Berlin (dpa/bb) – Auch in diesem Jahr öffnen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nachts einige ihrer U-Bahnhöfe für Obdachlose. Wie die BVG am Montag mitteilte, werden bei Temperaturen von minus drei Grad und darunter die U-Bahnhöfe Frankfurter Tor (U5), Schönleinstraße (U8) und Hansaplatz (U9) während …
Die Schilder stehen schon: Ab Montagfrüh, 7 Uhr, darf vor dem Hauptbahnhof nicht mehr geparkt werden. Die Kurzparkzone auf dem nördlichen Vorplatz fällt weg, stattdessen gilt dann dort ein absolutes Halteverbot. Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, am Freitag mit. Es werde weiter möglich sein, Reisende abzusetzen. Allerdings müssen Autos nach kurzem Halt wieder weiterfahren. Wer länger bleiben will, muss ins Bahnhofsparkhaus. Dort ist die erste Viertelstunde Parken gratis, danach werden pro Stunde zwei Euro fällig. 24 Stunden Parken kostet 16, für Bahn-Card-Inhaber 12 Euro. Jörg Becker vom ADAC kritisierte die Aufhebung der Kurzparkzone: „Die Planer müssen akzeptieren, dass die Bürger auch mit dem …
Der Hauptbahnhof wird heute als Bahnhof des Jahres ausgezeichnet. Doch der 1,2 Milliarden Euro teure Prestigebau hat nach wie vor seine Macken. Ist diese Ehrung verdient? Er hat nach wie vor seine Macken – und ist trotzdem der „Bahnhof des Jahres“ 2008. Heute zeichnet die „Allianz pro Schiene“ den Ende Mai 2006 eröffneten Hauptbahnhof mit diesem Titel aus. Konkurrenten waren die Stationen in Aachen, Bremen, Gera und Leipzig. Die Allianz pro Schiene ist ein Bündnis von 16 Organisationen, die den Bahnverkehr fördern wollen – vom Auto Club Europa bis zum Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure. Die Bahn selbst bezeichnet ihren 1,2 Milliarden Euro teuren Prestigebau nach wie vor als den modernsten Bahnhof der Welt. Zufrieden ist auch die Mehrzahl der Fahrgäste. Bei der Kundenzufriedenheit könne nur noch der Leipziger Hauptbahnhof mithalten, lobt der Geschäftsführer der …
Warum reißen sie jetzt die Bahnsteigdächer ab, wenn die Ost-West-Bahnsteige erst in ein paar Jahren neu gebaut werden? Das fragt sich mancher Fahrgast in diesen Wochen am S-Bahnhof Ostkreuz.
Aber: Erstens werden die Dächer nicht komplett abgerissen. Zweitens, sind die entstandenen Lücken notwendig, um die provisorische Fußgängerbrücke für die Bauzeit zu errichten. Sie soll die Sonntagstraße im Norden und die Hauptstraße im Süden sowie die Zugänge zu den Ost-West- Bahnsteigen D und E verbinden. Die Fundamente für das Provisorium wurden Ende September Anfang Oktober gegründet. Zu den Einschränkungen im S-Bahnbetrieb lesen Sie „fahren & bauen“ auf.
