Bahnverkehr: Hauptbahnhof soll 2006 mit Tram, U-Bahn-Pendel und Regionalverkehr starten

Neuer Hauptbahnhof – zur Fußball-WM halbfertig, inmitten einer Stadtbrache und nicht erreichbar?

Ereignis

Der Abgeordnete Michael Cramer fragte nach Erreichbarkeit, Fertigstellung und Umfeld des künftigen Berliner Hauptbahnhofs. Der Senat und die Deutsche Bahn erklärten, dass der Bahnhof am 27. Mai 2006 eröffnet werden solle. Zur Inbetriebnahme seien Straßenbahnlinien, Buslinien, Regionalzüge, die Stadtbahn sowie ein U-Bahn-Pendelverkehr auf der U5 vorgesehen. Die S21 werde hingegen frühestens Ende 2011 in Betrieb gehen. 【3-a5182c】

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Quelle: Drucksache 15/11258, Kleine Anfrage des Abgeordneten Michael Cramer (Bündnis 90/Die Grünen). 【3-a5182c】

Neuer Hauptbahnhof – zur Fußball-WM halbfertig, inmitten einer Stadtbrache und nicht erreichbar? 【3-a5182c】

Antwort

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: 【3-a5182c】

Zu 1.:

Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG wird der Hauptbahnhof (Lehrter Bahnhof) zum 27. Mai 2006 für den Betrieb freigegeben. 【3-a5182c】

Zu 2.:

Zur Eröffnung sollen den Bahnhof erschließen:

  • fünf S-Bahn-Linien auf der Stadtbahn,
  • drei bis vier Buslinien,
  • drei Straßenbahnlinien,
  • vier Regionalbahnlinien im Nord-Süd-Fernbahntunnel,
  • ein U-Bahn-Pendelverkehr auf der im Rohbau fertiggestellten U5 zwischen Pariser Platz und Hauptbahnhof. 【3-a5182c】

Zu 4. und 5.:

Eine gleichzeitige Inbetriebnahme der S21 sei weder aus finanziellen noch aus planerischen Gründen möglich. Für den ersten Abschnitt der S21 wurden Gesamtkosten von rund 204 Mio. € genannt. Nach Fertigstellung der Vorleistungen seien noch etwa 125 Mio. € aufzubringen, davon rund 114 Mio. € durch den Bund und 11 Mio. € durch Berlin. Die Inbetriebnahme werde frühestens Ende 2011 erwartet. 【3-a5182c】

Zu 6.:

Der Hauptbahnhof soll bereits zur Eröffnung durch die Straßenbahn angebunden sein. 【3-a5182c】

Zu 3.:

Vorgesehen sind etwa 930 Stellplätze auf rund 37.000 Quadratmetern Fläche. Angaben zu den Kosten wurden von der Deutschen Bahn nicht gemacht. 【3-a5182c】

Zu 7.:

Eine Fahrradstation nach dem Vorbild Münster sei nicht vorgesehen. Die Deutsche Bahn wolle jedoch im Rahmen des Projekts „Fahrradfreundliches Regierungsviertel“ Lösungen für den Fahrradverkehr entwickeln. 【3-a5182c】

Zu 8.:

Ein vollständiger Check-in für alle Fluggesellschaften sei nach damaligem Planungsstand nicht darstellbar. Möglichkeiten einer Annäherung an dieses Konzept sollten jedoch untersucht werden. 【3-a5182c】

Zu 9.:

Für die Straßen und Vorplätze seien teilweise provisorische Lösungen erforderlich, da Baustellen der Deutschen Bahn die vollständige Fertigstellung zur Eröffnung noch behindern würden. 【3-a5182c】

Zu 10.:

Die sogenannten Bügelbauten sollten zur Eröffnung im Rohbau fertiggestellt sein; der weitere Ausbau sollte anschließend erfolgen. 【3-a5182c】

Zu 11.:

Der Senat setzte sich für die vollständige Errichtung des ursprünglich geplanten Stadtbahndachs ein. Die Deutsche Bahn hatte das Dach aus Bauablaufgründen verkürzt. Eine dagegen gerichtete Klage Berlins wurde vom Bundesverwaltungsgericht abgewiesen. Mit dem Bau der Bügelbauten sollte die verbleibende Lücke in der Halle später geschlossen werden. 【3-a5182c】

Berlin, den 2. Juni 2004

In Vertretung

Maria Krautzberger

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 【3-a5182c】

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.