Brandenburg lässt Möglichkeit eines festen Messe-Standortes prüfen Von Katrin Schoelkopf
Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (Ila) wird dauerhaft in Schönefeld bleiben. Das bestätigen der Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) als Eigentümer und Veranstalter der Messe und auch die Messe Berlin als Organisator. Im Frühjahr hatte der BDLI mit Abzug der Ila aus Berlin gedroht, sollte nicht ein tragfähiges Konzept für die Ila 2008 und 2010 von den Ländern Berlin und Brandenburg, der Flughafengesellschaft und der Messe Berlin vorgelegt werden. Denn der BDLI sah die Ila 2008 und 2010 in Berlin gefährdet, weil zu diesem Zeitpunkt der Bau des neuen Hauptstadtflughafens BBI in Schönefeld in vollem Gange ist. Überdies verfüge dann der Flughafen nur noch über eine Start- und Landebahn. Jetzt scheinen diese Probleme vom Tisch zu sein. Vonseiten der Messe Berlin heißt es, es bestünden keine …
Auf der Baustellen des Großflughafens entsteht ein „Info Tower“ Peter Neumann
Seine verdrehte Form soll an einen Propeller erinnern, der sich in den Himmel über Schönefeld schraubt. Farbige Leuchtdioden, die bei Dunkelheit hinter seiner zumeist transparenten Folienfassade erstrahlen, werden ihn weithin sichtbar machen. Im Mai oder Juni nächsten Jahres soll er fertig sein: der 32 Meter hohe Aussichtsturm auf der Baustelle des Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI). Kosten: 1,5 Millionen Euro. „Das wird unser neues Wahrzeichen“, sagt Burkhard Kieker, Marketingchef der Berliner Flughäfen. In München ist es nur ein einfacher Erdhügel, der eine gute Aussicht auf das dortige Flughafengelände verschafft. „Trotzdem ist er die …
Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 kommt es in Brandenburg zu einer der umfangreichsten Einstellungen von Schienenpersonennahverkehr (SPNV) seit vielen Jahren. Was in Brandenburg fehlt, ist eine völlige Neuausrichtung der gesamten Verkehrspolitik. Ein typisches Beispiel für die heutige Verkehrspolitik: Der Schienenverkehr auf der Strecke Wittstock – Mirow wurde 1998 abbestellt. Im kommenden Jahr soll parallel zur ehemaligen Bahnstrecke eine Bundesstraße neu gebaut werden – am fehlenden Potenzial wird es nicht liegen …
Brandenburg muss sich entscheiden: Entweder es bekennt sich zum Schienenpersonenverkehr als attraktives Verkehrsmittel und wichtigem Bestandteil für regionale Strukturentwicklung und nachhaltigen, umweltgerechten Verkehr oder es betätigt sich weiter als fleißiger Helfer für hohe Gewinne und einen erfolgreichen Börsengang der Deutschen Bahn AG und gibt dieser fast alle zur Verfügung stehenden Mittel für den Betrieb der RE-Linien.
Wettbewerb + Transparenz = Geld sparen und Angebot verbessern!
Der Wettbewerb bei Verkehrsleistungen führt zu einem besseren Angebot und zu geringeren Kosten. Interessant, da für die Eisenbahn-Verkehrsunternehmen lukrativ, sind die Regionalexpressstrecken, die nach Berlin hinein oder durch Berlin hindurch führen. Bis Mitte 2007 ist ein Ausschreibungskonzept für alle SPNV-Strecken zu veröffentlichen. Durch zügige Vorbereitungen sind alle Nahverkehrsleistungen in Brandenburg zum Auslaufen des DB Regio-Vertrages 2012 in Netzen auszuschreiben, nicht einzelne Linienläufe. Bei den Ausschreibungen sind Verkehrsgewohnheiten und -beziehungen wie auch betriebswirtschaftliche Überlegungen (Mischung von nachfragestarken Zugläufen mit reinen Regionallinien) zu berücksichtigen.
Wir fordern die Aufstellung eines verbindlichen und verlässlichen landesweiten Nahverkehrsplanes mit Beteiligung der Regionen und Interessensverbände. Dieser Nahverkehrsplan muss Grundlage für alle weiteren Entscheidungen sein.
Alle neu geschlossenen Verkehrsverträge sind zu veröffentlichen.