Der Bahnhof Ostkreuz wird 2016 kaum wiederzuerkennen sein. Einzig die denkmalgeschützte Fußgängerbrücke über die Ost-West- Gleise hinweg bleibt von den jetzigen Bauten übrig. Mario Wand, Projektleiter Ostkreuz der DB Projektbau, erklärt: „Nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg und dem teilweisen Wiederaufbau präsentiert sich die Brücke heute nicht mehr im ursprünglichen Zustand. So wurde der gesamte südliche Teil einschließlich der Abgänge zum Bahnsteig E sowie zur Hauptstraße nicht originalgetreu wiederhergestellt. Wir stehen vor zwei Aufgaben: Nach ihrem Abriss soll die Brücke unter Verwendung der noch verwertbaren Teile so aufgebaut werden, wie sie in den 1920er Jahren aussah. Weil es damals noch keinen Regionalbahnsteig …
Die ganze Planung aus einer Hand. Das strebt die Verwaltungsspitze nun für das komplette Bahnhofsareal an, nachdem schon ein knappes Dutzend Einzelstudien vorliegt. Am 6. November sollen die Mitglieder des Hauptausschusses den Planungsauftrag im Wert von gut 110 000 Euro an die Bietergemeinschaft der beiden Büros „Drees & Sommer“ sowie „Planungsgruppe 4“ vergeben. Sie hatten sich in der Endrunde unter vier Bietergemeinschaften durchgesetzt, insgesamt hatten 15 Büros zusammen neun Angebote abgegeben. Ein halbes Jahr haben die Planer nur Zeit, um Grundsätzliches zu erfassen, zu bewerten und Vorschläge zu erarbeiten: Was passiert mit dem Bahnhofsgebäude? Soll es ein Parkhaus geben? Wie werden Bahn mit Bus und Tram am schnellsten verbunden? Wie viel Handel und Dienstleistungen braucht/verträgt der Bahnhof? Welche Wege führen in die Stadt? „Wir sind da völlig ergebnisoffen, es gibt keine …
Der Berliner Hauptbahnhof und der Bahnhof Landsberg am Lech erhalten den Titel „Bahnhof des Jahres 2007“. Die Allianz pro Schiene prämiert damit den Berliner Hauptbahnhof als kundenfreundlichsten Großstadtbahnhof und den Landsberger Bürgerbahnhof als kundenfreundlichsten Kleinstadtbahnhof des Jahres. „Die Anforderungen von Reisenden und Besuchern an die Ausstattung, den Service und die Atmosphäre eines Bahnhofes steigen von Jahr zu Jahr. Es gibt in Deutschland viele hervorragende Bahnhöfe. Berlin und Landsberg sind besonders beeindruckende Beispiele für die Wandlungsfähigkeit und die Modernität des Schienenverkehrs“, sagte Dirk Flege, Jury-Mitglied und Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, beim Verkünden der Sieger am Donnerstag. Das Bündnis vergibt die bundesweite Auszeichnung in diesem Jahr zum vierten Mal. In der Jury sind auch die beiden mitgliederstärksten deutschen Fahrgastverbände Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Pro Bahn vertreten. „Die Entscheidung zwischen den zehn nominierten Bahnhöfen ist uns wieder einmal sehr schwer gefallen“, sagt Jury-Mitglied Monika Ganseforth vom VCD. „Alle Bahnhöfe haben sich durch besondere Kundenfreundlichkeit ausgezeichnet. Den Ausschlag gab die Anziehungskraft, die beide Siegerbahnhöfe sowohl auf Reisende als auch Touristen und Einheimische ausüben.“ Das zeige in Berlin auch die „Abstimmung mit den Füßen“. Ganseforth: „Der neue Berliner Hauptbahnhof zieht täglich Tausende Besucher an und wirbt mit seiner faszinierenden Architektur und seinem bunten Angebot sowohl für die Hauptstadt als auch den Verkehrsträger Schiene.“ Als kundenfreundlichsten Kleinstadtbahnhof kürte die Jury den seit 2004 privat betriebenen Bürgerbahnhof in Landsberg am Lech (Oberbayern). „Hier funktioniert einfach alles. In dem liebevoll sanierten Bahnhofsgebäude von 1872 ist nach Jahren des Stillstandes wieder Leben eingezogen. Der Bahnhof wird sowohl von den Landsbergern als auch von den Reisenden hervorragend angenommen. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass private Bahnhofsbetreiber die DB durchaus entlasten können. Der Bürgerbahnhof zeigt, was man mit Geld und Ideen aus einem Bahnhof herausholen kann“, sagt Jury-Mitglied Karl-Peter Naumann von Pro Bahn. Die nominierten Bahnhöfe waren auf der Grundlage einer repräsentativen Kundenumfrage ausgewählt worden. Die Jury überzeugte sich vor Ort persönlich von den Vorzügen der Kandidaten und testete dabei die Kundeninformation, die Sauberkeit, die Integration in die Stadt, die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln und die Aufenthaltsqualität in den Bahnhöfen. Im vergangenen Jahr konnten sich die Bahnhöfe Hamburg-Dammtor und Oberstdorf durchsetzen. Der Festakt mit der Enthüllung der Siegertafel im Berliner Hauptbahnhof findet am Montag, 22. Oktober, statt. Neben Allianz pro Schiene-Jurymitgliedern werden Bahnchef Hartmut Mehdorn und Berlins Bürgermeister Harald Wolf reden. Der Tafelenthüllungs-Termin in Landsberg wird voraussichtlich Ende Oktober stattfinden (Pressemeldung Allianz pro Schiene, Fotos DB AG/Reiche, Allianz pro Schiene / Naumann, 28.09.07).
