Zehn Buslinien erreichen den BBI, der Expressbus fährt alle 30 Minuten vom Hauptbahnhof, die Buslinien X7 und X 11 (weiter nach Lichterfelde West / Dahlem) pendeln alle fünf Minuten (jeweils 10 min Taktung) zum U-Bahnhof Rudow.
Die S-Bahn wird vom bisherigen Endhaltepunkt Schönefeld über den S-Bahnhof Waßmannsdorf zum Terminal verlängert und erreicht dieses im 10-Minuten- Takt. Allerdings kann sie wegen der Bauarbeiten am …
Flugplätze haben eine große Anziehungskraft. Sie ziehen Menschen an und Unternehmen, argumentieren die Flughafenbetreiber gern. Darauf hofft auch die Berliner Flughafengesellschaft. Was die Menschen betrifft, hat das Projekt BBI schon eine gewisse Sogwirkung entfaltet. Bereits jetzt ist die Zahl der Passagiere so hoch, wie sie eigentlich erst zur Eröffnung des BBI im kommenden Jahr sein sollte. Um Wirtschaft und Gewerbe muss die Flughafengesellschaft dagegen noch kräftig werben. Und tut das natürlich zuerst mit der Nähe zum Flughafen BBI und mit der guten Verkehrsverbindung. Direkt in Flughafennähe am Nordostrand des künftigen Hauptstadt-Airports BBI warten 109 Hektar Gewerbeflächen auf Investoren. Der BBI Businesspark Berlin ist das größte Gewerbegebiet der …
Dr. Manfred A. Körtgen: Gut ein Jahr vor der Eröffnung des neuen Flughafens können wir sagen: Wir sind im Plan. Und arbeiten weiter mit Hochdruck auf Europas größter Flughafenbaustelle. Rund 3500 Fach- und Bauarbeiter sind hier momentan im Einsatz, über 1500 davon allein im Terminal. Wichtige Meilensteine in diesem Jahr sind die Fertigstellung der Feuerwachen West und Ost, der Winterdiensthalle, der betriebsspezifischen Gebäude, der Zugangskontrollstellen, der Betriebstankstellen, der Gebäude für die Sicherheitsdienste und die Bodenverkehrsdienste sowie der Parkhäuser in der Airport City und des Mietwagencenters. Zudem beginnt der Bau der Pavillons für zusätzliche Sicherheitskontrollstellen.
Ab Ende November soll der Probetrieb beginnen. Wie läuft das ab?
Körtgen: Der sechsmonatige Probebetrieb ist so etwas wie der finale Tauglichkeitstest. Hier werden in unzähligen Szenarien …
Dr. Manfred A. Körtgen: Gut ein Jahr vor der Eröffnung des neuen Flughafens können wir sagen: Wir sind im Plan. Und arbeiten weiter mit Hochdruck auf Europas größter Flughafenbaustelle. Rund 3500 Fach- und Bauarbeiter sind hier momentan im Einsatz, über 1500 davon allein im Terminal. Wichtige Meilensteine in diesem Jahr sind die Fertigstellung der Feuerwachen West und Ost, der Winterdiensthalle, der betriebsspezifischen Gebäude, der Zugangskontrollstellen, der Betriebstankstellen, der Gebäude für die Sicherheitsdienste und die Bodenverkehrsdienste sowie der Parkhäuser in der Airport City und des Mietwagencenters. Zudem beginnt der Bau der Pavillons für zusätzliche Sicherheitskontrollstellen.
Ab Ende November soll der Probetrieb beginnen. Wie läuft das ab?
Körtgen: Der sechsmonatige Probebetrieb ist so etwas wie der finale Tauglichkeitstest. Hier werden in unzähligen Szenarien …
Der Besuch auf dem Infotower lohnt immer wieder. Erst sah man von hier nur aufgebuddelten Sand und darin Rohre und Kabelstränge, dann die Bahngleise im Tunnel verschwinden, Straßen entstehen und das Terminal wachsen. Inzwischen ist es schon lange verglast. Jetzt stehen rund ein Dutzend Kräne in der Airport City zwischen Infotower und Terminal. Parkhäuser, Bürogebäude, ein Hotel werden gebaut. Und auch sonst gibt es einiges Neue, das Leif Erichsen, Pressesprecher der Berliner Flughäfen, dank Weitblick von hier oben gut erläutern kann.