Infrastrukturkosten senken
Seit 1. Januar 2003 sind neben den Trassenentgelten in vielen Regionen für bestellte Nahverkehrsleistungen bei der DB Netz AG prozentuale Aufschläge zu zahlen (z. B. Oder-Spree-Netz + 63 %, Lausitz + 75 %). Laut DB AG sollen diese Aufschläge dazu dienen, diese Netze im Bestand zu sichern. Diese Aufschläge sind nicht nachvollziehbar und machen solche Strecken interessanter für Abbestellungen. Regionalfaktoren dienen offenbar nur dazu, die Einnahmen der DB Netz AG zu erhöhen. Deshalb fordern wir das Land Brandenburg auf, diese Regionalfaktoren nicht mehr zu zahlen. Wenn als Folge die DB Netz AG Strecken stilllegt, haben andere Infrastrukturunternehmen sowie Kommunen die Möglichkeit, die Strecken zu übernehmen. Das Beispiel „Prignitz“ zeigt, dass dies ein Erfolg werden kann. Dies ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass für Infrastrukturnutzung ausgegebene Mittel auch für diese verwendet werden.
Bernau (MOZ) Am Sonntag, 10. Dezember, gibt es einen Fahrplanwechsel. Die Kunden der Verkehrsunternehmen erwarten einige Verbesserungen, der Zugverkehr auf einem Streckenabschnitt wird aber auch eingestellt. Jahrelang hatten die Mieter des Wohngebietes an der Schwanebecker Chaussee für eine Busanbindung gestritten. Am morgigen Sonntag, mit dem Fahrplanwechsel, ist es nun soweit: Nachdem die Buswendeschleife an der Bundesstraße 2 (bei Lidl) bereits im November übergeben worden war, hält dort am zweiten Advent der erste Bus. „Damit bieten wir auf der Linie 869 insgesamt …
Es werden z.B. folgende neue Direktverbindungen und Anschlüsse geschaffen: Die Linien OE36 – OE60 – OE63 und OE25 werden in Frankfurt (Oder), Eberswalde und Berlin-Lichtenberg miteinander verknüpft. Dadurch ergeben sich z.B. direkte Reisemöglichkeiten für Fahrgäste aus Beeskow oder Grunow nach Seelow oder Wriezen und die touristischen Ziele in den Landkreisen LOS und MOL rücken näher zusammen. In Eberswalde wird künftig die Linie OE60 von Frankfurt (Oder) bzw. Wriezen kommend mit Zügen der Linie OE63 aus Joachimsthal vereinigt, so dass Direktverbindungen aus Joachimsthal und der Schorfheide nach Berlin entstehen. In der Gegenrichtung werden die Züge in Eberswalde getrennt. Nach der Ankunft der Linie OE60 in Berlin-Lichtenberg wird die Fahrtrichtung gewechselt und der Zug fährt weiter auf der Linie OE25 nach Werneuchen. Die Linie OE36 wird auch künftig saisonal den Haltepunkt Helenesee bedienen und die Linie OE60 wird zur Adonisröschenblüte wieder in Schönfließ Dorf halten. Regulär als Bedarfshalt wird auf der Linie OE63 der Haltepunkt Joachimsthal Kaiserbahnhof – der erste Hörspielbahnhof Deutschlands – ganzjährig angefahren. Leider erfolgen zum Fahrplanwechsel auch Reduzierungen des Angebots durch die Länder Berlin und Brandenburg. Auf der Linie OE25 wird der Abschnitt Werneuchen – Tiefensee nicht mehr bedient. Die Buslinie 887 Werneuchen – Tiefensee – Bad Freienwalde übernimmt den Ersatzverkehr (der Fahrplan ist als Anlage beigefügt). In den Vormittagstunden entfällt je Richtung ein Zug zwischen Berlin-Lichtenberg und Ahrensfelde. Bei der Linie OE36 wird Montag bis Donnerstag ein Zug je Richtung in den Abendstunden entfallen. An den Wochenenden außerhalb der Tourismussaison wird das Angebot der Nachfrage angepasst: Samstags ist der Abschnitt Beeskow – Frankfurt (Oder) und sonntags die gesamte Linie Berlin – Beeskow – Frankfurt (Oder) betroffen. In der touristischen Saison wird auch weiterhin an den Wochenenden ein Stundentakt angeboten. Auf Grund der Verlängerung von Bauarbeiten der DB Netz AG (Erneuerung Spreebrücke Beeskow und des Streckengleises Grunow – Beeskow) muss der zur Zeit bestehende Schienenersatzverkehr voraussichtlich noch bis zum 29.01.2007 fortgeführt werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll dort die Geschwindigkeit von derzeit 60 km/h auf 80 km/h erhöht werden, was in Zukunft zu Fahrzeitverkürzungen führen wird. Auf dem Abschnitt Joachimsthal – Templin der Linie OE63 wird der Zugverkehr eingestellt. Es wird ein Busverkehr durch die Linie 515 angeboten (vgl. beiliegenden Fahrplan). Des Weiteren entfällt samstags und sonntags das erste Zugpaar zwischen Joachimsthal und Eberswalde. Am 09.12.06 werden wir uns auf den letzten Zugfahrten von Berlin-Lichtenberg nach Tiefensee und von Eberswalde nach Templin von unseren Fahrgästen verabschieden (Pressemeldung ODEG, 07.12.06).
