„Brandenburg setzt sich nachdrücklich beim Bundesverkehrsministerium für
den Ausbau der Bahnstrecke Berlin – Stettin ein“, stellt Verkehrsminister
Jörg Vogelsänger klar. Vogelsänger reagiert damit auf die Vorhaltungen des
uckermärkischen CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen in einer Zeitung,
das Land und der Kreis würden das Ausbauprojekt Berlin-Stettin
„stiefmütterlich“ behandeln.
„Bislang war Konsens, dass alle politischen Vertreter des Landes und der
Uckermark beim Bund für den Ausbau dieser für den Nordosten Brandenburgs so
wichtigen Bahntrasse gemeinsam eintreten. Wenn es nun nicht mehr wie
gewünscht vorangeht, dann hat dies vor allem damit zu tun, dass die jetzige
Bundesregierung den Haushaltsposten für Bahninvestitionen hoffnungslos
unterfinanziert.“
Vogelsänger, der bis Ende 2012 auch den Vorsitz der
Verkehrsministerkonferenz innehat, erinnert in diesem Zusammenhang daran,
dass der Vorstoß der Bundesländer, die Gewinnabführung der Deutschen Bahn
AG an den Bundeshaushalt in Investitionen umzulenken, am Bund gescheitert
ist. „Faktisch bedeutet dies eine Investitionskürzung um 500 Millionen
Euro“, sagte Vogelsänger. Des Weiteren fehlt noch immer das schon lange
angekündigte deutsch-polnische Abkommen zum Ausbau dieser Strecke.
Für die Ausbau-Finanzierung der Strecke Berlin – Angermünde – Stettin sowie
für die Verhandlungen mit Polen ist ausschließlich der Bund zuständig. Die
Umsetzung ist dann Sache der DB Netz AG.
„Als CDU-Mitglied und stellvertretendes Mitglied im Bundesverkehrsausschuss
ist Koeppen beim Bund nicht etwa in der Opposition, sondern gehört in das
Lager der Regierung“, so der Minister weiter: „Da sollte man doch davon
ausgehen, dass der Abgeordnete Koeppen Gelegenheit erhält, direkt bei
seinem Parteifreund, dem Bundesverkehrsminister, vorstellig zu werden, um
etwas für die Uckermark zu bewegen, und nicht auf den Umweg über eine
Zeitung angewiesen ist.“
„Genauso wünsche ich, dass Herr Koeppen seinen christsozialen Parteifreund
von der Zerschlagung der ostdeutschen Wasser- und Schifffahrtsdirektionen
abhält“, äußerte der Minister weiter: „Die so genannte Reform der
Binnenwasserstraßenverwaltung des Bundes bedeutet eine erhebliche
Benachteiligung dieses umweltfreundlichen Verkehrsträgers in den neuen
Bundesländern und insbesondere auch im Odereinzugsgebiet.“ (Pressemeldung
Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 24.06.11).
Kategorie: Regionalverkehr
Regionalverkehr: Seit 02:00 Uhr heute morgen wird bei der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH gestreikt. Es kommt zu Verspätungen und Zugausfällen., aus Die Welt
http://www.welt.de/wirtschaft/article13445428/
Neuer-Lokfuehrerstreik-in-Berlin-und-Brandenburg.html
Bei der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) kommt es am Donnerstagmorgen
wegen eines neuen Streiks der Lokführer wieder zu Behinderungen. Wie die
Odeg in der Nacht mitteilte, sind seit 02.00 Uhr Strecken in Berlin und
Brandenburg sowie in der Lausitz betroffen. Wie lange der Ausstand dauern
wird, ist noch nicht klar. Fahrgäste können sich auf der Internetseite der
Odeg über Verspätungen und Ausfälle informieren.
Zwischen Fürstenwalde (Spree) und Bad Saarow fallen nach Angaben des
Unternehmens …
Regionalverkehr: Ausfall der Linie RE 7 zwischen Medienstadt Babelsberg und Ostbahnhof
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/verkehrsmeldungen/bbmv/
bbmv20110621.html
(Berlin, 21. Juni 2011) Ab heute, 23:30 Uhr, bis Freitagmorgen, 1. Juli,
1:30 Uhr, ist der Zugverkehr auf der Regionallinie RE 7 an mehreren Tagen
wegen Gleisbauarbeiten unterbrochen.
