Bus: Steinwürfe auf BVG-Bus, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/content/
2006/10/22/berlin/861221.html

Die Polizei hat Sonnabend früh einen 16-Jährigen festgenommen, der in Reinickendorf einen BVG-Bus mit Steinen beworfen haben soll. Das Fahrzeug war auf dem Senftenberger Ring getroffen worden.
tz

Straßenverkehr: Spatenstich für BND-Hauptquartier, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/content/
2006/10/20/berlin/860742.html

Bis zu 200 Lastwagen werden die Baustelle täglich anfahren – Beeinträchtigungen für Anwohner erwartet
Von Sabine Gundlach

Mit dem ersten Spatenstich für den Bundesnachrichtendienst (BND) an der Chausseestraße in Mitte hat gestern das größte und lange umstrittene Bauprojekt des Bundes begonnen. Das offiziell mit 720 Millionen Euro veranschlagte neue Headquarter für 4000 Mitarbeiter des BND wird nach Angaben des Präsidenten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumwesen (BBR) „allein in seiner Kubatur doppelt so groß sein, wie die des alten Stadtschlosses“. So könne man mit den 370 000 Kubikmetern Erdreich, die hier im nächsten Jahr ausgehoben werden, ohne Probleme das Olympiastadion füllen, verdeutlichte BBR-Präsident Florian Mausbach die Dimension des Bauvorhabens. Schließlich entsteht auf dem etwa zehn Hektar großen Areal bis 2011 ein Neubaukomplex mit einer Bruttogeschossfläche von 260 000 Quadratmetern. Und das mitten in Berlin, wie gestern nicht nur BND-Präsident Ernst Uhrlau in seiner Ansprache betonte.
Doch die auch von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) begrüßte zentrale Lage des neuen BND-Gebäudes sowie die damit verbundene Öffnung zur Öffentlichkeit hat ihre Schattenseiten. Vor allem während der Bauzeit. So müssen die Anwohner des Areals …

BVG: Sanieren oder expandieren?, aus Die Welt

http://www.welt.de/data/
2006/10/19/1077423.html

Berlin – In der Diskussion um die nächste Tariferhöhung hat sich die BVG mit einem entsprechenden Beschluss ihres Aufsichtsrates schon hervorgetan. Nun verprellt sie Fahrgäste und Politiker. Nach Ansicht von Thomas Necker, BVG-Vorstand Betriebe, ist es unvereinbar, auf der einen Seite höhere Fahrgastzahlen zu erwarten, auf der anderen Seite eine Entschuldung des Unternehmens anzustreben.
Anfang des Monats hatte sich Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) klar positioniert: Die vom BVG-Aufsichtsrat unter seinem Vorsitzenden, dem Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) beschlossene Tariferhöhung (im Schnitt 3,4 Prozent) zum 1. Januar 2007 wird …

Straßenverkehr: Staufalle Alt-Stralau, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/596078.html

Anwohner kommen im Berufsverkehr von ihrer Halbinsel nicht runter. Sie fordern eine breitere Zufahrtsstraße
Jana Lange

FRIEDRICHSHAIN. Jeden Morgen das gleiche Bild: Wenn die Bewohner die Stralauer Halbinsel in Friedrichshain verlassen wollen, stehen sie oft im Stau. Im Berufsverkehr sogar bis zu 20 Minuten. So lange dauert es, bis die Anwohner von der Insel runter sind und den Markgrafendamm erreicht haben. Ginge es nach der Interessengemeinschaft „Eigentümer in der Rummelsburger Bucht“ und der Betroffenenvertretung, könnte die Lösung recht einfach sein: Die Straße Alt-Stralau soll breiter werden.
Nach Ansicht der Anwohner ist der Zeitpunkt dafür günstig: Denn die Deutsche Bahn will im Zusammenhang mit der Erneuerung des Ostkreuzes auch die enge Bahnbrücke über der Straße Alt-Stralau erneuern. Damit die Anwohner das Nadelöhr – in jede Fahrtrichtung gibt es nur eine Spur – besser passieren können, schlagen sie …

Flughäfen: Air One startet Flugverbindung zwischen Berlin und Mailand, aus fliegertarife.de

http://www.fliegertarife.de/index.php?
option=com_content&task=view&
id=1261&Itemid=42

Mit dem Beginn des Winterflugplans nimmt der italienische Privatcarrier Air One eine tägliche Verbindung von Berlin-Tegel nach Mailand-Linate auf. Die Tickets gibt es ab 39 Euro zzgl. Steuern und Gebühren.
Der Abflug in Berlin ist täglich um 15.30 Uhr – die Maschnie landet in Linate um 17.05 Uhr. Der Rückflug erfolgt täglich um 13 Uhr – Ankunft in Tegel um 14.35 Uhr. Der Erstflug findet am 29. Oktober statt.
Damit ist AIR ONE die erste Fluggesellschaft, die von Berlin aus den besonders von Geschäftsreisenden bevorzugten Flughafen …

