Das angeblich liebste Kind der Deutschen leidet. Das vergangene Jahr war hierzulande alles andere als ein gutes für das Auto. Um fast zehn Prozent eingebrochene Zulassungszahlen für Neuwagen, der Ölpreis bei 100 Dollar, die Spritverbrauchswerte der Hersteller wurden angezweifelt und die Umsetzung der Umweltzonen in Innenstädten bestimmten die öffentliche Debatte. Der sprichwörtliche Fahrspaß findet bald nur noch in den Werbespots der Autohersteller statt. Dass der öffentliche Personenverkehr gleichzeitig an Aufmerksamkeit und Akzeptanz gewonnen hätte, lässt sich kaum behaupten. Wenn es mal eine Meldung in die Nachrichten schaffte, handelte sie von Tariferhöhung, Streckenstilllegung …
Statistisches Jahrbuch 2007: Die Berliner Bevölkerung wächst, die Zahl der Kühe sinkt, im Januar wird so gut wie nie geheiratet, es gibt erneut mehr Hunde. Noch mehr Zahlen von André Görke. Zahlen, Zahlen, Zahlen. Am Montag wurde das 528 Seiten starke „Statistische Jahrbuch 2007“ im Roten Rathaus präsentiert – mit einer Fülle von Berliner Daten, Fakten und Kuriositäten. Eine Auswahl.
Mehr Menschen: Vorneweg …
Mehr Hunde: Schlechte Nachricht …
Weniger Brücken: Überraschenderweise sind die Berge nicht größer geworden (Teufelsberg und Müggelberge bleiben Spitzenreiter mit 115 Metern Höhe), dafür hat sich die Infrastruktur in den vergangenen Jahren verändert. Kurios: Die Zahl der Brücken ist innerhalb von vier Jahren von 988 auf 917 gesunken. Warum? Laut Definition gehören auch „konstruktive Durchlässe“ dazu, beispielsweise Überquerungen auf Baustellen, die wieder verschwinden. Die meisten Brücken gibt es in Mitte (123), gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf (122).
Mehr Straßen: Das Straßennetz wurde größer. Die Zahl der Autobahnkilometer stieg wegen des neuen Stücks am Teltowkanal, auch gibt es mehr S-Bahnstreckenkilometer (der neue Abschnitt nach Teltow wurde eröffnet) und auch mehr Straßenbahnkilometer. PS: Die BVG hatte zum 31. Dezember 2006 eine Buslinienlänge von 1656 Kilometern – das entspricht einer Strecke, die bis 300 Kilometer hinter Kiew reicht. Vier Jahre zuvor waren es übrigens noch 1264 Kilometer BVG-Bus-Kilometer in Berlin.
Kleine Anfrage der Abgeordneten Claudia Hämmerling (Bündnis 90/Die Grünen) vom 30. Juli 2007 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 31. Juli 2007) und Antwort
Wann sind die Berliner U- und S-Bahnhöfe barrierefrei? Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: Die Kleine Anfrage betrifft zum Teil Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er hat daher die BVG, die S-Bahn Berlin GmbH und die DB AG jeweils um Stellungnahme gebeten, die jeweils dort in eigener Verantwortung erstellt und dem Senat übermittelt wurde. Die Texte sind nachfolgend in den einzelnen Antworten wiedergegeben. Frage 1: Wie viele Berliner S-Bahnhöfe, und wie viele U-Bahnhöfe, verfügen über Aufzüge? Antwort zu 1.: Die BVG teilt hierzu mit: ,,Insgesamt sind 40 % der Berliner U-Bahnhöfe barrierefrei erreichbar. Davon sind 35,3 % (60 U-Bahnhöfe) mit Aufzügen und 5 % (9 U-Bahnhöfe) mit Rampen ausgestattet.“ Die DB Station und Service AG teilt hierzu mit: ,,Im Land Berlin gibt es insgesamt 111 S-Bahnhöfe. Der S-/U-Bahnhof Wuhletal ist hier nicht mitgezählt, weil er im Eigentum der BVG steht. Von den 111 sogenannten reinen S-Bahnhöfen (Bahnhöfe ohne Fernverkehr) sind 74 Bahnhöfe mit Aufzügen ausgestattet. 12 Bahnhöfe sind mit Rampen barrierefrei erschlossen, sodass damit insgesamt 86 S-Bahnhöfe in Berlin barrierefrei erreichbar sind, was einem Prozentsatz von 77 % entspricht. Rechnet man die sogenannten Mischbahnhöfe (Bahnhöfe mit Fernverkehr) im Land Berlin hinzu, so ergibt dies eine Gesamtzahl von 131 S-Bahnhöfen im Land Berlin(ausschließlich Wuhletal). Die Barrierefreiheit aller S-Bahnhöfe in Berlin liegt bei insgesamt 81 %.