http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/dieses-monster-testet-den-u2-tunnel-berlin-u-bahn,7169128,15225578.html Berlin – Diesem Monster verdanken wir es, dass das Chaos auf der U-Bahnlinie 2 endlich ein Ende hat. Der Arbeitszug fuhr testweise über den seit Wochen gesperrten Streckenabschnitt zwischen Potsdamer Platz und Mohrenstraße. Am Ende hieß es: Entwarnung! Nach einem Wassereinbruch an einer Baustelle am Leipziger Platz und dem damit verbundenen drohenden Absinken des Tunnels war die Strecke Ende März gesperrt worden. Aber gestern um 20 Uhr rollte die U2 endlich wieder. Beladen mit schweren Werkzeugen, Maschinen und Stahlplatten hatten Techniker und …
Kategorie: U-Bahn
allg. + BVG + S-Bahn: Bus- und Bahnsystem Berliner Senat plant neuen Nahverkehrsplan, aus Berliner Zeitung
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/bus–und-bahnsystem-berliner-senat-plant-neuen-nahverkehrsplan,10809148,15116752.html Berlin – Auch wenn viele Fahrgäste immer was zu meckern haben: Verglichen mit Städten hat Berlin ein gutes Bus- und Bahnsystem. Mit einem neuen Nahverkehrsplan will die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung dafür sorgen, dass es so bleibt – und noch besser wird. Doch der Planentwurf liegt seit 2010 auf Eis, weil Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für die SPD) seine Unterschrift verweigert. Er will sich Berichten zufolge die Möglichkeit offenhalten, bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) Angebotseinschränkungen durchzusetzen. Jetzt, nach langer Funkstille, wollen beide Seiten wieder über den Nahverkehrsplan sprechen – mit ungewissem Ausgang. „Wir finden es dreist, dass sich der Senator über das hinweggesetzt hat, was die Verwaltung mit Verbänden und …
S-Bahn + U-Bahn: Nach und nach bessert sich die Lage bei der Berliner S-Bahn. Auf der Linie S 1 rollen wieder mehr Fahrzeuge. Gute Nachrichten auch für die Fahrgäste der U 2: Die Strecke zwischen Mohrenstraße und Potsdamer Platz könnte im Mai wieder freigegeben werden., aus Berliner Zeitung
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verbesserungen-bei-der-s-bahn-laengere-zuege-auf-der-linie-s-1,10809148,15091888.html Bahn-Chef Rüdiger Grube hat die S-Bahner für den morgigen Freitag zu Freibier, Buletten und Brezeln eingeladen. Mit dem Umtrunk im Werk Friedrichsfelde will er sich bei ihnen dafür bedanken, dass wieder deutlich mehr Züge fahren. Inzwischen seien mehr als 500 Zwei-Wagen-Einheiten einsetzbar, hieß es. Seit Mittwoch rollen auch auf der S 1 mehr Fahrzeuge. Fünf der neun Zuggarnituren, die zwischen Oranienburg und Nikolassee fahren, sind mit acht statt mit sechs Wagen unterwegs. Die derzeitig laufende Aufstockung des Fahrzeugparks ist möglich, weil immer mehr Züge eine neue Technik bekommen. Sie erlaubt es, den Füllstand der Bremssandanlagen per Knopfdruck festzustellen. Bisher mussten regelmäßig Züge aus dem Betrieb genommen und auf Abstellgleise gefahren werden, weil das Personal nachsehen musste, ob noch Sand zur Bremskraftverstärkung da ist. Diese Prozedur erforderte einen Mehrbedarf von …
U-Bahn: U-Bahnen der Linie 3 fahren wieder regelmäßig Zwei Tage nach einem Feuer am Berliner Bahnhof Dahlem-Dorf fahren die Züge wieder zwischen den Stationen Breitenbach- und Thielplatz., aus Berliner Morgenpost
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article106240129/U-Bahnen-der-Linie-3-fahren-wieder-regelmaessig.html Nach dem Brand einer Dachkonstruktion des U-Bahnhofs Dahlem-Dorf im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf am Sonnabend hat die U-Bahn-Linie 3 wieder den regulären Betrieb aufgenommen. Die Züge verkehrten seit Montag 17 Uhr wieder regelmäßig, sagte eine Sprecherin der BVG. Seit Sonnabend waren Ersatzbusse zwischen den Haltestellen Breitenbach- und Thielplatz im Einsatz. Das Feuer war in der Nacht zu Sonnabend aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen. Verletzt wurde bei dem Brand Polizeiangaben zufolge niemand. Die Flammen hatten sich einem Feuerwehrsprecher zufolge auf einer Fläche von …
U-Bahn: U-Bahnen der Linie 3 fahren wieder regelmäßig Zwei Tage nach einem Feuer am Berliner Bahnhof Dahlem-Dorf fahren die Züge wieder zwischen den Stationen Breitenbach- und Thielplatz., aus Berliner Morgenpost
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article106240129/U-Bahnen-der-Linie-3-fahren-wieder-regelmaessig.html
Nach dem Brand einer Dachkonstruktion des U-Bahnhofs Dahlem-Dorf im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf am Sonnabend hat die U-Bahn-Linie 3 wieder den regulären Betrieb aufgenommen. Die Züge verkehrten seit Montag 17 Uhr wieder regelmäßig, sagte eine Sprecherin der BVG. Seit Sonnabend waren Ersatzbusse zwischen den Haltestellen Breitenbach- und Thielplatz im Einsatz.
