Berlin (dpa/bb) – Die U-Bahn-Linie 1 wird wegen Brückenbauarbeiten zwei Tage lang zwischen den Stationen Gleisdreieck und Wittenbergplatz gesperrt. Vom 20. Oktober, 18.30 Uhr, bis zum 22. Oktober, 03.30 Uhr, fahren auf diesem Streckenabschnitt keine Züge, teilte die BVG am Mittwoch mit. Der U-Bahnhof Nollendorfplatz lässt …
Immer mehr Menschen fahren mit der Berliner S-Bahn – und der Ring gehört zu den am stärksten frequentierten Strecken. Doch lange Züge werden dort bald nicht mehr verkehren können. Denn der Ring ist mit einer neuen Technik ausgestattet worden, die auf zwei Stationen nur für S-Bahnen mit bis zu sechs Wagen ausgelegt ist – diese Bahnhöfe sind für Züge mit der höchstmöglichen Zahl von acht Wagen künftig tabu. Die Technik ermöglicht es dem Fahrpersonal, sich selbst das Abfahrsignal zu geben. Die ZAT, also die Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer, wird Anfang November auf dem Ring „scharf geschaltet“, so der Geschäftsführer Betrieb, Ulrich Thon. Im ersten Halbjahr 2007 wurde die S-Bahn Berlin für 183,6 Millionen Fahrten genutzt – 1,1 Millionen mehr als im selben Zeitraum 2006. Die Auslastung der Züge stieg von 35,3 auf 38,6 Prozent. Jetzt bemängeln Kritiker, dass die S-Bahn trotz des Booms …
Kleine Anfrage der Abgeordneten Claudia Hämmerling (Bündnis 90/Die Grünen) vom 11. September 2007 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 12. September 2007) und Antwort
Kosten-Nutzen-Analyse für die S21 Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: Die Fragen 1 bis 6 der Kleine Anfrage betrifft Sachverhalte, die der Senat nicht in eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er hat daher die Deutsche Bahn AG um Stellungnahme gebeten, die dort in eigener Verantwortung erstellt und dem Senat übermittelt wurde. Sie ist nachfolgend dem Inhalt nach wiedergegeben. Frage 1: Wann beauftragte die Deutsche Bahn die im August 2006 öffentlich ausgeschriebene Aktualisierung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung S 21-Nordringanbindung bis Berlin Hauptbahnhof, und was waren die Anlässe bzw. Gründe für die Aktualisierung? Antwort zu 1.: Die Deutsche Bahn AG beauftragte die Aktualisierung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung im September 2006. Inhalt der Beauftragung war die Anpassung der Planung an die veränderten Randbedingungen gegenüber der Entwurfsplanung vom September 2004. Diese resultieren auch auf ausdrücklichem Wunsch des Landes Berlin aus dem Anspruch, den Hauptbahnhof bereits im Mai 2006 zur Fußball-WM in Betrieb zu nehmen. Somit war die Planung den geänderten Gegebenheiten anzupassen. Frage 2: In welcher Weise war das Land Berlin in die Auftragsbearbeitung eingebunden? Antwort zu 2.: Der Senat wurde durch die Deutsche Bahn AG über die notwendige Überarbeitung der Planung im Rahmen von regelmäßigen Besprechungen informiert. Frage 3: Wann wurden von den Auftragnehmern welche Ergebnisse vorgelegt? Antwort zu 3.: Die bestätigte Entwurfsplanung lag Mitte Mai 2007 vor. Frage 4: Wann wurde das Änderungsverfahren für die Planfeststellung zur S 21-Nord eingeleitet mit welchen Zielen und Inhalten? Antwort zu 4.: Das Änderungsverfahren wurde am 08.03.2006 sowie weitere Änderungen am 21.05.2007 eingereicht. Ziel der Änderungen ist die Optimierung der S 21 in betrieblicher und wirtschaftlicher Hinsicht. Frage 5: Wer wurde wann im Änderungsverfahren beteiligt? Antwort zu 5.: Im Rahmen des derzeit laufenden Verfahrens werden die Träger Öffentlicher Belange sowie die Betroffenen beteiligt. Frage 6: Für wann ist der Abschluss des Änderungsverfahrens beabsichtigt, und wann soll mit dem Bau der S 21-Nord begonnen werden? Antwort zu 6.: Das Verfahren soll Anfang 2008 beendet sein. Mit dem Bau kann aus Sicht der Deutschen Bahn AG begonnen werden, wenn die Finanzierungsvereinbarung zwischen der Deutschen Bahn AG und dem Senat unterzeichnet ist. Voraussetzung hierfür ist die Bestätigung der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geforderten neuen NutzenKosten-Untersuchung sowie die definitive Bestellung des Mehrverkehrs bei der Deutschen Bahn AG. Frage 7: Welcher Nutzen-Kosten-Faktor seinerzeit für die S 21-Nord ermittelt? wurde
Antwort zu 7.: Der Nutzen-Kosten-Quotient der Standardisierten Bewertung aus dem Jahre 2003 betrug 1,11. Frage 8: Wird, wenn die Änderungen bei der S 21Nord zu höheren Kosten führen, die Nutzen-KostenUntersuchung fortgeschrieben?
