Bahnindustrie: DaimlerChrysler prueft langfristig Verkauf von Adtranz

Bahnindustrie: DaimlerChrysler prueft langfristig Verkauf von Adtranz

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DaimlerChrysler erwägt offenbar, sich perspektivisch von seiner Bahntechniktochter Adtranz zu trennen. Hintergrund sind anhaltende Verluste, Überkapazitäten in der Branche und ein umfassendes Sanierungsprogramm mit Stellenabbau und Werksschließungen.

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Quelle: Berliner Zeitung, Ausgabe 11 vom 14.01.2000.

Auf der Automobilmesse in Detroit kündigte DaimlerChrysler-Co-Vorstandschef Bob Eaton an, den Konzern stärker auf das Automobilgeschäft konzentrieren zu wollen. In diesem Zusammenhang wurden Überlegungen bekannt, sich künftig von Adtranz sowie weiteren Konzernbereichen zu trennen. Unternehmensvertreter betonten jedoch, dass ein Verkauf aktuell nicht auf der Tagesordnung stehe.

Adtranz litt seit Jahren unter hohen Verlusten, Preisdruck und Überkapazitäten im internationalen Schienenfahrzeugmarkt. Das Sanierungsprogramm sah den Abbau von 3.000 Arbeitsplätzen und die Schließung mehrerer Standorte vor. Gleichzeitig fehlten wichtige Aufträge, unter anderem im Hochgeschwindigkeits- und U-Bahn-Bereich, sodass zahlreiche Werke nicht ausgelastet waren.

Branchenbeobachter erwarteten eine Konsolidierung des europäischen Bahntechnikmarktes. Auch Deutsche-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn rechnete mit einer stärkeren Konzentration der Hersteller und forderte eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge.

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S-Bahn: Der Bahnhof der angehaltenen Zeit am Potsdamer Platz

S-Bahn: Der Bahnhof der angehaltenen Zeit am Potsdamer Platz

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Der S-Bahnhof Potsdamer Platz zählt zu den symbolträchtigsten Orten der Berliner Teilung. Nach seiner Schließung infolge des Mauerbaus wurde er fast drei Jahrzehnte lang als sogenannter Geisterbahnhof genutzt, bevor dort seit 1992 wieder S-Bahnen halten. 【2-491950】

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Quelle: Berliner Zeitung, Ausgabe 9 vom 12.01.2000. 【2-491950】

Der Bahnhof wurde 1939 eröffnet und entwickelte sich zu einer bedeutenden Verkehrsdrehscheibe. Nach Kriegszerstörungen und Wiederaufbau wurde die Station mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 geschlossen und Teil der streng bewachten Grenzanlagen der DDR. Züge aus West-Berlin durchfuhren den Bahnhof jahrzehntelang ohne Halt. 【2-491950】

Innerhalb der Station errichteten die DDR-Grenztruppen Sicherungsanlagen, Beobachtungsposten und technische Überwachungssysteme. Der Bahnhof blieb dadurch in weiten Teilen konserviert und vermittelte nach dem Fall der Mauer ein einzigartiges Bild des eingefrorenen Alltags der frühen 1960er Jahre. 【2-491950】

Nach der Wiedereröffnung im Jahr 1992 wurde die Anlage schrittweise saniert. Mit der Entwicklung des neuen Potsdamer Platzes stiegen auch die Fahrgastzahlen deutlich an. Der Bahnhof wandelte sich von einem Symbol der Teilung zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt im neuen Berliner Zentrum. 【2-491950】

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Strassenbahn: BVG beschleunigt weitere Tramlinien durch neue Ampelschaltungen

Strassenbahn: BVG beschleunigt weitere Tramlinien durch neue Ampelschaltungen

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Die Berliner Verkehrsbetriebe setzen ihr Programm zur Beschleunigung des Straßenbahnverkehrs fort. Auf den stark frequentierten Linien 1 und 8 werden zahlreiche Ampelanlagen umprogrammiert, damit die Bahnen weniger Wartezeiten an Kreuzungen haben. 【3-409993】

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Quelle: Berliner Zeitung, Ausgabe 8 vom 11.01.2000. 【3-409993】

Entlang der Linie 1 zwischen Mollstraße und Heinersdorf wurden neun Ampelanlagen angepasst. Auf der Linie 8 zwischen Karl-Lade-Straße und Ahrensfelde werden zwölf Anlagen umgestellt, darunter drei vollständig neu errichtete Lichtsignalanlagen. Die Maßnahmen sollen im Frühjahr 2000 wirksam werden. 【3-409993】