Das Feuer war in der Nacht zu Sonnabend aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen. Verletzt wurde bei dem Brand Polizeiangaben zufolge niemand.
Die Flammen hatten sich einem Feuerwehrsprecher zufolge auf einer Fläche von …
U-Bahn: Tunnelsperrung Hängepartie auf der U 2, aus Berliner Zeitung
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/tunnelsperrung-haengepartie-auf-der-u-2,10809148,15029680.html Berlin – Weiterhin ist nicht absehbar, wann der U-Bahn-Tunnel am Leipziger Platz wieder befahrbar ist – obwohl Bauleute ihn für sicher halten. Doch die Berliner Verkehrsbetriebe sehen dies skeptisch. „Das ist weiter nicht absehbar“, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Stundenlang brüteten die Sachverständigen am Freitagvormittag über Berechnungen, Kartenskizzen, Expertisen. Am Nachmittag kamen sie erneut zusammen. Aber auch nach den jüngsten Treffen zum Wassereinbruch an der U-Bahn-Linie 2 ist ungewiss, ob und wann der gesperrte Tunnel zwischen Mohrenstraße und Potsdamer Platz wieder in Betrieb genommen werden kann. Zwar zeigte sich die Arbeitsgemeinschaft Leipziger Platz 12, auf deren Baustelle die Havarie geschah, zuversichtlich. „Für uns ist die Situation …
U-Bahn: Startschuss für die Tunnelarbeiten für den U5-Lückenschluss
http://www.lok-report.de/ Nach Jahren der Vorbereitung ist es nun so weit: Am 24,04.12 fiel der Startschuss für die Tunnelarbeiten an der U5, dem Lückenschluss zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz. Ende Januar hat die BVG der Mannheimer Bilfinger Berger Ingenieurbau GmbH den Zuschlag für den größten Teil der Rohbauleistungen erteilt. Das vorhergehende offene Vergabeverfahren konnte die BVG zwei Wochen vor dem geplanten Abschluss und ohne Einsprüche abschließen. Damit gehört die BVG bundesweit zu den wenigen öffentlichen Auftraggebern, denen ein rüge- und nachprüfungsfreies Vergabeverfahren – auch unter Einhaltung des geplanten Budgets – gelungen ist. Das ist ein guter Beginn für die Bauarbeiten und ein Beweis für die Sorgfalt, mit der die BVG dieses derzeit größte Verkehrsinfrastrukturprojekt für Berlin vorbereitet hat. Am Dienstag wird mit den Arbeiten für den Startschacht, von dem Mitte 2013 die Tunnelbohrmaschine ihre Fahrt aufnehmen wird, begonnen. Der Startschacht wird zwischen der westlichen Rathausstraße und dem Marx-Engels-Forum in offener Bauweise errichtet. In einem ersten Arbeitsschritt werden Schlitzwände mit einem circa 25 Meter hohen Bagger bis zu circa 40 Meter Tiefe im Boden hergestellt, um die Seiten der Baugrube abzudichten. Danach werden tiefliegende Dichtsohlen als horizontale Abdichtung hergestellt. Hierbei wird mit Hochdruck eine sogenannte Düsenstrahlsohle im Boden hergestellt. Das Marx-Engels-Forum wird von der BVG als Dreh- und Angelpunkt für die Baulogistik, quasi als Basislager, genutzt. Die Baustellenfläche wird mit einem Bauzaun von 750 Metern Länge umschlossen. Aufgrund der Nachbarschaft zum Roten Rathaus und zum Nikolaiviertel hat sich die BVG für eine besonders attraktive Zaungestaltung entschieden, die sowohl einen informierenden und als auch wegeleitenden Charakter besitzt, der für Fußgänger in der historischen Mitte, Touristen und letztlich auch für die Kultur- und Gewerbetreibenden im Nikolaiviertel einen Nutzen