Antwort zu 8.: Die Änderungen bei der Projektierung der S 21 hatten u.a. zum Ziel, Kosten zu sparen. Daher ist eine Erhöhung der Kosten infolge dieser Änderungen aus diesem Grund nicht zu erwarten. Gleichwohl ist eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung in Arbeit, die aktualisierte Rahmenbedingungen berücksichtigt (vgl. Antwort zu 6.) Frage 9: Was sind Anlass und Ziel der Überlegungen, die S 21 zeitnah über den Hauptbahnhof hinaus bis zum Potsdamer Platz zu bauen? Antwort zu 9.: Große Vorteile der S 21 kommen erst bei der mittel- bis längerfristig vorgesehenen Durchbindung der S 21 vom Hauptbahnhof zum Potsdamer Platz voll zur Geltung. Dazu gehören das hohe Verkehrsaufkommen durch die direkte Schnellbahnanbindung des Hauptbahnhofs aus den nördlichen und den südlichen Stadtgebieten, der daraus resultierende große volkswirtschaftliche Nutzen, die günstige Kostensituation aufgrund der Vorleistungen von 1939.
Nach der Inbetriebnahme des verkehrswirtschaftlich bedeutenden zweiten Bauabschnittes der S 21 vom Hauptbahnhof zum Potsdamer Platz erfährt deren erster Bauabschnitt eine starke verkehrliche und wirtschaftliche Aufwertung. Deshalb ist das Land Berlin bemüht, die Anbindung des Hauptbahnhofs über Potsdamer Platz auch an die südlichen Vorortbahnen zeitnah zu verwirklichen.
Frage 10: Aus welchen Mitteln in welcher Höhe soll die S 21-Nord finanziert werden, und aus welchen Mitteln soll eine Durchbindung der S 21 zum Potsdamer Platz finanziert werden, und mit welchen Kosten wird jeweils gerechnet? Antwort zu 10.: Im Standardisierten Bewertungsverfahren wurden für die S 21-Nordanbindung Kosten in Höhe von 197,7 Mio. zugrunde gelegt. Davon trägt der Bund 60 %. Der Komplementäranteil von 40 % wird vom Land Berlin übernommen. Die Durchbindung der S 21 zum Potsdamer Platz soll auf vergleichbare Weise finanziert werden. Die geschätzten Kosten dafür werden ca. 110 Mio. betragen. Berlin, den 09. Oktober 2007 In Vertretung Krautzberger ………………………….. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 16. Oktober 2007)
Pannenserie legte gestern den Verkehr gleich auf mehreren Linien lahm
Eva Dorothée Schmid
Wer gestern Morgen vom Südosten mit der S-Bahn in die Stadt fahren wollte, konnte glauben, dass die Züge schon wieder bestreikt werden. Doch dieses Mal war es kein Streik, sondern gleich mehrere technische Defekte, die bis in die Mittagstunden zu einem S-Bahn-Chaos führten. Dabei kam ein Vorfall zum nächsten. Ab 7.40 Uhr gab es kurz vor dem Bahnhof Baumschulenweg eine defekte Stromschiene auf dem stadteinwärts führenden Gleis. Eine S-Bahn der Linie S 46 und ein Zug der Linie S 47 wurden beschädigt, als sie die 800 Volt führende Stelle durchfuhren. Hunderte Fahrgäste mussten am Bahnhof Baumschulenweg aussteigen. Als es in einer Durchsage hieß, frühestens in einer halben Stunde verkehre der nächste Zug in Richtung Innenstadt, versuchten sie mit Bussen der Linien 166 und 265 weiterzukommen. „Die allerdings waren bereits total überfüllt, weil in Schöneweide auch keine Züge mehr abfuhren“, sagte ein junger Mann aus Treptow. Die Busfahrer mussten viele Fahrgäste …