Regionalverkehr: Aus der RB 26 wird die NE 26, aus Märkische Oderzeitung

http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/
category/Strausberg/id/158257

Von Anett Zimmermann

Märkisch-Oderland (MOZ) In knapp zwei Monaten übernimmt die Niederbarnimer Eisenbahn (NE) die bisherige Regionalbahn 26-Strecke von Berlin-Lichtenberg nach Küstrin/Kietz und ins polnische Kostrzyn. MOZ ging der Frage nach, was sich für die Fahrgäste ändern wird.
Für den Start der Oderlandbahn, wie die Züge auf der neuen Strecke bezeichnet werden sollen, will sich die in Berlin ansässige NEB Betriebsgesellschaft mbH noch etwas Besonderes einfallen lassen. Das kündigte jetzt Eberhard Conrad, Assistent der Geschäftsführung, gegen- über der MOZ an. Er machte zugleich aber darauf aufmerksam, dass die ersten Fahrzeuge der NEB am 10. Dezember schon um 5.01 Uhr in Kostrzyn bzw. 5.34 Uhr in Lichtenberg abfahren werden. „Das ist ein Sonntag, da werden wohl erst wenige Fahrgäste unterwegs sein.“
Statt RB 26 werde es dann unter anderen in Fahrplänen NE 26 heißen. Die Bezeichnung Regio­nalbahn bzw. RB sei ein geschützter Begriff der …

BVG: Lieber volle Kassen als volle Bahnen, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/595763.html

Die BVG verzichtet gerne auf Fahrgäste – so lange Preiserhöhungen mehr Einnahmen garantieren
Peter Neumann

Weniger Fahrgäste, aber dafür mehr Geld in der Kasse: Diese Rechnung geht für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf. Zwar schrecken Tariferhöhungen potenzielle Kunden ab – nach den Berechnungen des Landesunternehmens kam es allein im vergangenen Jahr 8,3 Millionen Mal vor, dass sich jemand lieber andere Verkehrsmittel suchte. Dafür bessern Fahrpreisanhebungen die Bilanz auf – 2005 um zehn Millionen Euro. Deshalb hält das Landesunternehmen an seinem Plan fest, möglichst früh im nächsten Jahr die Preise zu erhöhen. Die Steigerung der Fahrgastzahlen könne „nicht das Oberziel“ eines Verkehrsunternehmens sein, sagte der BVG-Marketingdirektor Tom Reinhold. Auch sei der Rückgang „unterproportional“ – er entspricht einem Anteil von 0,9 Prozent. In der Schlussbilanz wurde der Verlust außerdem mehr als ausgeglichen, weil die Metrolinien neue Kunden angelockt haben.
Noch in dieser Woche wollen die Koalitionspartner SPD und die Linkspartei.PDS über die Fahrpreise beraten. Wie berichtet, möchten die BVG, die S-Bahn, DB Regio und die anderen Verkehrsbetriebe der Region die Tarife 2007 …

BVG: Die BVG im Stahlkorsett, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/meinung/595659.html

Peter Neumann

Ganz schön provokant, womit die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auftrumpfen. Es sei nicht das primäre Ziel eines Verkehrsunternehmens, mehr Fahrgäste zu gewinnen, lautet die These, die das Unternehmen nun in die Debatte gebracht hat. Den Anteilseignern, also den Haushaltspolitikern, wäre eine ordentliche Verzinsung des investierten (Steuer-) Geldes viel wichtiger.
Das sind keine Auffassungen, mit denen man Freunde gewinnt. Denn allzu leicht ließen sich diese Thesen überspitzen – nach dem Motto: Was kümmern uns die Fahrgäste, Hauptsache, die Bilanz stimmt. Aber das hieße, die Autoren …

Regionalverkehr: Bahnkunden-Verband: Busersatzverkehre in Brandenburg immer noch unklar

