Der Bahnhof Zoo hat in den vergangenen 30 Jahren noch nie einen sonderlich guten Ruf gehabt. Seit dem Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ verbinden viele mit der Station am Hardenbergplatz menschliches Elend, Drogensucht und Prostitution. Zur 750-Jahr-Feier Berlins im Jahr 1987 wurde der Vorplatz zwar ein bisschen hübscher gemacht und später zogen neue Geschäfte in den Bahnhof ein. Doch waren das so ziemlich die letzten größeren Investitionen. Die Station, die zu Mauerzeiten der West-Berliner Hauptbahnhof war, scheint dem Verfall preisgegeben zu sein. Leider macht die Deutsche Bahn keine Anstalten, daran etwas zu ändern. Seitdem sie den neuen Hauptbahnhof in Betrieb genommen hat, scheint ihr das Schicksal des Bahnhofs Zoo gleichgültig zu sein. Eine Chance hat der Bahnhof Zoo nur, wenn die Investoren in der Umgebung ihre geplanten Neubau-Projekte realisieren und auf diese Weise Druck für einen …
An der Hardenbergstraße drehen sich die Kräne. Das Schimmelpfeng-Haus wird abgetragen, daneben entsteht das 118-Meter-Hochhaus „Zoofenster“. In zwei Jahren wird dort mit dem Waldorf Astoria Berlins nobelstes Hotel eröffnen – ein Haus der Weltklasse. Doch gleich gegenüber beginnt die Provinz. Seit drei Jahren halten am Bahnhof Zoo keine Fernzüge mehr. Und das wird sich auch nicht ändern, sagt Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Für die Bahn hat der über hundert Jahre alte Bahnhof Zoo nur noch regionale Bedeutung. Dennoch werden dort täglich mehr als 100 000 Passagiere gezählt. Denen bietet sich ein wenig einladendes Bild: Am Eingang Hardenbergplatz sitzen Obdachlose und betteln um einige Cents. An der früheren Gepäckaufgabe gibt es …
Mit Geld aus dem Konjunkturprogramm sollen 71 Bahnhöfe schöner werden Peter Neumann
Jetzt geht’s los. Die Deutsche Bahn (DB) beginnt auch in Berlin damit, das Geld auszugeben, das ihr der Bund aus dem Konjunkturprogramm zur Verfügung stellt. Auf 71 Bahnhöfen stehen 122 Bauprojekte für 34 Millionen Euro an. Geplant sind unter anderem neue Aufzüge und Fahrtreppen, Wetterschutzhäuschen sowie bessere Fahrgastinformationen und Beleuchtungen. Gestern wurde am Südkreuz symbolisch der erste Spatenstich für das bundesweit größte Einzelprojekt dieses Bauprogramms gesetzt. Dort entsteht nun endlich auch auf der Ostseite ein Vorplatz. Er soll Ende 2010 fertig sein – mehr als vier Jahre nach der Eröffnung des Bahnhofs. „Ohne das Konjunkturprogramm hätte es wohl noch länger gedauert“, seufzte ein …
Viele Fahrgäste der S-Bahn müssen sich umgewöhnen. Einfach im Stadtzentrum in die S 9 steigen, um nach Schöneweide, Adlershof oder zum Flughafen Schönefeld zu fahren, das geht bald nicht mehr. Weil der Umbau des Ostkreuzes in eine neue Etappe geht, muss die direkte S-Bahn-Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Südosten Berlins unterbrochen werden – bis Ende 2014. Reisende sollten sich Alternativen suchen und möglichst nicht auf die Idee kommen, am Ostkreuz umzusteigen. Dort werden sie lange Wege zurücklegen müssen. „Ostkreuz = Rostkreuz“: Dass an diesem Wortspiel etwas dran ist, zeigt ein Blick auf die Südkurve. Auf den Brücken blüht der Rost in allen nur erdenklichen Brauntönen. Die Stahlbauten sind so marode, dass die S-Bahnen auf ihnen nur …
(Berlin, 19. August 2009) Der Bahnhof Südkreuz erhält bis zum Jahresende 2010 einen Vorplatz am östlichen Eingang. Im Rahmen des Konjunkturprogramms der Bundesregierung stehen dafür rund sechs Millionen Euro zur Verfügung. Maria Krautzberger, Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG, und Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin, setzten heute symbolisch den ersten Spatenstich für das Bauvorhaben.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sagte: „Mit 300 Millionen Euro aus den Konjunkturprogrammen der Bundesregierung lösen wir bundesweit an mehr als 2.000 Bahnhöfen wichtige wirtschaftliche Impulse bei kleinen und mittelständischen Betrieben aus. Gleichzeitig schaffen wir gemeinsam mit der Deutschen Bahn attraktivere Bahnhöfe. Davon profitieren auch die Reisenden am Berliner Südkreuz.“
Staatssekretärin Krautzberger: „Über den neuen Vorplatz Ost können nun auch Taxen, Pkw und Fahrräder direkt an der Bahnhofstür vorfahren. Damit wird Südkreuz wie geplant zum Bahnhof der kurzen Wege für alle Reisenden. Dass der Vorplatz darüber hinaus auch ansprechend gestaltet sein wird, ist umso erfreulicher. Mit der zukünftigen, direkten Anbindung an Berlins neuen internationalen Flughafen BBI wird der Bahnhof Südkreuz zudem immer wichtiger im Berliner Verkehrsnetz werden.“
„Dank des Konjunkturprogramms des Bundes wird auch der zweitgrößte Berliner Bahnhof rundum komplett gestaltet. Ein neuer Vorplatz sorgt künftig dafür, dass unsere Reisenden sicher, schnell und bequem zum Zug kommen. Für sie ist die attraktive Anbindung ein echter Gewinn und die Anwohner bekommen einen schönen Bahnhofsvorplatz im Herzen des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg“, sagte Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG.