Der Einsatz von Videokameras hat die Kriminalitätsrate in Bahnhöfen und Zügen der Berliner Verkehrsbetriebe nicht gesenkt. Zu diesem Ergebnis kommt ein geheimer Bericht des Berliner Büros für angewandte Statistik, dessen Offenlegung die Humanistische Union nun erstritten hat. Von Tanja Laninger
Der Einsatz von Videokameras und die Aufzeichnung der Daten haben die Kriminalitätsrate in Bahnhöfen und Zügen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nicht gesenkt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Zwischenbericht des Berliner Büros für angewandte Statistik von 2006, dessen Offenlegung die Humanistische Union nun bei der BVG erstritten hat. Die Autoren Leon Hempel und Christian Alisch haben zur Einführung der 24-Stunden-Videoaufzeichnung auf den Linien U2, U6 und U8 Daten vom 3. März 2006 bis zum 16. Oktober 2006 ausgewertet. In dem Zeitraum wurden 261 Vorfälle erfasst – die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasste im Vorjahreszeitraum mehr als 8000 Fälle. In 78 Fällen war Bildmaterial vorhanden, aber nur bei knapp einem Drittel reichte die Qualität, um Verdächtige zu identifizieren. Zur Aufklärung von Graffiti und Vandalismus spielten …
Verwaiste Bahnhöfe, leere Tunnel: Ein Verein bietet Fahrten durch die unbekannte Berliner Verkehrswelt an. Mit dem schwarzen Knüppel in der Hand werden die Männer ganz still. Mit zusammengekniffenen Augen starren sie auf die endlos grauen Gleise, jagen ihren gelben Zug durch die dunkle Röhre, nähern sich dem U-Bahnhof „Joachimstaler Promenade“ – da passiert’s. „Oh, nein, anhalten!“, japst eine ältere Dame nervös auf, „du bist viel zu schnell!“ Zu spät. Die U-Bahn rollt am Bahnsteig vorbei. 170 Stationen befinden sich in der Stadt. Fast 1300 U-Bahn-Waggons schieben sich Tag und Nacht unter der Asphaltdecke entlang. Den U-Bahnhof „Joachimstaler Promenade“ allerdings und Stationen wie „Petersdom“ oder „Reinhardhausen“ gibt es nur in einem Seitentrakt des U-Bahnhofs Turmstraße in Moabit, dort werden die Fahrer geschult – aus einem nachgebauten Waggon starren sie auf einen Monitor. Anfahren, abbremsen, Nothalt. Zehn Stationen ist die fiktive U-Bahnstrecke lang. Und manchmal brennt auch ein Kiosk auf dem …
Nach den streikbedingten S-Bahn-Ausfällen gestern müssen Fahrgäste in der nächsten Woche wieder längere Fahrzeiten einkalkulieren: Während der Herbstferien will die BVG kürzere Züge einsetzen, auch sollen die Bahnen nicht so häufig fahren wie normal. BERLIN – Der Fahrgastverband Igeb hat „überzogene Einschränkungen“ der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) im U-Bahn-Verkehr während der Herbstferien kritisiert. Ab Montag gebe es eine Woche lang auf nahezu allen Linien Angebotsreduzierungen, sagte ein Sprecher. Das sei unverständlich und unverantwortlich. Zwar seien in den Herbstferien viele Berliner verreist. Doch gebe es in der Woche auch besonders viele Touristen in der Stadt. Außerdem beginne die Vorlesungszeit für die Studenten. Unverständlich sei auch, dass der Berliner Senat das alles dulde. In der Ferienwoche kommen unter anderem auf der U-Bahn-Linie …
Viele S-Bahnen und Regionalzüge bleiben heute zwischen zwei und 24 Uhr im Depot / Lokführer wollen höheren Lohn durchsetzen / Konzern kündigt neues Angebot an Jakob Schlandt