Neue Rollwege und frisches Grün Richtung Schönefeld Süd rechts vom Terminal, wo letztes Jahr noch die ILA stattfand und dann ein Hangar und das Gebäude der Berliner Spezialflug abgerissen wurden, sieht man fertige neue Rollwege zur schon vorhandenen und noch erweiterten Start- und Landebahn. Sie verfügen über Licht- und Fühlersysteme, ein Eisglättefrühwarnsystem und Betankungsanlagen. Und es wird eine Fläche bis an den Tower vorbereitet, auf der später die …
Wie später die Passagiere fahren wir schon auf einer Straße auf das großflächig verglaste Terminal zu. Und es benötigt nicht mehr so viel Fantasie, sich das Ganze fertig vorzustellen. Dieses Vordach wirkt elegant. Wahrscheinlich auch wegen der filigranen, leicht bauchigen Pfeiler, die das 10 000 Tonnen schwere Dach so scheinbar schwerelos machen. 30 sind es vor und im Terminal. Und dazu kommen die dekorativen Kolonnaden, die das Hauptgebäude mit dem Mietwagencenter verbinden. Sie erinnern entfernt an die Optik der Säulenreihe vor der Alten Nationalgalerie in Berlin. Der BBI beziehe sich auf die regionale Bautradition unserer Region, wird von den Architekten betont. Das Terminal greife mit seinen gegliederten Fassaden und klaren, geometrischen Formen architektonische Elemente von Schinkel bis zum Bauhaus auf. Die zentrale Zufahrt wird über eine baumbestandene Allee erfolgen, dem märkischen Sinnbild. Zumindest die Straße für die Auffahrt gibt es bereits und die Laternenpfähle stehen auch schon. Wir spielen Fluggast und betreten die 21 Meter hohe lichtvolle Terminal-Eingangshalle, so als hätte uns soeben das …
Schönefeld (DDP) Etwa 650 Beteiligte haben am Samstag am Flughafen Schönefeld die Kollision eines Flugzeugs mit einem Tanklaster simuliert. Rund 70 Statisten spielten verletzte Passagiere, wie Flughafensprecher Leif Erichsen sagte. Es sei die letzte Übung dieser Art auf dem alten Flugplatz gewesen. Bis zum Betriebsstart des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) in einem Jahr sollen dort bis zu vier weitere Ernstfälle durchgespielt werden. Die Übung am Samstag fand auf der stillgelegten Nordbahn des Flughafens bei laufendem Flugbetrieb statt. In dem von Experten entwickelten Szenario musste ein Flugzeug …
Vor 15 Jahren beschlossen Berlin, Brandenburg und der Bund, den neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld zu bauen. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung beschreibt Brandenburgs damaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) erstmals, wie die heute hoch umstrittene Entscheidung zustande kam. Stolpe wollte den Flughafen bis zuletzt in Sperenberg südlich der Hauptstadt errichten. Nach der gescheiterten Länderfusion habe der berlinfernere Standort aber keine Chance mehr gehabt – auch weil der Bund die Luftdrehkreuze in Frankfurt und München nicht gefährden wollte.
Herr Stolpe, die Flugrouten-Proteste reißen nicht ab. Dabei wird die Glaubwürdigkeit von Politik generell in Zweifel gezogen, auch Ihnen persönlich werden unlautere Motive unterstellt. Ärgert Sie das?
Nein. Das ist eine Erfahrung, die ich immer wieder gemacht habe: Da wird punktuell etwas bewertet, ohne den Werdegang und die damals herrschenden Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.
Sorgen Sie für Aufklärung. Noch 1995 sagten Sie: „Ich werde freiwillig Schönefeld nicht zustimmen, weil ein Flughafen dort unmenschlich wäre.“ Was hat Sie plötzlich umgestimmt?