“ Frage 2: Wie viele Berliner S-Bahnhöfe und wie viele U-Bahnhöfe verfügen nicht über einen Aufzug? Antwort zu 2.: Die BVG teilt hierzu mit: ,,Bei insgesamt 170 Berliner U-Bahnhöfen sind 110 nicht mit einem Aufzug ausgestattet.“ Die DB Station und Service AG teilt hierzu mit: ,,Von den 111 ,,reinen“ S-Bahnhöfen in Berlin verfügen derzeit noch 25 Stationen weder über Aufzüge oder Rampen.“ Frage 3: Welche Planungen gibt es für den Einbau weiterer Aufzüge bei der S-Bahn und der U-Bahn? Antwort zu 3.: Die weitere Planung für die Ausstattung von U-Bahnhöfen mit Aufzügen sind in einer mit dem Senat abgestimmten Prioritätenliste erfasst. Darin ist geplant, bis 2010/11 bis zu 20 weitere Aufzüge einzubauen. Die DB Station und Service AG teilt hierzu mit: ,,Weitere Planungen für die barrierefreie Erschließung von S-Bahnstationen im Land Berlin gibt es konkret für die Stationen Adlershof, Baumschulenweg sowie Altglienicke. Es ist vorgesehen, im Jahr 2009 in diesen Stationen Aufzüge einzubauen.“ Mit Inbetriebnahme des U-Bahnhofes Brandenburger Tor im ersten Quartal 2009 wird auch der heutige SBahnhof Unter der Linden über die Verbindungspassage auf der -1 Ebene komplett behindertengerecht erschlossen sein. Frage 4: Wann werden die Bahnhöfe mit wichtigen Umsteigefunktionen, wie z.B. U-Bahnhof Potsdamer Platz, U-Bahnhof Adenauer Platz, U-Bahnhof Eberswalder Straße und S-Bahnhof Frankfurter Allee mit Aufzügen ausgestattet, und weshalb wurde hier bisher noch kein barrierefreier Zugang ermöglicht? Antwort zu 4.: Die BVG teilt hierzu Folgendes mit: ,,Der Aufzug Potsdamer Platz ist bereits in der Planung und wird voraussichtlich 2008/09 fertig gestellt. Der Aufzug Eberswalder Straße wird im Rahmen der Viaduktsanierung der U-Bahnlinie 2 ab 2009 realisiert.“
Darüber hinaus plant die BVG nach derzeitigem Stand für 2010/11 den Bau eines Aufzuges im U-Bahnhof Adenauerplatz. Die DB Station und Service AG teilt hierzu mit: ,,Es ist vorgesehen, bis Mitte 2009 in den S-Bahnhaltepunkten Frankfurter Allee und Lichtenberg jeweils einen Aufzug einzubauen, der im Bahnhof Frankfurter Allee die Bahnsteigebene mit der Straßenebene und im Bahnhof Lichtenberg die Bahnsteigebene mit der -1 Verteilebene der U-Bahn verbindet.“ Frage 5: Welche Prioritäten gibt es hinsichtlich der weiteren Ausstattung von S- und U-Bahnstationen mit Aufzügen? Antwort zu 5.: Wie in der Antwort auf die Kleine Anfrage 16/10987 dargestellt, existiert eine Prioritätenliste zur weiteren Ausrüstung des U-Bahnnetzes mit Aufzügen. Diese Reihung wird gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, den Vertretern der Behindertenverbände im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Bauen und Verkehr – barrierefrei“ und der BVG erarbeitet, diskutiert und verabschiedet. Die Grundlagen der Auswahl von U-Bahnhöfen, die mit Aufzügen ausgerüstet werden, bilden Aufkommensschwerpunkte insbesondere von Rollstuhlfahrern, die Möglichkeiten andere Verkehrsmittel zu nutzen und hinsichtlich der Anzahl die finanziellen Aspekte, in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln. Die Prioritätenliste ist die Zusammenstellung aller derjenigen U-Bahnhöfe, die im festgelegten Zeitraum bis 2010 mit Aufzügen ausgestattet werden sollen. Eine innere Reihung existiert nicht, sondern die bauliche Umsetzung richtet sich u.a. nach dem Umfang der Planungsarbeiten, den baulichen Abhängigkeiten zu anderen Vorhaben und