BVG: Berlin: Fahrgastverband IGEB kritisiert Ver.di

http://www.lok-report.de/

Um Missverständnissen vorzubeugen: Der Berliner Fahrgastverband IGEB kritisiert nicht, dass Ver.di und die BVG-Mitarbeiter das Streikrecht nutzen. Aber in einer Zivilgesellschaft gibt es das Gebot der Verhältnismäßigkeit: Dieses wird durch den Warnstreik bei der BVG grob verletzt.
• Ein Warnstreik über fast 40 Stunden, wie er jetzt bei der BVG durchgeführt wird, ist unverhältnismäßig. Das unterstreicht Ver.di selbst durch den vierstündigen Warnstreik bei Vattenfall.
• Ein so langer Warnstreik ohne nennenswerte Vorwarnzeit erhöht nicht den Druck auf die Arbeitgeber, sondern trifft einzig und allein die Fahrgäste, die heute zur Schule, zur Arbeit oder zum Arzt fahren müssen und oft zu spät kommen, falls sie überhaupt hinkommen.
• Zu einem Streik gehört mehr, als einfach nur zuhause zu bleiben. An den Bahnhöfen und Haltestellen hätten heute Morgen zumindest Aushänge über Anlass und Dauer des Streiks informieren müssen. Auch Streikposten waren nicht zu entdecken.
• Ver.di rechtfertigt das Vorgehen mit der besonders großen Verärgerung der Mitarbeiter. Der Berliner Fahrgastverband IGEB weiß, dass die ungleiche Bezahlung zwischen alten und neuen BVGern zu innerbetrieblichen Spannungen geführt hat, die abgebaut werden müssen. Aber am Zustandekommen dieser Situation hat Ver.di selbst 2005 mitgewirkt.
• Ver.di verweist auf den Streik bei der Deutschen Bahn. Der Vergleich hinkt aber, weil es bei der DB um die Verteilung von Gewinnen ging, während die BVG -Bilanz jährlich Verluste aufweist.
Deshalb fordert der Berliner Fahrgastverband IGEB das Land Berlin auf, jeden Euro Gehaltserhöhung bei der BVG durch zusätzliche Zahlungen an die BVG auszugleichen. Es wäre verkehrspolitisch, sozialpolitisch und umweltpolitisch fatal, sich das Geld anschließend durch noch stärkere Fahrpreiserhöhungen zurückholen zu wollen. Der Berliner Fahrgastverband IGEB wird das Verhalten von Ver.di gegenüber den BVG-Fahrgästen auch daran messen, ob diese IGEB-Forderung von Ver.di mitgetragen wird (Pressemeldung IGEB, 02.02.08).

BVG: BVG-Streik: S-Bahn setzt mehr Züge ein – aber nicht überall, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/
Streik-BVG;art270,2467676

Vekehrschaos, Staus auf den Straßen, Schüler kommen zu spät zur Schule, Arbeitnehmer nicht pünktlich in den Betrieb. Der Warnstreik der BVG legt Freitagmorgen fast ganz Berlin lahm. S-Bahn und Polizei versuchen den Schaden in Grenzen zu halten.
Bis zu 2,5 Millionen Fahrgäste müssen sich den ganzen Tag und morgen bis mindestens 15 Uhr neue Wege suchen. Denn seit Mitternacht streiken die Mitarbeiter der BVG. U- und Straßenbahn fahren gar nicht, Busse nur noch auf Linien, auf denen private Unternehmen im Auftrag der BVG unterwegs sind. Das sind 27 von 147 Linien: M32, 107, 115, 136, 161, 163, 168, 175, 184, 188, 204, 218, 248, 249, 263, 275, 283, 284, 294, 324, 327, 334, 371, 373, 390, 399, X83, 809, 893, 941, 943, 88, 733, 736, 620, 623, 629, 697, 638, 639, 671, und die Nachtlinien N26, N33, N34, N35, N39, N40, N47, N52, N53, N56, N60, N62, N64, N67, N68, N69, N79, N81, N84, N88, N90, N91, N95, N97, N23. Allerdings kann der Verkehr hier unregelmäßig sein. Auch das Call-Center der BVG wird bestreikt, so dass es dort keine Auskünfte gibt.
Die S-Bahn hat dafür ihr Angebot verstärkt. Es würden längere Züge …

