Erst die Müllabfuhr, dann die BVG, dann die Lehrer und vielleicht auch noch das Bodenabfertigungspersonal an Flughäfen. So sieht der bisherige Streikfahrplan der Gewerkschaft Ver.di für Berlin aus. Der Stillstand bei Bussen und Bahnen könnte lange andauern, denn der Senat will nicht nachgeben. Die Berliner müssen sich in dieser Woche auf eine weitere Welle von Streiks im öffentlichen Dienst einstellen. „Es wird sichtbare und hörbare und fühlbare Aktionen geben“, kündigte …
Im Tarifstreit der BVG wird es ab kommender Woche voraussichtlich erste flächendeckende Streiks geben. Dann müssen die Berliner zusehen, wie sie ohne Busse und Bahnen an ihr Ziel kommen. Der Ausstand soll die Fahrgäste jedoch nicht unangekündigt treffen. Die Fronten sind verhärtet: Unabhängig vom Ergebnis der Urabstimmung will die Arbeitgeberseite kein neues Angebot vorlegen. Im Tarifstreit mit der BVG werden die Arbeitgeber auch nach einer erfolgreichen Urabstimmung bei den Verkehrsbetrieben kein neues Angebot vorlegen. Eine erfolgreiche Urabstimmung bei der BVG vorausgesetzt, stehen die Zeichen derzeit auf einen unbefristeten Arbeitskampf für die Beschäftigten der BVG in Berlin. Die Arbeitgeber setzen indes weiter auf Verhandlungen …
Seit Mitternacht stimmen die Gewerkschaftsmitglieder bei der BVG darüber ab, ob sie richtig Druck machen wollen und in einen unbefristeten Streik treten. Der kommt allerdings nicht sofort – die BVGer wollen ihrem Arbeitgeber noch etwas Zeit lassen, ihnen ein Angebot zu machen. BERLIN – Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wird ein Streik frühestens Mitte nächster Woche beginnen. „Wir wollen dem Arbeitgeber noch einige Tage Zeit geben, in sich zu gehen“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Bäsler zum Auftakt der viertägigen Urabstimmung. Deren Ergebnis werde am Freitagnachmittag bekannt gegeben. Ein Streik setzt eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent der Gewerkschafter …
Wer mit Bus, Tram oder U-Bahn unterwegs ist, kann sich auf Verzögerungen gefasst machen. Auch in der dritten Verhandlungsrunde konnte keine Einigung für die rund 12.000 BVG-Beschäftigten erzielt werden. Jetzt ruft Verdi zur Urabstimmung auf. BERLIN – Vom 25. bis 28. Februar werden die Gewerkschaftsmitglieder über einen unbefristeten Streik abstimmen, teilte ein Verdi-Sprecher am Montag mit. Das habe die Tarifkommission beschlossen, die die Verhandlungen zuvor für gescheitert erklärt hatte. Bei einer Zustimmung von mindestens 75 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder könnten Arbeitsniederlegungen frühestens Anfang März beginnen. Verdi-Verhandlungsführer Frank Bäsler sagte, mit Streiks würde „mit Sicherheit nicht bis Ostern gewartet“. Nähere Angaben zur Planung wurden zunächst nicht gemacht. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Berlin, der für die BVG die …
Das Angebot der Berliner Verkehrsbetriebe wurde reduziert, die Ticketpreise stiegen. Nicht zuletzt verzichteten die Mitarbeiter auf Gehalt. Dennoch ist es der BVG nicht gelungen, ihr Defizit zu reduzieren. Im Gegenteil: Es werden immer höhere Schulden angehäuft. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fahren weiter hohe Verluste ein. Nach Informationen von WELT ONLINE wird das landeseigene Unternehmen das Geschäftsjahr 2007 voraussichtlich mit einem Minus von knapp 62 Millionen Euro abschließen. Dies würde eine erneute Steigerung des Bilanzdefizits gegenüber den Vorjahren bedeuten. Laut Beteiligungsbericht des Berliner Senats betrug das Defizit der BVG im operativen Geschäft im Jahr 2006 rund 50,9 Millionen Euro und knapp 41Millionen Euro im Jahr 2005. Vertreter der Opposition im Abgeordnetenhaus bewerteten diese Entwicklung als Beleg für das Scheitern …