Am 21., 22., 25., 27. Juni und am 1. Juli fährt der Zug RE 18741 Richtung
Dessau erst in Berlin Wannsee statt in Berlin Ostbahnhof ab (fahrplanmäßige
Abfahrtszeit in Berlin Ostbahnhof 23:43 Uhr). In der Gegenrichtung endet
der Zug RE 18740 in Wannsee (fahrplanmäßige Ankunft 1:16 Uhr). Reisende
ab/nach Berlin Ostbahnhof nutzen bitte die S-Bahn der S 7.
Am 23., 24. und zwischen 28. und 30. Juni beginnt der Zug RE 18741 Richtung
Dessau erst in Potsdam Medienstadt Babelsberg. Reisende ab Ostbahnhof
fahren mit der S 7 bis Wannsee (bitte die frühere Abfahrt beachten). In
Wannsee steigen sie auf den Ersatzbus um, der bis Medienstadt Babelsberg
fährt. Dort besteht Anschluss an den 20 Minuten später abfahrenden Zug nach
Belzig. In der Gegenrichtung endet der Zug in Medienstadt Babelsberg. Zur
Weiterfahrt steht ein Ersatzbus bereit.
Über diese Fahrplanänderungen informiert die Deutsche Bahn im Internet
unter www.bahn.de/bauarbeiten. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio
Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882. Zusätzlich sind die
Informationen auch per Handy unter bauarbeiten.bahn.de/mobile abrufbar.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Tarife + Regionalverkehr: Ab September: Freifahrt für schwerbehinderte Menschen in Nahverkehrszügen der DB, Reiseerleichterung für 1,4 Millionen Menschen • Wegfall des Streckenverzeichnisses • Neuregelung unterstreicht Kundenorientierung
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/presseinformationen/ubp/
p20110621a.html
(Berlin, 21. Juni 2011) Am 1. September 2011 wird die Freifahrtregelung für
die rund 1,4 Millionen schwerbehinderten Menschen in Deutschland wesentlich
erweitert. Alle Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn (DB) können dann
bundesweit ohne zusätzlichen Fahrschein mit dem grün-roten
Schwerbehindertenausweis und dem Beiblatt mit gültiger Wertmarke genutzt
werden.
„Wir freuen uns, mit dieser Regelung das Leben für schwerbehinderte
Bahnfahrer ein kleines bisschen einfacher machen zu können“, so Rüdiger
Grube, Vorstandvorsitzender der Deutschen Bahn AG. „Es ist der Deutschen
Bahn und mir persönlich ein echtes Anliegen, auch behinderten Menschen eine
möglichst grenzenlose Mobilität zu bieten.“
Zusammen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die DB
vereinbart, das im Sozialgesetzbuch verankerte Streckenverzeichnis für
schwerbehinderte Menschen zum 1. September 2011 aufzuheben. Das
Streckenverzeichnis definiert den Radius von 50 Kilometer rund um den
Wohnort eines schwerbehinderten Menschen, in dem er bisher kostenlos die
Nahverkehrszüge der DB außerhalb von Verkehrsverbünden nutzen konnte. Damit
können schwerbehinderte Reisende bundesweit durchgängig mit allen
Nahverkehrszügen der DB – Regionalbahn (RB), Regionalexpress (RE),
Interregio-Express (IRE) und S-Bahn – in der 2. Klasse kostenlos fahren.