BVG: Streik im Nahverkehr erwischt Berlin kalt, aus Die Welt

http://www.welt.de/berlin/article1620748/
BVG-Streik_erwischt_Berlin_unvorbereitet.html

Berlins Nahverkehr ist lahm gelegt – dabei sollte der Streik erst Samstag beginnen: Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen blieben ab Mitternacht im Depot. Hunderttausende Fahrgäste mussten auf Auto, Taxi oder Fahrrad umsteigen. Und am Samstag wird es nicht besser. Zwar soll der Streik um 15.00 Uhr enden. Doch es wird Stunden dauern, bis sich der Verkehr wieder normalisiert
Überall in der Stadt die gleiche Szene: Pendler stehen treuherzig an einer Haltestelle und warten, dass ihr Bus kommt. Doch er kommt nicht – nicht jetzt, am frühen Morgen, und auch nicht später. Es ist Streik: Seit Mitternacht haben die Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die Arbeit niedergelegt. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen bleiben in den Depots – die meisten jedenfalls …

BVG: Vier Prozent mehr Geld – nur für neue Mitarbeiter, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/721251.html

Berliner Verkehrsbetriebe legen erstes Angebot für Beschäftigte vor / Streik droht weiter
Peter Neumann

Die Beschäftigten bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sollen mehr Geld bekommen – aber nur ein Teil von ihnen. Im Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi will die Arbeitgeberseite heute ein Angebot auf den Tisch legen, das für diese Mitarbeiter eine spürbare Lohn- und Gehaltssteigerung vorsieht. „Wir können uns eine Erhöhung vorstellen, die sich an dem derzeit üblichen Maß orientiert“, sagte BVG-Chef Andreas Sturmowski gestern der Berliner Zeitung. Vier Prozent mehr Geld sei denkbar. Deshalb habe er für den drohenden Warnstreik, der den BVG-Verkehr am Sonnabend von 3 bis 20 Uhr lahm legen soll, kein Verständnis.
Die Erhöhung soll Beschäftigten zugute kommen, die der seit 2005 geltende …

BVG: Am Sonnabend droht der große Streik, aus Die Welt

http://www.welt.de/berlin/article1609393/
Am_Wochenende_will_Ver.di_Berlin_lahm_legen.html

Mindestens 250 Euro mehr Lohn jeden Monat, oder Berlin steht still. So steht es derzeit im Tarifkonflikt zwischen der BVG und der Gewerkschaft Ver.di. Sollte es am Donnerstag kein neues Angebot der Arbeitgeber geben, will Ver.di schon am Samstag zum Streik aufrufen. Busse und U-Bahnen in Berlin würden dann stehen bleiben.
Der Tarifstreit bei den Berlinern Verkehrsbetrieben (BVG) spitzt sich zu. Unmittelbar vor der am Donnerstag anstehenden Tarifrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di Warnstreiks angekündigt. Bereits am Sonnabend sollen in der Hauptstadt …

BVG: Der BVG droht Streik, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/719024.html

Gewerkschaft Verdi fordert bis zu zwölf Prozent mehr Lohn – und beantragt Urabstimmung
Peter Neumann

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wächst die Gefahr eines Streiks. Gestern hat der Verdi-Landesbezirk beim Bundesvorstand der Gewerkschaft Arbeitskampfmaßnahmen beantragt. Vorgesehen seien mehrere Warnstreiks und eine Urabstimmung für einen unbefristeten Streik, sagte Verdi-Sekretär Frank Bäsler der Berliner Zeitung. Ein solcher Antrag ist nach den Statuten erforderlich. „Er wurde vorsorglich gestellt, damit wir sofort handeln können“, teilte Bäsler mit. Wenn der Arbeitgeber in diesem Monat kein verhandelbares Angebot vorlegt, könnte es noch im Februar zu Arbeitsniederlegungen kommen. Sie würden Berlin härter treffen als die Bahnstreiks im Jahr 2007.
Spätestens zur zweiten Verhandlungsrunde am 31. Januar erwartet die …

S-Bahn + BVG: Gewinner und Verlierer, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/718520.html

PETER NEUMANN

erklärt, warum die Nachfrage bei der BVG sinkt und bei der S-Bahn nicht.