Ziel der Verkehrsverwaltung ist eine durchschnittliche Verkürzung der Reisezeiten um 15 Prozent. Erfahrungen auf der bereits beschleunigten Linie 6 zeigten, dass sich die Durchschnittsgeschwindigkeit von 19 auf 21,5 Kilometer pro Stunde erhöhen ließ. Dadurch konnten Fahrzeuge eingespart und Betriebskosten gesenkt werden. 【3-409993】

Nach Angaben der BVG erhalten Straßenbahnen dabei nicht uneingeschränkt Vorrang. Vielmehr werden bestehende Grünphasen verlängert oder zusätzliche Freigaben erteilt, sofern dies mit dem übrigen Straßenverkehr vereinbar ist. Als nächste Projekte sind Beschleunigungsmaßnahmen für die Linien 2, 3 und 4 vorgesehen. 【3-409993】

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BVG: Neues Servicezentrum und Call-Center am Tempelhofer Ufer

BVG: Neues Servicezentrum und Call-Center am Tempelhofer Ufer

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Die Berliner Verkehrsbetriebe haben in Kreuzberg ein neues Bürogebäude in Betrieb genommen. In dem Komplex befinden sich unter anderem die Technische Leitstelle sowie ein rund um die Uhr erreichbares Call-Center für Fahrgäste. 【1-e5f1c0】

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Quelle: Berliner Zeitung, Ausgabe 7 vom 10.01.2000. 【1-e5f1c0】

Das Gebäude wurde Ende 1999 direkt neben der U-Bahn am Tempelhofer Ufer fertiggestellt. Dort ist die zentrale Auskunftsstelle der BVG untergebracht. Unter der Telefonnummer 030 19449 beantworten insgesamt 107 Mitarbeiter Fragen zu Fahrplänen, Tarifen und Zeitkarten-Abonnements. 【1-e5f1c0】

Darüber hinaus können Fahrgäste rund um die Uhr Beschwerden und Hinweise übermitteln. Nach Angaben der BVG nutzen täglich zwischen 2.000 und 3.000 Kunden diesen Service. 【1-e5f1c0】

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Strassenbahn: Buergerinitiative setzt sich fuer Erhalt der Strausberger Eisenbahn ein

Strassenbahn: Buergerinitiative setzt sich fuer Erhalt der Strausberger Eisenbahn ein

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In Strausberg hat sich eine Bürgerinitiative für den Erhalt der Strausberger Eisenbahn (SEB) gegründet. Hintergrund sind Sorgen um die langfristige Finanzierung der innerstädtischen Straßenbahn, die nach Ansicht der Initiatoren für die Mobilität der Stadt unverzichtbar ist. 【1-156990】

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Quelle: Berliner Zeitung, Ausgabe 5 vom 07.01.2000. 【1-156990】

Die Bürgerinitiative warnt davor, dass die Finanzierung der Strausberger Eisenbahn mittelfristig nicht gesichert sei. Die Bahn befördert jährlich rund 1,2 Millionen Fahrgäste und wird von den Initiatoren als besonders sicheres und umweltfreundliches Verkehrsmittel beschrieben. 【1-156990】

Gefordert werden rechtzeitige Zuschusszusagen des Landes Brandenburg für sogenannte Land-Straßenbahnbetriebe. Zudem sprechen sich die Unterstützer dafür aus, analog zum Schienenpersonennahverkehr Bestellverträge auch für die Strausberger Eisenbahn abzuschließen. 【1-156990】

Die Initiative verweist außerdem auf die historische Bedeutung der Bahn als Teil des städtischen Kulturerbes. 【1-156990】

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Nahverkehr: Bahn haelt an Zusammenschluss von BVG und S-Bahn fest

Nahverkehr: Bahn haelt an Zusammenschluss von BVG und S-Bahn fest

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Die Deutsche Bahn verfolgt weiterhin Pläne für einen Zusammenschluss ihrer Tochtergesellschaft S-Bahn Berlin mit den Berliner Verkehrsbetrieben. Nach Auffassung des neuen Bahnchefs Hartmut Mehdorn könnte eine engere organisatorische Zusammenarbeit den öffentlichen Nahverkehr attraktiver und effizienter gestalten. 【1-864b60】

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Quelle: Berliner Zeitung, Ausgabe 1 vom 03.01.2000. 【1-864b60】

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, erklärte in einem Rundfunkinterview, dass Gespräche mit der BVG über einen möglichen Zusammenschluss fortgeführt werden. Ziel sei eine stärkere Verzahnung der Verkehrsunternehmen. 【1-864b60】

Als Vorteile einer Fusion nannte Mehdorn niedrigere Verwaltungskosten, einheitliche Schulungen der Beschäftigten sowie eine bessere Abstimmung von Fahrplänen zwischen Bahnen und Bussen. Dadurch solle die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin gesteigert werden. 【1-864b60】

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