10.03.2026
Vorbemerkung des Abgeordneten:
Der Bezirk Pankow mit den höchsten #Bevölkerungszuwächsen in Berlin auf ist auf einen zügigen Ausbau der #Straßenbahn angewiesen, um die Zunahme der Verkehrsnachfrage im ÖPNV zu bedienen.
Entlang der Idunastraße zwischen der Beate-Hahn und Marianne-Foerster-Straße im Pankower Ortsteil Heinersdorf ist das Quartier Idunastraße mit rund 500 Wohnungen, teilweise als altersgerechtes Wohnen, entstanden. Es folgen bald weitere #Wohnungsbauvorhaben.
Frage 1:
Wie hat sich die #Bevölkerungszahl im Ortsteil #Heinersdorf seit 2022 entwickelt?
Antwort zu 1:
Vom Jahr 2022 bis zum Jahr 2025 hat es insgesamt einen Zuwachs der melderechtlich registrierten Einwohnerinnen und Einwohner um ca. 17,7 % gegeben. Die absoluten Einwohnerzahlen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.
| Jahr Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner 2022 8443 2023 8859 2024 9557 2025 10265 |
Tabelle: Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner in den Jahren 2022 bis 2025 des Ortsteils Heinersdorf in Berlin
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 2023, 2024, 2025, 2026: Statistischer Bericht, Einwohnerregisterstatistik, Einwohnerinnen und Einwohner in Berlin am 31. Dezember (des jeweiligen Jahres) nach Ortsteilen und Altersgruppen.
Frage 2:
Wie entwickelten sich die täglichen #Fahrgastzahlen auf der #Straßenbahnlinie #M2 (bitte tabellarisch nach Monaten aufschlüsseln von 2022 bis 2025, unterschieden nach den beiden Abschnitten a) Alexanderplatz / Dircksenstr. und Prenzlauer Promenade / Am Steinberg sowie b) Prenzlauer Promenade / Am Steinberg und Heinersdorf)
Antwort zu 2:
Hierzu teilt die BVG mit:
„ Grundsätzlich werden Fahrgastzahlen nicht flächendeckend und kontinuierlich erhoben, da nicht alle Fahrzeuge mit Zählgeräten ausgestattet sind. Für die Linie M2 liegen Ergebnisse aus den Jahren 2022 und 2024 vor:
Durchschnittliche Tageswerte für Mo-Fr
Zeitraum O ktober 2022
| Einsteiger | von | nach |
| 16.122 3.229 | Prenzl. Promenade/ Am Steinberg Heinersdorf | S+U Alexanderplatz Prenzl. Promenade/ Am Steinberg |
| 23.123 167 | S+U Alexanderplatz Prenzl. Promenade/ Am Steinberg | Prenzl. Promenade/ Am Steinberg Heinersdorf |
Zeitraum April 2024
| Einsteiger | von | nach |
| 18.717 3.587 | Prenzl. Promenade/ Am Steinberg Heinersdorf | S+U Alexanderplatz Prenzl. Promenade/ Am Steinberg |
| 23.781 368 | S+U Alexanderplatz Prenzl. Promenade/ Am Steinberg | Prenzl. Promenade/ Am Steinberg Heinersdorf |
Zeitraum Juli 2024
| Einsteiger | von | nach |
| 17.536 2.123 | Prenzl. Promenade/ Am Steinberg Heinersdorf | S+U Alexanderplatz Prenzl. Promenade/ Am Steinberg |
| 17.972 227 | S+U Alexanderplatz Prenzl. Promenade/ Am Steinberg | Prenzl. Promenade/ Am Steinberg Heinersdorf“ |
Frage 3:
Inwiefern hat die BVG im genannten Zeitraum das #Verkehrsangebot im Bereich des Ortsteilzentrums Heinersdorf verbessert?
Frage 4:
Welche mittelfristigen #Verbesserungen des Verkehrsangebots plant die BVG im Bereich des Ortsteilzentrums Heinersdorf bereits im Vorgriff auf den späteren Ausbau der beiden Tramverbindungen Pankow-Weißensee und Verlängerung der M2 nach Blankenburg?
Antwort zu 3 und 4:
Aufgrund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 3 und 4 gemeinsam beantwortet. Mit der Vertragsrevision 2025 zwischen dem Land Berlin und der BVG wurde die Strategie „ Stabilität vor Wachstum“ vertraglich vereinbart, die aus den betrieblichen Herausforderungen in den BVG Betriebsbereichen resultierte. Diese sieht ein gedeckeltes Leistungsvolumen bei der BVG vor. Derzeit sind keine Angebotsanpassungen vorgesehen. Der Senat und die BVG beobachten jedoch die Fahrgastnachfrage und werden im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten das Angebot dem Bedarf entsprechend anpassen.
Ergänzend teilt die BVG mit:
„ Folgende Angebotsverbesserungen wurden erfolgreich umgesetzt:
- Verlängerung der Buslinie 158 von der Ostseestraße zur Michelangelostraße über S-Bahnhof Greifswalder Straße. Direkte Erreichbarkeit des S Greifswalder Straße, der Hochhaussiedlung Michelangelostr sowie des Gewerbegebiets an der Storkower Straße.
