Avus-Rennen
Ereignis
Die Kleine Anfrage thematisiert die politische Zukunft der traditionellen Avus-Rennen im Spannungsfeld zwischen den Bestimmungen der rot-grünen Koalitionsvereinbarung und den Interessen des Sports. Die Senatorin für Stadtentwicklung und Umweltschutz erläutert, dass die behördlichen Überlegungen zu künftigen Motorsportveranstaltungen auf der Rennstrecke nach einer durchgeführten öffentlichen Anhörung noch nicht abgeschlossen sind. Der Senat kündigt eine zeitnahe Auswertung der vorgetragenen Argumente an und weist die im Raum stehenden Vorwürfe einer generellen Sportfeindlichkeit direkt zurück.
Details & Originaltext
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 11. Wahlperiode, Drucksache 11/532
Nr. 723
des Abgeordneten Manfred Preuss (CDU)
über Avus-Rennen
Ich frage den Senat:
1. Wie glaubwürdig ist die Äußerung von Umweltsenatorin Schreyer und Sportstaatssekretär Kuhn auf der Anhörung „Avus-Rennen Ja oder Nein“, eine Entscheidung über zukünftige Avus-Rennen sei noch nicht gefallen und hänge von den Argumenten während der Anhörung ab, wenn diese Politiker in der Vergangenheit das Aus für die Avus-Rennen bereits verkündet haben und die SPD/AL-Koalitionsvereinbarung eindeutig gegen diese Rennen Stellung bezieht?
2. Welche Entscheidung haben die beiden Verwaltungen nunmehr gefällt bzw. gedenken sie zu fällen, und wird sich dabei der fatale Ruf der Umweltsenatorin, sie sei in Wahrheit die oberste „Sport-(Verhinderungs-)Senatorin“ wieder einmal bewahrheiten?
Berlin, den 14. November 1989
Eingegangen am 16. November 1989
Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 723
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zu 1. und 2.:
Zum sachlichen Teil der Fragen wird mitgeteilt, daß die Überlegungen der zuständigen Verwaltungen zur Frage künftiger Motorsportveranstaltungen auf der AVUS noch nicht abgeschlossen sind. Zu gegebener Zeit wird der Senat von Berlin die Öffentlichkeit über das Ergebnis der gegenwärtig noch laufenden Auswertung der Anhörung informieren. Ein näheres Eingehen auf die in Frage 2 enthaltenen polemischen Unterstellungen erscheint entbehrlich.
Berlin, den 29. November 1989
M. Schreyer
Senatorin für Stadtentwicklung und Umweltschutz
Eingegangen am 11. Dezember 1989
Hinweis
Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.