dem zu erlangenden Baurecht. Die aktuelle Prioritätenliste gilt für den Zeitraum von 2006 bis 2010. Die baulichen und verkehrlichen Vorstellungen der BVG und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für den Folgezeitraum bis 2015 werden im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft ,,Bauen und Verkehr barrierefrei“ ab 2008 diskutiert und abgestimmt. Die Prioritätensetzung für die Ausstattung weiterer SBahnstationen mit Aufzügen erfolgt in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in dem AG ,,Bauen und Verkehr – barrierefrei“. Frage 6: Wann werden die S- und U-Bahnhöfe in Berlin weitgehend barrierefrei sein? Antwort zu 6.: Die Zuständigkeit für den Bau und die Finanzierung einer barrierenfreien Infrastruktur in SBahnhöfen liegt bei der DB AG. Nach Auskunft von DB Station&Service AG werden Aufzüge im S-Bahnnetz in Abhängigkeit vom jeweils zur Verfügung stehenden Finanzvolumen kontinuierlich in Abstimmung mit den Verbänden hergestellt. Die Kosten für den barrierefreien Ausbau eines UBahnhofes mit einem Aufzug, Blindenleitstreifen und ggf. Bahnsteiganpassungen betragen in Abhängigkeit von der Lage des Bahnhofs durchschnittlich 1 – 1,5 Mio. . Bis 2010 ist somit mit Kosten von ca. 30 Mio. zu rechnen. Der behindertengerechte Ausbau der U-Bahnhöfe wird im Rahmen der Grunderneuerung bzw. als Neubau an wichtigen, System vernetzenden Umsteigebahnhöfen durchgeführt. Aufgrund des erheblichen Finanzvolumens und des Planungsvorlaufs, der notwendig ist, um alle Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten, ist nur eine schrittweise Herstellung möglich. Frage 7: Wie bewertet der Senat den Vorschlag, auf den geplanten Weiterbau der Autobahn A100 um 3 km zu verzichten, und die so eingesparten Landesmittel für Planung und Umbau der Stadtstraßen in Treptow in Höhe von 30 – 50 Mio. Euro für den Neubau von Aufzügen bereitzustellen? Antwort zu 7.: Wie bereits in der Stellungnahme zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen über Verlängerung der Stadtautobahn A 100 – Ausbau der Infrastruktur für den Umweltverbund (Drucksache Nr. 16/0699) dargelegt, verzichtet der Senat aus guten Gründen nicht auf den Weiterbau der A 100. Die in der Frage genannten Summen für Planung und Umbau der Stadtstraßen in Treptow sind im Übrigen nicht annähernd nachvollziehbar. Das Land Berlin geht von derzeit rund 6 Mio. Kosten (Planungskosten und Straßenbau) im Zusammenhang mit der Weiterführung der A 100 bis zur Anschlussstelle Am Treptower Park aus. Diese vom Bund nicht übernommen Folgekosten für die Berliner Stadtstraßen werden nur im Zusammenhang mit der konkreten Neubaumaßnahme entstehen und in die Investitionsplanung des Landes eingeordnet werden. Sie stehen damit nicht für andere Maßnahmen zur Verfügung. Berlin, den 20. August 2007 In Vertretung Krautzberger
Der Personenverkehr in Berlin wird bis zum Jahr 2050 nur wenig zunehmen. Die Zahl der Wege wird gegenüber 2005 nur um zwei Prozent steigen, die der zurückgelegten Personenkilometer um sechs Prozent. Auch wenn die Zahl der älteren Rentner erheblich steigt, bleiben die Berufstätigen die wichtigste Kundengruppe des ÖPNV. Erwerbstätige werden mit 43 Prozent auch im Jahr 2050 den höchsten Anteil an Fahrten mit dem ÖPNV haben. Zu diesen Ergebnissen kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht Nr. 32/2007, der die Konsequenzen der demografischen Entwicklung in Berlin-Brandenburg für die Nachfrage nach Leistungen der BVG bis 2050 abschätzt. Details Busse und Bahnen werden in Berlin häufiger genutzt als in anderen Städten: Die Berliner legten 2002 mit 250 Fahrten