Wer bewirtschaftet wie den Flughafen Tempelhof?
Ereignis
Der FDP-Abgeordnete Klaus-Peter von Lüdeke hinterfragte die wirtschaftliche Situation des Flughafens Tempelhof und mögliche Perspektiven für eine wirtschaftlichere Nutzung. Der Senat teilte mit, dass der Flughafen 2001 ein negatives Ergebnis von rund 17,5 Millionen Euro erwirtschaftete und die Verluste durch den Flughafen Tegel ausgeglichen würden. Die langfristige Nutzung der Anlagen nach einer möglichen Schließung sei noch nicht abschließend geklärt.
Details
Quelle: Drucksache 15/10192, Kleine Anfrage des Abgeordneten Klaus-Peter von Lüdeke (FDP).
Wer bewirtschaftet wie den Flughafen Tempelhof?
Ich frage den Senat:
- Wer bewirtschaftet den Flughafen Tempelhof?
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Wie stellt sich das wirtschaftliche Ergebnis des Flughafens Tempelhof dar?
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Welchen Anteil haben Einnahmen und Ausgaben des Flughafens Tempelhof am Gesamtergebnis der Berliner Flughafengesellschaft?
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Welche wirtschaftlichen Folgen entstehen dadurch, dass bestimmte Flugbewegungen nicht nach Tempelhof verlagert werden können?
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Welche Möglichkeiten bestehen, die Wirtschaftlichkeit des Flughafens Tempelhof zu verbessern und welche Nachnutzungen werden für den Fall einer Schließung geprüft?
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Welche finanziellen Belastungen könnten für das Land Berlin im Zusammenhang mit einer Schließung entstehen?
Berlin, den 3. Dezember 2002.
Antwort
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zu 1.:
Der Flughafen Berlin-Tempelhof wird vollständig von der Berliner Flughafen Gesellschaft mbH (BFG) betrieben und bewirtschaftet. Das Land Berlin ist über die Berlin Brandenburg Flughafen Holding GmbH mit 37 % beteiligt.
Zu 2.:
Nach Angaben der BFG erwirtschaftete die Gesamtanlage im Jahr 2001 ein negatives Ergebnis von rund 17,5 Mio. Euro. Davon entfielen etwa 12 Mio. Euro auf den Aviation-Bereich und rund 5,5 Mio. Euro auf den Non-Aviation-Bereich.
Zu 3.:
Der Anteil Tempelhofs an den Gesamtumsätzen der BFG sank von etwa 20 % im Jahr 1995 auf etwa 15 %. Der Anteil an den Ausgaben lag dagegen bei rund 28 bis 30 %. Das negative Ergebnis Tempelhofs wurde durch Gewinne des Flughafens Tegel ausgeglichen.
Zu 4.:
Abgelehnte Slots in Tegel konnten nicht in allen Fällen nach Tempelhof verlagert werden, da Startbahnlänge und Hindernissituation den Einsatz bestimmter Flugzeugtypen verhinderten. Ein möglicher Ertragsausfall ließ sich nicht beziffern.
Zu 5.:
Die BFG vertrat die Auffassung, dass weder eine organisatorische Trennung noch technische Optimierungen die Wirtschaftlichkeit wesentlich verbessern könnten, da das Verkehrsaufkommen zu gering und rückläufig sei. Im Januar 2003 wurde ein Passagierrückgang von etwa 18 % verzeichnet. Über die Nachnutzung nach einer Schließung waren die Überlegungen noch nicht abgeschlossen.
Zu 6.:
Mögliche Kosten für das Land Berlin infolge einer Schließung des Flughafens Tempelhof konnten noch nicht beziffert werden, da entsprechende Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern noch ausstanden.
Berlin, den 13.03.2003
In Vertretung
Ingeborg Junge-Reyer
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Hinweis
Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.