„Vor drei Jahren hat sich die Berliner Bahnwelt grundsätzlich verändert. Der Bahnhof Südkreuz hat, wie in unserem Verkehrskonzept vorgesehen, seinen Platz als einer der wichtigen Berliner Bahnhöfe gefunden. Das geplante Vorhaben ist in dieser Hinsicht nur folgerichtig.“ So Ingulf Leuschel.
Reisende können zukünftig über die General-Pape-Straße mit Taxi, mit eigenem PKW oder Fahrrad direkt auf den Vorplatz fahren und sind dadurch schneller auf dem Bahnsteig. Dafür entstehen 25 Taxi-Stellplätze, neun Halteplätze zum Ein- und Aussteigen und 50 Fahrradstellplätze.
Der Vorplatz Ost konnte beim Bau des Bahnhofes lediglich begonnen werden, da für die Fertigstellung dieses Vorplatzes die General-Pape-Straße verlegt werden muss. Sie wird nun in einer Länge von rund 375 Meter abgebrochen, um 27 Meter versetzt wieder hergestellt und mit einer Stützmauer versehen. Neben der mit Wein und Efeu begrünten Stützmauer sorgen dann eine neu gepflanzte Hainbuchen-Hecke und ein Baumrondell auf dem Vorplatz für einen angenehmen ersten Eindruck. Entlang der verlegten General-Pape-Straße werden 21 Platanen gepflanzt.
Der Bahnhof Südkreuz ist einer der fünf bedeutenden Berliner Fernbahnhöfe. Er ging am 26. Mai 2006 in Betrieb.
Ein Tipp für Fahrgäste: Bloß nicht verwirren lassen! Zwar heißt der S-Bahnhof unter dem Pariser Platz seit dem 8. August Brandenburger Tor – wie die benachbarte U-Bahn-Station, die am selben Tag eröffnet worden ist. Doch von der Umbenennung ist vielerorts noch nichts zu spüren. Wer sich in der S-Bahn oder im Bus nähert, hört dort weiterhin die Durchsage „Unter den Linden“. Der alte Name prangt auch noch auf vielen Liniennetzplänen. „Wir sind dabei, unsere Informationen für die Fahrgäste zu ändern. Aber das braucht Zeit“, sagte Petra Reetz, die Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). „In den nächsten Wochen hängen wir neue Liniennetze aus“, teilte die Marketingabteilung mit. Außerdem gehe die BVG daran, die Ansagen in den Bussen anzupassen. Der neue Stationsname wird …
POTSDAM. Der aufwendig sanierte Kaiserbahnhof in Potsdam soll spätestens ab dem kommenden Jahr auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Das kündigte Verkehrsminister Reinhold Dellmann (SPD) gestern an. Das Land dränge darauf, „und nach ersten Gesprächen mit dem neuen Bahnchef Rüdiger Grube bin ich da sehr optimistisch“, sagte Dellmann in Potsdam. Der ab 1905 für Kaiser Wilhelm II. am Rande des Schlossparks Sanssouci erbaute, lange dem Verfall preisgegebene Bahnhof wird nach der mit Millionenaufwand betriebenen Sanierung seit 2005 von der …
Reisende machen ihrem Ärger über die fehlende Bahnhofstoilette immer wieder Luft. Auch Anke Marie Gebauer aus Graal-Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) berichtet über den Missstand: Die Uckermark sei zwar ein wundervoller Landstrich, aber die Idylle vergehe schlagartig, wenn man vom Bahnhof Angermünde aus nach Hause zurückfahren wolle. Die vergebliche Suche nach einer Toilette beschreibt sie so: „Keine Toilette. Meine Reisebegleiterin und ich sehen uns fassungslos an. Kann man sich eine Autobahn-Raststätte ohne Toiletten vorstellen? Sollen blasenschwache Mitbürger, Familien mit kleinen Kindern oder ältere Menschen von Bahnreisen abgehalten werden? Ist es tatsächlich so, dass für die Entscheidungsträger die elementaren Bedürfnisse von uns Reisenden keine Rolle spielen? Die Verkäuferin, die wir gefragt haben, macht ein unglückliches Gesicht. Ich ahne, dass sie sich schon oft mit der Frage, ja, der drängenden Bitte nach einem …