mehr Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück als beispielsweise die Hamburger mit nur 210. Dies liegt zum Teil am geringeren Durchschnittseinkommen in Berlin. So verfügen 62 Prozent der Hamburger jederzeit über einen PKW, aber nur 54 Prozent der Berliner. Aber auch die Attraktivität des ÖPNV ist in Berlin höher: 51 Prozent der Berliner sind zufrieden mit der Erreichbarkeit der üblichen Ziele, aber nur 44 Prozent der Hamburger. Bis 2020 wird sich nach Einschätzung des DIW Berlin das gesamte Verkehrsaufkommen nur geringfügig verändern. Während der motorisierte Individualverkehr jedoch zunimmt, verliert der öffentliche Nahverkehr acht Prozent seiner Fahrgäste. Mit noch rund 1 Mrd. Fahrgästen beträgt der Anteil des ÖPNV an allen Wegen dann 24 Prozent. Die Pkw-Fahrleistung steigt um 9 Prozent. Nach 2020 bleibt der ÖPNV auf diesem Niveau. Einfluss auf die Mobilität allgemein haben die Haushaltsgröße, das verfügbare Haushaltseinkommen sowie Motorisierung und Führerscheinbesitz. Die Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr Berlins wird sich langfristig verringern, wenn es keine über die vorgesehenen Investitionen, wie die U5 und die S21, hinausgehenden Maßnahmen gibt. Die Notwendigkeit eines generellen weiteren ÖPNV-Ausbaus auf der Schiene ergibt sich aus der soziodemografischen Entwicklung nicht. Da die Berufstätigen die wichtigste Kundengruppe des ÖPNV bleiben werden, betont das DIW Berlin weiterhin die Bedeutung von schnellen und zuverlässigen Verbindungen. Eine zu starke Konzentration auf eine seniorengerechte Gestaltung des Angebots ist nicht hilfreich (Pressemeldung DIW, 13.08.07).
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und die betreffenden Verkehrsunternehmen im Verbund veröffentlichen neue Fahrplanbücher für die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberspreewald-Lausitz sowie den Nachtrag zum Fahrplanbuch Dahme-Spreewald. Sie enthalten alle Änderungen in den jeweiligen Landkreisen, die sich aus dem kleinen Fahrplanwechsel am 26.08.2007 ergeben. Die Fahrplanbücher können ab sofort beim VBB und den jeweiligen Verkehrsunternehmen erworben werden. Die Fahrplanbücher Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberspreewald-Lausitz kosten 2,20 EUR, der Nachtrag zum Fahrplanbuch Dahme-Spreewald 1,50 EUR. Wer es besonders bequem haben will, lässt sich die Fahrplanbücher einfach nach Hause liefern. Unter „VBB Service“ können auf Webseite www.vbbonline.de alle VBB-Fahrplanbücher sowie weitere VBB-Produkte gegen Rechnung bestellt werden: Ganz einfach die Rubrik „Bestellservice / Fahrplanbücher aufrufen, das Formular ausfüllen und per E-Mail, Fax oder auf dem Postweg an den VBB schicken. Die Fahrplanbücher können auch telefonisch unter 030 25 41 41 41 bestellt werden. Mit der neuen „VBB Fahrinfo Handy“ erweitert der VBB für seine Kunden die Verfügbarkeit der Fahrplanauskunft . Bei diesem Service handelt es sich um ein kostenloses Programm für Java-fähige Mobiltelefone, mit dem sich Fahrverbindungen in Berlin und Brandenburg auf das Handy laden und jederzeit unterwegs angesehen werden können. Die Erst-Installation sowie das spätere Hinzufügen von Verbindungen auf das Handy erfolgt per Datenverbindung zwischen PC und Handy (über Datenkabel, Infrarot- oder Bluetooth-Verbindung), oder über das mobile Internet vom Handy aus (WAP oder GPRS). Bei der Installation und Datenaktualisierung ausschließlich über die PC-Verbindung entstehen keine Mobilfunkgebühren. Weitere Informationen zum „VBB Fahrinfo Handy“ finden Sie auf unserer Informationsseite auf www.vbbonline.de/fahrinfo-handy (Pressemeldung VBB, 10.08.07).