hat. Die Zaungestaltung nimmt Bezug auf die neue U-Bahnverbindung einerseits und die geschichtsträchtige Umgebung andererseits. Dieses Konzept verfolgt die BVG auch bei der Bauzaungestaltung für die neuen U-Bahnhöfe Berliner Rathaus, Museumsinsel und Unter den Linden. Diese Bauzäune werden zwar individuell, aber mit informierendem, orientierendem und kulturellem Charakter in einem einheitlichen Design gestaltet. • April 2010: Spatenstich, Beginn Leitungsarbeiten und archäologische Grabungen September 2010: Umsetzung Marx-Engels-Denkmal • Bis Ende November 2011: Archäologische Grabungen vor dem Berliner Rathaus und auf dem Schlossplatz • Bis Frühjahr 2013: Baufeldfreimachung zur Vorbereitung der Tiefbaumaßnahmen (Leitungsverlegungen) • Ab Ende 2011: Bau einer Hafenanlage am Marx-Engels-Forum • Ab Frühjahr 2012: Rohbau des Startschachtes für den Tunnelbohrer am Marx-Engels-Forum • Ab Frühjahr 2012: Rohbau der Bahnhöfe Unter den Linden und Museumsinsel • • Juli 2012 – Oktober 2013: Unterbrechung U6 zwischen den U-Bahnhöfen Französische Straße und Friedrichstraße • Juli 2012 – Juli 2013 Oberirdische Sperrung Friedrichstraße im Kreuzungsbereich Unter den Linden • Ab Januar 2013: Rohbau des Bahnhofs Berliner Rathaus • Frühjahr 2013 bis Sommer 2016: Leitungsrückverlegung, Verfüllung der Baugruben • Frühjahr 2013 – Herbst 2014: Auffahren der Tunnelröhren im unterirdischen Schildvortrieb (Tunnelbohrmaschine) • Sommer 2016 – Anfang 2019: Innenausbau der Bahnhöfe • Sommer 2019: Eröffnung der Verbindung Alexanderplatz – Brandenburger Tor (Pressemeldung BVG, 25.04.12).
S-Bahn + U-Bahn + Taxi: U-Bahn-Sperrung, S-Bahn-Ausfall Noch mal davongekommen, Für viele Nutzer der U-Bahn begann die Woche mühsam, aber ohne Chaos. BVG und Investor verhandeln über Reparatur an der U 2. , aus Der Tagesspiegel
http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr/u-bahn-sperrung-s-bahn-ausfall-noch-mal-davongekommen/6546114.html Montag, U 1 unterbrochen, U 2 gesperrt, wieder Ausfälle bei der S-Bahn und obendrein Taxi-Sternfahrt: Damit waren alle Zutaten für einen chaotischen Start in die Woche vorhanden. Doch dann dauerten viele Wege zwar etwas länger als sonst, aber man kam einigermaßen voran. „Es läuft alles super und die Stimmung ist entspannt“, sagte einer der zahlreichen BVGler, die die Fahrgäste beim Umsteigen von der U-Bahn in die Ersatzbusse unterstützten. Nur frühmorgens hätten sich einige genervte Pendler beschwert und die BVG beschimpft: „Da muss man sich einiges anhören. Die nennen uns Idioten, obwohl wir ja nur helfen wollen.“ Allerdings wussten viele seiner Kollegen bis zum Mittag nicht einmal, dass die Taxifahrer am Montag den Stadtverkehr blockieren wollten. Auf der U 1 war es der erste Tag der siebenwöchigen Sperrung zwischen Möckernbrücke und Wittenbergplatz. Die teilweise parallel fahrende U 2 …
U-Bahn: Sperrung auf der U1