Carsten Liebich war die Erleichterung anzusehen. „Das war ein harter Ritt“, sagte der Ingenieur, der den Bau der U 55 geleitet hat. „So ein Projekt ist für jeden Fachmann eine Herausforderung.“ Schließlich führt Berlins jüngste U-Bahn-Strecke mitten durch die Stadt vom Hauptbahnhof zum Pariser Platz, durch einen schwierigen Baugrund mit einem hohen Grundwasserstand und vielen Findlingen. „Aber jetzt haben wir es geschafft.“ Am Freitagmittag sahen sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Dutzende von Journalisten in den drei neuen U-Bahnhöfen um. An diesem Sonnabend beginnt der Zugbetrieb. Markus Weber fuhr am Freitag den ersten Zug – Start war 11.59 Uhr im Bahnhof Brandenburger Tor. „Ich kann gut Englisch, verstehe Französisch und Russisch“, so der Fahrer. Damit befindet sich der 30-Jährige in guter Gesellschaft, sagte Klaus Wazlak, Sprecher der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). „Wir haben gezielt …
Nach nur acht Monaten Bauzeit wurde das erste große Modernisierungsprojekt im Rahmen des Aktionsbereiches der Mitglieder der IGOB-EWIV seiner Bestimmung übergeben. Die Bürger von Rehfelde waren voller Anerkennung und das ist der beste Dank für alle, die dafür gearbeitet und gestritten haben. Müncheberg, Seelow-Gusow, Werbig und Seelow (Mark) und vielleicht Hoppegarten auf den deutschen Streckenabschnitt sowie Witnica, Gorzów Wlkp., Santok, Drezdenko und Strzelce Krajenskie Ost auf dem polnischen Streckenabschnitt werden bis 2014 folgen. Für die Bahnhofsumfelder in Kostrzyn nad Odra und Krzyz wird es Sonderreglungen geben. Der Einladung des Amtsdirektors und des Bürgermeisters von Rehfelde waren über 300 Personen gefolgt, darunter auch 25 Personen von den polnischen kooperativen Mitgliedern. Dass die Ostbahn Einwohner und Wirtschaft mehr und mehr verbindet, wurde von den Landräten Schmidt und Kruczkowski in ihren Begrüßungsreden anschaulich ausgeführt. Die Ostbahn als eine der Lebensadern der Grenzregion, neben den Radwegen, kann nur durch gemeinsame Projektentwicklung auf den verschiedensten Ebenen eine Zukunft haben. Das war auch eine der Botschaften aus der Begrüßungsrede von Infrastrukturminister Reinhold Dellmann. Das barrierefreie Projekt beinhaltet: 1. 55 PKW- Stellplätze davon 3 Behindertenstellplätze ( Park&Ride) 2. 8 Kurzzeitparkplätze ( Kiss&Ride) 3. 50 Plätze (Bike&Ride) überdacht 4. eine Bushaltestelle 5. einen Verweilbereich mit einer sechsseitigen Stehle mit Informationen für Touristen, auch in polnischer und englischer Sprache. Unser Dank geht auch an Martin Tesky vom Rehfelder Heimatverein für die Herausgabe der Broschüre „100 Jahre Bahnhof Rehfelde“ und an unsere kooperativen Mitglieder, die mit einem Informationsstand auf dem Bahnhofsfest vertreten waren (Pressemeldung IGOB Interessengemeinschaft Eisenbahn Berlin-Gorzów EWIV, 03.0809).