BERLIN. Berlin steht heute ein ganztägiges Verkehrschaos bevor. Die Lokführergewerkschaft GDL hatte gestern angekündigt, im gesamten Bundesgebiet von zwei Uhr morgens bis Mitternacht im S-Bahn- und im Nahverkehr die Arbeit niederzulegen. „Wir machen jetzt ernst – weil die Deutsche Bahn AG uns bis heute noch immer kein vernünftiges Angebot gemacht hat“, sagte Thomas Gelling von der GDL der Berliner Zeitung. Die in der GDL organisierten Lokführer und Zugbegleiter fordern einen eigenständigen Tarifvertrag und eine Lohnerhöhung von bis zu 31 Prozent. Die Bahn will einen gesonderten Vertrag verhindern. Allerdings einigten sich Bahn und GDL gestern Abend auf neue Verhandlungen. Berlin ist nach Angaben der Gewerkschaft besonders …
Auch in Zukunft werden IC- und EC-Züge in Elsterwerda halten. Darauf verständigte sich heute Infrastrukturminister Reinhold Dellmann mit Stefan Schubert, Sprecher Fahrplan der DB Fernverkehr AG. Reinhold Dellmann: „Es ist uns gelungen, den Fernverkehrshalt in Elsterwerda auch nach dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 zu erhalten. Im Ergebnis des heutigen Gespräches wurde zugesagt, dass in Elsterwerda weiterhin IC/EC-Züge halten werden. Danke dafür an die DB AG. Damit können wir sowohl im Fern- als auch im Nahverkehr attraktive Angebote für die Lausitz sichern.“ Stefan Schubert: „Wir freuen uns, die Halte in Elsterwerda auch weiterhin anbieten zu können und hoffen auf eine starke Nutzung.“ Wegen umfangreicher Bauarbeiten im Raum Dresden sowie der kaum veränderbaren Einbindung der EC-Züge in die Knoten Prag, Berlin und Hamburg, war zunächst die Beibehaltung der Stopps in Elsterwerda unmöglich. Nach Vorliegen der konkreten Bauablaufpläne konnte nun doch eine Möglichkeit gefunden werden, sechs der sieben zunächst nicht vorgesehenen Halte wieder einzurichten. Zwei Halte waren ohnehin weiter geplant. Lediglich der IC 2073/75 um 22.45 Uhr kann nicht mehr in Elsterwerda stoppen, die Nachfrage war hier zudem äußerst gering. Damit halten in Elsterwerda in Richtung Berlin-Dresden drei EC und ein IC-Zug. In Richtung Dresden-Berlin halten zwei IC und zwei EC-Züge. Dank der Bereitschaft des Verkehrsverbundes Oberelbe wird auch die Regionalbahn von und nach Chemnitz noch kurzfristig angepasst. Dadurch können auch weiterhin Umsteigeverbindungen von Chemnitz, Mittweida, Waldheim und Riesa nach Berlin und zurück angeboten werden (Umstieg in Elsterwerda). Neu ist zudem eine umsteigefreie Verbindung an die Ostsee mit dem bereits bestehenden EC 370 ab Elsterwerda um 13.49 Uhr, Ankunft in Stralsund um 18.21 Uhr, im Sommer bis Binz (Ankunft 19.19 Uhr) (Pressemeldung Innenministerium, 12.10.07).
Das kostenpflichtige Parken soll – trotz der jüngsten Ablehnung in einem Bürgerentscheid in Charlottenburg-Wilmersdorf – in der Hauptstadt weiter ausgebaut werden. Nach Senatsangaben geht es bei der Einrichtung neuer Zonen gar nicht um mögliche Mehreinnahmen, sondern um ganz andere Motive. Das kostenpflichtige Parken soll – trotz der jüngsten Ablehnung in einem Bürgerentscheid in Charlottenburg-Wilmersdorf – in Berlin weiter ausgebaut werden. „Die Bewirtschaftung des knappen Parkraums ist Standard in allen modernen Großstädten“, sagte Berlins oberste Verkehrsplaner, Friedemann Kunst, am Rande eines Fachkongresses mit 150 Experten aus ganz …