Die Regelungen für Begleitpersonen, für die Mitnahme eines Hundes und für
kostenfreie Platzreservierungen bleiben unverändert. Das unentgeltliche
Reisen innerhalb von Verkehrsverbünden bleibt bestehen. Die Neuregelung ist
ein wesentlicher Beitrag zu mehr Kundenorientierung und zum
Bürokratieabbau.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG
Regionalverkehr: Nahverkehr Experten-Konzept weist Möglichkeiten für attraktiveren ÖPNV aus, aus MAZ
BRÜCK – Große Veränderungen werfen ihre Schatten voraus. Ab August 2012
sollen nicht nur Berufspendler in der Region um Brück, Treuenbrietzen und
Niemegk deutlich bessere Angebote im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
nutzen können. Sie würden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 ihre volle
Wirkung entfalten.
Das geht aus einem Konzept hervor, das derzeit im Auftrag des Landkreises
Potsdam-Mittelmark in Kooperation mit dem Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg (VBB) vom Berliner Büro Spreeplan Verkehr erarbeitet
wird. Zudem wirkt daran im Fläming eine Arbeitsgruppe mit, der
Bürgermeister, Amtsdirektoren sowie Vertretern von Verkehrsbetrieben und
des Landkreises angehören (die MAZ berichtete). Der inzwischen recht weit
fortgeschrittene Planungsstand ist am Montagabend in der Sitzung des
Brücker Amtsausschusses vorgestellt worden.
Wie Mathias Lorenz vom Büro Spreeplan dort sagte, gibt es heute in der
genannten Region eine …
Regionalverkehr: DBV fordert Einschreiten gegen Provinzposse in Vogelsang
Sehr geehrter Herr Minister Vogelsänger, seit gestern ist Brandenburg um
eine Provinzposse reicher. Die Regionalbahnlinie 12 von Berlin-Lichtenberg
nach Templin über Oranienburg fährt zwar weiterhin alle Stunde, ein ein-
und aussteigen im Bahnhof Vogelsang ist den Fahrgästen jedoch nur
zweistündlich gestattet. Ihr Ministerium hat den Verkehrsverbund
beauftragt, jeden zweiten Halt im Bahnhof Vogelsang abzubestellen. Da die
Gesamtstrecke jedoch nach wie vor alle Stunde bedient wird, ergibt sich die
skurile Situation, dass zwar alle Züge am Bahnsteig in Vogelsang halten,
jedoch die Türen des eines Zuges nicht geöffnet werden. Erzürnte Fahrgäste
haben sich bei uns über diese Entscheidung Ihres Ministeriums beschwert.
Durch die Verringerung der zu bezahlenden Halte spart das Land Brandenburg
jährlich nach unseren Schätzungen 18.000 € ein. Diese enorme Summe
rechtfertigt natürlich den Schritt, erst drei Wochen vorher die
Öffentlichkeit über die Einschränkungen zu informieren und auch der
betroffenen Stadt erst auf deren Nachfrage diese Entscheidung zur Kenntnis
zu geben – oder? Diese völlig unabgestimmte und überhastete Abbestellung
des Haltes in Vogelsang hätte nicht sein müssen. Schüler aus Vogelsang, die
in Templin und an weiteren Standorten Schulen besuchen, haben nun plötzlich
eine Fahrzeitverlängerung von bis zu 1,5 Stunden. Hier hätte es zuvor
Gespräche mit der Kommune und den Betroffenen geben müssen.
Und noch einen Hinweis gaben uns verärgerte Eltern: die meisten Schüler
haben sich eine Jahreskarte gekauft. Die kostet für sie zur Fahrt nach
Templin 550 Euro im Jahr (für 11 Minuten Fahrzeit ein stolzer Preis!).
Damit steht die Nutzbarkeit der Jahreskarte in keinem Verhältnis mehr zu
den Kosten dafür. Wenn die Zahl der Fahrtmöglichkeiten jetzt quasi halbiert
wird, wäre es auch nur logisch, den Preis auf die Hälfte zu senken.
Durch diese nicht ausreichend kommunizierte Maßnahme haben Sie den
„Schwarzen Peter“ an das Zugpersonal weitergereicht. Die Eisenbahner vor
Ort, die mit dem Zug zwar am Bahnsteig anhalten, denen es jedoch verboten
ist, die Türen zu öffnen, bekommen jetzt den Ärger der Fahrgäste zu spüren.
