Versteigerung: Das Auktionshaus Karhausen versteigert am 29. und 30. September in Tegel 69 Bahnhofsgebäude, die der Investor Patron Capital von der Bahn gekauft hat.
Mindestgebote: 500 bis 8000 Euro, plus Courtage auf den Zuschlagpreis. Bei der Auktion kommen auch fünf nicht mehr genutzte Bahnhofsgebäude in Brandenburg unter den Hammer: Müncheberg, …
MÜNCHEBERG. Im früheren „Billetverkauf“ herrscht Stille. Auch das „Damenzimmer“, das für weibliche Fahrgäste gedacht war, die alte Gaststätte und die Wohnungen stehen leer, seit Jahren schon. Doch das soll sich ändern, und zwar bald. Für das Empfangsgebäude des Bahnhofs Müncheberg (Märkisch-Oderland) östlich von Berlin wird ein neuer Eigentümer gesucht, jemand mit Ideen und Enthusiasmus. Der herrschaftliche Klinkerbau aus dem 19. Jahrhundert ist eines von fast 70 Stationsgebäuden, die dem britischen Investor Patron Capital gehören und in der nächsten Woche versteigert werden – zum Schnäppchenpreis, einige für nur 500 Euro Mindestgebot. Auch die Deutsche Bahn (DB) will Bahnhöfe im Land Brandenburg verkaufen, etwa 75 sollen es werden. Doch längst nicht alle sehen …
(Berlin, 14. September 2011) Die S-Bahn Berlin wird im kommenden Jahr mit der Einführung eines zeitgemäßen technischen Abfertigungsverfahrens für die Züge der Berliner S-Bahn beginnen. Über einen Monitor im Führerstand wird der Triebfahrzeugführer auf Bahnhöfen mit unübersichtlichen Bahnsteigen künftig den Fahrgastwechsel entlang der gesamten Bahnsteigkante überwachen, um anschließend die Abfertigung vorzunehmen. Ähnliche Verfahren sind im übrigen Bundesgebiet und bei den Berliner Verkehrsbetrieben bereits länger Standard.
In diesem Zusammenhang ändern sich die Aufgabengebiete der eingesetzten Personale. Während bisher betriebliche Belange der örtlich fest gebundenen Aufsichten im Mittelpunkt der Tätigkeit standen, ist nunmehr der flexible und kundenorientierte Einsatz der Mitarbeiter möglich. Künftig kommen im Netz 120 mobile Aufsichten zum Einsatz, die nachfrage- und lageabhängig auf allen 166 Bahnhöfen eingesetzt werden können.
Auf 20 Stationen sind zudem weitere 120 Mitarbeiter während der gesamten Betriebszeit als Stammaufsichten tätig, die die Kundeninformation über Lautsprecher und elektronische Anzeigesysteme steuern. Dieses System ersetzt bis zum Jahr 2013 die feste Besetzung von 68 Stationen.
Die S-Bahn Berlin setzt mit diesem Konzept auch künftig dauerhaft mehr Bahnsteigpersonal ein als andere Betreiber vergleichbarer Schnellbahnsysteme. Mit über 500 Sicherheitskräften in der Region trägt die Deutsche Bahn zudem zur Erhöhung der Sicherheit bei.
Objektiv betrachtet sind Bahnhöfe und Züge ein außerordentlich sicherer Ort. Die Polizeikriminalitätsstatistik (PKS) 2009 registriert pro 100.000 Einwohner rund 7.400 Straftaten in Deutschland. Einen ähnlichen Maßstab auf die Zahl der Reisenden angelegt, ergibt weniger als 20 registrierte Taten pro 100. 000 Fahrgäste. Wird die Häufigkeitszahl auf Rohheitsdelikte herunter gebrochen, kommt nochmals ein anderes Bild zum Vorschein: Pro 100.000 Reisende wird von der Bundespolizei nur ein tätlicher Angriff registriert.
ZAT-FM heißt die Technik, die Kosten sparen und die S-Bahn wettbewerbsfähiger machen soll. Diese Abkürzung bedeutet: Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer mittels Führerstandsmonitor. Kameras über den Bahnsteigkanten nehmen haltende S-Bahnen ins Visier. Die Bilder werden in den Führerstand gefunkt, wo sie auf Bildschirmen erscheinen. So können die Fahrer überblicken, wann die Türen frei sind und sie weiterfahren können. Bedenken des Eisenbahn-Bundesamts trugen dazu bei, dass die S-Bahn das Projekt …
Das Vorhaben der S-Bahn, Personal auf den Bahnhöfen zu reduzieren, sorgt bei Sicherheitsexperten für Entsetzen. „Das ist eine völlig falsche Entscheidung“, sagt der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Klaus Eisenreich. „Das lässt die Sicherheitslage im ÖPNV nicht zu.“ Die S-Bahn wälze das Problem, dass sie eigentlich selbst lösen sollte, auf die Polizei ab. Kritik kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagt: „Dies konterkariert alle Fachgespräche, die jemals in diese Richtung geführt wurden. Wir brauchen auf jeden Fall mehr …
Das Vorhaben der S-Bahn, Personal auf den Bahnhöfen zu reduzieren, sorgt bei Sicherheitsexperten für Entsetzen. „Das ist eine völlig falsche Entscheidung“, sagt der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Klaus Eisenreich. „Das lässt die Sicherheitslage im ÖPNV nicht zu.“ Die S-Bahn wälze das Problem, dass sie eigentlich selbst lösen sollte, auf die Polizei ab. Kritik kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagt: „Dies konterkariert alle Fachgespräche, die jemals in diese Richtung geführt wurden. Wir brauchen auf jeden Fall mehr …
Ein Beruf steht vor dem Aussterben: Bahnsteigaufsichten, die Züge abfertigen, soll es bei der S-Bahn in naher Zukunft nicht mehr geben. Das sehen Planungen vor, die das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn nach rund drei Jahren Pause wieder aufgenommen hat. Der Fahrgastverband IGEB protestiert – er will keine personalfreien S-Bahnhöfe. „Uns geht es um die subjektive Sicherheit der Fahrgäste“, sagte der Vize-Vorsitzende Jens Wieseke. Wenn sich auf einem S-Bahnhof kein Personal mehr befinde, sinke die Hemmschwelle für Straftaten. Heute gibt auf vielen S-Bahnsteigen noch die Aufsicht das Signal zum Abfahren. Doch diese Beschäftigten sollen bald überflüssig werden. Dann soll sich das Fahrpersonal überall selbst auf die Reise schicken – mit Hilfe einer neuen Technik für die …
Eine schlechte Nachricht für U-Bahn-Fahrgäste: Die Bauarbeiten am Bahnhof Gleisdreieck, die viele von ihnen zum Umsteigen zwingen, dauern länger als geplant. Das teilte Ralf Baumann, der Infrastruktur-Chef der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), am Freitag mit. Das fast 99 Jahre alte Gleisdreieck ist ein Sanierungsfall – das bekommen die Fahrgäste in diesem Jahr erneut zu spüren. Wegen Bauarbeiten fährt die U2 seit Mai nur zwischen Pankow und Gleisdreieck. Wer von dort weiter will, muss umsteigen. Jeder zweite Zug kehrt schon am Potsdamer Platz um, was einen weiteren Zugwechsel erfordert. Vom 14. November an sollte die U2 wieder bis Ruhleben verkehren. Aber daraus wird nichts. „Wir gehen davon aus, dass wir die Baumaßnahme bis zum …