http://www.lok-report.de/ Im Rahmen der Grundsanierung des U-Bahnhofs Gleisdreieck wird die U-Bahnlinie 1 zwischen den Bahnhöfen Möckernbrücke und Wittenbergplatz mit Betriebsbeginn am Montag, den 23.04.2012, durchgehend bis Freitag, den 08.06.2012, circa 03.30 Uhr, unter-brochen. Grund sind umfangreiche Sanierungsarbeiten am oberen Bahnsteig der Linie U1, an dem die Züge in Richtung Warschauer Straße bzw. in Richtung Uhlandstraße halten. Die U1 verkehrt während der Bauarbeiten zwischen den U-Bahnhöfen Warschauer Straße und Möckernbrücke wie gewohnt. Zwischen den U-Bahnhöfen Möckernbrücke und Gleisdreieck wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Ab dem U-Bahnhof Gleisdreieck ist die Weiterfahrt mit der U2 bis zum U-Bahnhof Wittenbergplatz möglich. Zwischen den Bahnhöfen Wittenbergplatz und Uhlandstraße verkehrt die U1 wie gewohnt. Der U-Bahnhof Kurfürstenstraße wird vom Ersatzverkehr nicht angefahren, ist aber vom U-Bahnhof Bülowstraße (U2) über einen kurzen Weg erreichbar. Wegen der Sperrung wird es leider zu Fahrzeitverlängerungen kommen. Wir bitten daher die Fahrgäste, mehr Zeit einzuplanen. Während der Baumaßnahme werden die das U-Bahnviadukt tragende Stützen der so genannten Pendelportale, hinter dem Bahnsteig in Richtung Warschauer Straße, komplett ausgetauscht. Um den Austausch der Pendelportale durchzuführen, werden Hilfstraggerüste benötigt, für die bereits entsprechend tragfähige Fundamente erstellt wurden. Die alten Pendelportale werden durch neue Stahlbauteile ersetzt. Diese werden in sechs Meter langen vormontierten Elementen per Spezialtransport angeliefert. Die Endmontage erfolgt auf der Baustelle. Da diese Arbeiten aus Sicherheitsgründen nicht unter Betrieb stattfinden können, ist eine Sperrung notwendig. Um die Maßnahme in der geplanten Bauzeit von sieben Wochen bewältigen zu können, werden die Bauarbeiten zu einem großen Teil im 3-Schicht-Betrieb ausgeführt. Die Kosten für den Austausch der Pendelportale belaufen sich auf circa 1,5 Mio. Euro. Der U1-Bahnsteig wird saniert und erhält einen barrierefreien Ausbau. Dafür sind der Abbruch und der Neubau der Bahnsteigkanten notwendig sowie eine Anpassung der Bahnsteigkantenhöhe an die Ausstiegshöhe der Züge. Ein Blindenleitsystem wird ebenfalls installiert. Außerdem werden die Dachflächen des U-Bahnhofes saniert. Die Kosten für die Sanierung des U1-Bahnsteigs liegen bei circa 400.000 Euro. Der Bahnsteig der U2 bleibt von den Arbeiten unberührt. In der Sperrzeit werden zudem die Bahnsteigplatten innerhalb der Bahnhofshalle der Linie U1 sowie die Dachflächen des Bahnhofsgebäudes saniert. Dabei wird auch die Dachabdichtung komplett erneuert. Außerdem werden die Entwässerungsrinnen nach den denkmalschutzrechtlichen Vorgaben saniert und teilweise neu ausgebildet. Auch ein kleiner Teil der Bahnhofsaußenwände wird in diesem Zuge saniert. Dafür werden beide Bahnhofshallen im Dachbereich eingerüstet. Die Kosten für die Dachsanierung liegen bei 500.000 Euro. Der U-Bahnhof Gleisdreieck mit seinen stählernen Hochbahnbrücken wurde am 3. November 1912 eröffnet. Danach wurde der U-Bahnhof Gleisdreieck auf Grund seiner bewegten Geschichte baulich mehrfach angepasst, ohne dass eine Grundinstandsetzung des U-Bahnhofs und der angrenzenden Viadukte durchgeführt wurde. Seit 1902 befand sich an dem Ort des heutigen U-Bahnhofs Gleisdreieck die höhengleiche Schnittstelle dreier sich kreuzender Hochbahnlinien, ein sogenanntes „Gleisdreieck“ eben. Nach einem schweren Hochbahnunglück im Jahr 1908 erfolgte. der Umbau in ein Kreuzungsbauwerk, an dem die Züge sich auf unterschiedlichen Höhenniveaus sicherer kreuzen (Pressemeldung BVG, Fotos Bodo Schulz, www.bodoschulz.de, 23.04.12).