Auch DB Station & Services als Eigentümer des Bahnsteigs ist, so
berichteten es uns Eltern aus Vogelsang, nicht untätig geblieben. Um Fakten
zu schaffen, wurden kurzerhand die Bahnsteigplatten entfernt. Somit ist der
Bahnsteig im Moment nicht nutzbar. Da dies unserer Meinung nach nicht durch
die Gesetze abgedeckt wird, haben wir uns in dieser Angelegenheit an das
Eisenbahnbundesamt gewandt.
Wir fordern Sie deshalb auf, sofort den stündlichen Halt für die RB 12
wieder zu bestellen. Jedes weitere Abwarten nährt bei vielen Bürgern vor
Ort nur die Meinung, dass der Landesregierung die berlinfernen Regionen mit
all ihren demografischen und wirtschaftlichen Problemen relativ egal sind
(Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband
Berlin-Brandenburg e. V., 22.06.11).
Regionalverkehr: Einschränkungen im Reiseverkehr auf der RE-Linie 2 Berlin-Rathenow
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/verkehrsmeldungen/bbmv/
bbmv20110617b.html
(Berlin, 17. Juni 2011) Wegen der Bauarbeiten auf der Strecke
Berlin-Wolfsburg-Hannover kommt es ab Montag, 20. Juni bis zum 13. August
zu Fahrplanänderungen auf der RE-Linie 2.
Die Fahrpläne des RE 2 wurden im genannten Zeitraum wegen der veränderten
Fahrzeiten der Züge des Fernverkehrs angepasst. Die Züge verkehren mit
geänderten Abfahrts- und Ankunftszeiten.
Einige Züge der RE-Linie 2 halten nicht in Buschow und Nennhausen. Als
Ersatz wird zwischen Rathenow und Nauen Busersatzverkehr eingerichtet. In
Nauen besteht Anschluss an die Züge der RE-Linie 4 nach und von Berlin.
Die Fahrplanänderungen sind in der Reiseauskunft bereits enthalten.
Über diese Fahrplanänderungen informiert die Deutsche Bahn im Internet in
der Reiseauskunft unter www.bahn.de beziehungsweise unter
www.bahn.de/bauarbeiten. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio
Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882. Zusätzlich sind die
Informationen auch per Handy unter bauarbeiten.bahn.de/mobile abrufbar.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Regionalverkehr: Ersatzbusse zwischen Jüterbog und Falkenberg (Elster)
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/presse/verkehrsmeldungen/bbmv/bbmv20110617a.html
(Berlin, 17. Juni 2011) Wegen des Baus eines Bahnsteigs in Zellendorf
verkehren ab Sonntag, 19. Juni, 23 Uhr, bis Freitag, 1. Juli, 5:45 Uhr, auf
der Regionallinie RE 5 zwischen Jüterbog und Falkenberg (Elster)
Ersatzbusse.
Die Ersatzbusse Richtung Jüterbog fahren in Falkenberg (Elster) bis zu
einer Stunde früher ab. Die Anschlusszüge in Jüterbog Richtung Berlin
werden erreicht. Die Busse in der Gegenrichtung kommen in Falkenberg
(Elster) etwa 55 Minuten später an.
Die Fahrplanänderungen sind bereits im aktuellen Fahrplan enthalten. Über
diese Fahrplanänderungen informiert die Deutsche Bahn auch im Internet
unter www.bahn.de/bauarbeiten. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio
Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882. Zusätzlich sind die
Informationen auch per Handy unter bauarbeiten.bahn.de/mobile abrufbar.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Regionalverkehr: Eine Woche Stillstand, Frankfurt (Oder) (moz) Seit gut einer Woche streiken die Lokführer bei der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg). Zum wiederholten Mal in diesem Jahr., aus MOZ
http://www.moz.de/nachrichten/
brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/319329/
Sie habe die Fahrt mit ihrer 5. Klasse extra per Fax an die Odeg
angemeldet, erzählt Marion Schubert, Lehrerin an der Grundschule
Neutrebbin. In den Zoo nach Eberswalde sollte es am vergangenen Dienstag
gehen. „Auf dem Schreiben stand unsere Telefonnummer“, betont sie. Doch
weder ein Anruf noch ein Zug kam. „Nach fast einer Stunde Wartezeit morgens
am Bahnhof Neutrebbin fuhr ein Kleinbus im Auftrag der Odeg vor“, erinnert
sich die Lehrerin. Viel zu klein für 17 Schulkinder. Der Ausflug in den Zoo
musste ausfallen. „Ärgerlich“ findet Marion Schubert vor allem, wie die
Odeg den Ersatzverkehr organisiert.