20 Brückenteile der alten Fernbahngleise sind ausgehoben
In der Nacht zum 20. September hob der Kran den 20. und letzten Brückenteil des ehemaligen Ringfernbahnbrückenzugs parallel zum SBahnsteig F am Bahnhof Ostkreuz aus – damit ist der erste Abschnitt vollzogen, um den neuen Regionalbahnsteig am Ring zu errichten. Zunächst entfernte der Kran südlich der Ost-West-Bahnverbindung in zwei Phasen acht Überbauten. In der zweiten Etappe kam er zwischen den Gleisen zum Einsatz und hob vier Brückenteile über die Kynaststraßenbrücke hinweg aus, vom nördlichen Standpunkt aus die restlichen acht Teile. Sie waren zwischen 10 und 15 Metern lang und jeweils 14 bis 29 Tonnen schwer. Die „Wandscheiben“ und Widerlager, auf denen die Überbauten lagern, bleiben …
Zunächst wird das Bauwerk auf den provisorischen S-Bahnverkehr ausgerichtet
Der „Regionalbahnsteig oben“, so die Arbeitsbezeichnung, wird als erster Neubau am Bahnhof Ostkreuz etwa ab Juli 2008 parallel zum Ring-S-Bahnsteig auf der bisherigen Fläche der Fernbahn und der Kynaststraßenbrücke errichtet, die ein Stück weiter östlich neu entsteht. Der Regionalbahnsteig wird ab Ende 2009 für die Bauzeit des neuen S-Bahnsteigs F (geplant bis 2012) den S-Bahn- Ringverkehr aufnehmen. Daher wird dieser vorübergehend in der Höhe um etwa 20 Zentimeter aufgestockt, weil der Bahnsteig für Regionalzüge niedriger ist. Wartehäuschen sollen Schutz vor Wind und Regen bieten. Neben Treppen erhält der Bahnsteig auch …
Bauarbeiter haben damit begonnen, die ersten Gleisanlagen an dem maroden Kreuzungsbahnhof zu demontieren. Schweißer müssen dazu bis zu 29 Tonnen schwere und 15 Meter lange Stahlteile aus ihren Verankerungen lösen. Von Sonntag an kommt es nachts zu Unterbrechungen des S-Bahn-Verkehrs. Wer in der Nacht zu Sonnabend mit der S-Bahn den Bahnhof Ostkreuz in Friedrichshain passierte, bekam ein wahrhaft feuriges Schauspiel geboten: Zehntausende Funken zischten durch das Dunkel, Scheinwerfer beleuchteten grell das sonst eher im trostlosen Halbdunkel liegende Bauwerk. Bauarbeiter haben damit begonnen, die ersten Gleisanlagen an dem maroden Kreuzungsbahnhof zu demontieren. Schweißer müssen dazu bis zu 29 Tonnen schwere und 15 Meter lange Stahlteile aus ihren Verankerungen lösen. Bis zum Morgen waren die ersten vier von …