http://www.lok-report.de/news/news.html

Zum 10. Dezember 2006 sollen hauptsächlich in Nordbrandenburg in erheblichem Umfang Zugleistungen abbestellt werden. Ganze Regionen, so die Prignitz und die Fontanestadt Rheinsberg, stehen dann ohne Bahnanschluss da.
Laut Presseberichten vom 17.10.06 hat das Verkehrsministerium mit den betroffenen Kommunen bisher keine Einigung bei der Finanzierung des Ersatzbusverkehrs treffen können. Der Berlin-Brandenburgische Bahnkunden-Verband hält die eingetretene Verunsicherung für nicht haltbar und skandalös. Dazu Sven Jagdhuhn, Landesvorsitzender des Verbandes:
„Bei uns stößt das Verhalten des Verkehrsministeriums auf Unverständnis. Mit der Abbestellung des Bahnverkehrs konnte es nicht schnell genug gehen und ein Konzept für die versprochenen Ersatzverkehre lässt weiterhin auf sich warten.“ Die Zugstreichungen hat alleine das Verkehrsministerium beschlossen. Deshalb muss es als Verursacher auch für die Folgen aufkommen. Die Züge müssen auf jeden Fall bis zur Sicherstellung eines Ersatzverkehres weiterfahren.
Verunsicherung macht sich bei allen Betroffenen breit. Berufstätige fragen sich, wie sie ab Mitte Dezember ihre Arbeitsstelle ohne eigenen Pkw erreichen, Schüler wissen nicht, wie sie von und zur Schule kommen und auch Touristen werden durch das planlose hektische Agieren der Landesregierung abgeschreckt. Eines scheint klar zu sein: wo bisher ein Zug im Stunden- oder Zweistundentakt fährt, wird ab 10. Dezember 2006 das Angebot in der Regel schlechter werden, denn der Bus wird seltener fahren. Verlierer, so scheint es derzeit, sind wieder einmal die Fahrgäste (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband e.V., 18.10.06).

Industrie: Stadler baut Standort Berlin aus, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/content/
2006/10/18/wirtschaft/860353.html

Bahnhersteller aus Pankow erhält größten Auftrag der Firmengeschichte – Ab 2007 neue Jobs
Von Nikolaus Doll

Sitzplätze für bis zu 716 Passagiere und 160 km/h schnell: der Doppelstockwagen von Stadler, die neueste Entwicklung des Unternehmens
Berlin – Der Schienenfahrzeug-Hersteller Stadler Rail baut den Standort Berlin aus und plant neue Produktionswerke in Polen und Ungarn. „Wir werden die Produktionsfläche in Pankow verdoppeln. Im Werk Velten wird darüber hinaus eine neue Linie zur Produktion von Straßenbahn-Komponenten eingerichtet“, sagte der Stadler-Vorstand und Chef der Stadler Pankow GmbH, Michael Daum, der Morgenpost. Zudem soll die Belegschaft deutlich aufgestockt werden.
Die Auftragsbücher bei Stadler Pankow sind derzeit gut gefüllt – nicht zuletzt aufgrund des Zuschlags für den Bau von 25 „Flirt“-Zügen, den der Privatbahn-Betreiber Rhenus Keolis Stadler jetzt erteilt hat. Die Züge sollen nach Lieferung im März 2008 auf dem Hellweg-Netz in Westfalen rollen. „Bei den ,Flirts‘ für Rhenus Keolis handelt es um den größten Einzelauftrag in der Geschichte von Stadler Pankow“, sagte Daum. Das Auftragsvolumen liege bei mehr als 100 Mio. Euro.
Stadler Pankow wird 2007 neben dem Auftrag für Rhenus Keolis unter anderem mehr als 40 Exemplare des Regionalzugs „Flirt“ sowie knapp 40 Straßenbahnen vom Typ „Vario“ und „Tango“ für deutsche Bahnbetreiber und Verkehrsbetriebe bauen. Um die Aufträge zügig abarbeiten zu können, mietet das im Jahr 2000 aus dem Adtranz-Werk hervorgegangenen Unternehmen am Sitz im Pankow-Park neue Hallen an und vergrößerte die Flächen für die Endmontage von 6000 auf 12 000 Quadratmeter. Insgesamt wird Stadler fünf bis sechs Mio. Euro in die Standorte Berlin und Velten investieren. Die Belegschaft soll 2007 von derzeit 460 auf 520 Mitarbeiter aufgestockt werden. „Wir suchen derzeit händeringend qualifizierte Ingenieure“, so Daum.
Allerdings kommen auf die Stadler-Mitarbeiter härtere Zeiten zu: Management und Betriebsrat haben ab 2007 eine Arbeitszeitverlängerung von zwei Stunden pro Woche ohne Lohnausgleich vereinbart. „Wir müssen die Kosten im Griff behalten, denn die Preise auf dem Bahntechnik-Markt sind unter Druck“, begründet Daum die Vereinbarung.
Mit den Investitionen sowie neuen Produkten wie dem jüngst von Stadler entwickelten Doppelstock-Triebwagen will sich das Unternehmen für den schärferen Wettbewerb in der Bahntechnik-Branche rüsten. „Wir erleben bereits einen harten Preiskampf“, sagte Daum. Künftig müsse man zudem mit Anbietern aus den neuen EU-Beitrittsstaaten wie Tschechien oder Polen rechnen. „Man darf die Unternehmen nicht unterschätzen“, so Daum.
Noch ist aber Stadler am Drücker und drängt erfolgreich auf die Märkte dieser Länder. Nach größeren Aufträgen aus Budapest und Masowien (Region Warschau) plant die Stadler Group bei Folgeaufträgen neue Produktionswerke in den entsprechenden Regionen. „Wer vor Ort produziert, hat bessere Chancen“, sagte Daum.