U-Bahn: Ein unterirdischer Plan Ist die Kanzler-U-Bahn noch zu retten? – Ein Besuch im Schacht, aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/zeitung/ein-unterirdischer-plan/482404.html

Sie meint es ernst, das wissen sie hier. Sie will ein Konzept für diese #Röhre, und wenn man ihr keins vorlegt, dann will sie 128 Millionen Euro zurück. Brigitte Schulte ist Volksvertreterin, sie sitzt im #Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages, und sie ist gerade zufrieden, denn der #Konzernbeauftragte der Deutschen Bahn in Berlin hat ihr eben gesagt, dass der neue #Hauptbahnhof der Stadt zur Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2006 fertig werden wird.

Sie steht jetzt im Bahnhof für die #U-Bahn-Linie 5, der in den Hauptbahnhof integriert werden soll. Es ist nun aber seit Jahren ungewiss, wann hier je eine #U-Bahn ankommen wird. Der Berliner Senat hat den Bau vom Alexanderplatz zum Hauptbahnhof-Lehrter Bahnhof – vorbei am Kanzleramt – im Jahr 2001 gestoppt. Auf halber Strecke. Kein Geld mehr.

Dabei hat der Bund den Löwenanteil an den bisherigen Baukosten in Höhe von fast 300 Millionen Euro aufgebracht. Das soll nicht umsonst gewesen sein, also fordern der Bundesrechnungshof und Brigitte Schultes Rechnungsprüfungsausschuss: weiterbauen oder Geld zurück. Vor beidem wollte sich der Senat drücken. Deshalb kam er auf eine Idee.

In dem im #Rohbau fertigen Abschnitt zwischen #Hauptbahnhof und Pariser Platz soll eine U-Bahn hin- und herfahren – isoliert vom restlichen Netz. Dafür müsste am #Pariser Platz aber noch ein #Bahnhof gebaut werden. Dafür fehlen 28 Millionen Euro, hat man bei den Berliner Verkehrsbetrieben ausgerechnet. Zahlen soll wieder der Bund…

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