Investitionen am Flughafen Tegel
Ereignis
Die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jutta Matuschek (PDS) befasst sich mit den Investitionen mit welchen Kostenbelastungen für wen in den vergangenen 10 Jahren am Flughafen Tegel getätigt bzw. zurzeit vorgenommen wurden, der Höchstkapazität (Passagiere und Fracht), die nach Fertigstellung der jetzigen Investitionsmaßnahmen erreicht werden wird, der für diese Investitionen angenommenen Amortisationszeit, weiteren Plänen für Investitionen, z. B. zur Erhöhung der Attraktivität bzw. zur Verbesserung der Verkehrsanbindung am Flughafen Tegel, und den dafür veranschlagten Kosten sowie der Frage, ob an eine Realisierung dieser Pläne im Falle des Scheiterns des Privatisierungsverfahrens der Berlin-Brandenburg Flughafenholding (BBF) gedacht ist und wer die Kosten tragen würde. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch Dr. Ing. Hans Stimmann, zitiert in ihrer Antwort die Stellungnahme der Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH (BFG), wonach die Investitionen der vergangenen 10 Jahre tabellarisch aufgelistet würden (Umbau und Erweiterung Pos. 20-44 mit Aufzug 1992 bis 1996 4,8 Mio. DM; Neue Vorinformation an der Flughafenzufahrt 1997 1,0 Mio. DM; Umbau der Haupthalle mit Anbauten bei Pos. 0/1 und 15 1998 bis 1999 3,4 Mio. DM; Parkpalette für Mitarbeiter am westlichen Rand 1999 3,5 Mio. DM; Neubau Service- und Reisecenter A 2 1999 bis 2000 9,2 Mio. DM; Diverse Ein- und Umbauten im Terminalbereich wie z. B. neue Postfiliale, Flugscheinverkaufspavillions, 2. Information vor. Pos. 7, zusätzliche Behindertentoiletten, Räume für BGS und GlobeGround Berlin GmbH 1998 bis 2000 2,5 Mio. DM; Umbau/Überbauung A 1 (Abflug, Ankunft, Mietwagen) 2000 bis 2001 19,0 Mio. DM; Erweiterung des Parkplatzes P 5 2001 1,5 Mio. DM; Neuer Aufzug zwischen Zentraler Vorfahrt und Parkplatz P 5 2001 0,35 Mio. DM), dass außerdem in den vergangenen zehn Jahren die notwendigen und üblichen Instandsetzungsmaßnahmen auf dem Flughafen Berlin-Tegel vorgenommen worden seien, alle Maßnahmen ohne Inanspruchnahme von Gesellschaftsermitteln aus dem cash-flow der BFG bezahlt worden seien, dass bei dynamischen Kapazitätsangaben von Verkehrsanlagen es keine absoluten Höchstgrenzen gebe, da die dynamischen Kapazitäten von räumlichen und zeitlichen Verteilungen der Verkehrsströme, von den zugrundeliegenden Abfertigungsprozessen, die sich im Laufe der Zeit ändern, sowie von den zugrundeliegenden Servicestandards abhingen, nach Fertigstellung der Überbauung des Parkhauses P 2 unter der Voraussetzung des heutigen Verkehrsmixes und der heutigen Verkehrsverteilung eine Terminalkapazität in Höhe von 11,5 Mio. Passagieren pro Jahr bereitgestellt werde, für das Frachtterminal gälten die gleichen o. g. Voraussetzungen, das Frachtterminal sei für eine Umschlagkapazität in Höhe von 40 000 t pro Jahr ausgelegt, dass für die Bauvorhaben eine Amortisationszeit bis zum Jahre 2008 zugrunde gelegt worden sei, dass im Zufahrtsbereich zum Flugsteigring eine Verkehrsentflechtung durch Verlegung des Taxenwarteplatzes vorgesehen sei, die Kosten für diese Maßnahme einschließlich Umverlegung von vorhandenen Stellplätzen beliefen sich auf ca. 1 Mio. €, auch diesen Kosten liege eine Amortisationszeit bis 2008 zugrunde, und dass die Realisierung unabhängig vom Ausgang der Privatisierungsverhandlungen von der BFG durchgeführt werde.
Details
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 14. Wahlperiode, Drucksache 14/1911 (Kleine Anfrage Nr. 1911)
- Welche Investitionen mit welchen Kostenbelastungen für wen wurden in den vergangenen 10 Jahren am Flughafen Tegel getätigt bzw. werden zurzeit vorgenommen?
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Welche Höchstkapazität (Passagiere und Fracht) wird nach Fertigstellung der jetzigen Investitionsmaßnahmen erreicht werden?
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Welche Amortisationszeit wird für diese Investitionen angenommen?
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Gibt es weitere Pläne für Investitionen, z. B. zur Erhöhung der Attraktivität bzw. zur Verbesserung der Verkehrsanbindung am Flughafen Tegel, wenn ja, welche, und welche Kosten werden dafür veranschlagt?
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Ist an eine Realisierung dieser Pläne im Falle des Scheiterns des Privatisierungsverfahrens der Berlin-Brandenburg Flughafenholding (BBF) gedacht, wenn ja, wer würde die Kosten tragen?
Berlin, den 3. Juli 2001
Antwort (Schlussbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 1911
Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Ihre Fragen betreffen Investitionen der Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH (BFG). Wir haben daher die BFG um Stellungnahme dazu gebeten, die Folgen des mitgeteilt hat:
Zu 1.
Außerdem wurden in den vergangenen zehn Jahren die notwendigen und üblichen Instandsetzungsmaßnahmen auf dem Flughafen Berlin-Tegel vorgenommen.
Alle Maßnahmen wurden ohne Inanspruchnahme von Gesellschaftsermitteln aus dem cash-flow der BFG bezahlt.
Zu 2.:
Bei dynamischen Kapazitätsangaben von Verkehrsanlagen gibt es keine absoluten Höchstgrenzen, da die dynamischen Kapazitäten von räumlichen und zeitlichen Verteilungen der Verkehrsströme, von den zugrundeliegenden Abfertigungsprozessen, die sich im Laufe der Zeit ändern, sowie von den zugrundeliegenden Servicestandards abhängen.
Nach Fertigstellung der Überbauung des Parkhauses P 2 wird unter der Voraussetzung des heutigen Verkehrsmixes und der heutigen Verkehrsverteilung eine Terminalkapazität in Höhe von 11,5 Mio. Passagieren pro Jahr bereitgestellt. Für das Frachtterminal gelten die gleichen o. g. Voraussetzungen. Das Frachtterminal ist für eine Umschlagkapazität in Höhe von 40 000 t pro Jahr ausgelegt.
Zu 3.:
Für die Bauvorhaben ist eine Amortisationszeit bis zum Jahre 2008 zugrunde gelegt worden.
Zu 4.:
Im Zufahrtsbereich zum Flugsteigring ist eine Verkehrsentflechtung durch Verlegung des Taxenwarteplatzes vorgesehen. Die Kosten für diese Maßnahme einschließlich Umverlegung von vorhandenen Stellplätzen belaufen sich auf ca. 1 Mio. €. Auch diesen Kosten liegt eine Amortisationszeit bis 2008 zugrunde.
Zu 5.:
Die Realisierung wird unabhängig vom Ausgang der Privatisierungsverhandlungen von der BFG durchgeführt.
Berlin, den 6. September 2001
In Vertretung Dr. Ing. Hans Stimmann Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Hinweis
dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt