BVG: "Ein Teil wird nicht mehr zur BVG zurückkehren", aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/tagesthema/733257.html

Der Berliner Verkehrsforscher und Politikwissenschaftler Andreas Knie über die neue Liebe der Berliner zum Fahrrad und mögliche negativen Folgen für die BVG. Knie ist Geschäftsführer des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ).

Herr Knie, die Berliner gelangen zur Arbeit, das Stauchaos blieb aus. Wie kommt diese Stadt ohne die BVG zurecht?

Das hängt davon ab, wen man fragt. Für diejenigen, die auf die BVG angewiesen sind, ist der Streik auf Dauer nicht akzeptabel; also vor allem für Arme, arme Alte, Arbeitslose, auch viele Auswärtige. Dass sie seit dem 5. März zwangsweise viel weniger mobil sind als früher, spürt vor allem der Einzelhandel. Auch viele Kultureinrichtungen leiden unter großen Umsatzeinbußen. Doch die Berliner, die Alternativen zur BVG nutzen können, sind in der Überzahl. Die meisten Menschen in dieser Stadt kommen erstaunlich gut mit dem Streik zurecht.

Woran zeigt sich das?

Zum einen fahren die Berliner mehr Taxi. Diese bislang ziemlich …

BVG: BVG macht pro Streiktag 300.000 Euro Minus, aus Die Welt

http://www.welt.de/berlin/article1765226/
BVG_macht_pro_Streiktag_300.000_Euro_Minus.html

Der Streik im öffentlichen Nahverkehr hat am Donnerstag erneut den Verkehr in Berlin lahmgelegt. Wer kann, meidet die übervolle S-Bahn und fährt per Rad oder eigenem Auto zur Arbeit. Das haben die Tankstellen erkannt: Sie erhöhten die Benzinpreise. Auch für die BVG ist der Ausstand teuer.
Der von Ver.di ausgerufene Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wird das landeseigene Nahverkehrsunternehmen teuer zu stehen kommen. Jeder Streiktag sorgt bei der BVG – nach ersten Berechnungen – für Einnahmeverluste in Höhe von mindestens 1,3 Millionen Euro. Dagegen stehen streikbedingte Einsparungen etwa bei Löhnen, Kraftstoff und Strom. Diese liegen bei rund einer Million Euro pro Tag. Unterm Strich bleibt aber ein Minus von mindestens 300.000 Euro. Ungeachtet dessen vertritt Berlins Finanzsenator und BVG-Aufsichtsrat Thilo Sarrazin (SPD) weiterhin die Auffassung, dass die BVG mit jedem Streiktag Geld spare.
Ein besonders hoher Verlustfaktor sind die ausbleibenden Zahlungen …

BVG: Das Berliner Paradox, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/
Die-Dritte-Seite-BVG-Streik;art705,2489205

An einem normalen Tag bringen die Berliner Verkehrsbetriebe 2,4 Millionen Menschen ans Ziel. Seit gestern nun tun sie das nicht mehr. Dennoch sind fast alle angekommen.
Berlin-Dahlem minus ein Grad, Tegel auch minus eins, Tempelhof minus zwei, Mitte null, es herrscht Frost am Mittwochmorgen, dazu kommt Schneefall, beides Multiplikatoren des wahrscheinlich bald einsetzenden Chaos’ auf den Straßen, denn es wird wohl der Tag der Autos werden in Berlin, der Tag des bis an seine Kapazitätsgrenzen ausgelasteten Asphalts.
Dieser Asphalt hat an diesem Tag unmöglich Scheinendes auszuhalten, er muss den Ausfall der U- und Straßenbahnen, der Fähren und Busse kompensieren, es ist der erste von wohl zehn oder gar mehr Streiktagen im öffentlichen Nahverkehr, bei der BVG, bei den Berliner Verkehrsbetrieben also, ehemals Berliner Verkehrs-AG. An einem normalen Tag transportieren deren Fahrzeuge 2,4 Millionen Menschen, alle Fahrzeuge zusammengenommen fahren täglich …

BVG: Notverkehr soll aufgestockt werden, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/730932.html

Das Gespräch führte Peter Neumann

Herr Necker, Berlin stehen weitere Tage ohne BVG-Betrieb bevor – freuen Sie sich als BVG-Betriebsvorstand jetzt, dass Ihr Arbeitstag ruhiger ist ?

Natürlich nicht. Ich finde es viel besser, wenn der Verkehr planmäßig rollt. Und ganz abgesehen davon: Auch jetzt gibt es einiges zu organisieren – zum Beispiel unseren Notverkehr, mit dem wir den Fahrgästen ein Minimalangebot gewährleisten wollen.

Funktioniert der BVG-Notverkehr?

Ja, relativ problemlos. Er lief am frühen Morgen planmäßig an. Allerdings waren die Busse zunächst weniger voll als erwartet, von wirklicher Überfüllung konnte man nirgendwo sprechen. Wahrscheinlich müssen sich die Fahrgäste erst einmal an das Angebot gewöhnen. Dann werden die Busse sicher besser genutzt.

Wird die BVG das Not-Angebot in diesem Fall aufstocken?

Derzeit sind zirka 100 Busse …

BVG: U-Bahn mit Gummireifen, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/730925.html

Stefan Strauss

Der erste Streiktag bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) brachte den Fahrgästen einen ungewöhnlichen Service: Freundliche Busfahrer privater Unternehmen beförderten sie kostenlos durch die Stadt und hielten auf Wunsch auch noch an Stellen, die als Haltepunkte gar nicht vorgesehen waren. Niemand kontrollierte die Fahrscheine, viele Fahrer winkten ihre Passagiere einfach durch, ohne Fahrgeld zu kassieren. Die BVG sprach von einem „ruhigen Beginn“.
Rund 100 Busse privater Busunternehmen waren seit 5 Uhr morgens im Einsatz, normalerweise sind es sonst bis zu 1 200 Busse. Sehr kurzfristig hatte die BVG einen Notfahrplan zusammengestellt, um einen Verkehr zu ausgewählten S-Bahnhöfen, Krankenhäusern und zum Flughafen Tegel zu gewährleisten. Meist alle 30 Minuten, zum Teil frühmorgens und spätabends auch nur alle …

BVG: Streik bei der BVG geht weiter, aus rbb-online.de

http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/
beitrag_jsp/key=news7149040.html

Hunderttausende Berliner mussten auch am Donnerstag auf U-Bahnen, Straßenbahn und Busse verzichten. Die
Gewerkschaft ver.di setzte ihren Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) unvermindert fort. S-Bahnen und Regionalzüge fahren planmäßig.
Bei den S-Bahnen wurde mit etwa 500.000 zusätzlichen Passagieren gerechnet. 110 Busse von Privatunternehmen pendelten im Auftrag der BVG zu den S-Bahnen. Die Polizei registrierte wie schon am Mittwoch im beginnenden Berufsverkehr mehr Autos als sonst.
ver.di-Sprecher Andreas Splanemann bekräftigte, er erwarte von den Verkehrsbetrieben „ein verhandlungsfähiges Angebot“. Die Gewerkschaft fordert für alle 11.500 Beschäftigte der BVG Einkommensverbesserungen von bis zu …

S-Bahn: Mehr S-Bahnen während des BVG-Streiks, aus Punkt 3

http://www.punkt3.de/p3/Punkt3.nsf/
f89cda9362f1398c80256a380044fd3c/
c976b3ebcb735b48c1257403004ad78f?OpenDocument

Während der Streiks bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) setzt die S-Bahn Berlin längere Züge ein und fährt auf ausgewählten Strecken zusätzliche Bahnen.
„Die S-Bahn will während des Streiks bei der BVG die Einschränkungen für die Kunden bestmöglich abfedern. Alle verfügbaren Fahrzeuge sind deshalb im Einsatz“, so Tobias Heinemann, Geschäftsführer der S-Bahn Berlin GmbH. Auf den meisten Verbindungen werden 6- und 8-Wagen- Züge fahren.
Der zum DB-Konzern gehörende Bayern-Express & P. Kühn Berlin (BEX) wird für die BVG auf der Buslinie …

S-Bahn + BVG: S-Bahn Berlin bewältigt erheblichen Fahrgastandrang

http://www.db.de/site/bahn/de/unternehmen/presse/
presseinformationen/bbmv/bbmv20080305.html

300.000 zusätzliche Fahrgäste am ersten BVG-Streiktag / Ring- und Stadtbahn hatten höchstes Aufkommen / DB-Mieträder gefragt

(Berlin, 5. März 2008) Am ersten Tag des Streiks bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) stiegen erwartungsgemäß zahlreiche Pendler auf die Züge der S-Bahn Berlin um. Das Unternehmen geht von rund 300.000 zusätzlichen Fahrgästen aus. An einem normalen Werktag sind 1,4 Millionen Menschen mit den rot-gelben Zügen unterwegs.

„Besonders großen Andrang gab es in der Zeit von 7 bis 9 Uhr“, bilanziert S-Bahn-Geschäftsführer Tobias Heinemann. „Erneut haben Ringbahn und Stadtbahn ihre volle Leistungsfähigkeit bewiesen. Alle verfügbaren Fahrzeuge sind im Einsatz. Auf dem Ring sind überwiegend 8 Wagen-Züge im Einsatz.“

Der große Fahrgastandrang mit Aufenthaltszeiten von bis zu zwei Minuten auf wichtigen Kreuzungsbahnhöfen führt im gesamten Netz zu Fahrzeitverlängerungen von bis zu zehn Minuten. Auf den Bahnhöfen Friedrichstraße und Ostkreuz unterstützte die Bundespolizei das Bahnpersonal bei der Bewältigung der Umsteigerströme. Auch für den Nachmittag erwartet die S-Bahn Berlin eine erhöhte Nachfrage.

Auch die Besucher der Internationalen Tourismusbörse (ITB) können auf die S-Bahn Berlin setzen. Das Messegelände ist bequem über die S-Bahnhöfe Messe Nord/ICC (S41, S42, S46) und Messe Süd (S75, S9) erreichbar. Zusätzlich erbringt das zum DB-Konzern gehörende Busunternehmen Bayern-Express & P. Kühn (BEX) Shuttledienste im Auftrag der Messe Berlin, um Fachbesucher von den Hotels zur ITB zu bringen.

Alle Informationen zum veränderten Verkehrsangebot sind im Internet unter www.s-bahn-berlin.de erhältlich. Für Fragen steht das Kundentelefon der
S-Bahn Berlin unter 030 29 74 33 33 zum Ortstarif zur Verfügung: Montags bis Freitags von 6 bis 22 Uhr; Samstags und Sonntags von 7 bis 21 Uhr.

Das seit heute verfügbare DB-Fahrradmietsystem Call a Bike ist ebenfalls gefragt. Bisher wurden die rot-silbernen DB-Fahrräder einige hundert Mal ausgeliehen – trotz ungünstiger Witterung. Zahlreiche Neukunden wurden registriert. Die Fahrradflotte wird in den nächsten Tagen von 500 auf 1.000 Räder verdoppelt.

Herausgeber: Deutsche Bahn AG

BVG: Videoüberwachung und mehr Personal, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/730690.html

Senat will Sicherheit im Nahverkehr erhöhen / Erneut zahlreiche Übergriffe
Andreas Kopietz und Christine Richter

Die Kette der Gewaltvorfälle in öffentlichen Verkehrsmitteln reißt nicht ab. Mit einem Messerstich endete gestern früh in Wilmersdorf der Streit zweier Fahrgäste in einem Nachtbus der Linie N 7, in Reinickendorf wurden gestern Vormittag zwei Kontrolleure von einem 31-Jährigen angegriffen. Außerdem wurden Busse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in der Nacht zu gestern beworfen, Scheiben zersplitterten. Der Senat beschloss angesichts der brutalen Vorkommnisse am Wochenende, die Sicherheit in der BVG zu erhöhen.
„Wir sind der Meinung, dass die Zahl der Vorfälle gegen Mitarbeiter der BVG zu hoch ist“, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) nach der Senatssitzung. Nach einer ausführlichen Debatte hatte sich der Senat darauf verständigt, dass es …

BVG: Berlin: Auswirkungen beim BVG-Streik auf die Fahrgäste abmildern

http://www.lok-report.de/

Die Gewerkschaft Ver.di plant bei der BVG einen unbefristeten Streik mit gravierenden Auswirkungen auf die Fahrgäste. Um die Folgen für die Fahrgäste wenigstens etwas abzumildern, hat der Berliner Fahrgastverband IGEB einen Forderungskatalog erarbeitet:
1. Der Berliner Fahrgastverband IGEB erwartet von Senat und BVG, dass nicht nur für den Flughafen Tegel ein Notverkehr mit Bussen durch Aufträge an andere Unternehmen angeboten wird, sondern auch für die Stadtteile, in denen es keine S-Bahnhöfe gibt. Hierbei sollten Strecken oder Teilstrecken vorhandener Tages- oder Nachtlinien befahren werden, um auf vorhandene Streckenkenntnisse und vorhandene Haltestellen zurückgreifen zu können. Drei Beispiele:
• Mit der Buslinie M11 können im Süden Berlins große Wohn- und Gewerbegebiete erschlossen und an mehrere S-Bahn-Linien herangeführt werden (S-Bahnhöfe Lichterfelde West, Lichterfelde Ost, Buckower Chaussee, Schöneweide).
• Mit der Buslinie 134 können die weit von der S-Bahn entfernten Ortsteile Kladow und Gatow sowie die Wilhelmstadt an den Fern-, Regional- und S-Bahnhof Spandau angebunden werden.
• Mit der Buslinie N5 auf dem Abschnitt U-Bf Hönow—S+U-Bf Wuhletal können die an der U5 gelegenen Großsiedlungen in Marzahn-Hellersdorf an die S-Bahn angebunden werden.
2. Der Berliner Fahrgastverband IGEB erwartet von der Gewerkschaft Ver.di,
• dass sie das BVG-Notangebot in keiner Weise behindert oder gar (z.B. durch die Blockade von Betriebshöfen) gefährdet,
• dass sie alle Streikmaßnahmen mindestens 24 Stunden vorher ankündigt,
• dass die Kundeninformation am Telefon und im Internet von den Streiks ausgenommen wird.
Andernfalls wären die Ver.di-Äußerungen, dass der Streik nicht gegen die Fahrgäste gerichtet sei und man deren Leid bedauere, unglaubwürdig.
3. Der Berliner Fahrgastverband IGEB erwartet von Senat und S-Bahn,
• dass eine Regelung gefunden wird, die 2007 beim Lokführerstreik ausgefallenen S-Bahn-Fahrten jetzt für Nachtverkehr bei der S-Bahn auch außerhalb der Wochenenden einzusetzen,
• dass alle Baumaßnahmen mit erheblichen Auswirkungen auf den Fahrplan der S-Bahn daraufhin überprüft werden, ob sie verschoben werden können (Pressemeldung Berliner Fahrgastverband IGEB e.V., 03.03.08).