Umbau des Kurfuerstendamms und der Tauentzienstrasse

Umbau des Kurfuerstendamms und der Tauentzienstrasse

Ereignis

Die Kleine Anfrage befasst sich mit der historischen Anzahl, den Zielsetzungen und den Kosten von Umbaumaßnahmen auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße in den vergangenen 25 Jahren. Der Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe erläutert, dass eine lückenlose Aufstellung aufgrund begrenzter Aufbewahrungsfristen von Akten nicht möglich ist, schlüsselt jedoch die wesentlichen Maßnahmen seit 1965 auf. Die Baumaßnahmen dienten neben der notwendigen Instandsetzung zerstörter Straßenbefestigungen vor allem stadtgestalterischen Zwecken, der Neuordnung des ruhenden Verkehrs auf den Mittelstreifen sowie der Attraktivitätssteigerung des Citygebietes.

Details & Originaltext

Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 11. Wahlperiode, Drucksache 11/516

Nr. 598
des Abgeordneten Ekkehard Kittner (CDU)
über Umbau des Kurfürstendamms
und der Tauentzienstraße

Ich frage den Senat:
1. Wie oft sind in den letzten 25 Jahren der Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße im Bereich der Verkehrs- und Parkflächen umgebaut, umgestaltet, neugebaut, umkonzipiert worden?
2. Welches waren jeweils die Ziele der Baumaßnahmen, und wieviel haben sie jeweils gekostet?

Berlin, den 5. Oktober 1989
Eingegangen am 10. Oktober 1989

Antwort (Schlußbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 598
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1. und 2.:
Da die für die Straßenbaumaßnahmen genutzten Unterlagen bzw. Akten nur für einen begrenzten Zeitraum aufbewahrt werden, sind leider keine exakten bzw. vollständigen Angaben zu den betroffenen Baumaßnahmen für die letzten 25 Jahre möglich.
Neben der Notwendigkeit der verkehrssichernden Maßnahmen (Instandsetzungen) waren für die anschließend aufgeführten Baumaßnahmen auch stadtgestalterische Gründe maßgebend:

Kurfürstendamm
Instandsetzung der Gehwege von Leibnizstraße bis Fasanenstraße
von 1965 bis 1967

Grundinstandsetzung der Fahrbahnen im Bereich zwischen Joachimstaler Straße und Breitscheidplatz
im Jahre 1969

Neubau des Abschnittes von Lehniner Platz bis Waitzstraße
im Jahre 1977 für ca. 1,9 Mio. DM
Bei dieser Baumaßnahme handelte es sich um einen Ersatzbau von weitgehend zerstörten Straßenbefestigungen. Es wurden hierbei Querschnittsveränderungen und insbesondere eine Neuordnung der Parkplätze auf dem Mittelstreifen vorgenommen.

Neubau zwischen Westfälische Straße und Lehniner Platz
von 1974 bis 1977 für 4,35 Mio. DM
Bei dieser Baumaßnahme handelte es sich um einen Ersatzbau von weitgehend zerstörten Straßenbefestigungen. Es wurden hierbei Querschnittsveränderungen und insbesondere eine Neuordnung der Parkplätze auf dem Mittelstreifen vorgenommen.

Umbauten im Bereich zwischen Wielandstraße und Breitscheidplatz
von 1978 bis 1981 für ca. 5,3 Mio. DM
Im 1. Bauabschnitt zwischen Uhlandstraße und Breitscheidplatz wurde der ruhende Verkehr aus dem Mittelstreifen herausgenommen und eine Neugestaltung mit einer Neubepflanzung durchgeführt.
Im 2. Bauabschnitt zwischen Wielandstraße und Uhlandstraße wurde der ruhende Verkehr im Mittelstreifen neu geordnet und Neubepflanzungen vorgenommen.

Anlegung von Radwegen zwischen Rathenauplatz und Westfälische Straße
im Jahre 1985 für ca. 0,45 Mio. DM

Umbau von Wielandstraße bis Waitzstraße von 1987 fortlaufend
für ca. 16,5 Mio. DM
Bei dieser Maßnahme wird ein Ersatzbau der weitgehend zerstörten Straßenbefestigungen in diesem Abschnitt vorgenommen, wobei die Querschnittsaufteilung und die Straßengestaltung an die bereits umgebauten Abschnitte des Kurfürstendammes angeglichen werden. Grundlage der Straßengestaltung war das „Lineare Regelwerk Kurfürstendamm“, eine Zusammenfassung städtebaulicher Empfehlungen zur Gestaltung dieses Straßenzuges.

Tauentzienstraße
Instandsetzung der Gehwege von Breitscheidplatz bis Wittenbergplatz
im Jahre 1965

Neubau der Fahrbahn und des Mittelstreifens von Breitscheidplatz bis Wittenbergplatz
im Jahre 1968

Umbau des Abschnitts zwischen Breitscheidplatz und Wittenbergplatz
in den Jahren 1983 bis 1985 für ca. 9,6 Mio. DM
Der als Ersatzbaumaßnahme durchgeführte Umbau umfaßte Querschnittsveränderungen überwiegend zugunsten des Fußgängerverkehrs und hatte wie auch ein großer Teil der vorab genannten Vorhaben das Ziel, eine Attraktivitätssteigerung im Citygebiet zu erreichen.

Berlin, den 21. November 1989
Wagner
Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe
Eingegangen am 28. November 1989

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.