Auch Ronald Wenzel hat schlechte Erfahrungen gemacht. Vier Stunden habe er
jüngst für die Fahrt mit der Odeg von Eberswalde nach Frankfurt (Oder)
gebraucht. „Weil in Wriezen der Wechsel in einen anderen …
Regionalverkehr: Zu Pfingsten keine durchgehenden Regionalexpress-Züge an die Ostsee
Schönstes Ausflugswetter. Was liegt für viele Berliner also näher, ihrer
Badewanne einen Besuch abzustatten. Mit dem Fahrrad selbstverständlich. Nur
dumm, dass gerade an diesem Wochenende das eh nicht ausreichende Zugangebot
durch den Komplettausfall des RE 3 zwischen Gesundbrunnen und Bernau noch
weiter dezimiert wird.
Völlig die absehbare Nachfrage ignorierend, wird stattdessen von DB Regio
auf die S-Bahn verwiesen, die zwischen Gesundbrunnen und Bernau als Ersatz
herhalten muss, Nur: die S-Bahn fährt alle 20 Minuten und nur mit 6 Wagen.
Das kann natürlich nicht gutgehen und führt auch zu unschönen Situationen.
Wie Fahrgäste mit Gepäck und Fahrrädern, die in vier Doppelstockwagen auf
den Treppen und in den Gängen stehend, in sechs einstöckige S-Bahn-Wagen
passen sollen, erschließt sich dem Beoachter nicht ganz.
Die Fahrgastnachfrage war abzusehen. Deshalb ist es eine Frechheit, die
schwächelnde S-Bahn als „Ersatz“ heranzuziehen und die Fahrgäste auf sie zu
verweisen, obwohl es überhaupt kein zusätzliches Angebot für die
zusätzlichen Fahrgäste der Regionalexpress-Züge gibt. Offensichtlich
reichen die Regelungen in den Verkehrsverträgen nicht aus, um ein
angemessenes Ersatzangebot sicherzustellen. Dies betrifft auch die
generelle Mitnahme von Fahrrädern, Gepäck und Rollstühlen bei
Ersatzverkehren. Hier erwartet der DBV Berlin-Brandenburg, dass zukünftig
ein Ersatzverkehr wirklich ein ersetzendes — qualitativ und quantitativ —
Angebot bedeutet. Es müssen zukünftig die gleichen Standards wie beim
Regelverkehr gelten.
Für die neu abzuschließenden Verkehrsverträge fordert der DBV deshalb die
Aufnahme entsprechender Regelungen und, bei Verstößen, Sanktionen, die den
betroffenen Verkehrsunternehmen wehtun. Sonst wird sich wohl nichts ändern.
Beim Aushandeln dieser Passagen in neu abzuschließenden Verträgen können
die beiden Bundesländer Berlin und Brandenburg Ihre Vorstellungen und
Wünsche direkt einbringen.
Ein Rausreden mit dem sonst üblicherweise zu hörenden Argument, man sei ja
gar nicht zuständig, läuft ins Leere. Wenn also in Zukunft ein Bus, der für
eine Bahn als Ersatzverkehr fährt, keine Fahrräder mitnehmen kann, die
Sitzplätze dort nicht ausreichen oder ein regulär verkehrender Zug einfach
das Etikett „Ersatzverkehr“ aufgeklebt bekommt, tragen daran die
Verkehrsministerien beider Länder eine Mitschuld (Pressemeldung Deutscher
Bahnkunden-Verband, 15.06.11).