Bei der S-Bahn sind in den ersten zehn Monaten des Jahres 2007 die Fahrgastzahlen gestiegen, während sie bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) nach längerem Aufwärtstrend erstmals wieder gesunken sind. Doch was für das eine Unternehmen Anlass zum Nachdenken sein sollte, bedeutet für das andere noch keinen Triumph. Versager BVG, Musterknabe S-Bahn – so einfach ist die Sache wohl nicht.
Sicherlich ist die BVG zum Teil selbst daran schuld, dass vor allem Straßenbahnen und Busse leerer geworden sind. Die Neuordnung, die sie sich Ende 2004 auferlegt hat, wirkt bis heute nach. Als Hauptstrecken zu Metrolinien wurden, dünnte sie …

S-Bahn + BVG: S-Bahn gewinnt Fahrgäste, BVG verliert, aus Die Welt

http://www.welt.de/berlin/article1574631/
S-Bahn_gewinnt_Fahrgaeste_BVG_verliert.html

Die Berliner sind im vergangenen Jahr lieber mit der S-Bahn gefahren als mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Nun geht es ums Geld. Denn anhand der Fahrgastzahlen werden die Ticketerlöse auf die Verkehrsunternehmen verteilt. Und jetzt will die S-Bahn einen Nachschlag.
Laut den Statistiken des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), die bisher aber nur bis Oktober 2007 reichen, gab es bei der S-Bahn eine Nachfragesteigerung von rund 1,3 Prozent. Dagegen wurde das Angebot der BVG weniger gut genutzt. Bei der Tram ging die Nachfrage um drei Prozent zurück, beim Bus um 1,4 Prozent und bei der U-Bahn um 0,5 Prozent. Die Angaben beruhen unter anderem auf Meldungen der …

BVG: Zwölf Prozent mehr Gehalt – oder bei der BVG wird gestreikt, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/
Landespolitik-BVG-Tarifverhandlungen;art124,2458291

Die erste Runde in den Verhandlungen um höhere Einkommen bei den Berliner Verkehrsbetrieben verlief ohne Ergebnis. Der Senat bleibt bei seiner Forderung für den öffentlichen Dienst hart – doch Verdi zeigt sich kampflustig.
BERLIN – Zwölf Prozent mehr Lohn und Gehalt oder mindestens 250 Euro mehr pro Monat für die Beschäftigten der BVG: Der Arbeitgeberverband hat diese Tarifforderung der Gewerkschaft Verdi gestern als überhöht zurückgewiesen. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 31. Januar solle nun ein „gemeinsamer Rahmen für Lösungsmöglichkeiten“ gefunden werden, teilte der Arbeitgeberverband mit. Während es für die Beschäftigten der BVG in diesem Jahr auf jeden Fall eine Tariferhöhung geben soll, will der Senat seine Mitarbeiter weiter davon ausnehmen. Verdi kündigt deshalb Streiks an.
Aber auch die Verhandlungen bei der BVG sind extrem …

BVG: Weniger Fahrgäste bei der BVG, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/
BVG-Nahverkehr;art270,2456103

Immer mehr Bundesbürger nützen den öffentlichen Nahverkehr – nicht so in Berlin: Mit den Bahnen und Bussen der BVG sind im vergangenen Jahr weniger Menschen gefahren als 2006.
Die Zahl der Fahrten ging um 1,53 Prozent von 914 Millionen auf 900,4 Millionen zurück. Damit entwickeln sich die Fahrgastzahlen in Berlin gegen den Trend. Bundesweit rechnet der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) dagegen mit einer Zunahme der Fahrten in Ballungsräumen um 1,5 Prozent. In Hamburg rechnet der Chef der Hochbahn AG, Günter Elste, sogar mit 4,1 Prozent mehr Fahrgästen in Bahnen und Bussen. Die Stadt hat ihr Angebot im Nahverkehr erheblich erweitert.
Die S-Bahn in Berlin will ihre Zahlen noch …