Die BVG sucht ein neues Vorstandsmitglied für den technischen Bereich. Der am Ende des Jahres auslaufende Vertrag mit Thomas Necker wird nicht verlängert. Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD), der Aufsichtsratsvorsitzender der BVG ist, hatte Necker 2004 von Wien nach Berlin geholt. BVG-Sprecherin Petra Reetz bestätigte auf Anfrage lediglich, dass Neckers Vertrag am Jahresende auslaufe und nicht verlängert werde. Zu den Gründen machte sie keine Angaben. Nach Tagesspiegel-Informationen hat die „Chemie“ im Vorstand der BVG untereinander nicht gestimmt. Die Trennung von Necker kann für die hoch verschuldete BVG teuer werden. Wenn der 46-jährige Necker keinen neuen Job findet, steht ihm dem Vernehmen nach …
Dieses Mal merken die Fahrgäste nichts vom Arbeitskampf bei den Verkehrsbetrieben: Der Warnstreik von 5000 Beschäftigten legt nur die BVG-Verwaltungen und Werkstätten lahm. BERLIN – Rund 5000 Beschäftigte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und von Berlin Transport (BT) sind am Mittwoch dem Warnstreikaufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gefolgt. Busse sowie Straßen- und U-Bahnen verkehren jedoch, im Laufe des Tages kann es aber zu Verzögerungen kommen, sagte ein Verdi-Sprecher. Die Gewerkschaft hat den Passagierverkehr bei diesem Warnstreik ausgespart. Betroffen sind alle anderen Unternehmensbereiche. „Wir haben bislang keine Verspätungen und fahren völlig nach Fahrplan“, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Nach Angaben des Verdi-Sprechers ist der Warnstreik …
Dieses Mal merken die Fahrgäste nichts vom Arbeitskampf bei den Verkehrsbetrieben: Der Warnstreik von 5000 Beschäftigten legt nur die BVG-Verwaltungen und Werkstätten lahm. BERLIN – Rund 5000 Beschäftigte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und von Berlin Transport (BT) sind am Mittwoch dem Warnstreikaufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gefolgt. Busse sowie Straßen- und U-Bahnen verkehren jedoch, im Laufe des Tages kann es aber zu Verzögerungen kommen, sagte ein Verdi-Sprecher. Die Gewerkschaft hat den Passagierverkehr bei diesem Warnstreik ausgespart. Betroffen sind alle anderen Unternehmensbereiche. „Wir haben bislang keine Verspätungen und fahren völlig nach Fahrplan“, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Nach Angaben des Verdi-Sprechers ist der Warnstreik …
Die Gewerkschaft Ver.di ruft zur nächsten Arbeitsniederlegung bei den Berliner Verkehrsbetrieben auf. Nach Informationen von WELT ONLINE soll am Mittwoch von 5 bis 15 Uhr gestreikt werden. Allerdings soll es die Fahrgäste dieses Mal nicht so hart treffen wie beim letzten Mal. Nähere Informationen soll es erst am Montagabend geben, doch schon jetzt ist klar: Am Mittwoch wird von 5 bis 15 Uhr bei der BVG gestreikt. Allerdings soll die Arbeitsniederlegung dieses Mal nicht flächendeckend erfolgen. Was das tatsächlich heißt, wird man sehen müssen. Zuvor hatte die große Tarifkommission der Gewerkschaft über das weitere Vorgehen beraten. 22 Gewerkschafter trafen sich mit bis zu 70 Betriebs- und Personalräten der BVG und ihres Tochterunternehmens Berlin Transport (BT). Unterdessen forderte die BVG eine …
Der Ausstand bei den Berliner Verkehrsbetrieben legte Busse, U- und Straßenbahnen lahm. Bleibt Senator Sarrazin stur? Drohen weitere kurzfristige Streiks? Ein Blick auf die Taktik im Tarifkonflikt. Thorkit Treichel
BERLIN. Der Alexanderplatz im Zentrum Berlins ist für gewöhnlich ein hektischer Ort. Straßenbahnen durchschneiden den Platz mit warnendem Klingeln, Menschen eilen aus den U-Bahnhöfen hinaus zu den Bussen. Aber an diesem Freitagmorgen ist es ungewöhnlich ruhig. Eine Frau sitzt an der Haltestelle und wartet auf die Straßenbahn. Doch stattdessen fährt ein Radfahrer in gemächlichem Tempo vorbei. „Die Tram kommt wohl nicht“, sagt sie. „Dann muss ich eben laufen.“ Eine Türkin mit Zwillingskinderwagen steht ratlos vor dem vergitterten U-Bahneingang und studiert ein Schild. „Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden bestreikt“, steht dort. Wie lange, das erfahren die Fahrgäste nicht. „Wie komme ich jetzt zum Kotti“, fragt die Frau einen Passanten. „Ich muss mit den Kindern zum Arzt.“ Aber der Mann kann ihr nicht sagen, wie sie zum …