahmen wurden mit Verweis auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse nicht veröffentlicht. 【3-310cf0】

Zu 6.:

Die Berliner Fenster GmbH fungiert als Programmredaktion. Inhaltliche Beiträge werden durch externe Content-Partner produziert. 【3-310cf0】

Zu 7.:

Für aktuelle Fahrgastinformationen stehen zwei tägliche Informationsfenster mit jeweils 60 Sekunden Länge zur Verfügung. Zusätzlich können innerhalb weniger Minuten Lauftexte mit aktuellen Störungsmeldungen eingeblendet werden. 【3-310cf0】

Zu 8.:

Ein Gutachten von Prof. Dr. Zerdick aus dem Jahr 1998 diente als Grundlage der Wirtschaftlichkeitsbewertung. Die darauf aufbauenden Businesspläne erwarteten den wirtschaftlichen Break-even im Jahr 2004. Eine spätere Überprüfung durch eine Unternehmensberatung bestätigte diese Einschätzung und prognostizierte für 2004 einen Gewinn von rund einer Million Euro. 【3-310cf0】

Zu 9.:

Das Projekt wurde regelmäßig in den Aufsichtsgremien der PAB GmbH sowie der BVG behandelt und begleitet. 【3-310cf0】

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.