Wegen heftigen Platzregens musste der Flugverkehr vorübergehend unterbrochen werden. Die Feuerwehr pumpte innerhalb kürzester Zeit mehr als 30 vollgelaufene Keller vor aus. Stellenweise stand das Wasser etwa einen halben Meter hoch auf der Fahrbahn. Auch der U-Bahn-Verkehr war zeitweise lahmgelegt. Ein kräftiges Gewitter mit heftigem Platzregen hat am späten Mittwochnachmittag erhebliche Verkehrsbehinderungen durch überflutete Straßen und Ampelausfälle verursacht. Besonders stark betroffen waren nach Angaben der Feuerwehrleitzentrale der Norden und die Mitte der Hauptstadt, besonders einige Bereiche in Wilmersdorf und Schöneberg, darunter Güntzelstraße, …
Ein Bombenfund aus dem Zweiten Weltkrieg hielt Anwohner und Polizei in Atem: Im Stadtteil Lichterfelde wurde eine 1000-Kilogramm-Fliegerbombe von Spezialisten entschärft. Zuvor wurden mehr als 4000 Menschen in Sicherheit gebracht. Bus- und Bahnlinien wurden umgeleitet. BERLIN – Für einen Großeinsatz der Polizei und Aufregung bei den Anwohnern hat ein Bombenfund im Stadtteil Lichterfelde gesorgt. Eine 1000-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde gegen 9:50 Uhr bei Bauarbeiten in der Curtiusstraße in einem Wohngebiet entdeckt und am Fundort am Abend entschärft. Die Polizei war mit rund 200 Beamten im Einsatz und sperrte das Areal rund um die Fundstelle des Blindgängers über Stunden weiträumig ab. Autofahrer und mehrere Buslinien der BVG wurden umgeleitet. Der S-Bahnhof Lichterfelde West war seit dem frühen Nachmittag nicht erreichbar. Die Bombe, die wahrscheinlich russischer Herkunft war, sollte zunächst …
Teile der Graffiti-Szene haben in letzter Zeit häufiger Flusssäure für Graffitis verwendet. Dieses Jahr zählte die Polizei bereits 41 Fälle, in denen Sprayer mit der Flüssigkeit Schriftzüge in Glasscheiben ätzten. Sie hinterlassen ihre Namenskürzel („Tags“) besonders gerne in Waggons, Wartehäuschen und U-Bahnhöfen. Die Polizei Berlin weist nun erneut darauf hin, dass sie bereits im Februar 2006 eine Belohnung von bis zu 2000 Euro ausgesetzt hat, die zur Ergreifung von Tätern bei Sachbeschädigungen mit Flusssäure führen. Auch die BVG und die S-Bahn-Berlin GmbH belohnen Hinweise mit bis zu 500 Euro. Am Montagabend war ein Mitarbeiter einer privaten Reinigungsfirma von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden, als er beim Saubermachen …
Höhere Gewalt: Wer an einem Streiktag nicht nur seinen Zug, sondern auch im Anschluss seinen Ferienflieger verpasst, bekommt den Schaden nicht ersetzt. Gleiches gilt für gebuchte Hotelzimmer, die erst verspätet bezogen werden können.
Fahrkarten: Bei Fahrscheinen lässt die Bahn Kulanz walten. Wer an einem Streiktag auf Grund streikbedingter Zugausfälle oder Verspätungen seine Reise nicht antreten kann, hat die Möglichkeit, die Fahrkarte kostenlos umzutauschen oder sich den Reisepreis erstatten zu lassen. Dies gilt auch für Tickets mit Zugbindung, bei der sich der Reisende auf eine bestimmte Verbindung festgelegt hat. Der Reisende kann ohne Aufpreis einen späteren Zug nehmen. Bei Verspätungen infolge des Streiks ist die Zugbindung aufgehoben.
Früher als ursprünglich geplant haben die Lokführer ihren Warnstreik beendet. Die Arbeitsniederlegung hatte den S-Bahn-Verkehr seit acht Uhr gestoppt. Auch der Fernverkehr von und nach Berlin war betroffen. Es herrschte starker Autoverkehr, da viele Pendler auf ihre eigenen Wagen umgestiegen waren. Die Warnstreiks der Lokführer sind am Dienstagvormittag früher als geplant beendet worden. „Seit 10.15 Uhr fahren die Züge wieder an“, sagte Bahnsprecher Burkhard Ahlert in Berlin. Das gelte für die gesamte Region Berlin-Brandenburg und auch für die S-Bahn. Ursprünglich hatte die Lokführergewerkschaft GDL bundesweit …