- Erhöhung der #Platzkapazität auf der Linie M2 um 25% je Fahrt
- Erhöhung der #Platzkapazität auf der Linie X54 um 6% auf den meisten Fahrten“
#Angebotsoptimierungen orientieren sich unter anderem an dem künftig entstehenden Bedarf, der sich aus neuen nutzbaren Flächen und Gebäuden ergibt. Dazu zählen beispielsweise Wohnneubauten oder Schulen entlang der bestehenden Linienverbindungen zum Ortszentrum Heinersdorf. Konkrete zeitliche Angaben hierzu liegen derzeit noch nicht vor.“
Frage 5:
Wann werden die nicht #barrierefreien Haltestellen der Straßenbahnlinie M2 barrierefrei umgebaut (bitte tabellarisch auflisten: Haltestelle, geplanter Umbau)
Antwort zu 5:
Hierzu hat die BVG nachstehende Tabelle übermittelt und teilt mit:
| „Haltestelle | Barrierefrei | Bemerkung |
| #Heinersdorf | Entfällt vsl. ab 2031 | Ersatz durch neue Haltestelle „ #Neukirchstraße“ (Arbeitstitel) |
| #Rothenbachstraße | Entfällt vsl. ab 2031 | Ersatz durch neue Haltestelle „ #Neukirchstraße“ (Arbeitstitel) |
| Heinersdorf #Kirche | Ab vsl. 2031 |
Der Abschnitt #Gleisschleife Heinersdorf – Heinersdorf Kirche ist in der Neubaustrecke Tangente Pankow – Heinersdorf – Weißensee integriert. Im Zuge der Maßnahme werden die o. g. Haltestellen ausgebaut.“
Frage 6:
Nach welchen Kriterien wird der barrierefreie Umbau der Straßenbahnhaltestellen in der BVG priorisiert?
Antwort zu 6:
Hierzu wird durch die BVG mitgeteilt, dass der barrierefreie Umbau von Straßenbahnhaltestellen in der Regel im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Grundinstandsetzung von Straßenbahngleisanlagen priorisiert und umgesetzt wird. Maßgeblich ist somit insbesondere der bauliche Zustand der Infrastruktur sowie die Einbindung in ohnehin geplante Erneuerungsmaßnahmen.
Je nach Eingriffstiefe in den städtischen Raum und Umfang der Baumaßnahme kann darüber hinaus ein planrechtliches Verfahren notwendig sein, was ebenfalls Einfluss auf Priorisierung und zeitliche Umsetzung hat.
Frage 7:
Angesichts von Bevölkerungszuwachs und steigende Anteile älterer Menschen (altersgerechtes Wohnen): inwiefern wird vorgezogener Umbau für Barrierefreiheit an der Haltestelle Heinersdorf (M2) geplant?
Antwort zu 7:
Hierzu teilt die BVG mit:
„ Der Streckenabschnitt zwischen der Gleisschleife Heinersdorf und Heinersdorf Kirche ist derzeit #eingleisig ausgebaut. Im Zuge der geplanten #Neubaustrecke ist ein zweigleisiger Ausbau vorgesehen. Die künftige Lage der Haltestellen wird dabei an der neuen Gleistrassierung ausgerichtet.
Für den zweigleisigen Ausbau ist unter anderem ein planrechtliches Verfahren erforderlich. Vor diesem Hintergrund ist ein vorgezogener barrierefreier Umbau der Haltestellen derzeit nicht vorgesehen.“
Frage 8:
Angebot für barrierefreie Beförderung #MUVA wird Ende Februar 2026 eingestellt. Inwiefern sichert der Senat weiterhin barrierefreie Beförderungsmöglichkeiten, insbesondere bis zum neuen Quartier Idunastraße zwischen Beate-Hahn-Straße und Marianne-Foerster-Straße?
Antwort zu 8:
Zum 01.01.2026 wurde zur barrierefreien Beförderung gemäß § 26 Absatz 7 des Berliner Mobilitätsgesetzes (MobG) als Ersatz für den MUVA der neu konzipierte #Barrierefreie Alternativ- Verkehr (#VBB-BAV) eingeführt.
Frage 9:
Wie ist der aktuelle Zeitplan für die Planungen der Straßenbahnneubaustrecke M2-Verlängerung nach Blankenburg? (bitte jeweils geplanten Zeitraum von-bis aufschlüsseln für: Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Planfeststellungsverfahren, Ausführungsplanung, Baubeginn, Inbetriebnahme)
Antwort zu 9:
Die Straßenbahnneubaustrecke Blankenburger Süden (#M2-Verlängerung) befindet sich derzeit in der Vorplanung. Im 2. Halbjahr 2026 soll die technische Entwurfsplanung beginnen und soll im vierten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Abhängig von der Dauer des anschließenden Planfeststellungsverfahrens wird eine Inbetriebnahme 2031 avisiert.
Frage 10:
In welchen konkreten Abschnitten gibt es Abhängigkeiten zu anderen Planungen (bitte aufschlüsseln: Abschnitt, interferierende Planung incl. deren Zeitplan, Abhängigkeit ab welcher Leistungsphase)?
Antwort zu 10:
Es wird auf die Antwort zu den Fragen 2 und 3 der Schriftlichen Anfrage Nr. 19/ 24456 „ Freie Fahrt für die Tram von Pankow nach Weißensee“ vom 24.11.2025 verwiesen.
Berlin, den 09.03.2026 In Vertretung
Arne Herz Senatsverwaltung für
Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
www.berlin.de