Auch für das schöne Rheinsberg haben die Kürzungen der Regionalisierungsmittel des Bundes im Schienenpersonennahverkehr Folgen. Züge fahren ab 10.12. außerhalb der Tourismussaison nur noch freitags, sonnabends, sonntags und an Feiertagen, im Sommer von Anfang Mai bis Ende September täglich. Doch Rheinsberg ist deswegen im Winterhalbjahr an den anderen Wochentagen nicht vom Rest der Welt getrennt. Wir haben den Routenplaner der VBB-Fahrinformation (www.vbb-fahrinfo.de) befragt und er gibt z.B. für Montag, den 11.12.06 zwei Tipps, in akzeptablen Zeiten von Berlin nach Rheinsberg zu kommen: entweder über Gransee oder über Neuruppin. Über Gransee benutzt man den …
Veränderungen im Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg
RE 3 Stralsund/Schwedt–Berlin–Elsterwerda Südabschnitt – Züge fahren nicht mehr zwischen Luckau- Uckro und Senftenberg. Dafür werden an den Wochentagen jeweils 5 Züge pro Richtung von/nach Elsterwerda verlängert und ergänzen so den bestehenden 2-Stunden-Takt. Die weiteren Züge enden bereits in Wünsdorf-Waldstadt. Von und nach Finsterwalde fahren die Linien RE 10 und RB 43 in zeitlich geänderten Lagen, so dass in Doberlug- Kirchhain kurze Anschlüsse von und zu den Zügen der Linie RE 3 bestehen. PrignitzExpress RE 6 Berlin-Spandau–Neuruppin–Wittstock/Wittenberge Der Zugverkehr im Abschnitt Neuruppin-Rheinsberg (Mark) mit der Linie RE 6 wird eingestellt. RE 18 Cottbus–Dresden/Falkenberg (Elster) Man erreichet auf direktem Wege alle …
„Dankeschön, liebe Fahrgäste, für Ihre Geduld und Ihre Treue.“ Das war am Nikolaustag auf 12 Bahnhöfen in Brandenburg und Mecklenburg- Vorpommern sowie in einigen Zügen vielmals zu hören. Kundenbetreuer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regionalbereichsleitung sowie der Zweigniederlassungen von DB Regio Nordost überraschten die Pendler zwischen 5 und 8 Uhr mit kleinen Nikolausgeschenken. Vor allem auf jenen Strecken waren die DB Regio-Mitarbeiter unterwegs, auf denen …
Zum Fahrplanwechsel der Bahn am 10. Dezember 2006 erhalten Zwickau, Glauchau und Ho-henstein-Ernstthal erstmals wieder seit mehreren Jahren eine umsteigefreie Bahnverbindung nach Berlin. Der Vogtland-Express der privaten Vogtlandbahn-GmbH wird täglich Westsachsen mit der Hauptstadt verbinden. Damit ist auch die umsteigefreie Anbindung von Chemnitz, Mittweida, Döbeln und Riesa gesichert. Während die Deutsche Bahn ihren letzten Direktzug einstellt, bietet die Vogtlandbahn die neue Leistung in attraktiver Tagesrandlage an: Morgens in die Hauptstadt, dann am frühen Abend wieder zurück. Seit dem 12.06.2005 fährt die Vogtlandbahn-GmbH mit ihrem Vogtland-Express täglich, umsteigefrei und direkt von Plauen nach Berlin – morgens hin und abends wieder zurück. Der Vogtland-Express ist aus dem Wunsch des Vogtlandes entstanden, wieder umsteigefrei an die Hauptstadt angebunden zu werden. Im Jahr 2001 stellte die Deutsche Bahn die letzte Direktverbindung zwischen dem Vogtland und Berlin ein. Damals ein herber Schlag für die Region, existierte doch diese klassische Verbindung nahezu ununterbrochen seit dem 19. Jahrhundert. Unter privater Betreiberschaft feierte diese traditionsreiche Verbindung im Sommer 2005 ihre Wiederauferstehung. Im Dezember 2005 wurde der Vogtland-Express ab bzw. bis Hof verlängert. Bis Mai 2006 war Berlin-Lichtenberg der