U-Bahn: BVG leitet gerichtliches Beweisverfahren ein
http://www.lok-report.de/ Die BVG hat beim Landgericht Berlin die Bestellung eines Sachverständigen beantragt, um die Ursachen und Folgen des am 30.03.2012 auf der Baustelle Leipziger Platz festgestellten sogenannten Grundbruches verbindlich klären zu lassen. Festgestellt werden soll insbesondere, ob die Schäden durch mangelhafte Planungen und Bauarbeiten der durch den Investor, die HGHI Leipziger Platz GmbH, beauftragten Unternehmen entstanden sind. Hier geht es vor allem um undichte Schlitzwände, die das Tunnelbauwerk der BVG von den übrigen Baugrubenbereichen abschotten sollten. Die Folgen des Schadensfalles sind erheblich: Zunächst mussten diverse Sicherungsmaßnahmen getroffen werden, um ein unkontrolliertes Austreten von Boden und Grundwasser zu verhindern. Ferner musste der U-Bahnbetrieb in beiden Tunnelröhren ab dem 30.03.2012 eingestellt werden und ruht seither; eine Wiederaufnahme des U-Bahnbetriebes wird von der für die Überwachung zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erst dann gestattet, wenn die Ursachen des Schadensfalles ermittelt und detaillierte Nachweise zur Stand- und Betriebssicherheit des Tunnels beigebracht worden sind. Inwieweit das Tunnelbauwerk durch den Grundbruch geschädigt und durch unterirdische Hohlräume destabilisiert wurde, konnte bisher nicht abschließend analysiert werden. Entgegen den ausdrücklichen Anordnungen der BVG führte der Investor zu dem zuletzt Ankerarbeiten im Bereich des U-Bahntunnels weiter, um Projektverzögerungen und Mehrkosten in Grenzen zu halten. Eine Erstattung sämtlicher Kosten und Schäden, die aus dem Grundbruch und der Betriebseinstellung resultieren, wurde trotz entsprechender Aufforderung der BVG nicht zugesagt. Zur Wahrung ihrer Rechte sah sich die BVG in dieser Situation gehalten, ein gerichtliches Beweisverfahren beim Landgericht Berlin einzuleiten. Vergleichbare Verfahren hat es bei komplexen Bauschäden mehrfach gegeben. In Berlin wurde ein Beweisverfahren beispielsweise durchgeführt, als es bei Bauarbeiten für den Tiergartentunnel zu einem unterirdischen Wassereinbruch kam. In Köln läuft ein Beweisverfahren gegenwärtig, um Ursachen und Folgen des Einsturzes des Stadtarchives aufgrund von U-Bahnbauarbeiten festzustellen. Die BVG hat dem Landgericht Berlin vorgeschlagen, als Gutachter in der Angelegenheit Leipziger Platz Herrn Prof. Dr.-Ing. Kempfert, Hamburg/Würzburg, zu bestellen. Herr Prof. Dr.-Ing. Kempfert ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Geotechnik und als Gerichtsgutachter in der parallel laufenden Angelegenheit Kölner Stadtarchiv bereits umfangreich mit vergleichbaren Fragestellungen befasst. Die abschließende Entscheidung über die Beauftragung des Gutachters obliegt allerdings dem Landgericht Berlin. Wie sich die Einleitung des gerichtlichen Beweisverfahrens auf die Wiederaufnahme des U-Bahnbetriebes am Leipziger Platz auswirkt, hängt von den weiteren Entwicklungen auf der Baustelle ab. Sollte die Klärung der Ursachen des Schadensfalles auf außergerichtlichem Wege zwischen der BVG, dem Investor und den beteiligten Unternehmen gelingen und sollten die von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung geforderten Nachweise zur Stand- und Betriebssicherheit des Tunnelbauwerkes auf anderem Wege zu beschaffen sein, wird zu prüfen sein, ob und inwieweit es eines formellen Gerichtsgutachtens noch bedarf (Pressemeldung BVG, 23.04.12).