Freiwillig habe ich ja nicht zugestimmt. Man könnte auch sagen, ich musste kapitulieren. Zur Erinnerung: Es geht um ein Projekt mit drei Beteiligten: Bund, Berlin und Brandenburg. Um den neuen Flughafen in Sperenberg zu bauen, hätten mindestens zwei, eigentlich alle, dazu stehen müssen. Das war über Jahre nicht gelungen. Und es war endgültig unmöglich geworden, nachdem meine Hoffnung, mit Berlin ein Land zu bilden, nach der Volksabstimmung am 5. Mai 1996 geplatzt war. Bis dahin hatte ich darauf gehofft, in einem gemeinsamen Landtag eine Mehrheit für Sperenberg zu erreichen.
Sah das Berlins damaliger Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) auch so?
Er war von Sperenberg nicht begeistert. Sehr viele in Berlin, auch in seiner eigenen Partei, waren …
Vor 15 Jahren beschlossen Berlin, Brandenburg und der Bund, den neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld zu bauen. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung beschreibt Brandenburgs damaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) erstmals, wie die heute hoch umstrittene Entscheidung zustande kam. Stolpe wollte den Flughafen bis zuletzt in Sperenberg südlich der Hauptstadt errichten. Nach der gescheiterten Länderfusion habe der berlinfernere Standort aber keine Chance mehr gehabt – auch weil der Bund die Luftdrehkreuze in Frankfurt und München nicht gefährden wollte.
Herr Stolpe, die Flugrouten-Proteste reißen nicht ab. Dabei wird die Glaubwürdigkeit von Politik generell in Zweifel gezogen, auch Ihnen persönlich werden unlautere Motive unterstellt. Ärgert Sie das?
Nein. Das ist eine Erfahrung, die ich immer wieder gemacht habe: Da wird punktuell etwas bewertet, ohne den Werdegang und die damals herrschenden Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.
Sorgen Sie für Aufklärung. Noch 1995 sagten Sie: „Ich werde freiwillig Schönefeld nicht zustimmen, weil ein Flughafen dort unmenschlich wäre.“ Was hat Sie plötzlich umgestimmt?
Freiwillig habe ich ja nicht zugestimmt. Man könnte auch sagen, ich musste kapitulieren. Zur Erinnerung: Es geht um ein Projekt mit drei Beteiligten: Bund, Berlin und Brandenburg. Um den neuen Flughafen in Sperenberg zu bauen, hätten mindestens zwei, eigentlich alle, dazu stehen müssen. Das war über Jahre nicht gelungen. Und es war endgültig unmöglich geworden, nachdem meine Hoffnung, mit Berlin ein Land zu bilden, nach der Volksabstimmung am 5. Mai 1996 geplatzt war. Bis dahin hatte ich darauf gehofft, in einem gemeinsamen Landtag eine Mehrheit für Sperenberg zu erreichen.
Sah das Berlins damaliger Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) auch so?
Er war von Sperenberg nicht begeistert. Sehr viele in Berlin, auch in seiner eigenen Partei, waren …
BERLIN. Große Ungewissheit herrschte gestern Vormittag bei den meisten Berliner Fluggästen. Viele wussten zwar, dass der Flugraum über Berlin ab 11 Uhr gesperrt sein würde, den meisten war jedoch lange Zeit unklar, wie und wann es weitergehen sollte. „Bei der Flughafenhotline gab es kein Durchkommen und auch im Internet haben wir keine Informationen erhalten“, sagte Monika Nötzel. Die Rentnerin ist mit Freunden aus Spanien nach Tegel gekommen, denn ihr Besuch wollte eigentlich um 12.55 Uhr über Düsseldorf nach Alicante fliegen. Der Flug fiel aus – wie insgesamt 185 der rund 700 Flüge, die sonst täglich von Tegel und Schönefeld starten. „Hätte die Hotline funktioniert, hätte man uns wenigstens sagen können, ob der Flug startet oder nicht. So müssen wir erst einmal mit dem ganzen Gepäck zum Flughafen fahren“, sagte die 70-Jährige, während sie auf den Bus zum Airport wartete. Erst in Tegel erfuhr die Frau, dass der Flug nach …