Zielbahnhof. Seit 28.Mai 2006 fährt der Vogtland-Express direkt über die Stadtbahntrasse bis in die Berliner City. Attraktiver Zielbahnhof ist nach Zwischenhalten in Ostbahnhof, Alexanderplatz und Friedrichstraße der Bahnhof Berlin Zoologischer Garten. Bislang verkehrt der Vogtland-Express über Werdau, Altenburg und Leipzig nach Berlin. Mehrere geplante längerfristige Baumaßnahmen seitens des Infrastrukturbetreibers DB Netz AG während des Jahres 2007 im Raum Leipzig gestatten jedoch keine kundenfreundliche Fahrlage vom Vogtland über Leipzig nach Berlin, der Leipziger Hauptbahnhof hätte sogar zeitweise überhaupt nicht angefahren werden können. Somit hat sich die Vogtlandbahn-GmbH entschieden, nach Alternativen für die Linienführung des Vogtland-Express zu suchen: Ab 10.12.2006 verkehrt nun der Vogtland-Express über Zwickau, Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Chemnitz, Mittweida, Döbeln und Riesa nach Berlin. Damit bietet die Vogtlandbahn auch für die Menschen aus diesen Städten wieder eine umsteigefreie Direktverbindung in die Hauptstadt an, denn auch der letzte direkte Zug der Deutschen Bahn von Chemnitz nach Berlin fährt letztmalig am 09.12.2006. Zum Einsatz im Vogtland-Express kommen moderne Triebwagen vom Typ DESIRO. Jeder Triebwagen verfügt über 120 Sitzplätze, ist vollklimatisiert und mit einem behindertengerechten WC ausgestattet. Bei Bedarf können bis zu drei Triebwagen gekuppelt werden. In jedem Wagen kümmert sich je ein Service-Mitarbeiter um das Wohl der Fahrgäste, verkauft die Tickets und serviert Imbiss am Platz. PI-2006-12 Seite 1 von 8 Im Vogtland-Express gilt ein besonderer Tarif, dessen Fahrpreise liegen etwa 30% unter den DB-Nahverkehrspreisen. Darüber hinaus gibt es Ermäßigungen für Kinder ab 6 Jahre und junge Leute bis 26 Jahre sowie für Vielfahrer. Kinder von 6 bis 14 Jahre fahren in Begleitung der Eltern bzw. Großeltern frei, sofern diese mit Normalpreis-Tickets fahren. So kostet z.B. eine Fahrt von Zwickau nach Berlin 25,00 EUR, für Kinder und junge Leute ( 6 bis 26 Jahre) nur 17,50 EUR. Für die Relation Chemnitz – Berlin kostet das Normalpreis-Ticket 22,00 EUR, das ermäßigte Ticket 15,40 EUR. Tickets sind grundsätzlich nur im Zug beim Fahrgastbetreuer erhältlich, Fahrscheine anderer Bahnen bzw. Tarife sowie Verbundfahrscheine gelten im Vogtland-Express nicht (Pressemeldung Vogtlandbahn, 04.12.06).
Ein weiterer Flugbetrieb gefährde BBI in Schönefeld
Peter Neumann
Schon wieder schlechte Nachrichten für die deutsch-amerikanischen Investoren, die im Flughafen Tempelhof ein Gesundheitszentrum mit 1 000 Arbeitsplätzen einrichten wollen: Brandenburgs künftiger Verkehrsminister Reinhold Dellmann (SPD) hat am Wochenende bekräftigt, dass der Luftverkehr auf dem Traditions-Airport eingestellt werden muss. „Investoren, die das Flughafengebäude und das Gelände nutzen wollen, müssen definitiv ohne Flugverkehr auskommen“, so der Infrastruktur-Staatssekretär. Die Kapitalgeber um den Deutsch-Amerikaner Fred Langhammer halten ein Investment dagegen nur dann für lohnend, wenn Tempelhof für Privat- und Geschäftsflieger offen bliebe. Sie wollen sich in dieser Woche erneut zu Wort melden, um die Bedeutung ihres Projekts für Berlin zu erläutern. Dass sich ein Brandenburger im Tempelhof-Streit äußert, ist nicht ungewöhnlich: Das Land hält wie Berlin …